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swivel 18.12.2013 09:20

Zitat:

Zitat von daso (Beitrag 1526200)
und woran lag es jetzt, dass du früher keine scharfen fotos hinbekommen hast?

Nicht keine, sondern zu viele unscharf. Unwissenheit. Mein erstes SAL1650 war extremst defokusiert, - keine Chance für die AF Feinjustage. Dazu war noch das AF Modul schlecht kalibriert. Zusammen sah so das Sucherbild immer leicht unscharf aus.

Woher sollte ich wissen, das das nicht am EVF und SLT Prinzip lag. Das zweite SAL1650 war ebenfalls defokusiert. Und die Kamera kam von Geisler für mich genau so zurück wie hingeschickt, - die Mängel wie wackelnder Blitz, Spiel am Bajonett, der leicht lockere Griffgummi, sehr deutliche dunkle Stellen im Schulterdisplay, größere Probleme beim AF - wurde alles nicht behoben.
Das zweite SAL war dann aber bei (jetzt glaub ich) -10 ganz gut. Da war der EVF dann auch ok. Ich weiß jetzt wie der AF tickt und wo ich ihn gar nicht erst einsetze.
Fokuspeaking war halt der Retter und ist jetzt nicht mehr wegzudenken.

Ein besserer AF wäre natürlich schön, aber manuell zu fokusieren ist bei geschätzten 80 Prozent meiner Bilder absolut kein Nachteil, - sondern reine Gewohnheit und hat eher Vorteile.

minfox 18.12.2013 14:39

Zitat:

Zitat von swivel (Beitrag 1526061)
Ich war einer von Denen die den Kauf bereut hatten (...)Gründe waren vor allem zu viele unscharfe Fotos, das störende Rauschen und alle möglichen Mängel..- hmmm.

Hast du dich jetzt an das störende Rauschen und alle möglichen Mängel gewöhnt? Die Ursache der zu vielen unscharfen Fotos hast du ja erläutert.

18.12.2013 15:06

Also ich kann mich dem TO nur anschließen.
Seit fast genau 2Jahren fotografiere ich mit der 65er, und weil ich davon schon begeistert war, kam dann später noch die 77er dazu.

Da ich vorwiegend im höheren Telebereich unterwegs bin und ich mir die ständige Objektivwechselerei ersparen wollte (weil hin und wieder braucht man ja auch mal ´ne kurze Brennweite) habe ich mir die dann als "Zweitbody" gegönnt.

Auf der einen habe ich ein 17-50er Tamron und auf der anderen ein 200-500er.
Dazwischen, habe ich inzwischen festgestellt, brauche ich brennweitentechnisch eigentlich nur sehr selten was.


Ich bin von den beiden immer noch regelrecht begeistert und werde auch sicher noch lange daran festhalten.

swivel 18.12.2013 16:24

Zitat:

Zitat von minfox (Beitrag 1526355)
Hast du dich jetzt an das störende Rauschen und alle möglichen Mängel gewöhnt? Die Ursache der zu vielen unscharfen Fotos hast du ja erläutert.

Hi,

ein wenig sichtbares Rauschen ist kaum ein Nachteil, es mindert nicht die Bildqualität. Ausnahmen wie bspsw. Makros hab ich schon immer mit NeatImage bearbeitet (schärft auch besser).
Das leichte bei 100% sichtbare Rauschen im Himmelblau bei 200ISO schadet einfach doch nicht. Die Sensorauflösung bzw. Pixelmatsch (oder nicht) ist ein anderes Thema, - Stativ und Festbrennweite und das passt auch...

Phototuner 19.12.2013 22:05

Hi,
ich schließe mich den Aussagen von matko123 vollends an.
Für mich als Hobbyfotograf, ist die a77 eine Extraklasse für sich.:top:
LG Dieter

Jeder kann knipsen.
Auch ein Automat.
Aber nicht jeder kann beobachten.

F. Dürrenmatt

dey 20.12.2013 00:16

Hi swivel.
Danke für den Mut zuzugeben falsch gelegen zu haben.
Dein Durchhaltevermögen, ob freiwillig oder erzwungen, hat sich gelohnt.

Ich bin erst vor einem Jahr mit A65 eingestiegen und hab euch schön alles testen lassen.
Danke an alle frühen Vögel :)

Bydey

Neonsquare 20.12.2013 02:18

Ich finde Dein spätes Review super. Auch bei meiner A77 war das erste SAL-1650 dezentriert. Ich hatte das allerdings direkt beim Kauf gemerkt und einen Ersatz kommen lassen der dann glücklicherweise einwandfrei war.

Auch ich habe mit der A77 die Erfahrung gemacht, dass man ganz schön damit arbeiten muss. Vielleicht wollen wir es heute ungern wahrhaben - aber man muss ein komplexes Werkzeug wirklich erlernen!

Da ich praktisch nur in RAW arbeite und dabei Aperture benutze war ich Anfangs nicht immer zufrieden mit der Pixelschärfe. Doch dann kam ein Aperture-Update welches u.a. bei der A77 aber auch z. B. bei der D800 im "RAW Finetuning" andere "Schärfe/Details"-Regler anbot (für die A55 z. B. nicht). Mit dieser Aperture-Version war für mich nicht nur das Schärfeproblem** sondern auch das Rauschproblem gelöst. Denn wo die alte Apertureversion bei der Entrauschung selbst in der maximalen Einstellung nur zu einer Vermatschung (Medianfilterartig) grober Klumpen geführt hat, kann man nun mit der neuen Version selbst bei höheren ISO (ab 1600 / 3200) den Detailsregler etwas erhöhen und danach mit dem Rauschregler "abschmecken". Mein Setup ist da meistens bei etwa "Details: 0,3", "Rauschen: 0,7" und zusätzlich die Anpassung "Definition" etwas anheben um die lokalen Kontraste wieder etwas herzuholen.

Seit heute gibt es RAW-Support für die hier neu rumstehende A7. Und wisst ihr was? Ich hab ein neues Werkzeug zum lernen, denn sämtliche Schärferegler verhalten sich nicht mehr wie seit der A77 gewohnt. In Aperture habe ich aus den RAW auf die ersten Versuche kaum die gewohnte Pixelschärfe bekommen. Die Regler stehen nun ganz anders als bei der A77 - aber ich habe mein Ergebnis erzielt.

Ich fand oft schade, dass die A77 anfangs so schlecht gemacht wurde. Denn es ist eine wirklich tolle Kamera - ein echt brauchbares Allround-Werkzeug. In letzter Zeit fiel mir auf, dass sich immer mehr A77-Besitzer tummeln und das diese tatsächlich mit ihrer Kamera wie ich sehr zufrieden zu sein scheinen. Leider ist das ein bisschen ein Sony-Dilemma, dass die Einsicht ob der wahren Qualitäten der Produkte sich erst spät einstellt. Man muss Chancen vergeben und Zeit investieren - aber am Ende lohnt es.

**)
Ich hatte nie wirklich "Schärfeprobleme" mit falschem Fokus. Bei mir geht es eher darum wie feine Texturen (Stoffe) auf Pixelebene gezeichnet werden.

awdor 20.12.2013 08:31

Bin beim Wiener Treffen mit der A55 und dem alten Minolta 75-300 angereist.
Wollte die beiden auch durch Herrn Mayr von Fa. Schuhmann anpassen lassen. Überraschend stellte sich heraus, dass das Objektiv doch nicht das Non plus Ultra war. Habe dann bei ihm die A77 und das 70-300G bestellt. Habe ihm auch gestattet, die neue Kamera zu öffnen, um den AF auf seine Grundeinstellung zu überprüfen (die bekannte Fehljustierung bei einigen Kameras damals bei dem Sunami in Thailand, Verlagerung der Fertigung).
Als ich die Kamera und das Objektiv dann hier hatte, war ich sofort davon überzeugt. Später kamen noch das Tamron 70-200/2,8 (das neue) und das 70-400G2 hinzu. Es macht richtig Spass, auch den Crop-Faktor nutzen zu können.
Heute habe ich auch die A7, die eben andere Anwendungsfälle abdeckt. Aber niemals würde ich die A77 abgeben. Sie ist einfach toll, auch mit dem Minolta AF 50/1.4 (natürlich mit Feinjustage).

Grüsse
Horst

padiej 20.12.2013 08:42

Horst, ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen. :top:

Die A7 ist großartig, aber für gewisse Bereiche der Fotografie ist die A77 einfach besser.

Vor allem die AF-Einstellungen sind beim Sport wesentlich, und da macht die A7 nicht so mit.

juchem 30.01.2014 15:13

Danke
 
Hallo zusammen,

danke für die positiven Reviews.

Seit drei Wochen besitze ich die A77 (Meine erste Spiegelreflex)

Seit drei Wochen lese ich in diversen Foren das die A77 zuviel rauscht etc. usw.

Mittlerweile denke ich dass das "jammern" auf hohen Niveau ist.

Die Reviews zeigen mir das meine Kaufentscheidung richtig ist. Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen :)

Grüße aus dem Rheinland

Raoul


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