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Fortsetzung Chile & Argentinien - Reisebericht
Liebe Forumsgemeinde,
wie angekündigt geht es weiter mit unserer Reise: 3. Station: Das Seengebiet um Puerto Montt Nach der extrem trockenen und spektakultär schönen Atacama erwartet uns nach 2 Flügen mit Umsteigen in Santiago das Städchen Puerto Montt. Diese Gegend heißt „Seengebiet“ und ist eine immergrüne Region mit großen Süßwasserseen, dichtem (nicht-tropischen) Regenwald, und schneebedeckte Bilderbuch- Vulkanen! Vor ca. 150 Jahren sind in dieser Region zahlreiche deutsche Einwanderer angesiedelt worden, weshalb man einige kulturelle Einflüsse finden kann. Neben vertrauter Architektur begegnen einem Feuerwehrautos, wo auf Deutsch „Feuerwehr“ draufsteht:eek:, ebenso gibt es (und wohl in ganz Chile) „Kuchenes“, was nichts anderes als die leckeren Kuchen der Einwanderer meint...;) Nach unserer Ankunft in Puerto Montt machten wir einen kurzen Bummel über den Fischmarkt und der Hafengegend des Städchens: ![]() ![]() ![]() Anschließend fuhren wir in unser Quartier im nahe gelegenen Puerto Varas am Lago Llanquihue. Alleine die Aussicht auf den Vulkan „Osorno“ ist schon atemberaubend! Als wir am Abend vom Ort zum Hotel zurückkehrten (leider nur die Knipse dabei!!), sah das so aus: ![]() ![]() Am folgenden Tag stand ein Ganztagesausflug auf dem Programm. Fahrt um den See Llanquihue (...das hat gedauert, bis ich den Namen aussprechen konnte!) und hinauf bis zur Schneegrenze auf etwa 1000m Höhe zum Vulkan Osorno, was etwa dem halbem Weg zum Gipfel entspricht. Anschließend Fahrt hinunter und Wanderung durch den Regenwald im Nationalpark Vicente Pérez Rosales mit den Wasserfällen von Saltos de Petrohue und ebenso kurze Wanderung am Lago Todos los Santos nahe der argentinischen Grenze…, bevor wir zum Nachmittag ins Hotel zurückkehrten: der allgegenwärtige Osorno: ![]() ![]() ![]() Blick vom Osorno auf den Nachbar-Vulkan "Calbuco": ![]() -> Bild in der Galerie Eindrücke aus dem Regenwald (viele Ecalyptus- Bäume) und dem Wasserfall Saltos de Petrohue: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Nach Sonnenuntergang nochmal ein Blick über den See Llanquihue auf unsere beiden "Haus"-Vulkane: ![]() -> Bild in der Galerie Am morgen, bevor es am späten Vormittag schon wieder zum Flughafen ging, das obligatorische Panorama (hier aus dem Hotelzimmer): ![]() -> Bild in der Galerie und ein letzter Blick auf die Skyline ;) von Puerto Varas... ![]() Unser Fazit: Der grüne Gegenpol zur Atacama- Wüste, wenn auch nicht so spektakulär. Genau die richtige Erholung für den nächsten, sehr spektakulären Teil unserer Reise: Patagonien! noch ein paar Tage Geduld... Grüße Helmut |
Ach, toll! :top:
Da weiß man gar nicht, was man loben oder beachten soll! Das ist alles so schön! Witzig zu sehen, dass wirklich so deutsche Schiefer-Schindelbauweise existiert...oder die Bilder der Vulkane! Ui, ihr seid da hochgewandert? Tapfer. :shock: Das Bild von dem einen Wasserfall mag ich besonders. Es ist nicht so unnatürlich glatt gebügelt und man spürt förmlich die Luftfeuchte, die Spritzer und hört innerlich das Rauschen...schön! |
Tolle Bilder, vielen Dank für's zeigen! Macht echt Lust da auch mal hin zu düsen. Ich bin ja auch schon viel rumgekommen, aber diesen Teil der Welt kenne ich überhaupt noch nicht.
Wie teuer oder billig lebt und reist es sich in Chile? Was muss man für so eine Reise ungefähr veranschlagen? Kommt man mit Englisch durch oder muss man Spanisch sprechen? |
Zitat:
Am Wasserfall hat mich vor allem das merkwürdig glitzernde Basaltgestein beeindruckt; man sieht´s ganz gut auf dem Bild... ...freut mich, wenn ihr auch was davon habt:top::top: ..war wirklich ne´ außergewöhnlich schöne Reise! viele Grüße Helmut |
Zitat:
da muß man sich um die Sprache keinen Kopf machen. Die Führer sprechen alle deutsch, die Agentur vor Ort spricht perfekt englisch. Zieht man auf eigene Faust los, ist es mit Englisch eher schwierig; wenn, dann in den Städten. Ein paar Brocken Spanisch braucht man; mein minimales Italienisch hat etwas geholfen. Details über diese Art Rundreise findet man im web von mehreren Anbietern; auf Wunsch kann ich per PN ein paar links schicken. viel Grüße Helmut |
Danke für deine tollen Bilder! Das sind Ecken, die ich leider noch nicht besucht habe, auch wenn ich mal das Glück hatte fast 8 Monate beruflich in Buenos Aires und Santiago de Chile verweilen zu dürfen...
Zitat:
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und weiter geht es mit der 5. Station:
Patagonien 2 (El Calafate / Argentinen) Von Puerto Natales / Chile ging es per öffentlichen Bus über die Grenze nach Argentinien, wo wir am Nachmittag unsere nächste Station erreichen: El Calafate. Direkt am Ufer des Lago Argentino gelegen, kann man von hier aus den argentinischen Teil der Gletscherregion um den Torres del Paine am besten erkunden. Hat man nur einen vollen Tag in El Calafate zur Verfügung, gibt es nur Eines: Der „Nationalpark Perito Moreno Gletscher“; Nach Abfahrt am Morgen führt uns der Weg erst einmal ein Stück am Lago Argentino entlang, bevor bald die Berge am Horizont auftauchen und wir uns den Parkeingang nähern. ![]() ![]() Im Park angekommen, wandern wir zunächst ein kurzes Stück zum Seeufer, bevor um eine Wegbiegung herum plötzlich die Eiswand des Gletschers vor uns auftaucht: Unglaublich! :shock: In der ersten Aufregung lege ich gleich mit der Kamera los, so als würde der Gletscher bald wieder verschwinden. Doch dann folgt bald nur noch minutenlanges Staunen und Schweigen. Einfach gewaltig dieser Anblick! ![]() ![]() Wir folgen den Weg immer weiter auf die Eiswand zu; dann in immer geringer werdenden Abstand zum Eis, -langsam höher hinauf, bis wir etwa die Mitte der Abbruchkante erreichen. …spektakulär, sehr beeindruckend! ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Dieser Gletscher ist wohl der einzige weltweit (?), dessen Gletscherfront man (auf sehr gut gesicherten Wegen) bequem und mit festen Boden unter den Füßen erkunden kann. Der Grund dafür ist, dass die Gletscherzunge auf eine Halbinsel inmitten des Gletschersees aufläuft und von dort aus es ein Leichtes ist, sehr nahe an die Eiswand zu gelangen. Dieses Foto aus dem Flugzeug macht es vielleicht deutlich: ![]() Die bis zu 77m hohe und insgesamt über 4 km breite Gletscherwand bietet nicht nur für´s Auge ein Spektakel! Die hohe Fließgeschwindigkeit von unfassbaren 2 m pro Tag führt dazu, dass häufig Eisberge kalben und krachend in den See stürzen; ebenso hört man ständiges Knacken in der Eismasse, was einem ziemlichen Respekt einflößt :? ...doch das alles kann man gefahrlos von Land aus beobachten! Sehr praktisch ;). Übrigens, das wechselhafte und stürmische Wetter ("April-Wetter") ist für´s Fotografieren auch hier sehr vorteilhaft. Speziell die Bewölkung erzeugt viel bessere Farben und Konturen im Gletschereis als pure Sonne…(wieder mal Glück gehabt); das tiefe Blau in den Gletscherspalten kommt auf den Bildern sehr realistisch rüber. Auf der Rückfahrt machen wir einen Stopp auf einem Parkplatz und blickten zurück über den See Brazo Rico auf die südliche Eiswand (Panorama); erst zu Hause habe ich auf den Fotos am linken Rand der Eiswand zwei Wandergruppen entdeckt… ![]() ![]() Eine gewisse Euphorie trägt einem den Rest des Tages angesichts des Erlebten. …und auch hier könnte man noch etliche Tage verbringen. Am nächsten Morgen heißt es jedoch schon wieder Koffer packen, mittags geht unser Flug nach Ushuaia / Feuerland, der Stadt am „Ende der Welt“. Mehr über die 6. und letzte große Station unserer Reise in den nächsten Tagen. viele Grüße & bis bald. Helmut PS: Ihr dürft ruhig rückmelden oder Bildkritik äußern....;) |
Ganz grosses Kino :top::top::top:
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die Worte leihe ich mir aus für den Schluß des Berichts, ...als Fazit für die ganze Reise :mrgreen::mrgreen: |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:02 Uhr. |