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EdeD 25.12.2012 11:37

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1397951)
Ein idealer Adapter müßte eine negative Dicke haben, weil das MD-Auflagemaß kürzer ist als das Alpha-Auflagemaß.

Das ... ahemm ... ist richtig.
Nun verfolgt mich die Vorstellung von einem Adapter mit negativer Dicke ;)

usch 25.12.2012 12:04

Zitat:

Zitat von git (Beitrag 1397687)
Wenn jemand die Werte von ein paar MD Optiken kennt würd mich das auch interessieren!

Die "Ferngrenze" hängt nur von der Brennweite des Objektivs und von der Dicke des Adapters ab, den Wert kann man also ausrechnen.

Dazu ermittelt man erst mal die effektive Auszugsverlängerung x:

x = d + mk - mo

wobei d die Dicke des Adapters ist, mk das Auflagemaß des Kamerabajonetts und mo das Auflagemaß des Objektivbajonetts. Für MD/AF-Adapter wäre das zusammengefaßt

x = d + 1mm

Bei einem idealen Adapter ist x = 0, dann funktioniert die Entfernungseinstellung genau wie am Original-Bajonett. Wenn x größer als 0 ist, kann nicht auf Unendlich fokussiert werden, aber dafür verkürzt sich die Nahgrenze. Ist x kleiner als 0, kann man über Unendlich hinaus fokussieren und die Nahgrenze verlängert sich.

MIt der Auszugsverlängerung läßt sich jetzt für x>0 die maximal einstellbare Entfernung E (Sensorebene—Motiv) bestimmen:

E = (f + x)² / x

Bei einem 4 Millimeter dicken Adapter (x = 5mm) und 50 mm Brennweite läge die maximal einstellbare Entfernung also z.B. bei 60,5 cm.

Die Verschiebung der Nahgrenze ließe sich ebenfalls ausrechnen, aber das wäre dann wirklich objektivabhängig (ursprüngliche Nahgrenze, Veränderung der Brennweite bei Innenfokussierung).


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