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Im Studio möchte man größtmöglichen Einfluss auf das Licht haben - in der Regel wird das Restlicht (Tageslicht) deshalb soweit wie möglich abgeschirmt.
Das bildrelevante Licht stammt also ausschließlich von den Studioblitzen und wird durch deren Anbringung, Lichtformer und Aufheller/Abschatter gestaltet. Folge: die Belichtungszeit hat hierbei (fast) keinen Einfluss auf die Belichtung. Die Belichtung wird kameraseitig ausschließlich über Blenden- und ISO-Einstellung gesteuert. Ob an der kamera 1/200stel oder 1/100stel als Belichtungszeit eingestellt ist, spielt keine Rolle. Deshalb wählt man im Studio eine kleine ISO (wegen rauschen), regelt die Schärfentiefe über die Blende und passt die Blitzstärke so an, dass die gewünschte Belichtungsstimmung/-wirkung (ausgewogen, lowkey, highkey usw.) eintritt. Das kann über Probeaufnahmen und Auswerten des Histogramms sowie des optischen Bildeindruckes erfolgen - die (zusätzliche) Nutzung eines Blitzbelichtungsmessers kann sinnvoll sein, wenn z. B. eine genaue Abstimmung der Belichtung des Motivs und des Hintergrundes (z. B. Motiv bei F5,6, Hintergund um eine Blende überbelichtet bei F8) erwünscht ist. (Ich habe bislang noch keinen Blitzbelichtungsmesser vermisst - aber nett ist das schon.) Wird der Studioblitz bei Tageslicht verwendet, hat die Belichtungszeit natürlich sehr wohl einen Einfluss auf die Belichtung durch das Tageslicht. Je länger die Bleichtungszeit dann ist, desto mehr dominiert das Tageslicht die Belichtung. Das muss man ausprobieren. Wenn es "nur" um die Aufhellung von Schatten bei Protraitaufnahmen unter Tageslichtbedingungen geht, fährt man meiner Meinung nach mit Systemblitzgeräten über HSS-TTL besser, da dann auch sehr kurze Verschlusszeiten (z. B. 1/8000stel) und damit verbunden eine weit geöffnete blende (z. B. F 2,8) und damit eine geringe Schärfentiefe erreicht werden kann. Mit TTL (ohne HSS) ist bei spätestens 1/250stel (das hängt von der Kamera ab) schluß. Dafür muss man bei HSS-TTL mit einem Bruchteil der Blitzleistung im Vergleich zu "normalem" TTL (ohne HSS) auskommen. Aber grau ist alle Theorie = ausprobieren. Viel Spaß beim Fotografieren Manfred |
Hallo!
Da die Studioblitze meßtechnisch nicht mit der Kamera verbunden sind, müssen alle Einstellungen manuell eingestellt werden. Im Idealfall mit einem Blitzbelichtungsmesser. Die Blitze auf gut Glück einzustellen ist eine sehr heikle Sache und benötigt Erfahrung. Mit dem Blitz-Beli werden alle drei Blitze per Lichtmessung einzeln angemessen. Zuerst sollte der Hauptblitz, dann die Aufhellblitze gemessen werden. Ein guter Beli errechnet dann eine gute Blende. Noch bessere Kontrolle hast Du, wenn Du die Werte vergleichst, wie nah bzw. weit sie auseinander liegen, da der Beli nicht weiß, welche Bereiche Du hervorheben möchtest. Übrigens: ich weiß nicht, wie weit Du Dich in Sachen Studiofotografie auskennst; aber gleich mit drei Blitzen anzufangen - das geht mit Sicherheit schief. Ich würde mit einem Blitz und einem Aufheller beginnen und mich dann langsam vortasten. Zur Synchronisationszeit: ich würde ein bis zwei Stufen unter der obersten Zeit einstellen (z. B. Kamera läßt Synchrozeit von 1/250 Sek. zu, liegst Du mit 1 /160 oder 1/125 Sek. auf der sicheren Seite). Ich arbeite viel im Studio und brauche selten drei Blitze, um ein Model auszuleuchten, vor allem, wenn Du schön mit Licht und Schatten spielen möchtest. Aber über dieses Thema könnnte man Seitenweise schreiben und es gibt unzählige Bücher darüber. Viele Grüße, Frank |
Hallo!
Hier noch ein Buchtip: Fotografieren im Studio: Technik und Licht perfekt beherrschen von Oliver Gietl, erschienen im Verlag Galileo Viele Grüße, Frank |
Noch besser als seine Bücher sind seine Kurse ;). Aber wenn man nicht in der Nähe wohnt muss man sich leider mit dem Buch zufrieden geben :cry:.
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