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Heinz_W 25.07.2012 22:26

Hallo,
Ein schöner Test. Ich denke sowieso, das um ein Objektiv wirklich zu beurteilen dieses eigentlich auf eine optische Bank gehört. Zu analogen Filmzeiten war wohl ein guter, fein auflösender Film ausreichend, weil so ziemlich jede Kamera mit dem gleichen Objektiv die gleichen Ergebnisse lieferte.
Bei einer Digitalkamera ist die Kombination aus Kamera und Objektiv notwendig weil die Kamera ganz spezifische Eigenschaften hat. Verschiedene Sensoren reflektieren unterschiedlich, reagieren auf schräg einfallendes Licht verschieden, haben Filter vor den Sensoren um Fehler (Moire) auszugleichen und danach kommt noch eine lange Kette in der Signalverarbeitung bis endlich ein Rawbild vorliegt.
Daher glaube ich, das auch ältere Objektive gut sind. Neue Objektive sind möglicherweise auf die Sensoreigenschaften besser abgestimmt.
Am Auflösungsvermögen von den kleinen Digitalknipsen sieht man was optisch möglich ist, wenn Das Licht gerade und nicht schräg auftrifft.
Beim analogen Film war es egal, ob ein Lichtstrahl schräg das Filmkorn traf.

padiej 26.07.2012 19:36

Es steckt schon einiges hinter den guten Linsen.

Bezogen auf unser Sehen können die Optiken viel mehr. Dadurch wird Croppen so richtig spannend.

Mich würde ich Leistung vom alten Zeiss Ikon Ultron 1,8/50 interessieren. Es war 1970 eines der schärfsten Objektive.

http://www.taunusreiter.de/Cameras/Icarex.html

Es ist meine Lieblingsoptik, baugleich mit mir.

Stuessi 20.05.2013 17:26

Hallo,

mich interessierte das Bild eines Sterns. Da ein solcher nicht still hält und die Luftunruhe stört habe ich ein kleines Loch in Alufolie gestochen und die Folie vor einer LED-Taschenlampe (nur 1 LED) befestigt und aus 6 m Entfernung mit der NEX-5N fotografiert.


-> Bild in der Galerie

Die theoretische Bildgröße der hellen Öffnung hängt natürlich von der Brennweite des Objektivs ab:
bei 35 mm: 1,2 µm (25% des Pixelabstands)
bei 50 mm: 1,7 µm (35% des Pixelabstands )
bei 200mm: 6,7 µm (140% des Pixelabstands)
Auf den Bildern sieht man die Bilder des Lochs
1. fotografiert durch ein Mikroskop und dann verkleinert,
2. fotografiert mit der Nex und dem gleichen Objektiv und dann 10x vergrößert,
so dass die Abbildungsmaßstäbe gleich sind.


-> Bild in der Galerie


-> Bild in der Galerie


-> Bild in der Galerie

Gruß,
Stuessi

TONI_B 21.05.2013 07:35

Sehr gute Arbeit!

Aus den Mikroskop-Aufnahmen kann man ersehen, wie gut die Objektive eigentlich sind.

Eine Frage: warum ist ein so großer Unterschied zwischen RAW und jpg vorhanden?

Stuessi 21.05.2013 10:17

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1448296)
...Eine Frage: warum ist ein so großer Unterschied zwischen RAW und jpg vorhanden?

Hallo Toni,

die Konverter -ob in der Kamera oder extern- liefern unterschiedliche Ergebnisse bei der Entwicklung der Bilder. Ich habe zur Demonstration mehrere Aufnahmen bei um wenige Pixel veränderter Kameraausrichtung gemacht.
Die Belichtung (ISO 100, 1/500 s) war wieder so gewählt, dass kein Pixel überbelichtet wurde.

1. JPEG-Bild, wie von der Kamera geliefert
2. RAW-Datei in ACDSee Pro 6 entwickelt
3. RAW-Datei mit DNG-Konverter umgewandelt und mit CS2 entwickelt
4. RAW-Datei mit Sony-Konverter entwickelt
In allen Fällen war keine Kontrast- oder Helligkeitsveränderung eingestellt.


-> Bild in der Galerie

Gruß,
Stuessi

edit:

RAW-Dateien aus der Dynax 7D konnte ich noch manipulieren.
Wie unterschiedlich ein mit Computer generierter "Kratzer" entwickelt werden kann zeigte dieser Vergleich:


-> Bild in der Galerie


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