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subjektiv 12.02.2012 14:48

Wir wissen alle nicht, wer auf dieser Welt was durchgemacht hat, wem was fehlt...
Dazu steht in deutschen Versionen eines in der westlichen Welt recht verbreiteten Buches der Satz: "Wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein."
Für mich kann ich sagen, dass ich nicht fehlerlos bin. Andere mögen das ja sein. Alles was wir wahrnehmen und zu wissen glauben, ist immer subjektiv. Je weniger wir das erkennen, um so mehr trifft es zu.

Egal, was die Frau sich geleistet haben mag. Ich wüßte nicht, dass Whitney Houston überdurchschnittlichen Schaden angerichtet hätte. Aber sie hat auf jeden Fall viele Menschen berührt. Schon durch ihre Stimme. Ich bin nicht gerade ein ausgesprochener Whitney Houston Fan. Aber ich denke trotzdem, dass sie dadurch mehr Wärme in die Welt gebracht hat, als mancher logisch vorgehende Idealist oder große Denker.

Es ist nicht nur in der Natur so - auch Menschen ergänzen sich.
Vielfalt macht die Erde schön und lebenswert.

wwjdo? 12.02.2012 14:57

Eine große Stimme in einer zerbrechliche frau - schade, dass sie so sterben muste. :(

Zur anderen Thematik: Wer sich wirklich mal damit auseinandersetzen will, warum mache Leute trotz widriger, ungünstiger, etc. Umstände (auch psychisch) gesund bleiben, andere hingegen nicht, dem seien die Ergebnisse der Resilienzforschung bzw. das Konzept der Salutogenese nahegelegt...

DonFredo 12.02.2012 17:27

Zitat:

Zitat von Conny1 (Beitrag 1282987)
Ich habe Whitney Houston pur als Sängerin in einer kleinen Kirche in Colorado erlebt.
Keine Begleitung, nur Whitney Houston.
Stimme, Gesicht, Körper, ein Genuß.
Ein Ereignis, das sich mir in die Seele gebrannt hat.
Mich rührt ihr Tod zu Tränen.

Bei mir war es "nur" ein Konzert von der "Moment of Truth World Tour" in der Berliner Waldbühne am 02. Juni 1988, aber es ist mir aufgrund der unnachahmlichen Stimme immer in Erinnerung geblieben.

Danke Whitney.

Ernst-Dieter aus Apelern 12.02.2012 17:49

Leider ein weiterer Fall in der Music Historie!
Über Brian Jones , John Bonham, Jimmy Hendrix, Amy Winehouse zu Witney Houston!:flop:
Prominente Personen , die mit Ihrem Leben nicht mehr zurecht gekommen sind.

Dat Ei 13.02.2012 11:02

Moin, moin,

Whitney Houston ist tod. Über die Ursachen und Hintergründe ihres Todes wird noch reichlich spekuliert. Genauso über die Ursachen und Hintergründe ihres Werde- und Untergangs.

Sicherlich hat Whitney einen großen Namen gehabt, aber wenn man einmal ehrlich ist, hat sie viel zu wenig aus ihrem Talent gemacht. Ich wurde 1985 von einem Bekannten, der einige Jahre in den USA lebte und sich viel in der R&B- und Soul-Ecke rumtrieb, auf Whitneys erstes Album "Whitney Houston" aufmerksam gemacht. Und obwohl ich dieser Ecke zu dem damaligen Zeitpunkt nur wenig abgewinnen konnte, begeisterte mich das Album. Wow, welch eine Stimme. Aber bereits das zweite Album "Whitney" zeigte, daß die kommerzielle Ausschlachtung im vollen Gange war. Hohe Erwartungen, aber im Grunde magere Kost. Ihre Stimme hat sie schon vor langem ramponiert.

Wenn man heute auf Whitneys Karriere zurückblickt, dann stehen da 10 Alben zu Buche, wovon 2 Soundtracks und eines ein Best-Of ist. Die letzten Alben fanden aufgrund ihrer mässigen Qualität kaum Aufmerksamkeit. Wenn man sich das vor Augen führt, weint man nicht nur um den Menschen, der zu früh gegangen ist, sondern auch um ihr vergeudetes Talent.

Öffentlichkeit, Plattenindustrie, privates Umfeld, vielleicht auch Unzufriedenheit mit dem eigenen Werdegang waren in Summe wohl zuviel für sie. Ich hoffe, daß sie nun die Ruhe findet, die sie im Leben wohl nicht hatte oder finden konnte.


Dat Ei

Dana 13.02.2012 11:21

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 1283339)
hat sie viel zu wenig aus ihrem Talent gemacht.

...das stimmt allerdings leider.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass man, sobald man in diesem Plattenvertrag-Öffentlichkeits-Dschungel drin ist, keine Chance mehr hat...bzw nur noch dann, wenn du echt eine Bärennatur hast.

Kerstin 13.02.2012 11:35

Ach ich weiß nicht, Dana - dann wäre über kurz oder lang alle aus diesem Medienbereich irgendwann kaputt. Ich glaube eher, da spielt einfach die Persönlichkeit eine ganz große Rolle. Falsche Freunde, falscher Umgang, Drogen und Alkohol, Abhängigkeiten - und schon kommt man allein nicht mehr hoch.
So einen Werdegang wie Whitney oder Amy schafft Lieschen Müller auch, aber mit nur Alkohol dauerts länger und endet nicht so häufig tödlich. Für Koks braucht man auch ordentlich Kohle.
Whitneys Tochter dürfte leider auch schon ordentlich mit reingezogen worden sein in diesen Sumpf, das belegen genug Bilder.
Nun denn, wir werden alle nicht gefragt, wann es am besten passt ... :cry:

Dana 13.02.2012 12:35

Nenn mir mal zehn Namen aus diesem Bereich, die nicht irgendein Problem mit sich rumschleppen...ich muss stark überlegen, bis mir welche einfallen.

Aber hey, darum gehts ja nicht.

Kerstin 13.02.2012 13:03

Definiere Problem, da haben wir ja alle genug :)

dbhh 13.02.2012 13:24

Unaufrichtig finde ich den Hype den die gesamte Presse nun über den Tod von W.H. macht, denn: W.H. wurde von der versammelten Presse gemieden, es wurde über fehlgeschlagene Konzerte (Stimme völlig runter) und das Privatleben abgelästert. Das sie ihr Leben nicht im Griff hat war zu sehen ... geholfen hat niemand (gemeint: Verwandte motivieren, zB Dione Warwick etc.).

Wie bei Michael Jackson fließt nun wieder Geld (Songs massig spielen), kommt nun einer posthume "Fürsorge" - zu spät.
Gruß


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