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Markus_FCB 16.02.2012 01:41

Es ist wohl so, dass UV- bzw. Skylight-Filter im Zeitalter der digitalen Fotografie allgemein überflüssig geworden sind.
Grundsätzlich ist dies jedoch - meiner Meinung nach - vom jeweiligen Nutzer und dessen Art zu Fotografieren abhängig.

Ich habe mir es lange überlegt und mir erst kürzlich doch noch einen Skylight-Filter gekauft. Ich war im letzten September mal mit meinen Vater in den bayerischen Voralpen unterwegs. Das Wetter war wolkenlos, die Fernsicht war super (aber nicht föhnig), in den hohen Gipfeln lag der erste Schnee. Jedoch wenn man gegen Süden (Richtung Österreich) schaute, also gegen die Sonne schräg oben (zur Mittagszeit), konnte man schon mit bloßem Auge die Blauverschiebung erkennen (obwohl das Gehirn das quasi ausgleicht). Beim Blick durch Optiken (Fernglas, Tele) war der Blaustich über deutlich. Auf Fotos habe ich trotzdem nicht verzichtet.
Ein UV-Filter (plus Streulichtblende) - den ich drauf hatte - ist bei diesem Licht machtlos. Für die Nachbereitung die RAW-Bilder in LR hatte ich bisher keine Zeit und das wird in den nächsten Wochen/Monaten voraussichtlich leider auch nichts.

Deshalb habe ich mich entschieden, bei derartigen Gelegenheiten künftig mit einem Skylight-Filter zu fotografieren, um das Bild einzufangen, wie es ungefähr sein sollte. Die gewissen optischen Nachteile (Verlust an Bildqualität) nehme ich hin, dafür gewinne ich Zeit und ich kann mich nachher besser bei der Bildnachbearbeitung erinneren, wie damals die Situation war.

Dennoch, ich gebe zu, ein Skylight-Filter ist nur ein Filter für bestimmte Gelegenheiten (wenn überhaupt). Ich setze ihn nur an meinem langen Tele ein, mit dem ich hauptsächlich die Fernaufnahmen mache.
Aber wer weiß, vielleicht denke ich nach der nächsten Berg-Saison im nächsten Sommer anders, und trete den Filter in die Tonne. Oder es kommt bei mir noch immer der Analog-Fotografierer in mir durch. :lol:


UV-Filter:
Optisch braucht es die nicht. Dennoch mittlerweile tue ich die auch bei Stadtbesichtigungen/Fahrradtouren drauf. Beim häufigen Raus-der-Tasche/Rucksack, Rein-in-die-Tasche/Rucksack, kann man sich schneller die Frontlinse bei dummen Aktionen zerkratzen, als man denkt. Nachher bereut man es. Jedenfalls mir ging es so. Deshalb kommen die drauf, wenn ich unterwegs bin.

mrieglhofer 16.02.2012 02:05

Zitat:

Oder es kommt bei mir noch immer der Analog-Fotografierer in mir durch.
Ja, das ist es. Du brauchst nämlich nur im Weissabgleich die Kelvin von 5400 auf von mir aus 7000 zu stellen. Dann ist der Blaustich auch weg. Die genaue Einstellung für den jeweiligen Skylight kannst du dir auch ausrechnen.

Nebenbei bemerkt, dürfte das nicht ein falscher Weissabgleich sein, weil den gleicht die Kamera eh ganz gut aus, sondern Spiegelungen vom Himmel in der Landschaft. Die kriegst am ehesten mit einem Polfilter in den Griff. Dann wirds auch weniger

Zitat:

Beim häufigen Raus-der-Tasche/Rucksack, Rein-in-die-Tasche/Rucksack, kann man sich schneller die Frontlinse bei dummen Aktionen zerkratzen, als man denkt
Packst du die Kamera ohne Frontdeckel ein? Dann wäre das natürlich erklärbar.

Markus_FCB 16.02.2012 02:55

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1284534)
Ja, das ist es. Du brauchst nämlich nur im Weissabgleich die Kelvin von 5400 auf von mir aus 7000 zu stellen. Dann ist der Blaustich auch weg. Die genaue Einstellung für den jeweiligen Skylight kannst du dir auch ausrechnen.

Bei diesem Punkt (Kelvin-Grade) habe ich Nachhilfebedarf.
Gibt es irgendwo eine brauchbare Tabelle/Übersicht, wann welche Farbtemperatur sinnvoll ist, wie eben die 7000 K zum Ausgleich des Blaustichs?

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1284534)
Nebenbei bemerkt, dürfte das nicht ein falscher Weissabgleich sein, weil den gleicht die Kamera eh ganz gut aus, sondern Spiegelungen vom Himmel in der Landschaft. Die kriegst am ehesten mit einem Polfilter in den Griff. Dann wirds auch weniger

Möglicherweise hätte der was gebracht an diesem Tag.
Ich werde es im Sommer austesten. Pol vs. Skylight vs. Kelvin-Kameraeinstellung.
Wenn der Skylight nichts zusätzliches bringt, wird er wieder verklopft.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1284534)
Packst du die Kamera ohne Frontdeckel ein? Dann wäre das natürlich erklärbar.

Nein, niemals. Genau das Gegenteil war der Fall. Der Objektivdeckel hatte sich alters-/abnutzungsbedingt vom Objektiv unbemerkt abgelöst und auf der Frontlinse gekratzt. Die Minikratzer sind zwar nicht der Rede wert, erstrecht nicht auf dieser Linse. Dennoch ärgert mich sowas. Jedenfalls sind nun neue Objektivdeckel beschafft und der UV-Filter kommt drauf für die "härteren" Touren.

Zweistein 16.02.2012 02:56

Zudem sollte man nicht vergessen, dass die Linsenvergütung seit Analogzeiten auch nicht stehengeblieben ist. Sonnenblende + Linsendeckel ... und JEDES UV-Filter ist überflüssig. Mehr als Geld kosten und ekelige Spiegelungen bringts ned. Aber die Mär, dass man sowas HABEN MUSS, stirbt ned und wird von den Herstellern geschürt auf Teufel komm raus. Und jedem Anfänger eingeredet, hehe auch von "alten Profis", die ihrem Ruf als selbsternannte Filter-Gurus nachkommen.

TONI_B 16.02.2012 08:22

Zitat:

Zitat von Zweistein (Beitrag 1284538)
Zudem sollte man nicht vergessen, dass die Linsenvergütung seit Analogzeiten auch nicht stehengeblieben ist...

Na, dann erklär uns doch mal, wohin sich die Linsenvergütungen hinbewegt haben, wenn sie nicht stehen geblieben sind!? :P

Klar gibt es Neurechnungen, klar sind z.T. neu Herstellungsmethoden in Anwendung gekommen (Stichwort: "Nano") trotzdem sehe ich kaum wesentliche Verbesserungen, was die Härte und Abriebfestigkeit anlangt, da die Materialauswahl schlicht und einfach sehr begrenzt ist! Was aber wirklich verbessert wurde, ist die Empfindlichkeit gegenüber fettigen Verschmutzungen


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