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troublemaker 29.12.2011 01:06

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1265784)
Ich hab in meiner Schulzeit in den 70gern bei Zeiss Jena Objektive geschraubt - da gabs für Schneckengänge ein spezielles Molykote Fett mit hohen MoS2 Anteil nannte sich damals "Molybdänsulfid- Adhäsivpaste" und war sehr sparsam einzusetzen. Das Zeug funktioniert aber nur bei Metall- Metall- Paarungen, ist pechschwarz und kaum von den Fingern weg zu bekommen. :roll:
Habe aber keine Ahnung wo mann heute so was herbekommt.
Muß mal suchen- vieleicht hab ich noch was in der Garage....

Grüße
Michael

das ist gleich mit dem Nikon black grease

sparsam anwenden :top:

ddd 29.12.2011 02:10

moin,
Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 1265695)
Das sind ja heftige Preise.
Ob es für den Schneckengang nicht auch das hundsgemeine Wälzlagerfett (Lithiumseifenfett) für 3 Euro pro 400g-Kartusche tut?

der Pilz dankt schon mal für das Futter :D

Finger weg von "normalen" Fetten oder gar Öl. Die dampfen ab und/oder kriechen, auf den Linsen trübt es und dann sprießt der Pilz, auf den Blendenlamellen klebt es.

Das einzige Helicoid-Schmiermittel im aktuellen Sony-Programm ist Art# J6082618A ("G-10", NPC EB-6) 82,12 € bei SEL(USA), Händler-link
Wird verwendet für die Schneckengänge von SAL16F28 und SAL500F80. Das STF hat keinen Schneckengang ...
Allerdings dürfte G-10 viel zu wenig dämpfen für ein manuelles Objektiv.
Mit dem "stark dämpfenden" microtools-Schmiermittel hatten Kollegen im mi-fo manchmal Probleme: bei engen Paarungen ist das zu zäh, so wenig kann man gar nicht auftragen.

Es hängt sehr von den Linsen ab, die hier überholt werden sollen. Um so hochwertiger, um so mehr kommt es aufs richtige Schmiermittel an.

Tom 29.12.2011 02:17

Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 1265841)
moin, der Pilz dankt schon mal für das Futter :D

Danke für die Info.

Was hat es mit den Antidiffusionmitteln auf sich?

ddd 29.12.2011 02:33

moin,

Antidiffusionsmittel "A-20" (J-6082-611-A) wird in allen Sony-AF-Objektiven großzügig eingesetzt, i.d.R. nahe an zu schmierenden Flächen. Teilweise wird nahezu der komplette Tubus damit versehen. Allerdings konnte ich bisher nicht herausbekommen, was das ist oder woher man es bekommt, da es bei SEL ausgelistet ist (als Privater kann man dort nix bestellen, aber manchmal hilft die Teilebeschreibung).

Ich gehe davon aus, dass andere Hersteller ähnlich arbeiten, daher sollte das keine typische Sony-Macke sein.

Auch der Kollege troublemaker, der sich nach eigenem Bekunden mit der Objektivreparatur auskennt, hat sich dazu trotz Nachfrage bisher nicht geäußert.

Tom 30.12.2011 13:21

Wie soll ich mir das Zeug denn vorstellen?
Ist das eine Art Fett oder Flüssigkeit?

usch 30.12.2011 16:37

Ich würde mir das als eine Art fettabstoßenden Lack vorstellen, über den das Schmiermittel nicht hinweg kriechen kann. Also zumindest irgendwas Aushärtendes, damit es nicht selber im Objektiv herumwandert. Aber das ist auch nur geraten. ;)

Kapone 03.01.2012 00:19

Servus zusammen,

und Danke für die bisher gegebenen Tipps.

(Fast) pünktlich zum Urlaubsende wird dann wohl auch die Lieferung von Micro-Tools eintreffen - Grossartig! :?

Aber zur Not geht es halt am Wochenende ran. Hat noch jemand eine gute Idee womit man die Vorreinigung / Entfernung der Altfettschmutzsonstwasschicht am Besten bewerkstelligt? Im Netz wird von einfachem Auskratzen über Stahlwolle bis Reinigungsalkohol alles mögliche empfohlen. Aber vielleicht hat hier jemand noch eigene Erfahrungswerte?

Gruss,

Kapone

troublemaker 03.01.2012 00:43

Zitat:

Zitat von Kapone (Beitrag 1267263)
Servus zusammen,

und Danke für die bisher gegebenen Tipps.

(Fast) pünktlich zum Urlaubsende wird dann wohl auch die Lieferung von Micro-Tools eintreffen - Grossartig! :?

Aber zur Not geht es halt am Wochenende ran. Hat noch jemand eine gute Idee womit man die Vorreinigung / Entfernung der Altfettschmutzsonstwasschicht am Besten bewerkstelligt? Im Netz wird von einfachem Auskratzen über Stahlwolle bis Reinigungsalkohol alles mögliche empfohlen. Aber vielleicht hat hier jemand noch eigene Erfahrungswerte?

Gruss,

Kapone

entfetten mach ich meist mit Aceton

aber nur für Metall /Alu ! nicht für kunststoffe

die Alu Schneckengänge richtig rauskratzen und leicht nachbearbeiten

ich feile die leicht nach da sie meist etwas eingelaufen sind

good luck:top:

ddd 03.01.2012 13:12

moin,

wie troublemaker schrieb, auf gar keinen Fall mit Aceton an Kunststoff-Teile!

Bei klassischen Vollmetall-Objektiven mag das gehen (gut lüften!, Aceton ist gesundheitsschädlich), aber bei Minolta-Linsen ab der MDII-Generation (1978!) und allen AF's Finger weg, die enthalten viel Kunststoff. Laut den SMs ist "alcohol" auch bei den verwendeten Kunststoffen zulässig, d.h. Ethanol (Spiritus) oder Isopropanol. Beides ist auch sonst weniger kritisch, löst verharztes Fett aber auch deutlich schlechter :(

Tom 03.01.2012 18:27

Mit Stahlwolle oder anderen abrasiven Mitteln (Schleifpapier, Feile...) würde ich da nicht drangehen.
Nur im äußersten Notfall, wenn sich Grate o.Ä. gebildet haben, die den Bewegungsablauf behindern ("hakeln"), und dann auch zum Schluß penibelst allen Abrieb entfernen.

Aus Gewindegänge kann man ganz gut mit angeschnitzten Hölzchen (Streichhölzer, Zahnstocher) grob das alte Fett ausräumen. Den Rest bekommt man mit einem Baumwoll- oder Leinen-Lappen heraus, den man mit solchen Hölzchen in den Gewindegang drückt, und dabei das Gewindeteil heraus schraubt. Das Ganze mehrfach wiederholen, und immer einen sauberes Stück des Lappens verwenden, bis der alte Dreck raus ist.


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