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Schiesser Feinripp fand ihren Joop, der Kleinwindradhersteller Quiet Revolution fand die RWE u. Minolta machte eben irgendwie den "Sony-Deal"..., Glück gehabt..., Aber wieviel technologisches Know-How, Benefit für die Volkswirtschaft ging ...diesem unserem Lande... durch das Pech der Un-Glücklichen dadurch verloren...? ...Manfred. |
Ich stimme einige hier zu, dass der Artikel mehr wie eine Promotion klingt, nicht zuletzt weil auch einige Fakten der digitalen Erstversuche von Leica wohlweislich unter den Tisch gekehrt wurden. Verständlich, weil sie eher rufschädigend waren als ein ernstzunehmender Zugang in die digitale Welt. Aber nachdem es ja um eine Erfolgsmeldung geht (Umsatzzuwächse), muss man da wohl ein Auge zudrücken, niemand erzählt gerne von seinen Fehlern ;).
Meine sehr positive Erfahrung mit Leica war mit keinem ihrer Modelle, sondern mit einer Minolta X-E1, meine erste eigene Analogkamera während meiner Ausbildung. Weder der Verkäufer (habe ich natürlich gebraucht erstanden) noch ich wussten damals, dass es sich eigentlich dabei um ein baugleiches Gerät zur Leica R3 handelte. Erst als ich einige Jahre später auf ein "modernes" System wechselte (Canon A1), merkte ich was ich an der X-E1 hatte. Als ich die Canon das erste mal auslöste dachte ich, mir explodiert das Teil in der Hand; die Betätigung des Filmtransportes schien zu klemmen, bis ich mich traute richtig zuzupacken. Und erst als ich mich bei Canon wieder auf Fixbrennweiten (S.C.+S.S.C.) konzentrierte, stimmte auch wieder die Bildqualität verglichen mit meinen alten Rokkor-Objektiven. Der langen Rede kurzer Sinn, ich musste die X-E1 weggeben um darauf zu kommen, womit ich meine Einstieg in die Fotografie begonnen hatte. Die meisten der mechanischen Vorteile von Gehäusen haben sich mit moderner Technik eliminiert, bei der digitalen Fotografie so und so (EVIL und Konsorten). Das die Objektive immer noch zum Besten (und teuersten) gehören was das Medium zu bieten hat, bleibt unbestritten. Und wie in dem Artikel schön beschrieben wird, sind ja die Kamerahersteller heute auch für den "Film" verantwortlich, und da haben eben eher die Elektronikhersteller das Rennen gemacht. Für mich ist weder die M- noch die S-Serie interessant. Ich glaube auch nicht, dass sie, gemessen am Preisunterschied, soviel besser Bilder abliefern bzw. sieht man das ja auch an seriösen Vergleichen. Trotzdem möchte ich meine Erfahrung mit dem allerfeinstem Handwerk nicht missen. Wer weiß ob ich heute noch fotografieren würde, wenn ich mit einer Zenit oder Praktica begonnen hätte? ;) |
Naja, da berichtet ein Leica-Mitarbeiter, der seit 27 Jahren dort arbeitet und vermutlich "Leica lebt". Da erwarte ich keine "Enthüllungsstory", sondern einen sehr subjektive Bericht.
Die FTD ist halt eine Zeitung, die sich für den aktuellen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens interessiert ist und eine Geschichte bringen will, die zeigt, wieso Leica erst in eine wirtschaftliche Schieflage und später wieder auf die Erfolgsspur kam. Und das kommt für mich schon rüber. Rainer |
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Ich finde den Bericht gut und er ist keineswegs eine Leica Lobhudelei.
Wenn ich das Geld hätte, ich denke, daß ich dann auch eine M9 mein eigen nennen würde, weil es eben Fotografie pur ist und keine kleinen elektronischne Helferleins unterstützend da sind. Über die Qualität der Objektive kann man nicht streiten, wenn man weiß, wie lange es braucht, um so ein Objektiv zu fertigen, dann relativiert sich das Gerede über den preis relativ schnell. Allein die Anzahl und Güte der Gläser trägt mit den höchsten Anteil der Kosten. Nur mal zum Vergleich, wenn ich mir eine neue Brille kaufe und dazu richtig gute Gläser von Zeiss zum Beispiel, dann komme ich sehr schnell auf 600.-EURO und mehr und dann sind das nur zwei Gläser und wievile Gläser sind in einem Objektiv verbaut? Ausserdem, einen Rolls Royce, einen Porsche gibt es auch nicht zum Preis eines Volkswagens...allein schon Mercedes C Klasse fahren kostet eben einen Großteil mehr als ein Toyota Avensis. Ich finde es gut, wenn sich Hobbyisten finden, die Traditionsmarken nicht sterben lassen, Polaroid oder LOMO würde es heute auch nicht mehr geben... |
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Bitte versteht mich nicht falsch. Leica ist und bleibt eine der besten Marke auf dem Fotomarkt, das möchte ich einmal ganz deutlich sagen. Man bekommt mit einer Leica ein Werkzeug in die Hand, das seines gleichen sucht. Was nun der Fotograf damit macht, hängt einzig und allein von ihm ab. Bleibt die Frage, wie konnten Fotografen die keine Leica haben, nur solch hervorragenden Aufnahmen machen? Antwort, das geht auch mit mit anderen Kameras, mitunter zum Bruchteil der Kosten. Ich sehe für mich immer den Kosten/Nutzen Faktor und dieser übersteigt bei Leica bei weitem mein Maß. Gruß Wolfgang |
Natürlich kann ich auch ohne Leica hervorragende Bilder machen, das hat auch niemand bezweifelt.
Was aber die Preise betrifft, das kann ich doch nicht vergleichen. Leica ist eine Manufaktur, die keine Massenware herstellt, daher läßt sich das doch nicht mit Sony, Nikon usw vergleichen. Ein Leica Objektiv wird keine Serienstreuung aufweisen, wie ich es immer wieder bei Kollegen mit Sigma oder Tamron Objektiven erlebe. Designer Klamotten, die in Italien oder Deutschland produziert werden mit hochwertigen Materialien vergleiche ich doch auch nicht mit H&M, die in Massen in Bangladesch produziert werden. |
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Vergleicht man so die Objektivtests, liegt die Manufaktur Leica zwar meist recht gut, aber auch nicht herausragend besser als die Massenproduzenten. Serienstreuung bei Tamron und Sigma ist ein eigenes Thema, hier reden wir meist von Objektiven in der 300€ Klasse, das ist weniger als bei Leica ein ordentlicher Objektivdeckel ;-) (Achtung: das war übertrieben, natürlich kostet ein Objeitivdeckel weniger als 300€) Zitat:
Apple iphone und ipad, sicher ein Hochpreisprodukt kommt aus China von Foxcomm. Die ganzen gekannten Labels von Sportschuhen, Leiberln usw. verlangen zwar in Europa high End Preise, lassen aber Low End in China produzieren. Der Unterschied zu H&M ist wohl nur der, dass die Marge höher ist und der Kunde sich durch den hohen Preis besser fühlt. |
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Aber eine Nikon D3s oder eine Canon Eos 1ds Mark irgendwas ist ja auch nicht C&A oder H&M. Fast alle Kamerahersteller bauen heute Kameras, die hervorragende Qualität liefern. Diese kosten eben dann auch so viel, wie eine Leica. Was mich da wundert ist immer, dass eine Sony A900 für 2500 Euro zu teuer sein soll, aber das ist ein anderes Thema. Mit der Serienstreuung ist das klar so eine Sache. Ich hab etliche Objektive von Minolta, Tamron, Zeiss und Sony gehabt und bin letztendlich bei Originalobjektiven gelandet. Wobei ein 50mm Zeiss T* f1,8 an einer Contax RTS mit das beste war, was ich je an einer Kamera hatte. Leider hatte ich aber auch mit einem Sony 70-200G an meiner A700 keine guten Erfahrungen gemacht und musste es gegen ein anderes Exemplar tauschen, dass dann aber gut funktionierte. Ob das Serienstreuung war oder es einfach an den Problemen mit den Digitalen Systemen hängt, ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass es an der A700 des Käufers einwandfrei funktionierte, was ich selbst testen konnte. Die drei Sony/Zeiss Objektive die ich jetzt besitze funktionieren an meiner A850 ganz hervorragend und machen mich glücklich. Glücklicher würde ich glaube ich mit einer Leica auch nicht, müsste dafür allerdings etwa das fünffache von dem Ausgeben, was ich ausgegeben habe und selbst das, war schon hart an meiner selbst auferlegten Grenze. Gruß Wolfgang |
Passt gut hier rein.
Leica Factory Visit – August 2011 |
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