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-   -   Macht es Sinn ein 70-300mm Objektiv (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=106615)

red 02.08.2011 17:26

Ich würde das DCR-250 nehmen. Ist zwar bei 200mm etwas zu stark, aber im Bereich von 55-90mm gut nutzbar.

lüni 02.08.2011 17:57

Hallo nochmal :)

Also der 150 hat 5 diopt. und der 250 hat 8 das ist schon sehr viel.
Im Forum haben einige die Dinger getestet probiers mal mit der Suche! ;)

Steffen

Blitz Blank 02.08.2011 21:20

@TO, also: das Sigma 70-300 APO erfüllt, und hier hat der Verkäufer recht, tatsächlich sowohl seinen Zweck als Telezoom wie auch als Makro, immerhin bis zum Maßstab 1:2, was für vieles völlig ausreicht.
Im Gegensatz zu Vorsatzlinsen bleibt die Möglichkeit erhalten, auf unendlich statt nur im Nahbereich fokussieren zu können, außerdem kann die Gegenlichtblende weiter eingesetzt werden.

Was das 70-300 APO neben dem Preis so interessant macht:
- als Telezoom brauchbar, abblenden hilft
- Maßstab bis 1:2
- Nahgrenze von 95 cm; das ist wichtig, weil die ultrakurzen Naheinstellgrenzen der kurzen (30-60 mm) "echten" Makros bereits die Fluchtdistanz von z.B. Insekten unterschreiten können. Bleibt man weiter weg erhält man aber auch keinen Abbildungsmaßstab von 1:1 mehr
- "echte" Makros (wobei nirgendwo klar definiert ist, bei welchem Maßstab ein Makro anfängt und 1:1 für vieles eben auch gar nicht notwendig ist) sind erheblich teurer

Ein "echtes" Makro mit z.B. 180 mm Brennweite kostet um die 600-700€, klar, es bildet schärfer ab.
Dennoch: das vglw. günstige 70-300 APO ist durchaus brauchbar.

Es hat eigentlich nur einen Haken: die Antriebsmechanik ist anfällig, man sollte daher neu kaufen und umgehend die Garantieerweiterung auf 3 Jahre bei Sigma einreichen. Oder aber, man setzt es mit einem (manuellen!) Zwischenring ein, dann bleibt aber nur manuelles Fokussieren und man kann nicht mehr auf unendlich scharf stellen solange der Zwi.-Ring montiert ist.

Es gibt zum Sigma ein noch etwas günstigeres Tamron Pendant das ebenfalls Maßstäbe bis 1:2 erlaubt. Eigene Erfahrungen mit dem Tamron habe ich nicht, es gilt jedoch als optisch schwächer, dafür kennt es die Getriebeproblematik des Sigma halt nicht.
Das mußt Du abwägen.

Das zweite selbst zu beantwortende Kriterium ist, wovon Makros gemacht werden sollen: Tiere, die schnell verscheucht werden? Dann hilft eine lange Nahgrenze (korrespondiert üblicherweise mit der Brennweite). Oder tote Materie? Dann käme auch ein Makro kurzer Brennweite in Frage, das macht es einfacher, aus der Hand zu fotografieren, was bei längeren Brennweiten naturgemäß schwerer ist (verwacklungsfreie Belichtungszeiten). Für gute Makroaufnahmen muß oft stark abgeblendet werden, das erfordert dann ggf. den Stativeinsatz, Fernauslöser, Windschutz etc. ...aber das Sigma reicht für einfachere Makrozwecke durchaus aus.

Frank

noebchen 02.08.2011 21:22

Auch nochmal guten Abend lüni

habe versucht über das Raynox Informationen zu bekommen. Sehr unterschiedliche Einschätzungen.
Wenn ich die Ausführungen richtig verstanden habe, scheint, um bessere Ergebnisse zu erreichen, das 150 besser für Einsteiger zu sein.
Ich bin mir auch darüber bewußt, das es kein Ersatz für ein Makro in der Qualität ist.
Anderseits bin ich aber auch wieder darüber erstaunt, wie gut die im Forum gezeigten Bilder mit den Raynox geworden sind. Da ich außerdem in meiner Eingangsausführung den Anspruch auf momentane Perfektion so wieso nicht habe, weil den Kindern noch nicht so wichtig ist, werde ich mal mich weiter sachkundig machen und mit diesen System mein Glück versuchen. Zumal die Anschaffung mit ca. 50€ sehr moderat sind.
Das einzige, mit dem ich mich noch nicht richtig anfreuden kann, ist das Montieren des
Raynox an dem Objektiv, da es angeblich flexibel in der Anpassung sein soll. Kann mir noch nicht vorstellen, wie das gehen soll?
Dir nochmals Dank für deine Tipps
noebchen

noebchen 02.08.2011 21:40

Guten Abend Blitz Blank,

nun bin ich ja ein wenig verunsichert.
Trotzdem sind deine Ausführungen sehr verständlich.
Das mit der Antriebsmechanik bei Sigma war mir schon bekannt und das es von Tamron ebenfalls ein 70-300mm gibt ebenfalls.
Wobei im Moment das Sigma für Sony DSLR's billiger ist, als das Tamron.
Bei dem großen Onlineanbieter wird das Sigma für 129,00€ angeboten, Inklusive Versand.
Am besten, ich versuche mal ein 70-300mm Objektiv mit meiner Sony bei dem großen Elektomarkt auszubrobieren und dann eine Entscheidung treffen.
Wie gravierend der Unterschied zwischen den beiden 70-300 mm Objetiven in der Bildqualität liegt, vermag ich nicht zu sagen. Laut Objektiv-Datenbang liegt das Sigma etwas vorn.
Viele Grüße
noebchen

Zaar 02.08.2011 21:46

Zitat:

Zitat von noebchen (Beitrag 1205143)
Das einzige, mit dem ich mich noch nicht richtig anfreuden kann, ist das Montieren des
Raynox an dem Objektiv, da es angeblich flexibel in der Anpassung sein soll. Kann mir noch nicht vorstellen, wie das gehen soll?

Das funktioniert ähnlich wie ein Objektivdeckel, nur halt mir größerem Spielraum.

Gruß,
Markus

PS: mit 300mm bei genügend Schärfentiefe aus < 1m fokussieren ist ganz sicher keine einfache Übung ;). Ein Stativ wäre ziemlich sicher notwendig. Das hieße aber, dass man sich vorbereitet auf die Lauer legen müsste und das kann man auch mit kürzerem Abstand. Abgesehen davon ist die Bildwirkung von 300mm vs. 50mm eine ganz andere. Mit 50mm z.B. ist die Perspektive wesentlich imposanter ...

looser 02.08.2011 21:55

Meine Meinung,

mit dem Kit und dem 55-200 hast Du 2 brauchbare Objektive. Wenn dir die Abbildungsleistung ausreicht und Du bisher noch keine 300mm vermisst hast, ist das rausgeschmissenes Geld.

Spare lieber auf ein ordentliches Makro. Das 90mm Tamron gibts gebraucht um die 250€ und Du hast auch gleich noch ne schöne Portrait Linse für die kleinen Racker ;)

Von Aufsatzlinsen würde ich abraten. Wenn die frauf ist hast Du einen stark eingeschränkten Scharfstellbereich und musst, wenn Du etwas über geschätzte 50cm Entfernung aufnehmen willst musst D jedes mal die Linse Abschrauben. Das Makro schränkt Dich bis auf die feste Brennweite kaum ein. Einfach einen Schritt zurück bis der Ausschnitt passt und gut ists.

MFG Michael

Zaar 02.08.2011 22:00

Zitat:

Zitat von looser (Beitrag 1205163)
Mwenn Du etwas über geschätzte 50cm Entfernung aufnehmen willst musst D jedes mal die Linse Abschrauben.

Das ist bei der Raynox 150 und 250 ganz sicher nicht der Fall (also das mit dem Schrauben ;)). Natürlich ist ein Makro-Objektiv die bessere Wahl, aber ein guter Achromat kann einem - insbesondere für den "Dann und Wann Fall" - durchaus gute Dienste leisten.

Viele Grüße,
Markus

noebchen 02.08.2011 22:10

Hey Zusammen,
an allen noch mals vielen Dank für eure Informationen und Ratschläge.

Habe mich auch nochmals in alten Threads zu dem Thema Raynox, 70-300mm Objektive, vieviel Makro ist möglich, durchgelesen.
Also die Probe mit dem 70-300mm bei dem Händler würde ich jetzt schon mal gerne probieren.
Aber beim Abwegen der ganzen Argumente spricht vieles alles erst mal so zu lassen wie es ist und auf ein Makro hin zu sparen.
Als Übergangslösung wäre das mit dem Raymox 150 und meinem 55-200 mm dann wohl die im Moment finanzelle unproblematischste Lösung.
Zumal, wenn ich die Ausführungen in den zurück liegenden Threads richtig verstanden habe, die größe der Abbildungen der Makroaufnahmen zwischen dem 55-200 und einem 70-300 keinen Unterschied haben, weil da nur der Abstand zu dem fotografierenden Objekt der Unterschied ist. Also bei dem 55-200mm muß ich nur an das Objekt etwas näher heran. Richtig?
Gruß
noebchen

looser 02.08.2011 22:11

Ich habe einige Achromaten hier liegen. Auch wirklich brauchbare. Ist eine schöne Spielerei.

Aber ein Makro ist ganz was anderes. Einfach drauf und durch die Gegend gehen. Alles was einem über den Weg läuft ist ohne irgendwelche Fummelei sofort auf den Sensor zu bringen. Außerdem haben die Makros eine größere Blende und bilden deutlich besser ab als jede Tele Linsen Kombi.

Wie gesagt, lieber etwas sparen und dann was ordentliches kaufen. Der Achromat liegt, wenn man an den Nahaufnahmen wirklich spaß hat, irgendwann in der Ecke und ein Makro ist da ;)

MFG Michael


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