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Clem_a700 16.07.2011 10:31

Schön!

Was mich noch wirklich interessieren würde, wäre ein Vergleich mit dem 70_400G @200 mm. Leider gibts für die Linse keinen Vollformat-Test bei Photozone.

Clemens

turboengine 16.07.2011 10:35

Zitat:

Zitat von srt-101 (Beitrag 1198564)
Manchmal sind halt "alte" Sachen besser als neue und daher wertbeständiger als vieles Andere. Auf das 200er trifft das eindeutig zu.

Es gibt aber auch schon "Neue alte Sachen" die recht wertbeständig sind: Mein Zeiss 24-70 könnte ich jetzt gebraucht zum von mir gezahlten Neupreis aus 2008 verkaufen. Benutzung (fast) umsonst. :roll:

Hochwertige Optik wird immer recht wertbeständig sein. Die rein mechanischen Objektive (ohhne SSM) vielleich sogr noch mehr.

Da der Euro zum Yen dramatisch abgewertet hat (170 Yen/EUR -> 110 Yen/EUR) dürfte sich daran in nächster Zeit auch nichts ändern. Die Preise für Optik werden weiter steigen. Das Minolta 2.8/200 ist halt ein wichtiger "Lückenfüller" im Sony-System. Schade, dass Sony da nicht nachlegt.

el-ray 16.07.2011 10:54

Zitat:

Was mich noch wirklich interessieren würde, wäre ein Vergleich mit dem 70_400G @200 mm. Leider gibts für die Linse keinen Test bei Photozone.
Wenn beide offen sind, also das 200er bei 2,8 und das 70400 bei f5, dann wirds bei der Schärfe wohl zumindest mit bloßem Auge praktisch keinen Unterschied geben. wenn beide bei f5 sind dann liegt das 200er sicher vorne.

Aber vielleicht erbarmt sich jemand der beide Objektive hat und macht mal ein paar Bilderchen. Würde mich auch interessieren, weil ich das 70-400 bei 200mm schon ziemlich genial finde.

bei Blenden zwischen f5 und f8 sehe ich einen Vorteil des 70400 beim Bokeh, weil beim 200 G bereits ab f4 die Unschärfekreise Ecken zeigen, beim 70-400 hat man in dem Bereich noch schöne runde Kreise. Und oft brauchts einfach mal etwas mehr Tiefenschärfe.

Slowlens 16.07.2011 11:25

Man merkt dem 70-400 schon an, das es die modernere Linse ist. Bei der AF-Treffsicherheit und bei dem vergleichsweise Fehlen von CA's. Ich spreche an dieser Stelle die beim 200er deutlich sichtbaren Farbverschiebungen vor und hinter der Schärfebene an.

Das 200er bildet die Kontraste etwas intensiver ab als das Zoom (das mag noch etwas schärfer wirken), das Zoom hat eine etwas 'vollere' bzw. kräftigere Farbwiedergabe, während die Festbrennweite etwas neutraler/klarer abbildet.
Der Hauptvorteil des 200er besteht in seiner kleinen Baugrösse. Vom handling her finde ich es insgesamt wesentlich praktischer und angenehmer.

RainerV 16.07.2011 11:56

Zitat:

Zitat von Slowlens (Beitrag 1198580)
... und bei dem vergleichsweise Fehlen von CA's. Ich spreche an dieser Stelle die beim 200er deutlich sichtbaren Farbverschiebungen vor und hinter der Schärfebene an.
...
Der Hauptvorteil des 200er besteht in seiner kleinen Baugrösse.

Hast Du das bei identischer Blende verglichen?

Daß lichtstarke Festbrennweiten bei Offenblende da gewisse "Probleme" haben, ist ja nicht so ganz ungewöhnlich. Aber diese Lichtstärke erreichen viele Zooms erst gar nicht.

Den Hauptvorteil des 200ers würde ich nicht in der Baugröße sehen. Bei dem Objektiv stimmt einfach alles. Vor allem die Abbildungsleistung. Was natürlich nicht heißt, daß es keine anderen exzellenten Objektive bei 200mm Brennweite gibt.

Rainer

P.S. Ich persönlich würde mir immer wieder das 200er kaufen. Vermutlich auch dann, wenn es ein aktuelles 200er im Sony-Angebot gäbe. Das könnte meiner Meinung gar nicht viel besser (wenn überhaupt) sein, würde aber sicherlich ein Mehrfaches kosten.

Slowlens 16.07.2011 12:15

Du hast mit der Blendenbetrachtung natürlich recht. Klar, bei Offenblende des 200er sehe ich die CA's, auch gut als Indikator für falsche Fokussierung gerne gesehen. :D

Vergleiche ich das 200er jedoch mit dem Zeiss 1,8/135, beide mit Offenblende, so sind die CA's beim Minolta deutlich ausgeprägter, dass Zeiss hat auch weniger Entfernungseinstellungs-Ausreisser.

Beides würde Sony sicher bei einem neuen 2,8/200er, was dann vielleicht ein ganz anderes Objektiv als das alte wäre, modernisieren.

Baugrösse, Abbildungsqualität, Gehäusedesign (Ring über dem breiten Einstellungsrad für die Entfernung, zurückschiebbare Sonnenblende gut für Polfiltereinstellung und Wegpacken, kleiner Griffdurchmesser für gutes handling, komplett Metall für gute Haptik) gibts für unser Bayonett sonst nicht.

Jens N. 16.07.2011 12:18

Bei mir ist dir Crux: mein 200 /2,8 HS APO G (vor einigen Jahren gekauft hier im Forum) ist in so gutem Zustand, daß ich mich mittlerweile fast nicht mehr traue es zu benutzen :? Ich bin eigentlich weniger der Sammler, aber in dem Fall wäre halt jede Macke im Lack schade, denn es hat untypischerweise keine einzige.

Seph 16.07.2011 13:48

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1198596)
Bei mir ist dir Crux: mein 200 /2,8 HS APO G (vor einigen Jahren gekauft hier im Forum) ist in so gutem Zustand, daß ich mich mittlerweile fast nicht mehr traue es zu benutzen :? Ich bin eigentlich weniger der Sammler, aber in dem Fall wäre halt jede Macke im Lack schade, denn es hat untypischerweise keine einzige.

Das Problem kenne ich :D Hatte Anfang des Jahres ein Minolta 200/2.8 Non HS ohne Lackkratzer, welches ich aber zugunsten eines 200/2.8 HS zurückgegeben habe. Letzteres hat wenige kleine abgeplatzte Stellen am Lack und ich persönlich finde es so eher besser. Dadurch habe ich keine Hemmschwellen, das gute Stück auch tatsächlich einzusetzen :top:

turboengine 16.07.2011 14:08

Yepp. Meines hat einen derartig spröden Lack, dass man ihn mit dem Fingernagel herunterkratzen kann. Vor allem an der Abdeckung des Fokusrings. Dort kommt das blanke Alu raus. Von Primen/Grundierung hat man bei Minolta offenbar nichts verstanden.

In diem Punkt ist das 70-200 SSM dem 200er deutlich voraus. Dessen Lack ist perfekt.
Ist aber trotzdem schade, das schöne Teil in der Vitrine stehen zu lassen.

ddd 17.07.2011 00:09

moin,
Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 1198570)
Das Minolta 2.8/200 ist halt ein wichtiger "Lückenfüller" im Sony-System. Schade, dass Sony da nicht nachlegt.

das Teil war beim Ausstieg von KoMi schon länger aus der Produktion, und verkaufte sich kaum noch. Sein Revival bekam es erst mit den höher auflösenden Digis ab der a700, richtig los ging der Hype erst mit der a900!
Sein legendärer Ruf stammt aus der Zeit seiner Einführung, 1986 war das Teil grenzgenial. Heute müsste man eine 3. AD-Linse einsetzen, um den heftigen Längsfehler in den Griff zu bekommen. Und wenn Sony es als Stange auflegen würde, wäre das Gezeter hier im Forum mühelos bis Japan zu hören :roll: Also SSM, aber nicht den lahmen aus dem 70400G, sondern den richtigen SSM aus dem 300/2.8G-SSM. Rechel ... rechel: UVP 2299€ :top: So, wer will ein Sony SAL-200F28G-SSM haben?

Ehrlich, das 70200/2.8G-SSM ist bei 200mm nur etwas schlechter, aber größer, schwerer und teurer, dafür flexibler. Eine 1:1-Neuauflage ist unmöglich und würde auch kaum verkäuflich sein. Eine Neurechnung würde einen Teil der genannten Vorteile verlieren.

Ganz anders sähe das aus, wenn Sony einen 54MPix- oder noch besser 80MPix-KB-Sensor ohne AA-Filter bringt. Dann dürfte das 70200G-SSM von einer 3AD-Linsen-VollAPO+-Festbrennweite deutlich deklassiert werden. Bis dahin wird es kaum ein neues 200/2.8 geben, eher ein 200/2.0 zur UVP von 6399€.

Bis dahin müssen wir mit dem 25 Jahre alten unverwüstlichen Schätzchen vorlieb nehmen, so selten wird es ja nun auch nicht angeboten.


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