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Man 04.07.2011 13:18

Du hast das richtige getan. Diese Entscheidung "durfte" ich auch schon mal treffen und durchziehen - man fühlt sich danach einfach nur schlecht.

Köterin hätte deine Entscheidung sicherlich mitgetragen - ein Lauftier voller Lebensfreude (Hund) soll mit immer mehr Schmerzmitteln vollgepumt mehr oder weniger bewußt feststellen, dass motorisch immer weniger funktioniert und auf Erlösung durch multiples Organversagen warten? Da muss man eine Entscheidung treffen, das hast du getan, das war gut so.

"Hunde haben nur einen wirklichen Fehler: Sie leben zu kurz" soll Günter Bloch gesagt haben (er hat diese Entscheidung über Leben und tod auch schon bei eigenen Hunden treffen müssen).

So wie ich das sehe wirst du, vielleicht nach etwas zeitlichem Abstand und sofern sich das irgendwie einrichten läßt, einem anderen Hund ein lebenswertes Leben ermöglichen. Vergesse Köterin nicht (das kannst du eh nicht), erinnere dich an die glücklichen Momente, aber sieh nach vorn.

Manfred

About Schmidt 04.07.2011 13:24

Leider musste ich das auch schon zwei mal erleben und kann gut mitfühlen. Jedenfalls hast du gewiss schöne Fotos als Erinnerung an sie. Sicher ist das Betrachten die erste Zeit sehr Schmerzhaft, aber es kommt die Zeit, wo man sich auch wieder daran erfreuen kann.
Meine Erfahrung damals war, am besten so schnell wie möglich ein neuen kleinen Racker anschaffen. Nicht als Ersatz, sowas kann nur schief gehen! Aber neues Leben im Haus tut allen gut und lässt einen den Schmerz leichter überwinden.

Dir und deiner Familie alles Gute und denk daran, sie hatte 15 Jahre lang sicher ein Sorgenfreies leben und so sollt ihr sie in erinnerung behalten. Lass ein schönes Bild von ihr Rahmen und gönne ihr ein Ehrenplatz in der Wohnung. So wird sie immer bei euch sein.

Gruß Wolfgang

Dat Ei 04.07.2011 13:28

Hallo Gerd,

erstmal mein Mitgefühl. Vor fünf Jahren mußten meine Frau und ich ebenfalls Herr über Leben und Tod spielen und die schwere Entscheidung für unsere Katze treffen, um deren Leben und Wohlbefinden wir ein halbes Jahr gekämpft hatten.

Du wirst Dir im Nachgang noch oft die Frage stellen, ob Du diese Entscheidung treffen durftest, ob Du sie zum richtigen Zeitpunkt getroffen hast usw. usf. Selbst wenn Du - und davon gehe ich nach Deiner emotionalen Schilderung aus - an dem Tier hingst und Dir die Entscheidung nicht leicht gemacht hast, werden diese Zweifel immer wieder mal mehr, mal weniger an Dir nagen. Ich tröste mich dann immer mit dem Gedanken, daß sie es bei mir bis zuletzt gut hatte, und den Worten des Tierarztes, der unsere Lisa auch daheim einschliefen ließ: "Da ist die halbe Seele ja schon raus."
Gönn' Dir ein bißchen Auszeit, laß die Trauer zu und stell´ Dich auf einige Trauerarbeit ein.


Dat Ei

Kerstin 04.07.2011 13:29

Du hast für sie getan, was das Beste war, damit sie nicht leiden musste.
Das gehört eben dazu.
Es ist hart, das zu akzeptieren, aber ich wünsche euch viele schöne Erinnerungsmomente, die den Verlust vielleicht erträglicher machen.
Allles Gute auch deiner Familie, die euren treuen Begleiter sicher alle vermissen.

aidualk 04.07.2011 13:35

Gerd, ich kann dir nachempfinden. Wir hatten zwar "nur" einen Wellensittich, der wurde aber immerhin 21 Jahre alt. Ein stattliches Alter für so einen kleinen Kerl. Wenn man ihn gerufen hat, kam er geflogen, hat auch auf dem Bett gesessen und gewacht und hat sich immer gefreut, wenn nur das Aussentor schon ging.... Sein Abgang hat auch 2 Jahre gedauert, mit Schlaganfall, einseitiger Lähmung, dann wieder aufgerappelt, auf einem Auge blind, aber Lebensmut und Wille bis zum Schluss....

Zitat:

Zitat von ViewPix (Beitrag 1194124)
Ob es „hilf mir“ oder „rette mich“ oder doch „erlöse mich“ bedeuten soll...

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1194109)
eine befreundete Tierärztin kam ins Haus und erlöste sie von ihrem Leiden....

Vor einigen Jahren musste ich einen guten Kumpel begleiten (Krebs). Die letzten Wochen waren definitiv kein Menschenwürdiges Dasein mehr, es war eine Quälerei wie man es tatsächlich keinem Tier antuen würde... Wenn man das so hautnah miterlebt hat kann man manchmal einen Hund nur beneiden.... und fängt tatsächlich an anders darüber zu denken.

du hast absolut die richtige Entscheidung getroffen!

viele Grüße

aidualk

ingoKober 04.07.2011 13:38

Hallo Gerd,

auch Ich fühle mit Dir. Unser Hund ist zwar fit und munter -toi, toi, toi...nicht unbedingt Normalfall bei ihm..., dafür verstarb Pfingsten völlig unerwartet meine Graupapageiendame.
20 Jahre lebte sie mit mir und wenn Du sagst, die Beziehung Hund/Mensch ist die innigste Beziehung zu einem Tier, wage ich betreffs der Beziehung Papagei/Mensch noch eins draufzusetzen. Ist zwar ganz anders, irgendwie mehr auf einer Ebene, aber kann auch sehr intensiv sein. Und die sprachliche Verständigung ist eine sehr direkte...
Wir waren über Nacht weg, morgens bekam ich starke Bauchschmerzen und wir furhren deshalb verfrüht heim. Daheim waren die Bauchschmerzen weg, aber ich sah, dass es Julie schlecht ging. Ich habe Pfingstsonntag um 21 Uhr noch einen Termin bei einem vogelkundigen Tierarzt gefunden (Diagnose unklar, Schock? Kampf?), aber es half auch nichts mehr. Um 0:41 starb sie in meinen Armen (24 h später, um 0:41 klingelte das Telefeon-das fand ich gruselig).
Daher kann ich sehr sehr gut nachfühlen, wie es Dir jetzt geht. Aber Du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen und irgendwann muss ich das bei unserem Hund auch mal tun.

Viele Grüße

Ingo

MarieS. 04.07.2011 14:03

Lieber Gerd,

dies ist die schwerste Entscheidung, die man als Herrchen oder Frauchen zu treffen hat und sie wird niemandem jemals leicht fallen. So richtig merkt man es erst, was passiert ist, wenn man an dem leeren Körbchen vorbeigeht, oder man nicht schon an der Tür von stürmischen Hundeküsschen überhäuft wird. Aber wenn es dich tröstet, du konntest Abschied nehmen und deinem Hund viele Schmerzen ersparen. Als mein heißgeliebter Boxer vor zwei Jahren eingeschläfert werden musste, saß ich über 2000 km entfernt fest und konnte mich nicht einmal verabschieden. Das tut mir bis heute leid. Aber auf der anderen Seite, ist es ein Zeichen großer Gnade, was wir unseren Tieren zukommen lassen können. Als wir mit der Familie einige Wochen nach dem Termin zusammen saßen, waren wir alle betroffen, weil wir wussten, das für uns niemand diese Entscheidung treffen können wird.

Behalte sie in guter Erinnerung und denk an die schönen Zeiten, die ihr hattet.

StefH 04.07.2011 14:04

Hallo Gerd,
ich kann deine Trauer nachempfinden. Auch ich bin Besitzerin von 2 Köterinnen.
Du hast deiner Kaya 15 schöne Jahre ermöglicht und du hast sie erlösen lassen, als es nicht mehr ging. Das ist eine sehr schwere Entscheidung...

Zitat:

Testament eines Hundes

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben denen zu hinterlassen,
die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, einsamen Streuner würde ich mein Zuhause hinterlassen.
Meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen,
mein Spielzeug und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen
und schmerzfreiem Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag´bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut zu weh!"
Such´ Dir einen einsamen Hund aus und gib´ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe!
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

wwjdo? 04.07.2011 14:12

Hallo Gerd,

das tut mir leid für dich aber manchmal hilft es schon ein wenig, wenn man sich die Dinge von der Seele schreibt.

Ich habe auch eine Menge für Hunde übrig, so dass ich deine Gefühle verstehen kann...:(

phootobern 04.07.2011 14:15

Lieber Gerd

Deine Kyra wird dich in Gedanken weiter begleiten, und die Erinnerung an sie wird dir Manches Lächeln ins Gesicht zaubern und dir viele schöne Erlebnis in Erinnerung Rufen.

Alles Gute und viel Kraft


Gruss Markus


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