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gpo 28.06.2011 00:13

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 1190705)
Ein Renommierobjektiv halt.....

Moin

das ist gelinde gesagt doch Marketingkäse :oops:

50er waren gut ...
als es nur 35 und 135er gab...danach setzte eine Entwicklung in alle Richtungen ein und...
man nahm was der Job verlangte :top:

warum schreien Amateure nicht nach verzeichnuhgsfreien Scherben :?:
also wo mal endlich "alles gerade" ist :roll:

diese ewige und völlg übertriebe Bokehgelaber auch noch bei 50er...ist ein Quatsch...
nimm ein 80, 100, oder 135er...und keiner wirds merken :lol:

Freistellung( sowieso falscher Begriff) wurde schon immer mit langen Brennweiten gemacht....

ich hatte auch ein 1.2/ 58er und kann mich nicht an überragende Leistung erinnern...
vor allem spiegelt sich dieser Habenwunsch...nicht in entsprechenden Bildern wieder die so gezeigt werden :roll:
Mfg gpo

Stealth 01.07.2011 23:34

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1191819)
Moin


ich hatte auch ein 1.2/ 58er und kann mich nicht an überragende Leistung erinnern...
vor allem spiegelt sich dieser Habenwunsch...nicht in entsprechenden Bildern wieder die so gezeigt werden :roll:
Mfg gpo

Für mich persönlich ist das 1.2 58mm Rokkor ein Benchmark Objektiv.
Ichwürde es nie hergeben...ausser vielleicht für ein neues 1.2 50 :D

Nee, im Ernst - was ist denn nicht gut am 1.2 58?

mrieglhofer 02.07.2011 10:42

Damals am Film waren die Dinger sinnvoll

a) Weil der Film eh nie mit 100% angeschaut wurde. Damit sah auch niemand die bescheidene Leistung mancher Objektive
b) Was 400ASA schon hochempflindlich. Alles drüber was Sandmalerei. Da es da eh keine Auflösung mehr gab, war das 1,2/58 sicher ganz gut.

Heute ist ein 1,4/50mm nur in der Mitte scharf und der Fokus liegt mal da mal dort. Abblenden auf 2 bringt schon gute Leistungen und 2,8 ist wirklich Top.

1,2 bringt wie schon im Thread vorher beschrieben nahezu keine zusätzliches Licht, weil der Verlust am Sensor entsprechend größer wird, sodass sich das nahezu ausgleicht.
Zitat:

bei 1,4 ca. 0,3- 0,7 Blenden und bei 1,2 ca. 0,6 - 1Blenden
Das Freistellungspotential wie o.a. ist bei 50mm nie zufriedenstellend, da der Hintergrund zu lebhaft ist. Da nimmt man längere Brennweiten.

Klar wird es Käufer geben, aber das Potential ist denkbar gering. Warum soll sich auch jemand ein Objektiv kaufen, dass zu wesentlich höherem Preis praktisch gleich viel Licht durchlässt. Da ist schon nominal nur 1/2 Blende (also statt 1/30 wird es 1/45stel) und davon gehe 50% verloren,bleibt als vielleicht 1/4 EV. Dann hast statt einem 1/30 halt 1/38stel. Wenn dich das rausreißt, bist du vielleicht ein Kandidat.

Stealth 02.07.2011 20:03

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1193235)

1,2 bringt wie schon im Thread vorher beschrieben nahezu keine zusätzliches Licht,

Das Freistellungspotential wie o.a. ist bei 50mm nie zufriedenstellend, da der Hintergrund zu lebhaft ist. Da nimmt man längere Brennweiten.


Entschuldigung, aber ich lege ein Votum ein.
Das 58 1.2 hat ein vorzügliches Bokeh und läßt 40% mehr Licht durch als ein 1.4er.
Leider kann ich Deine Rechnung nicht nachvollziehen. Ich habe auch noch niemals derartiges gelesen.

Die Brennweite 50 mm ist ideal um Personen mit etwas Geschehen abzubilden.
Weshalb sonst gibt es u.a. 35mm 1.4?

Außerdem hat das 58er einen Look, den sog. the Glow Effekt, den andere Linsen (vor allem Neue) nicht haben.

Ich bin Mitglied in einem Fotoclub und habe so die Möglichkeit aktuelle "Premium" Gläser mit meinen 58er zu vergleichen. Minolta Liquid Colors ist bei den aktuellen Linsen nicht vorhanden.

Welchen Grund gibt es Deiner Meinung nach hochlichtstarke Gläser zu kaufen?

Karsten in Altona 02.07.2011 21:26

Zitat:

Zitat von Stealth (Beitrag 1193422)
Die Brennweite 50 mm ist ideal um Personen mit etwas Geschehen abzubilden. Weshalb sonst gibt es 35mm 1.4?

Den Zusammenhang zwischen 35mm und 50mm versteh ich jetzt nicht ganz.
Zitat:

Minolta Liquid Colors ist bei den aktuellen Linsen nicht vorhanden.
Gibt es da konkrete Vergleichsbeispiele? Zb 50er Minolta 1.4, Sony 50mm 1.4 und Rokkor 58mm 1.2?

Stealth 02.07.2011 21:44

Zitat:

Zitat von Karsten in Altona (Beitrag 1193435)
Gibt es da konkrete Vergleichsbeispiele? Zb 50er Minolta 1.4, Sony 50mm 1.4 und Rokkor 58mm 1.2?

Ich spreche im generellen über höchstlichststarke Linsen und hatte den Eindruck, das mein Vorposter die Brennweiten <70mm nicht für Bokeh geeignet hält.

Ehemaligen Arbeitskollegen zeige ich keine Fotos! :D
Du willst doch nur von Deinen 85 1.4 oder 135 1.8 schwärmen, gibs zu !!!:shock:

gpo 02.07.2011 22:01

Moin

also wie befürchtet...doch viel Wind um ungelegte Eier :cry:

da ich mein Minoltageraffel, inkl 58er, vor 8 Jahren vertickt hatte...
kann ich nix mehr zeigen...

aber wie wäre es wenn mal 58er Bilder überzeugen würden :?::?::?:
Nfg gpo

Stealth 02.07.2011 22:10

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1193455)
Moin

also wie befürchtet...doch viel Wind um ungelegte Eier :cry:

da ich mein Minoltageraffel, inkl 58er, vor 8 Jahren vertickt hatte...
kann ich nix mehr zeigen...

aber wie wäre es wenn mal 58er Bilder überzeugen würden :?::?::?:
Nfg gpo

Die Bilder werden in den nächsten Tagen bei gutem Licht gemacht :idea:
Aktuell habe ich keine Vergleichsbilder (wie von Karsten gewünscht) zwischen 58 1.2 und 50 1.4. :zuck:Heute kann ich nur dieses Bild vorhalten:

http://www.flickr.com/photos/55948731@N02/5671584095/

mrieglhofer 02.07.2011 22:33

Zitat:

58 1.2 hat ein vorzügliches Bokeh und läßt 40% mehr Licht durch als ein 1.4er
Die Prozent klingen nach viel, bedeuten aber auch theoretisch nur, dass du statt einem 1/30 mit 1/45 fotografierst. Das klingt jetzt deutlich weniger als 40%

Ich wollte eigentlich den Link nicht wieder ausgraben.
http://www.luminous-landscape.com/es...acturers.shtml
Aber da geht es um den Effekt, dass die Lichteffizienz der Sensoren bei hohen Lichtstärken kameraabhängig extrem abnimmt(wohl irgendwie mit den Mikrolinsen) und die Hersteller dies durch nicht angezeigte ISO Erhöhung verstecken. Dahingehend scheint der Film besser gewesen zu sein.
z.B. die EOS 7D bei 1,4 -0,65EV und bei 1,2 -0,95EV. Heißt, von den theoretischen 0,5EV Verbesserung gehen 0,3 verloren und bleiben 0,2EV.

Unter der Annahme, dass das richtig ist, hast dann nicht mehr die Differenz von 1/30 zu 1/45 sondern vielleicht 1/30 zu 1/36. Und das wirkt sich in der Praxis wohl nicht mehr aus.

Zitat:

hat das 58er einen Look, den sog. the Glow Effekt
Ja, ist bekannt. Sphärische Unerkorrektur, bei der dem scharfen Kernbild ein unscharfes Bilder überlagert wird. Ist zwar ästethisch schöner, aber nicht zwingend ein Qualitätskriterium. Und führt zusätzlich zu Fokusshift, was dann letztlich dazu führt, dass selbst bei Micro AF das Objektiv nur mit einer Blende wirklich korrekt scharfstellt.

Zitat:

Minolta Liquid Colors ist bei den aktuellen Linsen nicht vorhanden
Ja, Minolta hat eine durchgehende Farbabstimmung über alle Linsen durch entsprechend angepasste Vergütung. Für Film eine super Sache. Heute, durch den Weissabgleich mehr oder weniger überflüssig.

Zitat:

Die Brennweite 50 mm ist ideal um Personen mit etwas Geschehen abzubilden.
Ja, da stimme ich zu. Die Freistellung ist so, dass halt das Umfeld meist noch erkennbar ist. Je länger die Brennweite, desto weniger Hintergrund und desto ruhiger und abstrakter wird der. Das meinte ich damit. Deswegen halte ich ein 50er am Crop oder ein 85er am VF nicht als die ultimaten Objektive um Leute freizustellen.

Grund, hochlichtstarke Gläser zu kaufen? Klar gibt es sie. Nur zeigt sich halt bisher, dass 2,0er noch sehr gute Abbildungsleistungen erbringen, die 1,4er aber dagegen schon abfallen (2.0/100mm zu 1,4/85mm, 1,4/35mm zu 2,0/35mm, 1,4/50 ohne Vergleich). Damit sind sie für bestimmte Gebiete sicher gut geeignet, aber in Summe bietet das 2,0er mehr fürs Geld.
Beim 1,2 kommt dann noch dazu, dass die Helligkeitszunahme wirklich marginal ausfällt, der Preis aber deutlich höher und die Bildqualität aber wohl voraussichtlich mässig. Denke nur an das neue Sigma 1.4/50mm, eine neue Rechnung mit hohem Aufwand und gegenüber dem alten Minolta nur in der Mitte besser.

ddd 02.07.2011 22:34

moin,
Zitat:

Zitat von Stealth (Beitrag 1193422)
Look, den sog. the Glow Effekt, den andere Linsen (vor allem Neue) nicht haben.

der "Glow" ist nix anderes als ein nicht auskorrigierter sphärischer Restfehler. Angeblich hat Minolta in den 1970er Jahren das absichtlich so gemacht, aber schon um 1980 ist man davon abgekommen (z.B. Rokkor 85/1.7 > Rokkor 85/2.0 oder Rokkor 58/1.2 > Rokkor 50/1.2). Von daher wird es sicher nie wieder Objektive geben, die einen so starken Restfehler haben werden. Eigentlich sind die Teile einfach fehlerhaft bzw. schlecht gerechnet.

Zu Deinem Bild vom Faaker See: wo ist da "Glow" ? Und der Hintergrund ist einfach scheußlich, wenn Du das als "gutes Bokeh" ansiehst, hast Du offenbar noch keine modernen Linsen gesehen.

Nur zur Klarstellung: das Bild ist gut! Die Idee ist richtig gut und die Umsetzung perfekt.
Nur der Hintergrund wäre mit einem besseren Objektiv weniger unruhig, was ich bevorzuge.

[edit]
Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1193469)
Ja, Minolta hat eine durchgehende Farbabstimmung über alle Linsen durch entsprechend angepasste Vergütung. Für Film eine super Sache. Heute, durch den Weissabgleich mehr oder weniger überflüssig.

beim Rest stimme ich Dir zu, aber das ist falsch. Unterschiede in der Farbwiedergabe lassen sich auch mit Weißabgleich nicht immer vollständig ausgleichen. Ich habe mir sogar noch KB-Filter besorgt, da speziell im gelben Teil des Spektrums bei Glühlicht kein Weißabgleich auch nur irgendwie der Realität auch nur entfernt ähnliche Motivfarben hinbekommt. Mit KB12 dagegen passt es problemlos. Nur hat die einheitliche Farbabstimmung der klassischen Minoltas nix mit "liquid colors" zu tun, das liegt mehr an der Auslegung auf maximale Auflösung bei eher geringem Kontrast. Zu Filmzeiten eine eher unglückliche Auslegung, heute an Digi's einfach perfekt.
Vermutlich finde ich daher dank >30 Jahren Minolta heute viele Bilder als zu bunt und knallig und drehe wenig an Kontrast- und Sättigungsregler.
[/edit]


BTT: die Patente zeigen sicher nicht als Beispiel ein real in Planung befindliches Objektiv. Die Konstruktion ist ungewöhnlich, sie erinnert an schwache Weitwinkel wie das 35/1.4 (wurde w.o. schon drauf hingewiesen). Und solche Konstruktionen haben Vorteile (telezentrischer als eine symmetrische Konstruktion, für Digi's günstiger), aber auch Nachteile, größere Baulänge und insbesondere Bildfeldwölbung. Der unterirdische Ruf des 35/1.4G geht in erster Linie auf die ausgeprägte Bildfeldwölbung zurück, das Objektiv ist richtig eingesetzt durchaus hervorragend (sogar teilweise besser als das 35/2.0, nur leicht überpreist).
Ich glaube eher nicht daran, dass Sony dieses Patent in Form eines 50mm nutzt. Wozu das wirklich gut sein soll, habe ich bisher nicht durchschaut. Es könnte auch ein Sperrpatent sein ...


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