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o.teske 13.05.2011 10:50

Zitat:

Das auch . Und ich bekomme Möglichkeiten zur kreativen Bildbearbeitung, die ich mit JPEGs einfach nicht habe.
das genau ist halt meine Frage gewesen.

Zitat:

Und noch was: Das Demosaicing (also die Interpolation des Bayer-Patters) ist bis einschließlich der 900 schlecht. Das kann mein RAW-Konverter deutlich besser (die für Linux kenne ich nicht). Die Folge: Bei höheren ISOs (ab 800) sind die JPEGs deutlich detailärmer und verrauschter als mein "entwickelten" RAWs.
Auch das könnte für mich evtl. intersssant sein weil ich viel in Museen mit hoer ISO Einstellung fotografiere (muss). Wenn ich dadirch das Rauschen mindern könnte währe das für mich mehr als nur ein Spielzeug.

Es hat mich halt mal interessiert wie Ihr das Thema seht und ob es überhaupt Sinn macht oder ob es mit Kanonen auf Spazen ist.


Ich danke Euch für die Infos und werde Euch über meine Erfahrungen berichten.

Gruß
Oli

hwbuerks 13.05.2011 11:15

Zitat:

Zitat von unWesen (Beitrag 1176864)
Yep. Ich meine, wozu das Negativ behalten, wenn man die Abzüge hat?

:P

Genau, das isses!!!:top:

gpo 13.05.2011 11:19

Moin

ich drehe den Spieß nochmal um :shock:

für diverse Kunden habe ich nur im JPG gearbeitet :top:
der Grund>>>
erstens der Kunde will nicht mit hundert RAW Kovertern rummachen die zwangsläufig kommen
bei vielen Fotografen mit unterschiedlichen Kameras :!:
zweitens zwingt man den Fotografen wie früher "sehr sorgfältig" schon vorher das Bild einzurichten...
also Kurven und WB zu kontrollieren....dann kommen nämlich auch gute JPGs raus,
aber natürlich alle bei NULL Schärfe und Kundenprofil:top:
drittens ist in der Weiterverarbeitung auch>>> mit deutlichen Verlusten zu rechnen...
als das was man im RAW "reinrechnen" kann...kommt faktisch NIE im Druck an :cool:

###ein wenig auf die Kamera/Objektiv...kommt es natürlich auch an...
meine Kodaks DCS Pro bringen immer noch direkt die schärfsten Bilder direkt vom Sensor gegen ALLES moderne :top:

Amateure müssen ja nicht nun JEDES Bild auf HighEnd trimmen....
viele Sonnenuntergänge oder auch Irlandbilder kann man beruhigt auch nur im JPG machen und zwar ungestraft :top:

wenn man aber nun gezielt loslegt, wie du sagst TableTop...
sich was ausdenkt, eine gute Qualität erzeugen will....dann macht RAW einen Sinn :cool:

Kreativprogramme...sind eigentlich ein NoGo....
man sollte mal eine feste Serie damit machen...und im Gegenzug ein RAW...
dann die Gammakurven vergleichen, da gehen dir die Augen auf(sollte zumindest) ;)
sonst Martin&Co habens gesagt :top:
Mfg gpo

Karsten in Altona 13.05.2011 11:25

Ich brauche Raw hauptsächlich, um einen großen Dynamikumfang besser in den Griff zu bekommen. Beispiel vom gerade abgeschlossenen Urlaub, wo der Unterschied recht deutlich wird:

Vorher:


-> Bild in der Galerie

Nachher (ok, das blau ist ein bisschen heftig, zugegeben :mrgreen:):


-> Bild in der Galerie

Alison 13.05.2011 11:52

Es gibt viele gute Argumente für und gegen raw, je nach Situtation und Anwendungszweck.

Ich bin (vor und nach dem Studium von Stephans Buch) auch immer wieder überrascht wie gut und schön die jpgs der 900er sind --- aber nur bei niedrigen ISO.

Schon wenn ich bei gutem Licht auf ISO 800 gehe (z.B. Sportfotos), werden die jpgs der Kamera weich und aus den Raws lassen sich deutlich mehr Details herausarbeiten. Die Tricks das aus der Kamera herauszuholen (DRO, Landscapemodus) helfen da nicht, denn DRO macht die Kamera langsamer und Landschaftsmodus hat eine andere Farbwiedergabe, die nicht immer passt.

Ich kann genre Vergleichsfotos nachliefern, aber eigentlich gibt es schon genug davon ....

Alison

Anaxaboras 13.05.2011 12:03

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1176883)
erstens der Kunde will nicht mit hundert RAW Kovertern rummachen die zwangsläufig kommen bei vielen Fotografen mit unterschiedlichen Kameras :!:

Der Kunde muss ja nicht wissen, dass ich in RAW aufnehme. Der bekommt fertig entwicklte JPEGs. (Ich würde niemals RAW-Dateien weitergeben - man weiß ja nie, das daraus gemacht wird :mrgreen:)

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1176883)
zweitens zwingt man den Fotografen wie früher "sehr sorgfältig" schon vorher das Bild einzurichten...
also Kurven und WB zu kontrollieren....dann kommen nämlich auch gute JPGs raus,
aber natürlich alle bei NULL Schärfe und Kundenprofil:top:

Ob dieser Zwang ein Vorteil ist, sei mal dahin gestellt. (Ein wenig schwingt hier für mich der "Vorwurf" mit: Wer nicht richtig fotografieren kann/zu faul dazu ist, nimmt RAW :D.) Davon abgesehen: Es gibt halt durchaus Situationen, in denen man einfach keine Zeit hat, das Bild vorher sehr sorgfältig einzurichten (nicht jedes Foto entsteht im Studio). Anstatt "on location" lange an der Kamera rumzufummeln, -zig Testschüsse zu machen etc. entwickle ich doch lieber abends bequem am Bildschirm meine RAWs und genieße vielleicht noch einen leckeren Rotwein dazu :D.

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 1176883)
drittens ist in der Weiterverarbeitung auch>>> mit deutlichen Verlusten zu rechnen...
als das was man im RAW "reinrechnen" kann...kommt faktisch NIE im Druck an :cool:

Einspruch, Euer Ehren! Ein RAW wird erstmal nicht "bearbeitet" sondern "entwickelt". Natürlich ist hier bei extremen Einstellungen ebenfalls mit Verlusten zu rechnen. Da das alles aber im 16-Bit-Modus geschieht, fallen die Verluste wesentlich geringer aus als bei JPEGs.

Und dass im Druck nix von dem ankommt, was man in RAWs reinrechnet, unterschreibe ich auch nicht. Außerdem geht es auch um das, was man rausrechnet, etwa Bildrauschen, Vignettierung etc.

Martin

BodenseeTroll 13.05.2011 12:06

Zitat:

Zitat von o.teske (Beitrag 1176854)
werde es mal mit RAW+JPG versuchen und vergleichen

Und genau DAS funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Man lernt nicht von heute auf morgen, was man mit einem RAW alles machen kann, das dauert. Realistischer ist: Entweder fängt man aus Einsicht in die zunächst theoretischen Vorteile von RAW, die Martin ja dargestellt hat, damit an. Und wenn man dann nach einem halben Jahr mal wieder ein JPG anguckt, sieht man den Unterschied. Oder man lässt es gleich ganz und freut sich an den schönen JPGs out of cam.

Viele Grüsse,

Michael

Neonsquare 13.05.2011 12:08

Letztlich kommt es doch auf das Ergebnis an. Es kommt hin und wieder vor, dass ich bei einem Motiv weiß, welche Kameraeinstellungen zu einem JPEG-Resultat führen, dass genau das widerspiegelt, was ich möchte; da ist es dann durchaus Aufwand das im RAW-Konverter nachzustellen. Geht es mir nur um dieses Ergebnis, dann nutze ich den Vorteil von JPEG+RAW und erspare mir das Nacharbeiten am Rechner - dabei hebe ich trotzdem das RAW auf. Wenn ich aber im Vorfeld bereits weiß, dass ich das Ergebnis sowieso individuell am Rechner bearbeite, dann sehe ich keinerlei Grund ein JPEG-Bild zu produzieren.

Schmiddi 13.05.2011 12:18

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 1176899)
Der Kunde muss ja nicht wissen, dass ich in RAW aufnehme.

Schon richtig - aber Gerd verdient sein Geld damit. Somit hockt der sich nur endlose Zeiten für die Nachbearbeitung von Bilders vor den Rechner, wenn sein Kunde ihm das bezahlt. Für den einen, der da A3-Kunstdruck macht, trifft das dann vielleicht zu - alle anderen wollen "nur" kleine Bildchen für 'nen Katalog. Ergo zahlt da keiner viel, somit muss es bei Gerd schnell gehen :D

Unsereiner macht das aus Spaß - wie viele Stunden man also nachher mit Optmierungen / Ausbügelung von Fehlern, die man bei der Aufnahme hätte vermeiden müssen, zubringt, ist letztlich egal...

Andreas

o.teske 13.05.2011 12:44

Zitat:

Zitat von BodenseeTroll (Beitrag 1176900)
Und genau DAS funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Man lernt nicht von heute auf morgen, was man mit einem RAW alles machen kann, das dauert. Realistischer ist: Entweder fängt man aus Einsicht in die zunächst theoretischen Vorteile von RAW, die Martin ja dargestellt hat, damit an. Und wenn man dann nach einem halben Jahr mal wieder ein JPG anguckt, sieht man den Unterschied. Oder man lässt es gleich ganz und freut sich an den schönen JPGs out of cam.

Viele Grüsse,

Michael


Das verstehe ich halt nicht. Das klingt als ob RAW nur eine akademische Frage sei. Wenn ich keinen Unterschied sehe zwischen einem nachbearbeitetem JPG und einen JPG aus einer nachbearbeiteten RAW-Datei dann verstehe ich es nicht. Ich werde es trotzdem mal versuchen zu vergleichen. ALso siehe das Beispiel von "Karsten in Altona" hätte er jetzt aus nur einem JPG genauso ein Bild machen können?

Wie gesagt abgesehen von Schnappschüsse versuche ich fast immer über die Tonwertkorrektur meine Bilder zu verbessern und wenn mir da das RAW einen Vorteil bringt der auch zu sehen ist macht es Sinn. Also werde ich es doch ausprobieren auch wenn Michael meint es funktioniert so nicht.

Gruß
Oli


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