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Dat Ei 25.03.2020 10:50

Studierte Menschen haben einer besonderen Vorbildrolle gerecht zu werden? Menschen, die eine Meisterschule absolviert werden, haben nur teilweise und bedingt eine besondere Vorbildrolle? Menschen mit abgeschlossener Ausbildung haben keine Vorbildrolle? Und zu guter Letzt dürfen Menschen ohne Schulabschluss die Sau raus lassen? Oder wie ist hier die Logik?

Dieser Gedanke, dass Studierte eine besondere Vorbildrolle haben sollen, irritiert mich vollkommen. Ich finde den Gedanken, dass jeder täglich versuchen sollte, Vorbild zu sein, viel sympathischer. So sind Ethik und Moral keine Frage der Bildung oder beruflichen Spezialisierung - ganz im Gegenteil - manchmal sind sie eher hinderlich.


Dat Ei

Conny1 25.03.2020 10:57

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2127487)
War bis 1990 Arbeiter, ab da Bundestagsabgeordneter.

Jeder Beruf verformt seine Berufsträger und damit auch die Wahrnehmung der Umwelt.

Hans

Das will ich nicht bestreiten. Die „Grammar“ ist bei Laumann allerdings durch seine Abgeordnetentätigkeit nicht verformt worden. ;)

dey 25.03.2020 10:57

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 2127483)
Andersrum erwarte ich von Menschen, die studiert haben, dass sie ihrer besonderen Vorbildrolle gerecht werden

Ich glaube kaum, dass Leute studieren, um eine Vorbildrolle einzunehmen. Es gibt etliche Studienzweige, da geht es nur ums mehr Geld verdienen.

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2127487)
Andere scheinen vieles zu vergessen oder verdrängen. Liegt aber auch am jeweiligen Typ.

Ist es nicht so, dass wir im Alter mehrheitlich Dinge verklären und in unserer Erinnerung ändern, die 30y und mehr zurück liegen?
Man sllte in einer politisch verantwortlichen Position schlicht nicht vergessen für wen man gewählt wurde und weniger von wem man gewählt wurde.

kilosierra 25.03.2020 11:07

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2127488)
Studierte Menschen haben einer besonderen Vorbildrolle gerecht zu werden? Menschen, die eine Meisterschule absolviert werden, haben nur teilweise und bedingt eine besondere Vorbildrolle? Menschen mit abgeschlossener Ausbildung haben keine Vorbildrolle? Und zu guter Letzt dürfen Menschen ohne Schulabschluss die Sau raus lassen? Oder wie ist hier die Logik?

Dieser Gedanke, dass Studierte eine besondere Vorbildrolle haben sollen, irritiert mich vollkommen. Ich finde den Gedanken, dass jeder täglich versuchen sollte, Vorbild zu sein, viel sympathischer. So sind Ethik und Moral keine Frage der Bildung oder beruflichen Spezialisierung - ganz im Gegenteil - manchmal sind sie eher hinderlich.


Dat Ei

Ich wusste, dass ich nicht unbedingt auf Zustimmung stossen würde, als ich es schrieb.
Ja, ich bin überzeugt, dass ein Studium, dessen Kosten, auch bei Jugendlichen, die kein Stipendium bekommen, überwiegend von der Gemeinschaft getragen werden, zu besonders vorbildlichem Verhalten gegenüber der Gemeinschaft verpflichtet. Das bedeutet für mich nicht, alles kritiklos zu schlucken, sondern nachzudenken und verantwortlich zu handeln.

Niemand DARF die Sau rauslassen, jemand mit viel Bildung aber noch weniger.

Heiron 25.03.2020 11:20

Vielleicht erwarten wir von (gebildeten) Personen gleich welcher Herkunft in der Öffentlichkeit ein überlegte(re)s und besonnenes Handeln und Reden und kein Stammtischverhalten nach dem Motto "auch was gesagt".

Es gibt welche, die können das, andere weniger bis gar nicht.
Als Beispiel sei hier erwähnt (ist jetzt nur ein Beispiel ohne Wertung) die Antwort der Kanzlerin am Sonntag.
Darauf angesprochen, dass es zwischen Laschet und Söder einen heftigen Streit gegeben habe, meinte sie es war eine "lebhafte" Diskussion.

Unsereins würde vielleicht sagen, die beiden haben gestritten wie die Bürstenbinder.
Ist so eine Redewendung.

KSO 25.03.2020 11:52

Zitat:

Zitat von Hans1611 (Beitrag 2127420)
Mein Landkreis Gießen hat jetzt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, aufgrund derer es unter anderem Personen mit Atemwegserkrankungen untersagt ist, Lebensmittelmärkte zu betreten.

Ich darf also nicht mehr einkaufen. Das wird problematisch, zumal meine Frau auch schon 70 und ebenfalls nicht mehr so ganz gesund ist.

Die temporäre Isolierung von Risikogruppen, ist eine Möglichkeit, wie die Nicht-Risikogruppen eventuell wieder einen geregelten Alltag hinbekommen könnten. Das sollte man aber sicherlich nicht so leichtfertig Verordnen wie Herr Johnson das macht (oder nur vor hat?), da wie Du richtig anmerkst, dass nicht so trival ist, wie so eine Anordnung dies erscheinen lässt und wie in England 3 Monate wären schon ein recht großer Einschnitt in die persönliche Freiheit und birgt sicherlich durchaus auch gesundheitliche Risiken.

Welche andere Möglichkeiten sehr ihr? Alles wieder aufheben, schauen was mit den Fallzahlen passiert und dann gegebenenfalls wieder in einen großen Lock down? oder ist der eher unwahrscheinlich, da die aktuellen Maßnahmen die Fallzahlen soweit drücken, dass nach aufheben aller Einschränkungen, diese vom Gesundheitssystem leistbar sind?
Nur wie lange will man das Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze fahren lassen?

Teilaufhebungen? Was könnte man aufheben, was eher nicht?

Die Entscheidungen, die demnächst anstehen werden, werden sicherlich nicht leichter werden.

Dat Ei 25.03.2020 12:07

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 2127492)
Ja, ich bin überzeugt, dass ein Studium, dessen Kosten, auch bei Jugendlichen, die kein Stipendium bekommen, überwiegend von der Gemeinschaft getragen werden, zu besonders vorbildlichem Verhalten gegenüber der Gemeinschaft verpflichtet.

heieiei, dann überleg mal, was die Studierten der Gesellschaft zurückgeben, neben einem gerüttelt Maß Steuereinnahmen und Einzahlungen in Sozialsysteme. Welch antiquiertes Schichtendenken ist das denn?!?

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 2127492)
Das bedeutet für mich nicht, alles kritiklos zu schlucken, sondern nachzudenken und verantwortlich zu handeln.

Niemand DARF die Sau rauslassen, jemand mit viel Bildung aber noch weniger.

Das gilt für jedes Mitglied einer Gesellschaft.


Dat Ei

Ditmar 25.03.2020 12:12

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2127503)
Moin, moin,



heieiei, dann überleg mal, was die Studierten der Gesellschaft zurückgeben, neben einem gerüttelt Maß Steuereinnahmen und Einzahlungen in Sozialsysteme. Welch antiquiertes Schichtendenken ist das denn?!?



Das gilt für jedes Mitglied einer Gesellschaft.


Dat Ei

Hi Frank,
So ist es, aber das versteht eben nicht jeder.
Und antiquiert ist hier schon das richtige Wort.

Conny1 25.03.2020 12:17

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2127501)
(...)

Welche andere Möglichkeiten sehr ihr?

Die Entscheidungen, die demnächst anstehen werden, werden sicherlich nicht leichter werden.

https://www.zdf.de/gesellschaft/mark...-2020-100.html

Lauterbach zuhören, insbesondere etwa ab 1Std, 10 Min.. Lanz einfach versuchen gedanklich ausblenden. Das ist schwer, nicht unmöglich.

guenter_w 25.03.2020 12:22

Das größte Problem der Pandemie bzw. des Umgangs mit derselben liegt in der derzeitigen katastrophalen Datenerfassung weltweit, aber selbstverständlich für uns Deutschland bzw. Mitteleuropa. Die richtigen Maßnahmen hängen unmittelbar von einer möglichst zeitnahen Erfassung und Differenzierung von Infizierten, Geheilten, Immunisierten und leider auch Toten ab.

Wir können uns in keiner Hinsicht, sei es gesundheitlich oder wirtschaftlich, das existierende Chaos leisten!

Die Verantwortlichen brauchen zuverlässige aktuelle Daten, damit sie zum Wohle der Bevölkerung die empfohlenen Maßnahmen von den Medizinern umsetzen können.


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