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-   -   Energiewende wird abgewürgt (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=114906)

twolf 19.03.2022 11:21

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2237484)
Dünnes Eis - dünnes Eis. Viele, die immer “im Westen” alle Übel der ....................

Es ist schon Intressant, was aus einer einfachen Aussage du so Ableitest, das hat langsam züge von Verfolgungswahn.
Das spiegelt doch nicht unsere Bevölkerung wieder, das sind doch Minderheiten. Oder ist das Infragestellung der heutigen Wirtschaft schon ein no go, und wird gleichgesetzt mit totaler Verweigerung.
Putin lässt grüssen, das ist kein Krieg, sondern eine sonderoperation, und es läuft alles nach Plan?

RREbi 19.03.2022 16:38

Was für ein Unsinn hier so zu lesen ist...
 
Für ein Sonyuserforum gibt es hier leider ganz schön viel Unsinn zu lesen :-/ Fast so wie auf der Experten für Alles-Plattform Facebook :-))))
Lasst es doch einfach und verbreitet eure geistigen Ergüsse, Wirrungen und Unwahrheiten doch bitte woanders...

BG Eberhard

steve.hatton 19.03.2022 18:58

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2237484)
Dünnes Eis - dünnes Eis. Viele, die immer “im Westen” alle Übel der Welt verorten, haben gleichzeitig die zig Millionen Toten der chinesischen Kulturrevolution unter Mao gerechtfertigt, die Toten unter Pol-Pot in Kambodscha, den antisemitisch-palästinensischen Terrorismus in den siebziger Jahren verteidigt, den deutschen und italienischen Terrorismus derselben Jahre sowie die Pädophilie in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. ...

Das ist mir zu pauschal. Dünn wird das Eis nur, wenn pauschalisiert wird.

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2237484)
...
“Wirtschaft” wird heute immer negativ belegt, aber Handel und Entwicklung fördern Wohlstand und Wohlstand verhindert Kriege, Hunger und Elend, fördert Bildung und friedliche Koexistenz. ....

Handel und Wirtschaft sind per se natürlich nichts negatives, sie werden auch nicht immer negativ "belegt", aber nicht allzu selten werden für Wohlstand und Wirtschaft auch Recourcen-Kriege geführt und auch die verursachen Hunger, Elend und das Ende von friedlicher Ko-Existenz und Bildungsbemühungen.


Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2237484)
... Wachstum gibt es nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ. Und die wichtigste Ressource des Menschen, seine Kreativität und Anpassungsfähigkeit ist auch nirgends berücksichtigt.
Kulturpessimismus mag schick sein, ist aber auf Dauer deprimierend.

Das wiederum ist vollkommen richtig. Kulturpessimismus liegt mir fern, aber Kritikloigkeit ebenfalls.

Konzentrieren wir uns auf die Qualität!

Und die Qualität der Energiewende kann nur darin bestehen Versorgungsicherheit mit minimalen Nebenwirkungen zu gestalten.

Nicht ideologisch, sondern politisch unterfüttert, also von der Bevölkerung mitgetragen und technisch/physikalisch umsetzbar.

steve.hatton 20.03.2022 20:38

Auch eine Transaktionssteuer kann zum moderateren Energiepreisen beitragen:

https://www.tagesspiegel.de/wirtscha.../28180490.html

turboengine 21.03.2022 12:16

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2237571)
Auch eine Transaktionssteuer kann zum moderateren Energiepreisen beitragen:

Sicher nicht. Es wäre das erst Mal in der Menschheitsgeschichte dass Steuern irgendetwas billiger machen. Und dass dieser Ladenhüter von Sigmar Gabriel wieder hervorgezerrt wird spricht nicht für den Realitätssinn dieser Dame.

Es geht hier ausserdem nur um Hochfrequenzhandel - wird der hier in der EU mit Steuern belegt, hat das so gut wie keine Auswirkung, da in der EU kein wichtiger Marktplatz ist. Der ist in London, Singapur, New York, Abu Dhabi etc.

die wichtigste Börse für Gas und Oel ist z.B. die ICE
https://www.theice.com/index

Die Einführung einer Transaktionssteuer auf globale Commodities wie Oel und Gas bedingte daher die Weltherrschaft um wirksam zu sein. Vielleicht weiß Frau Kempfert ja, wie die Bundeswehr das zustande bringt?

Sorry, aber die gute Frau hat viel politische Meinung und wenig Wissen über Energiemärkte. Da lachen die Hühner.

jrunge 22.03.2022 00:58

Gelöscht

turboengine 22.03.2022 12:39

Zitat:

Die Europäische Kommission reagiert auf die wegen des Ukrainekriegs drohende Lebensmittelknappheit und die stark gestiegenen Preise für Getreide und Sonnenblumenöl. Sie will in diesem Jahr den „Green Deal“ zum Teil aussetzen, um die Produktion von Futter- und Lebensmitteln auszuweiten. Das geht aus dem Entwurf für einen Notfallplan zur Lebensmittelsicherheit hervor, den die Kommission am Mittwoch vorstellen will.
https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17895480.html

Auch hier wird „abgewürgt“.

Kurt Weinmeister 23.03.2022 09:59

Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, die Verarbeitung von Getreide/Mais zu Bioethanol zu reduzieren. Mit noch mehr Monokultur funktioniert auch keine Agrarwende.

turboengine 23.03.2022 12:30

Zitat:

Zitat von Kurt Weinmeister (Beitrag 2237756)
Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, die Verarbeitung von Getreide/Mais zu Bioethanol zu reduzieren.

Das ist auch so ein Säulengötze der Energiewende - das Panschen von Treibstoffen. Durch Technologieverbote die CO2-neutrale Produktion von Elektrizität zu torpedieren aber gleichzeitig einseitig auf E-.Mobilität zu setzen passt eben nicht zusammen - wie so vieles.

Angesichts der sich abzeichnenden Knappheiten von Weizen und Mais steht Biosprit derzeit in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion für die Ärmsten der Welt. Die Befüllung des Tanks eines Mittelklassewagens mit Biosprit verbraucht eine Menge an Mais, mit der man einen Menschen ein Jahr lang ernähren könnte.

Die komplexen globalen Wechselbeziehungen zwischen Bioenergie und Nahrungsmittelsicherheit sind bisher nicht wirklich in der Energiepolitik berücksichtigt worden. Der subventionierte Anbau von Pflanzen für die Erzeugung von Biotreibstoff auf Kosten der Nahrungsmittelsicherheit in Entwicklungsländern tut das definitiv nicht.

Energie aus Holzabfällen, Algen oder recyceltem Pflanzenöl könnten Alternativen bieten. Sie sind allerdings nicht großflächig kommerziell einsetzbar, weil man einseitig auf Elektromobilität setzt. Bis die Industrieländer, vor allem die USA und die EU, ihre Politik ändern, werden Verbraucher hierzulande die Tanks ihrer Autos weiter auf Kosten der Hungernden füllen.

amateur 23.03.2022 13:45

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2237765)
. Bis die Industrieländer, vor allem die USA und die EU, ihre Politik ändern, werden Verbraucher hierzulande die Tanks ihrer Autos weiter auf Kosten der Hungernden füllen.

Nunja, es gibt auch sehr fruchtbare große Gebiete in Afrika. Das man auf so hohe Mengen an Importen angewiesen ist, liegt zum einen daran, dass die Märkte vor Ort mit stark subventionierten Artikeln aus dem Überschuss in Europa geflutet werden und damit lokaler Anbau verhindert wird, und zum anderen natürlich auch an disfunktionalen Systemen vor Ort.

Bevor man also wieder in bekannt populistischen Ton Parolen raushaut, die gerade dem selbst gewünschten schwarz-weißen Weltbild entsprechen, wäre es vielleicht sinnvoller, differentierter Zukunftsoptionen auszuloten. Und da gehört für mich die Förderung lokalerer (zumindesten auf dem eigenen Kontinent) Nahrungsmittelversorgung eher zu den sinnvolleren Ansatz dazu, als jetzt den Anbau auf einzelnen Feldern in der Uckermark gegenzurechnen.

Ob dann Biosprit oder Biogas sinnvoll oder nicht ist, kann und sollte man dann natürlich trotzdem weiter diskutieren.

Stephan


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