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perser 10.09.2019 07:26

Schreiadler beim Frühstück
 
In den diversen Tierfilmen über die heimische Fauna wird der Schreiadler gern als der seltenste Greifvogel Deutschland bezeichnet. Dreiviertel der rund 100 Brutpaare hierzulande findet man dabei in der Uckermark und in Vorpommern, weshalb mal den schönen Vogel einst auch Pommernadler nannte.

Da ich letzte Woche ein paar Tage in der Uckermark war, ergab sich die Chance, auf einer privaten Pferdekoppel auf die scheuen Schreiadler anzusitzen. Die Ratte hier ist also ein vorher ausgelegter Köder. Aber ich finde, den Bildern tut das keinen Abbruch.


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Objektiv war das Sony 200-600 G an der A6500.


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Weiteres folgt in den nächsten Tagen.

hpike 10.09.2019 09:41

Tolle Gelegenheit und tolle Aufnahmen. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, diesen Greif zu sehen, geschweige denn ihn abzulichten. Nur mit der Ratte hab ich so meine Probleme. Was für viele Spinnen sind, sind für mich Ratten, vor denen schüttelts mich einfach und ich kann da nur ganz schlecht hinschauen. Kopfsache, ich weiß, aber nutzt ja nix, is halt so.

kiwi05 10.09.2019 16:14

Tolle Serie vom Schreiadler:top:...war mir nicht mal bekannt.
Richtig bekannt ist mir der hier, der gestern (Aostatal) weit über mir gekreist ist, auch nicht.
Ist das ein Schlangenadler?


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hpike 10.09.2019 16:17

Ja ist ein Schlangenadler. Toll das du den erwischt hast. Ist ja klasse was hier innerhalb von 2 Beiträgen zu sehen ist. :D:top:

kiwi05 10.09.2019 16:35

Danke, das ging ja zügig.
Ich habe im letzten Jahr bei Kerstin (@kilosierra) schon mal einen gesehen, der war aber im Rüttelflug mit gespreitzten Schwanzfedern und angewinkelten Flügeln. Durch die Begegnung damals hatte ich die Art immerhin auf dem Radar.:D

perser 10.09.2019 18:25

@Guido: Danke! Und ja, das mit den Ratten verstehe ich ganz gut, auch wenn sie mich nicht ganz so sehr gruseln... ;) Aber als ich unlängst in Kiel war, um meine jüngste Enkelin zu sitten, entdeckte ich überall Poster, mit denen die Stadt derzeit einen Aufklärungsfeldzug gegen Ratten führt ("nicht füttern", "keine Lebensmittelreste in den Lokus" usw.).
Und als ich dann mal mit ihr an einem Teich in einem kleinen Park war, entdeckte ich auch Schilder in gleich mehreren Sprachen (sogar Türkisch und Arabisch), auf denen vorm Füttern der Enten gewarnt wird, weil das eben auch Ratten ernähre... Und tatsächlich liefen auf der anderen Teichseite riesige Ratten herum. Das hat mich schon erschauert - am hellichten Vormittag! Ich habe die Kleine sofort reflexartig fester angefasst...

@Peter: Glückwunsch zum Schlangenadler! Ich habe auch schon zweimal welche gesehen, aber so in der Luft hätte ich ihn nicht erkannt. Aber dafür haben wir ja unseren Guido! ;)

kppo 10.09.2019 22:52

Tolle Adler! :top:
Harald, wie weit warst Du da etwa weg?

Gruss
Klaus

perser 11.09.2019 08:54

Zitat:

Zitat von kppo (Beitrag 2087699)
Tolle Adler! :top:
Harald, wie weit warst Du da etwa weg?

Guten Morgen Klaus, ich denke so 20 bis maximal 25 Meter. Hier mal dazu drei ungecroppte Bilder mit dem Sony FE 200–600 mm F5,6–6,3 G.

Zunächst bei 200 mm...

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...dann bei 600 mm.

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Schließlich bei einer mittleren Brennweite (347 mm – alles KB-äquivalent).

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Zugleich sieht man hier, dass der Schreiadler quasi ein Schreitadler ist. Er fliegt nicht direkt eine Beute an, sondern landet deutlich vorher bereits im hohen Gras und pirscht sich dann zu Fuß heran. Zugleich sichert er dabei stets vorsichtig das Umfeld, einschließlich des Luftraumes – stets zur Flucht bereit. Obwohl er ja doch schon recht groß ist, war es anfangs gar nicht so leicht, ihn im Distelgestrüpp zu entdecken.

Den Baumstumpen, in dessen Inneren das Luder, also die Ratte lag, hatte er zuvor bei einem Überflug inspiziert.

Dirk Segl 11.09.2019 13:08

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2087738)
Guten Morgen Klaus, ich denke so 20 bis maximal 25 Meter. Hier mal dazu drei ungecroppte Bilder mit dem Sony FE 200–600 mm F5,6–6,3 G.

Zunächst bei 200 mm...

Bild in der Galerie

...dann bei 600 mm.

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Schließlich bei einer mittleren Brennweite (347 mm – alles KB-äquivalent).

Bild in der Galerie

Zugleich sieht man hier, dass der Schreiadler quasi ein Schreitadler ist. Er fliegt nicht direkt eine Beute an, sondern landet deutlich vorher bereits im hohen Gras und pirscht sich dann zu Fuß heran. Zugleich sichert er dabei stets vorsichtig das Umfeld, einschließlich des Luftraumes – stets zur Flucht bereit. Obwohl er ja doch schon recht groß ist, war es anfangs gar nicht so leicht, ihn im Distelgestrüpp zu entdecken.

Den Baumstumpen, in dessen Inneren das Luder, also die Ratte lag, hatte er zuvor bei einem Überflug inspiziert.

Danke für die schönen Fotos und die Randinformationen. :top:

hpike 11.09.2019 13:32

Das mit dem laufen und Beute suchen, macht übrigens auch der Wespenbussard. Hat er Beute gefunden, meisten die Bauten von Erdbienen und Wespen ect., verschwindet er fast mit dem gesamten Kopf in der Erde und buddelt irgendwie die ganze Wabe aus. Aber nicht ohne ständig zu sichern. Der Habicht würde sich über so eine Beute freuen und ohne zu zögern zugreifen. Der Habicht macht nicht mal vor Nestern anderer Habichte halt und greift sich auch dort die Jungvögel ab. Aber ich schweife ab, wollte eigentlich nur auf die, ebenfalls am Boden jagenden, Wespenbussarde aufmerksam machen. :oops:


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