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dey 23.03.2020 11:33

Zitat:

Zitat von WB-Joe (Beitrag 2127054)
Glaubst du die Polizei hat nichts anderes zu tun als die Klopapierollenausgabe zu überwachen?:flop::flop::flop:

Deswegen ja auch früher. Jetzt ist es zu spät. Und warum ich das so sehe, habe ich ja auch begründet.

Zitat:

Ich kann jetzt nur für meine Umgebung sprechen aber bei uns sind die Regale gut gefüllt auch mit Klopapier,
Hier nicht. Zumindest nicht da, wo ich normalerweise einkaufen gehe.
Wie schon geschrieben, könnte ich ja jetzt eine mehrstündige Corona-Odyssee durch weitere Gescgäfte machen, um an Klopapier oder Mehl zu kommen. Ist aber auch nicht im Sinne unserer Einschränkungen.
Wie geschrieben, hätte man das direkt mit den ersten Einschränkungen machen sollen.
Da wäre entsprechende polizeiliche Präsenz durchaus sinnvoll gewesen. Auch um den ersten Einschränkungen gleich entsprechendes Gewicht zu geben. Neben der Polizei gibt es ja auch noch das Ordnungsamt, die hier hätten aktiv werden können. Und Sicherheitsdienste, etc.

Aber ist rum.


Zitat:

der Verkauf der Ware in den Lebensmittelläden erfolgt hier unter geordneten Umständen mit dem nötigen Sicherheitsabstand.
Das kann ich für hier bestätigen. Ich habe bisher nix Negatives beobachtet. Nichtmals Hamsterkäufe, nur die Folgen.
Zitat:

sondern schlichtweg Disziplin unter den Einkaufenden.
Welche ja nachweislich nicht vorhanden ist! :flop:

dey 23.03.2020 11:35

Zitat:

Zitat von MaTiHH (Beitrag 2127057)
Ich nehme eher wahr, dass das Gegenteil gerade passiert und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit und Informationspolitik wächst in der Krise.

Wodurch nimmst du das wahr?

Zitat:

Die Hamsterkäufe werden sich Mitte der Woche erledigt haben wenn die Hamsterer merken, dass den Märkten die Ware gar nicht ausgeht sondern immer wieder neues da liegt.
Darauf warte ich jetzt seit ca. 10 Tagen.

Schlumpf1965 23.03.2020 11:45

Martin ist da nicht alleine. Ich vertraue der Politik in diesen Zeiten, vlt. sogar mehr wie in Normalzeiten. Ich finde die machen einen guten Job. Besserwissen kann man immer und wie sie es machen ist es doch für viele nicht richtig, ist es zu viel fühlen sie sich eingeschränkt, ist es zu wenig fühlen sie sich nicht geschützt. Und was zu welchem Zeitpunkt richtig war wissen wir im Zweifel nie oder erst später.
Bei den Medien bin ich da zwiegespalten, da versuche ich nur das nötigste aufzugreifen, ansonsten ist da für mich viel Gelaber dabei... hier also wie immer.

peter2tria 23.03.2020 11:50

Mein Empfinden ist, dass die Politiker (zumindest in Bayern) das machen und anordnen, was ich gut nachvollziehen kann. In meine Augen haben die schon lange keinen so guten Job gemacht.... vielleicht weil sie diesmal mehr auf Wissenschaftler als auf Lobbyisten hören. Dazu gehört auch abzuwägen welche sonstigen Konsequenzen die Entscheidungen haben.

Meine Erfahrung beim Einkaufen: ich bekomme alles im kleineren Laden in der Nähe, nicht so im großen Einkaufszentrum oder bei Aldi/Lidl.

Das Signal, das ausgeht wenn im Laden die Polizei die 'Ware bewacht', möchte ich mir nicht ausmalen.

ha_ru 23.03.2020 12:01

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2126976)
nein, es geht ja darum, dass Bund und Länder Einigkeit demonstrieren. Die entsprechenden gesetzlichen Regelungen müssen sowieso die Länder treffen. In BaWü sind sämtliche diesbezüglichen Verordnungen bis zum 15 Juni festgelegt. Das macht man wohl, um nicht in vierzehn tagen neue Verordnungen machen zu müssen.
Früher aufheben kann man immer. Wichtig ist, dass die Regeln selbst einigermaßen einheitlich sind. Verlängert und verkürzt ist gleich.

Was ist an der 100% Einheitlichkeit so wichtig? Weil es sonst ein paar Idioten nicht begreifen? Armes Deutschland, dann müssen wir mehr in Bildung investieren.

Bayern und Baden-Württemberg haben meiner Ansicht nach angesichts der Entwicklung in ihren Bundesländern richtig , nämlich zu einem frühen Zeitpunkt gehandelt, weil dort hohe Fallzahlen auftraten. Andere Bundesländer hatte noch fast keine Erkrankten. Was in einer Region sinnvoll und richtig ist, kann woanders überzogen oder zu wenig sein.

Abgestimmt sollte es sein, es kann aber meines Erachtens mehrere, wenn auch nicht zu viele Stufen haben. Je nach Bundesland /Region kann dann eine der Stufen zur Anwendung kommen. Das gebietet meines Erachtens die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Spätestens wenn in einzelnen Regionen /Städten eine Ausgangsperre verhängt werden muss, wird das sowieso so sein.

Was wir alle lernen sollten ist, dass man die Ansprüche was Politik leisten kann nicht zu hoch angesetzt werden sollte. Nicht bei jedem was verboten ist aber offensichtlich keinem schadet nach den Ordnungshütern rufen umgekehrt nicht bei allem was erlaubt ist/sein muss auf die Freiheit der Ausübung pochen, sondern sich vernünftig und sozial verhalten. Dann braucht die Politik weniger eingreifen und es wird für alle besser.

In diesem Sinne hoffe ich, dass die Krise auch etwas zum positiven verändern kann.

Hans

MaTiHH 23.03.2020 12:01

Zitat:

Zitat von Schlumpf1965 (Beitrag 2127061)
Martin ist da nicht alleine. Ich vertraue der Politik in diesen Zeiten, vlt. sogar mehr wie in Normalzeiten.

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2127063)
Mein Empfinden ist, dass die Politiker (zumindest in Bayern) das machen und anordnen, was ich gut nachvollziehen kann.

Ja, und genau solche Empfindungen höre ich in sehr vielen Gesprächen, völlig unabhängig von Parteien oder Richtungen. Viele haben das Empfinden, dass da Verantwortung ernst genommen und danach gehandelt wird.

XG1 23.03.2020 12:05

Zitat:

Zitat von Schlumpf1965 (Beitrag 2127061)
Bei den Medien bin ich da zwiegespalten, da versuche ich nur das nötigste aufzugreifen, ansonsten ist da für mich viel Gelaber dabei... hier also wie immer.

Versetz Dich mal in deren Lage. Ist genau so schwierig wie derzeit der Politikerjob.
1. Frage: Wie viel Coronaberichterstattung ist richtig?
2. Frage: Wie viele, wirkliche Neuigkeiten gibt es dazu eigentlich pro Tag? Die Majorität sind doch Wiederholungen bereits bekannter Fakten. Aber es gibt dennoch immer noch reichlich Personen, die die Fakten nicht kennen...
3. Frage: Was für Bilder bringe ich? Hier ist der Spagat zu vollführen zwischen einerseits Panikmache (wäre zu Beispiel sich ungehammt in italienischen Sarg, Krematoriums.- und Intensivstationsbildern zu suhlen) und andererseits auch den letzten, letargischen Coronapartygänger noch auf zu rütteln und zur Verhaltensänderung zu bewegen, was ohne solche Bilder nicht geht... ich könnte das nicht entscheiden.

fhaferkamp 23.03.2020 12:08

Zitat:

Zitat von Schlumpf1965 (Beitrag 2127039)
Gestern haben sie einen REWE Marktleiter irgendwo aus dem Südwesten bei SWR1 interviewt. Die haben Klopapier und haben sich auch was dazu einfallen lassen.
Es gibt einen Hinweis auf dem steht, dass eine Packung o. K. ist und dann...
Wer meint mehr kaufen zu müssen kann das tun, kostet für die 2. Packung 5 EUR extra auf den Kaufpreis, die 3. Packung kostet dann 10 Euro extra. Und wenn einer 3 Packungen kauft macht das 3 x Normalpreis + 5 + 10 Euro. Das extra wird der Kreisverwaltung für die Coronakrise überwiesen.
Übrigens, es hat noch keiner in Anspruch genommen, mehr als eine Packung zu kaufen :D

Die sind alle schlauer und gehen einfach nacheinander in mehrere Läden. Wundern würde es mich zumindest nicht.:zuck:
Bei uns habe ich Klopapier in den Läden seit 2 Wochen nicht mehr gesehen, aber ich suche auch nicht danach, denn mein Vorrat war vorher schon ausreichend. Der letzte Ort, wo es reichlich gab, war der Restpostenmarkt, aber da ist es jetzt auch nicht mehr vorhanden gewesen.
Das einzige, wo ich beim Einkauf Schwierigkeiten hatte, war Mehl. Das habe ich dann letzte Woche in der Mittagspause bekommen, aber viel hatten die auch nicht mehr.

Windbreaker 23.03.2020 12:08

Ich halte eine bundeseinheitliche Regelung schon für wichtig. Immerhin haben wir genügend menschen, die beispielsweise sich täglich bundeslandübergreifend bewegen (müssen) um zur Arbeit oder zu betreuungsbedürftigen Familienangehörigen zu kommen. Da sind länderspezifische Regelungen nicht wirklich hilfreich.

Außerdem halte ich einheitliche Regelungen auch für die Bevölkerung allgemein für das richtige Signal.

Harry Hirsch 23.03.2020 12:43

Zitat:

Zitat von MaTiHH (Beitrag 2127057)
Ich nehme eher wahr, dass das Gegenteil gerade passiert und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit und Informationspolitik wächst in der Krise.

Die Hamsterkäufe werden sich Mitte der Woche erledigt haben wenn die Hamsterer merken, dass den Märkten die Ware gar nicht ausgeht sondern immer wieder neues da liegt.

100% Zustimmung

Es gibt auch einen Grund dafür, dass das Krisenmanagement funktioniert. Wir haben eben doch eine funktionierende und gute Gesetzesgrundlage, die hier ihre Vorteile ausspielt. Die hat sich über Jahrzehnte entwickelt, nicht erst in den letzten 4 Wochen! Und, man kann es ja kaum glauben, wenn man sich Unkenrufe und Berichterstattung der letzte Jahre ansieht, eben doch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt.

Ich stehe dem Staat (und anderen Institutionen) nicht unkritisch gegenüber. Aber so schlecht, wie alles geredet wurde, ist ja wohl doch nicht.


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