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Porty 14.03.2022 19:40

Nicht jeder hat in München ein Haus geerbt oder verdient so viel, das er sich in der Großstadt eine Wohnung leisten kann. Von einen erträglichen PNV in Reichweite ganz zu schweigen.

frame 14.03.2022 19:44

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2236945)

Du glaubst gar nicht, wie weit der Speckgürtel von München mittlerweile reicht, und welche Strecken täglich mit dem Auto bei dünner Besetzung im Fahrzeug absolviert werden. Die Gemeinden in den Speckgürteln wiederum halten sich bei ihrer eigenen Infrastruktur gerne zurück und verweisen auf das Angebot der Stadt. Dafür siedeln sie gerne Gewerbeparks für Gewerbe, große Supermärkte, Möbelketten etc. pp. an. Hohe Steuereinnahmen bei wenig Kosten - das ist effizient! Die direkten Nachbarn von München können sich in Teilen die Kanaldeckel vergolden lassen.

Nun, dann ist die Alternative ja eigentlich klar - man muss München unattraktiv machen. Gewerbesteuer so erhöhen dass alle Firmen wegziehen. Ladenmieten so teuer dass niemand mehr da kaufen kann und sich nichts mehr ansiedelt.
Das Problem ist ja nicht dass die Städte verlassen werden sondern dass zuviele Menschen auf zuviel Raum wohnen. Wohnfläche pro Person steigt immer weiter, Personen steigen immer weiter.

Natürlich ist Verkehr zu billig. Aber was ist DEIN Weg? Du gehst nicht darauf ein. Was willst du tun um den Verkehr zu reduzieren? Ein langer und teurer Arbeitsweg ist nichts was man sich aussucht sondern ein Opfer das man bringt.
Oder ist die Position "arbeitslos für das Klima" deine?

frame 14.03.2022 19:47

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2236948)
Das sehe ich nicht so - der Immobilienmarkt auch nicht.
Da es sich nun abzeichnet dass Homeoffice gekommen ist um zu bleiben, sind die Häuserpreise in der Peripherie kräftig angestiegen. Man will mehr Platz.

Wenn das so wäre dann müssten die Preise IN den Städten aber sinken und davon ist nichts zu sehen.

Die Peripherie war in Frankfurt, München, Zürich etc. schon lange teuer. Mit dem Homeoffice müsste der Trend jetzt eigentlich sein WEITER weg als die Peripherie zu ziehen. Wenn ich nur einmal die Woche in die Firma muss kann diese auch mal 50-100km entfernt sein.

turboengine 14.03.2022 19:56

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2236962)
Nicht jeder hat in München ein Haus geerbt

Für Zuzüger nach München ist es halt so:

Man verdient entweder über 150kEUR per annum, dann kann man sich München leisten
Zitat:

WOHNEN IN MÜNCHEN
„Mit 100.000 Euro Jahresgehalt wird die Luft extrem dünn“
https://www.wiwo.de/politik/deutschl.../26742280.html

Oder man gehört zum privilegierten Personenkreis der von rot-grün gepampert wird. Vitamin B. Dann hat man es auch gut in München.
https://www.bayerische-staatszeitung...ml#topPosition

BeHo 14.03.2022 20:00

Eine unvollständige Liste verschiedener Ansätze:
  • Wohnraumverdichtung in Städten ohne zusätzliche Bodenversiegelung.
  • Mehr Mehrfamilien- anstatt Ein- oder Zweifamilienhäuser.
  • Maßnahmen, die der Segregation in den Städten entgegenwirken

Porty 14.03.2022 20:03

Ich kenne Leute, die pendeln von Nördlingen nach München- mit der Bahn. sind knapp 150 km einfach. Geht aber nur, wenn man in der Nähe der großen Bahnhöfe arbeitet. Muss man dann noch U-, S- oder Straßenbahn noch weiter wird es zur Hölle.....
Als Eurocopter vor 10 Jahren sein Entwicklungszentrum von Ottobrunn bei München nach Donauwörth verlagert hat, sind hier die Immobilienpreise total durch die Decke gegangen. Die Leute aus München haben für den letzten Schuppen fast jeden Preis bezahlt......

Porty 14.03.2022 20:11

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2236967)
Eine unvollständige Liste verschiedener Ansätze:
  • Wohnraumverdichtung in Städten ohne zusätzliche Bodenversiegelung.
  • Mehr Mehrfamilien- anstatt Ein- oder Zweifamilienhäuser.
  • Maßnahmen, die der Segregation in den Städten entgegenwirken


So ?



Bild in der Galerie



Immerhin braucht man kein Auto, da die nächste U- Bahn Station nie mehr als 500 m weg ist, die unteren 3-5 Geschosse sind Restaurants, Geschäften und sonstigen öffentlichen Einrichtungen vorbehalten sind und auf jeden neu oder wieder bebauten Grundstück müssen mindestens 50% der Grundfläche begrünt sein.
Das Viertel hinter der ersten Hochhauszeile wurde übrigens inzwischen Platt gemacht und mit Hochhäusern (40 Etagen +x) bebaut.

turboengine 14.03.2022 20:22

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2236967)
Eine unvollständige Liste verschiedener Ansätze:
  • Wohnraumverdichtung in Städten ohne zusätzliche Bodenversiegelung.
  • Mehr Mehrfamilien- anstatt Ein- oder Zweifamilienhäuser.
  • Maßnahmen, die der Segregation in den Städten entgegenwirken

1. Eisenhüttenstadt in den 80er käme dem Ideal sehr nah. Da muss man vorsichtig sein.
Das Ergebnis ist entweder Abwertung der Lebensqualität durch Gentrifizierung oder – im Fall von Sozialbauten – zu Ghettoisierung. Selten was anderes.

2. Geschosswohnungsbau passt nicht in dörflich geprägte Stadtteile.

3. Und für Punkt drei planst Du Zwangsumsiedlungen und Residenzpflicht?

BeHo 14.03.2022 20:37

Deine Antworten sind mal wieder typisch.

Ich sprach von Ansätzen, die durchaus diskutiert werden.

Zur Wohnraumverdichtung: Das ist nicht das Gleiche wie Plattenbauten. :roll:

Zu Mehrfamilienhäusern: Hier ging es vor allem um Städte und nicht um Dörfer. Und selbst in Dörfern sind Mehrfamilienäuser ohne "Verschandelung" möglich. :roll:

Zur Segregation: Du beklagst die Schulsituation und wehrst Dich gegen Maßnahmen gegen Segregation? Ich plane gar nichts, aber zur Stadtplanung gehören auch Themen wie Ökologie, Soziologie und viels mehr. :roll:

Dat Ei 14.03.2022 20:43

Moin Frank,

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2236963)
Natürlich ist Verkehr zu billig. Aber was ist DEIN Weg? Du gehst nicht darauf ein. Was willst du tun um den Verkehr zu reduzieren? Ein langer und teurer Arbeitsweg ist nichts was man sich aussucht sondern ein Opfer das man bringt.
Oder ist die Position "arbeitslos für das Klima" deine?

an die 70% der Berufspendler pendeln mit dem Pkw in die Stadt. Push-Pull ist ein Ansatz, dem zu begegnen. D.h. den öffentlichen Nahverkehr und andere Verkehrsmittel stärken, den MIV zurückdrängen, z.B. durch Citymauts, aktive Parkraumbewirtschaftung, autofreie Zonen.

Wenn man sich die statische Verteilung der Pendler über die Entfernung anschaut, dann wählt das Gros der Pendler den Wahnsinn täglich freiwillig selber. Über entsprechende Kosten sollte man sie zum Denken zwingen. Persönlicher Komfort darf nicht über Gemeininteressen wie Ökologie oder Gesundheit gehen.

Wer täglich Arbeitswege von über 150 km (einfach) hinlegt, sollte eher mal seine Lebensplanung und - gestaltung überdenken, als eine Finanzierung durch die Allgemeinheit zu erwarten.

Dat Ei


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