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Gepard 14.03.2022 12:50

Danke für die Korrektur. Ich war mir da nicht ganz sicher. Oft wird ja bei der Einführung von neuen Steuern verkündet was mit den Einnahmen gemacht werden soll.

turboengine 14.03.2022 13:11

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 2236900)
Die Gründe für die Einführung dienen nur der Verschleierung des allmächtigen Finanzwunsches der öffentlichen Hände

Aber wie dumm muss man sein, um auf so eine „Verschleierung“ hereinzufallen?
Beispiel Ökosteuer („Tanken für die Rente“):
Diese Steuer ist ungerecht, weil nur Rentner profitieren. Und widersprüchlich, weil Tanken so aus Sicht der Rentenpolitiker gut ist, aus Sicht der Umweltpolitiker aber nicht.

War mit einer der Gründe für mich aus Deutschland auszuwandern.

Robert Auer 14.03.2022 13:17

So so, ein Wirtschafts- und Steuerflüchtling! :roll:

turboengine 14.03.2022 13:38

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 2236917)
So so, ein Wirtschafts- und Steuerflüchtling! :roll:

Ich biete meine Arbeitskraft auf dem internationalen Markt an. Das hat nichts mit Steuerflucht zu tun. Wie kommst Du darauf?

Dass es sich hier angenehmer leben lässt als z.B. im Grossraum München ist ein Standortfaktor.

In München hast Du am besten ein Haus geerbt. Eins zu kaufen ist angesichts der Preise, der vergleichsweise geringen Reallöhne, der exorbitant hohen Einkommensteuern und der verrückten Grunderwerbssteuern für Familien total illusorisch.
Mit der Bahn zu pendeln (habe ich gemacht) war eine Verschwendung von Lebenszeit und täglicher Frust. Mit dem Auto wurde es wegen der viel zu niedrigen Pendlerpauschale unwirtschaftlich und ebenfalls nervend.
Die Alternative war also nach München zu ziehen oder abzuhauen.
2008/2009 sollte dann auch noch auch noch die Dienstwagensteuer von 1% auf 1.5% steigen. Da hatte ich dann die Schnauze endgültig voll und "war dann mal weg".

Jetzt wohne ich wieder im eigenen Haus und nehme das Fahrrad ins Büro. Ich bin wohl eher ein Teil des „Brain Drain“ als ein Steuerflüchtling.

steve.hatton 14.03.2022 14:48

Die Preise in der Schweiz ind auch nicht von schlechten Eltern, oder ? GrESt zahlt man nur 1 mal das ist gerade in Bayern mit "nur" 3,5% auch keine echte Hürde.

Aber die 1% Neuwert-Regelung ist mir grundsätzlich zuwider. Einerseits eine m.E. unlautere Subventionierung der Automobilindustrie, andererseits eine Benachteiligung für jeden der ein gebraucht gekauftes Fahrzeug fährt.
Man kann zwar nur den realen Kaufpreis abschreiben muss aber den Brutto-Listen-Neupreis versteuern.

Crimson 14.03.2022 14:50

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2236919)
...Ich bin wohl eher ein Teil des „Brain Drain“ als ein Steuerflüchtling.

ich mutmaße, da gibt es unterschiedliche Bewertungen...

turboengine 14.03.2022 15:00

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2236925)
ich mutmaße, da gibt es unterschiedliche Bewertungen...

Eigentlich nicht. Dass es einen Braindrain in D gibt wird von deutschen Behörden zwar gerne so geframed ("Brain-Rotation") aber für Fachleute ist das evident.
https://twitter.com/GFelbermayr/stat...ker-ld.1526958

Und was mich persönlich betrifft so tauche ich in der Statistik unter "mit Hochschulausbildung" auf.

Dat Ei 14.03.2022 15:09

Moin, moin,

ökologisch betrachtet ist die Pendlerpauschale viel zu hoch.


Dat Ei

frame 14.03.2022 15:21

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2236928)

ökologisch betrachtet ist die Pendlerpauschale viel zu hoch.

Das ist Käse - die Pendlerpauschale ist ja kein ökologisches sondern ein wirtschaftliches Instrument. Sie soll es einfach ermöglichen einen Arbeitsplatz in grösserer Entfernung zum Wohnort anzunehmen. Mit der Pendlerpauschale werden ja nichtmal die Fahrtkosten auch nur annähernd abgedeckt, abgesehen vom Zeitaufwand den man für das Pendeln hat.

Die Alternative dazu wäre halt den weiter entfernten Job NICHT anzunehmen. Ökologisch wertvoll, ökologisch gesehen sollten wir natürlich alle zu Hause bleiben und nicht zur Arbeit fahren. Arbeitslos für's Klima sozusagen.

Wenn man politisch wirklich etwas tun wollte um Pendlerstrecken zu reduzieren dann müsste man arbeitsplatznahes Wohnen fördern. D.h. Umzüge die näher an den Arbeitsplatz gehen, Grunderwerbssteuer, Zuschüsse zu den Umzugsaufwänden, was auch immer.

Aber so etwas habe ich von deutschen Politikern noch nie gehört - es geht immer nur um die Wahl des Verkehrsmittels, nicht darum die Fahrt an sich zu vermeiden oder zu verkürzen.

peter2tria 14.03.2022 15:23

@Dat Ei
Heißt aber auch wieder, dass man also in der Stadt leben sollte.
Ob das Gesellschaftspolitisch g'sund ist, ist dann gleich die nächste Frage.


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