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Ernst-Dieter aus Apelern 10.03.2022 13:51

Vielleicht , aber es gbt auch noch Corona!

steve.hatton 10.03.2022 13:52

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2236571)
Steve, ich bin sprachlos! Ich hatte von Dir bisher eine völlig andere Meinung. Aber was Du nun hier verkündest... :flop:



Oft schon, auch weil es eben nicht nur tägliche Touren zur Arbeit sind, sondern auch andere, um etwa Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu fahren.



Kennst Du solche Familien? Weißt Du, wie gerade Familien mit Kindern, die jeden Monat genau kalkulieren müssen, auf die jährliche Steuerrückzahlung warten? Oft bestreiten sie davon dann den Jahresurlaub oder wichtige Anschaffungen.



Hierzu fehlen mir schlicht die Worte! Armes Deutschland! So schaffen wir uns wirklich noch selbst ab. Irgendwann ist da keiner mehr, der Steuern zahlen und Renten erarbeiten kann. Warum haben wir denn diese ganzen Debatten um ein immer höher angesetztes Renteneintrittsalter?!

Ganz abgesehen davon, dass auch Alleinstehende und Rentner Kinder (und Enkel) haben und schon allein deshalb diese völlig verquere Sicht auf solche bescheidenen staatlichen Beihilfen, wie es das Kindergeld darstellt, nicht teilen.

Nochmals: Zwei Autos mag manchmal notwendig sein, dennoch erbibt sich hieraus keine doppelte Fahrleistung - oder fahren die dann mit 2 Autos in den Urlaub.
Und wenn ich die Karossen in denen hier im Kindergarten die Zwerge abgeliefert werden ansehe, auch wenn sie nur wenige hundert Meter entfernt wohnen.... Eine Bekannte von uns läuft täglich mit ihrem kleinen fast 2km hierher.
Auch wir haben mehrere Fahrzeuge und das ist nicht unbedingt notwendig, aber wenn ich nur für die Sicherheit, dass jedes Familienmitglied jederzeit auf ein Fahrzeug zugreifen kann, mehrere habe, sollte ich das als das sehen was es ist Luxus. Und das möge man bitte ausschließlich selbst bezahlen !

Mag sein, dass einige auf die Steuerrückzahlung warten, aber dies ist kein Argument gegen meine Aussage, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Fahrtkosten zu spät beim Verbraucher ankommt - sprich USt runter vom Sprit wäre eine sofort greifende Lösung - ohne Warten. Das war meine Aussage nicht das "Weglassen" von Zuschüssen, sondern die sofortige Wirkung solcher.

Die Rentendebatte ist ein Problem eines verfehlten und ausgebeuteten Rentensystems. Wer hat da nicht alles in die Kasse gegriffen ? Bismarck`s Rente war auf eine zu wohl 98% in abhängiger Beschäftigung befindliche Bevölkerung aufgebaut. Sprich 98% zahlen ein.

Und heute:
Alle über dem Betragsbemessungssatz zahlen nur bis dahin, darüber hinaus - nichts mehr.
Ärzte, Anwälte, Beamte, Selbstständige (und die zumSchein) etc. beteiligen sich nicht am allg. Rentensystem, sie zahlen in andere oder gar keine Kassen ein. Sie sollten selbst vorsorgen und nicht wenige geraten damit im Alter in die Grundsicherung.
Die Gründe hierfür sind manigfaltig und ich will hier nicht die einen gegen die anderen ausspielen oder gar "Schuld" implizieren!
Warum funktionieren denn die Ausbeutungssysteme bei Scheinselbständigen, wie Paketfahrers u.v.m.? Weil einige "Arbeitskosten" ausgeklammert werden !

Aber so wird das System an sich nicht zukunftsfähiger.
Ein Umlagesystem funktioniert nur reibungslos wenn alle mitmachen.

Gleiches gilt im übrigen auch für die Krankenkassen. Privatversicherung ja, aber nur oben drauf, als Zusatzversicherung.

Wir haben total verfilzte, Pfründe sichernde Systeme - wenngleich sie nach wie vor noch funktionieren - man glaubt es kaum - aber zu welchem Preis.

Nochmals: Jeder soll soviel Kinder haben wie er meint vertreten und versorgen zu können, aber ich sehe es nicht ein, dass Menschen die jahrelang ihren Beitrag in die Systeme geleistet haben immer als Letzte bei Anpassungen dabei sein sollen.

Das müssen wir uns schon leisten wollen - nebst Kindergeld, Freibeträgen, Mütterrente etc.

Es kann nicht sein, dass eine Rentnerin in D ihr Haus verkaufen muss um über die Runden zu kommen !

Und da sind wir wieder bei der Energiewende: Gasabschlag vervielfacht - was nun ?

KSO 10.03.2022 14:28

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2236600)
Vielleicht , aber es gbt auch noch Corona!

Hahaha, wo?
Interessiert n-i-e-m-a-n-d-e-n mehr! ;-)

Ellersiek 10.03.2022 14:34

Pauschal kann mal selten etwas für alle oder einem hohen Prozentsatz richtig festlegen. Und bei der Zahl der erforderlichen Fahrzeuge wird das nicht einfacher. Und es gibt Phasen im Leben, da ist es eben nicht ganz so einfach, die Zahl nahe null zu halten - das kann ich durchaus nachvollziehen und ist auch nichts verwerfliches.

Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass es, auch ohne ideale Voraussetzungen wie in Utrecht*, möglich wäre, den per-nicht-menschlicher-Energie-angetriebenen Individualverkehr stark zu reduzieren. Auch im nicht städtischen Bereich. Ich wohne selbst auf dem Lande.

Mich selbst kann und will ich nicht zum Maßstab nehmen. Obwohl nicht ungern Auto fahre und ich auch kein Autohasser oder dergleichen bin, bevorzuge ich ganzjährig das Fahrrad - es ist, bis 15 km Luftlinie meine erste Wahl.

Aber: Die einen verhindern Ausreden und die anderen suchen und finden Ausreden.
Das kenne ich, auch im näheren Umfeld, nur zu gut.


Lieben Gruß
Ralf

* Hier empfehle ich den Artikel übr Utrecht aus der neuen ADFC-Zeitung.

steve.hatton 10.03.2022 14:45

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 2236605)
...
Mich selbst kann und will ich nicht zum Maßstab nehmen. Obwohl nicht ungern Auto fahre und ich auch kein Autohasser oder dergleichen bin, bevorzuge ich ganzjährig das Fahrrad - es ist, bis 15 km Luftlinie meine erste Wahl.

Aber: Die einen verhindern Ausreden und die anderen suchen und finden Ausreden.
Das kenne ich, auch im näheren Umfeld, nur zu gut.

.....

Nicht nur im Umfeld - auch von mir selbst!

ha_ru 10.03.2022 14:48

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2236601)
Ein Umlagesystem funktioniert nur reibungslos wenn alle mitmachen.

Gleiches gilt im übrigen auch für die Krankenkassen. Privatversicherung ja, aber nur oben drauf, als Zusatzversicherung.

Nochmals: Jeder soll soviel Kinder haben wie er meint vertreten und versorgen zu können, aber ich sehe es nicht ein, dass Menschen die jahrelang ihren Beitrag in die Systeme geleistet haben immer als Letzte bei Anpassungen dabei sein sollen.

In vielen Punkten gebe ich dir Recht, da wurden notwenige Reformen in den letzten Jahrzehnten vor allem von drei Parteien verhindert.

Aber wenn Du Solidarität der Gesesllschaft einforderst dann sind auch Kinder ein Teil davon. Und bisher waren Kinder hinter den Rentern dran, wenn es um Anpassungen ging. Das Kindergeld wird z.B. lange nicht so regelmäßig angepasst wie die Renten.

Und Rentner können eher auf Fahrten mit dem Auto verzichten als Pendler, Handwerker und viele andere Bevölkerungsgruppen, um aufs Thema zurückzukommen.

steve.hatton 10.03.2022 14:52

Auch das ist richtig.

Es ist nicht so simpel, wie ich es dargestellt habe.

Ditmar 10.03.2022 15:15

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2236588)
In Berlin braucht es im Zweifelsfall noch nicht einmal ein Auto. Aber probiere Dir mal vorzustellen, dass nicht jeder in Berlin wohnt. :D

Richtig, aber die erste Antwort kam aus Frankfurt a. M. :crazy:
Und da braucht es wohl ebenso wenig 2 KFZ-Fahrzeuge, und dann hatte ich wohl auch noch erwähnt, selbst auf dem Land hatten wir nicht 2 Fahrzeuge, da überflüssig.

Ditmar 10.03.2022 15:19

Zitat:

Zitat von Itscha (Beitrag 2236594)
Es kommt wohl drauf an, WO Du auf dem Land wohnst, …

Steht doch unten, Dorf mit 250-300 Einwohnern, und da gab es schon ab dem Ende der 70er schon keine Bahn und Busverdingen mehr.
Und ich wohne da ja schon lange nicht mehr, den außer dem nicht existierenden ÖPNV gab es dort auch so Gut wie keine Arbeit.

berlac 10.03.2022 16:16

Zitat:

Zitat von Ditmar (Beitrag 2236612)
Und da braucht es wohl ebenso wenig 2 KFZ-Fahrzeuge, und dann hatte ich wohl auch noch erwähnt, selbst auf dem Land hatten wir nicht 2 Fahrzeuge, da überflüssig.

Es ist einfach sehr individuell ob man jetzt 1 oder 2 Fahrzeuge als Paar/Familie braucht. Und natürlich ist es auch von den Umständen abhängig. Dank Homeoffice wären wir die letzten 2 Jahre sicher auch mit einem Auto ausgekommen.

Das zweite Auto könnte bei uns jedenfalls auch locker ein E-Auto sein. Ich schaue mich da auch immer mal wieder um.


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