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steve.hatton 09.03.2022 16:22

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2236480)
Wäre ja sehr schön aber wo steht das?

https://www.bruegel.org/2022/02/prep...t-russian-gas/

Ich lese da nur, dass die Regasifizierungsanlagen nicht voll genutzt werden.
...f.

Ich kann nur wiedergeben, was der Herr von Bruegel im TV sagte.

Selbst wenn die Zahlen stimmen, also 30% Auslastung, so muss das nicht heißen, dass mehr auf dem Markt verfügbar ist.

Über die Regelfähigkeit etc. der Gasleitungen weiß ich wenigbis gar nichts - wenn dann nur aus der Jugend, dass in Ingolstadt eine aus dem Süden ankommt - ob das hilft wenn in der Adria LNG-Schiffe anlegen, kann ich natürich nicht beurteilen.

Eine Umstellung von jetzt auf gleich wird aus den von Dir beschriebenen Rahmendaten nicht funktionieren -.

perser 09.03.2022 17:00

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2236475)
Die Benzinpreise finde ich zwar auch hoch, aber mal ehrlich, bei 20.000km Strecke* und 8 Litern Verbrauch auf 100 km sprechen wir bei 30ct Mehrpreis von nicht mal 500 € p.a.an Mehrbelastung im Jahr...

Mit Verlaub, lieber Steve, aber das ist schon sehr blauäugig gerechnet. Dass ich mehr als 20 000 km Strecke im Jahr mache, ist vielleicht noch mein privates Problem. Aber wenn ich sehe, dass ich vor meinem Urlaub Anfang Februar für den Liter E10 zwischen 1,68 und 1,74 € gezahlt habe und meine preiswerteste Tankstelle um die Ecke nun im Moment 2,26 € anzeigt, sind wir nach Adam Ries schon bei einem Plus von bis zu 58 Cent. Und wenn ich den Trend der letzten Tage verfolge, fürchte ich, dass das noch nicht das Ende der Preisspirale ist.

Ganz davon abgesehen, haben viele Familien, vor allem solche mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen, zwei Autos. Dann verdoppelt sich die Belastung also noch.

ha_ru 09.03.2022 18:39

Hallo,

wie schon gesagt kann man das pauschal nicht beantworten. Umso wichtiger ist es nicht die zu entlasten, die sich die Mehrbelastung leisten können (da gehöre ich dazu) , sondern die, die am Ende vom Geld noch zu viel Monat übrig haben. Denn wenn die Wirtschaft stottert, stottern auch die Staatseinnahmen

Insbesondere Pendler mit vielen Personen (Heizkosten) im Haushalt. Da bei Lebensmitteln die Preise gerade auch stark anziehen wäre mein Vorschlag, sofort das Kindergeld zu erhöhen (den Kinderfreibetrag, der nur Gutverdienenden wie mir nützen, dagegen nicht). Für Pendler könnte man bei der Lohnsteuer einen entfernungsabhängigen Freibetrag bei der Lohnsteuer einführen und die KM-Pauschalen erhöhen. Der Staat nimmt schon durch die Umsatzsteuer auf die gestiegenen Spritpreise auch mehr ein. Der gestiegene Spritpreis entfaltent schon genügend Lenkungswirkung.

steve.hatton 09.03.2022 20:59

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2236531)
Mit Verlaub, lieber Steve, aber das ist schon sehr blauäugig gerechnet. Dass ich mehr als 20 000 km Strecke im Jahr mache, ist vielleicht noch mein privates Problem. Aber wenn ich sehe, dass ich vor meinem Urlaub Anfang Februar für den Liter E10 zwischen 1,68 und 1,74 € gezahlt habe und meine preiswerteste Tankstelle um die Ecke nun im Moment 2,26 € anzeigt, sind wir nach Adam Ries schon bei einem Plus von bis zu 58 Cent. Und wenn ich den Trend der letzten Tage verfolge, fürchte ich, dass das noch nicht das Ende der Preisspirale ist.

Ganz davon abgesehen, haben viele Familien, vor allem solche mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen, zwei Autos. Dann verdoppelt sich die Belastung also noch.

Nun gut, dann sind es 58ct, also doppelt so viel, wie ich berechnete, aber wenn eine Heizkostenvorauszahlung mal geschwind mehr als verdoppelt, ist das für die meisten Familien dramatischer.

Wenn eine Familie zwei Autos hat, fährt sie ja nicht doppelt so viel, oder?

Die steuerlichen Absetzbarkeiten halte ich für Humbug, da sie sehr spät bei Verbraucher ankommen, wenn dann benötigen Geringverdiener sofort eine Entlastung.

Und bitte nicht schon wieder eine Kindergelderhöhung, das ist eine Frechheit gegenüber kinderlosen Paaren, Rentnern und alleinstehenden.

Robert Auer 09.03.2022 22:23

Apropos Energiewende, z.B. bei meiner Gasheizung: mein Gasversorger hat die monatlichen Abschläge von 118€ auf 304€ angepasst. Ich verbrauche rd. 2.350 m3 Gas im Jahr und würde ja gerne in eine umweltfreundlichere Heizung investieren, aber ich weiß nicht in was, bzw. was wirklich zukunftsfähig ist.
  • Pellet-Heizung ist angeblich nicht (mehr) zukunftsträchtig
  • Fernwärme ist in meinem Wohngebiet noch nicht spruchreif und die Stadt verbietet dabei meine 3 (Not-)Kaminöfen
  • Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe (z.B. Vitocal 250-S) ist im Altbau nur für den Hybridbetrieb (= zur Ergänzung eines bestehenden Heizkessels mit einer Wärmepumpe) angesagt
  • Ein eigenes Blockheizkraftwerk ist für mich unwirtschaftlich und braucht zudem Gas
  • Für Solarpaneele ist meine Dachform und auch die Ausrichtung nicht optimal
  • Für Windstromanlage ist mein Haus & Wohnumfeld (Luftwirbel) nicht optimal
Habt ihr eine Idee?

Stechus Kaktus 09.03.2022 22:47

Beim unserem letzten Auto (Baujahr 2001, Verbrauch 7,5l E5) lagen die Spritkosten in der Zeit von 2003 bis 2016 bei 9,7 ct/km, das Maximum war im Jahr 2012 mit 12,25 ct/km.

Bei den hier aktuellen 2,08 €/l für E10 und dem im Winter überdurchschnittlichen Verbrauch liegen die Spritkosten unserer inzwischen auch schon 7 Jahre alten Familienkutsche bei 9,25ct/km.

Wer im Jahr 2022 mit 8l/100km unterwegs ist, sollte sich, unabhängig von der aktuellen Situation, mal überlegen, ob das Auto und/oder der Fahrstil zeitgemäß sind.

turboengine 09.03.2022 23:47

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 2236547)
Habt ihr eine Idee?

Wärmepumpe und dafür optimierte Heizkörper.
https://www.vogelundnoot.com/at/prod...aermepumpe.htm

turboengine 10.03.2022 00:11

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2236432)
USA will Ölimporte aus RUS einstellen.
Twitter-Meldung 8.3. 14:58 Uhr.

..und heute am 9.3. ist der Ölpreis um sage und schreibe 13% gefallen. Paradox?
Das Embargo selbst ist nicht das Problem sondern die Angst zu spät einzukaufen treibt die Preise. Ist die Entscheidung erst mal gefallen ist dann die Luft raus. Marktpsychologie.

ha_ru 10.03.2022 00:22

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2236543)
Und bitte nicht schon wieder eine Kindergelderhöhung, das ist eine Frechheit gegenüber kinderlosen Paaren, Rentnern und alleinstehenden.

Das sehe ich ganz anders. Denn
- Kinder kosten einen 6 stelligen Euro-Betrag bis sie in den Beruf wechseln (bitte auch den Mehrbedarf an Wohnraum usw. mit einrechnen)
- funktioniert ohne eine gesunde demografische Struktur unser Rentensystem nicht
- haben Rentnerhaushalte statistisch ein höheres Pro-Kopf-Nettohaushaltseinkommen als Erwerbstätige, wenn nur einer in der Familie erwerbstätig ist sieht es bei vielen ziemlich mau aus
- schlage ich ja die Abschaffung des Kinderfreibetrags vor

Man könnte argumentieren junge Erwachsene aus andern Ländern zur Zuwanderung zu bewegen, aber das wäre gegenüber den Ländern nur dann fair, wenn wir deren Ausbildungskosten übernehmen.

Ich sehe natürlich auch das zu viele Rentner in die Grundsicherung fallen und von Armut bedroht sind. Aber das eine kann nicht gegen das andere gesetzt werden.

Robert Auer 10.03.2022 00:55

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2236550)
Wärmepumpe und dafür optimierte Heizkörper.
https://www.vogelundnoot.com/at/prod...aermepumpe.htm

Danke für die Info!


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