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DerGoettinger 11.02.2026 15:05

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2337305)
[...] die Sony A7C [...] wird hierzulande schon länger für unter CHF 1'000.- angeboten. [...] Da wird es für APS-C auch preislich eng [...]

Nicht die Produkte und die Generationen durcheinander werfen. Die a7C ist das Vorgängermodell der a7CII. Wenn Du schon einen ehrlichen Vergleich machen willst, dann musst Du auch die Vorgängerkamera der a6700 nehmen - also die a6600. Die ist vor wenigen Tagen für etwa 850,- € verfügbar gewesen. Da kommt auch eine a7C nicht dran. Die war zu etwa der gleichen Zeit für 1.025,- € verfügbar.

DerGoettinger 11.02.2026 15:18

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2337303)
Ob die niedrige Priorität von APS-C Sony das Genick brechen könnte, wage ich zu bezweifeln

Es ging mir um eine grundsätzliche Kritik daran, einfach stumpf dem Gesetz der Serie zu vertrauen ("ist schon mal so passiert, wird wieder so passieren").

Im Übrigen gibt es aus meiner Sicht noch ein Argument dagegen, an dieser Stelle mit Verweis auf das Ende vom A-Mount auf das Gesetz der Serie zu vertrauen. Bei der Einstellung des A-Mounts ging es nicht "einfach nur" um Sensorgrößen, sondern um eine Entscheidung ganz grundsätzlicher Art, nämlich um die Frage "Spiegelreflex vs. Spiegellos". Damit waren auch fundamentale Auswirkungen auf Design und die Richtung zukünftiger technischer Entwicklungen verbunden, die sich durch das andere Auflagenmaß zudem nicht nur die Kameras, sondern auch den kompletten Bereich der Objektive mit einbezog. Da ging es um eine essentielle Richtungsentscheidung.

Solche fundamentalen Fragen stehen bei der Frage "APS-C/Vollformat" gar nicht im Raume. Insofern sind für mich die jeweiligen Rahmenbedingungen schon so weit auseinander, dass für mich eine mögliche "Serie", für die man ein "Gesetz" anwenden könnte, gar nicht denkbar ist.

aidualk 11.02.2026 15:37

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2337325)
Es ging mir um eine grundsätzliche Kritik daran, einfach stumpf dem Gesetz der Serie zu vertrauen ("ist schon mal so passiert, wird wieder so passieren").

Das ist, mal wieder, rein deine Interpretation. Lies einfach noch mal genau!
Ist schon mal so passiert, bezieht sich nicht auf das Zurückfahren des APS Bereichs, weil auch A-Mount zurückgefahren wurde und dann eingestellt, sondern darauf, dass die seit Jahren beobachtbare Fakten, heute wie damals, viele einfach nicht wahrhaben wollten und sehr verbissen dagegen an argumentierten.
Dass APS die letzten Jahre bei Sony zurückgefahren wurde ist objektiv beobachtbar und hat nichts mit einem 'Gesetz der Serie' zu tun. Was für ein Unfug! :roll:

DerGoettinger 11.02.2026 15:41

Zitat:

Zitat von CP995 (Beitrag 2337306)
Der Vorteil vor APS-C ist doch eigentlich nur noch der Cropfaktor bei Tele und dafür braucht es heute noch die 60MP am KB (A7cR) um eine billigere A6700 zu ersetzen.

Ich würde noch den Makrobereich hinzunehmen. Ja, der Sensor ist kleiner, ja, mit einem Vollformatsensor bekommt man "mehr drumherum" mit aufs Bild, aber im Makrobereich sind ja gerade viele Motive so klein, dass eben doch ein APS-C-Sensor häufig ausreicht. Und damit sind wir wieder an dem Punkt, wo kleine Sensels zählen wie bei der a7RV/a7CR und der a6700.

Zitat:

Zitat von CP995 (Beitrag 2337306)
Ich denke, daß für Sony APS-C noch bestimmt 2-3 Jahre nötig ist.

Unabhängig von der Zahl der Jahre gibt es bei der grundsätzlichen Frage "pro/contra APS-C" zwei Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt und die einfach auch nicht wegzudiskutieren sind:
  1. Ist Sony in der Lage, eine Vollformat-Kamera für deutlich unter 1.000,- € auf den Markt zu bringen, und wollen sie das?
  2. Wie wird sich das Engagement von Sony als Sensorhersteller entwickeln? Sony ist derzeit einer der wichtigsten APS-C-Sensorenhersteller, der unter anderem auch Fuji beliefert. Ist es sinnvoll und zielführend, unmittelbare Konkurrenten mit Sensoren zu beliefern (was auch bedingt, F&E und Produktion dafür aufrecht zu erhalten), diese Sensoren selbst aber nicht zu verwenden und keine eigenen Anwendungserfahrungen damit zu sammeln?
Für ersteres sehe ich derzeit keine (in Zahlen: 0) Anzeichen, zweiteres halte ich weder für sinnvoll noch für zielführend. Und ich sehe aktuell keine Anzeichen, dass Sony seine Positionen zu diesen Themen innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre ändern wird.

peter2tria 11.02.2026 16:43

Meine Erfahrung aus einem Konzern ist, dass die verschiedenen Bereiche agieren wie unterschiedliche Firmen.

Die Divisions mit den Kameras und den Sensoren sind verschiedene, auch wenn über Allem 'Sony' steht. Der Sensorenbereich muss und wird so handeln, dass dieser seinen maximalen Umsatz/Gewinn erzielt. Innerhalb einer Divison kann es sein, dass man so handelt - übergreifend kann ich mir das nicht vorstellen.

HaPeKa 11.02.2026 17:12

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2337327)
Wie wird sich das Engagement von Sony als Sensorhersteller entwickeln? Sony ist derzeit einer der wichtigsten APS-C-Sensorenhersteller, der unter anderem auch Fuji beliefert. Ist es sinnvoll und zielführend, unmittelbare Konkurrenten mit Sensoren zu beliefern (was auch bedingt, F&E und Produktion dafür aufrecht zu erhalten), diese Sensoren selbst aber nicht zu verwenden und keine eigenen Anwendungserfahrungen damit zu sammeln?

So ein Quatsch. Die Sony Imaging Sparte hat jahrelange Anwendungserfahrung mit APS-C Sensoren, was für die Sony-Sensorentwicklung aber kein Kriterium ist. Sony ist auch führend bei Sensoren im Automobilbereich. Das geht ganz gut, auch ohne selber ein Automobilhersteller zu sein (kommt vielleicht noch). Wie peter2tria richtig anführt, ist die Sensorsparte eine Firma für sich, die zum Sony Konzern gehört, aber eigentlich eher der Zulieferindustrie zuzuordnen ist.

Kommt hinzu, dass Fuji sicher nicht unglücklich über den Lieferanten Sony ist, wenn dieser ihm nicht allzu stark in die Quere kommt. Es ist suboptimal, wenn ein Lieferant einen Kunden direkt konkurriert. Sony hat bestimmt eine APS-C Strategie, kommuniziert das halt nicht so offen, wie du dir das wünschst. Also schreiben wir hier munter die nächsten 150 Beiträge ohne schlüssige Erkenntnisse.

Mein Fazit:
Ist APS-C bei Sony tot oder kommt da was?

APS-C ist nicht tot, der Verlauf der APS-C Produktentwicklung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass Sony APS-C keine allzu hohe Priorität beimisst. An dem wird sich auch in Zukunft nichts mehr ändern, bedeutet aber nicht, dass es keine neuen Produkte mehr geben wird. Aber die ultimative APS-C A1 wird es nicht geben, für Leute mit solchen Anforderungen hat Sony ein gut aufgestelltes Portfolio mit Vollformat-Sensoren.

DerGoettinger 11.02.2026 18:12

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 2337326)
Dass APS die letzten Jahre bei Sony zurückgefahren wurde ist objektiv beobachtbar und hat nichts mit einem 'Gesetz der Serie' zu tun. Was für ein Unfug! :roll:

Ich würde Dir empfehlen, bei den Fakten zu bleiben. Gegen das "Zurückfahren" (im Sinne von "weniger") der letzten Jahre habe ich auch gar nicht argumentiert. Im Gegenteil, ich habe sogar Gründe dafür gegeben, warum Sony richtigerweise so gehandelt hat.

Ja, Sony hat sein Engagement bei APS-C unkommentiert zurückgefahren. Ja, Sony hat in früheren Zeiten auch das Engagement beim A-Mount unkommentiert zurückgefahren. So what? Ich gehe sogar noch weiter: Sonys unkommentiertes Zurückgefahren des Engagements bei A-Mount hatte irgendwann zum Ergebnis, dass der A-Mount eingestellt wurde, ohne dass Sony das kommentiert hat. Und? Das reicht Dir allen Ernstes aus, um daraus die Zukunft des APS-C prognostizieren, indem Du das Gesetz der Serie anwendest? Das ist dünn und intellektuell ein gelinde gesagt "überraschender" Ansatz.

aidualk 11.02.2026 18:15

Zitat:

Zitat von DerGoettinger (Beitrag 2337332)
Das ist dünn und intellektuell ein gelinde gesagt "überraschender" Ansatz.

welcome - auf meiner Ignore Liste

DerGoettinger 11.02.2026 18:20

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2337330)
Die Sony Imaging Sparte hat jahrelange Anwendungserfahrung mit APS-C Sensoren, was für die Sony-Sensorentwicklung aber kein Kriterium ist.

Warum nicht? Es geht ja nicht nur isoliert um die Sensoren, sondern auch um das Zusammenspiel mit anderer Hard- und Software. Die verändert sich doch auch. Warum sollte es also für Sony auf einmal nicht relevant sein, auch in der Zukunft alle Hard- und Software-Parameter auch selbst unmittelbar beeinflussen zu können? Warum sollte es für Sony nicht mehr relevant sein, auch in der Zukunft eigene Anwendungserfahrung zu sammeln?

DerGoettinger 11.02.2026 18:20

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 2337333)
welcome - auf meiner Ignore Liste

Damit habe ich kein Problem. Nein besser noch: es ist mir herzerfrischend egal.


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