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mrieglhofer 18.12.2012 20:27

Zitat:

Zitat von Ackbar (Beitrag 1396358)
@Gottlieb, es geht auch noch schlimmer.
Ich finde nich nur an meinen sondern auch an den meisten Bildern von anderen dauernd etwas zu Meckern :oops: In letzter Zeit hatte ich auch so gut wie kein Bild mit dem ich zufrieden gewesen wäre.
Ich habe eigentlich immer das Gefühl, dass ich es eigentlich besser könnte..

Na ja, da hast ja noch Hoffnung und brauchst eigentlich nur üben ;-)

Mir geht es eher so, dass mir meine Bilder nicht mehr gefallen. Nach jeder Session komme ich heim und denke mir, warum das Ganze. Nach ein oder zwei Tagen schauts dann so aus, dass ich feststelle, handwerklich ganz in Ordnung, werden den anderen super gefallen. Aber wirklich notwendig? Ja, für die Leute, die dabei waren eine nette Dokumentatione.

Der Ansatz von AboutSchmid ist da ganz gut. Ich fotografiere viel das, was andere baruchen können und wenn ich irgendwo für mich fotografiere, dann mache ich eine Reportage über den Ort oder so? Das ist dann handwerklich ganz gut, aber es fehlt genau das Unterscheidbare.

Am besten geht es mir, wenn ich an Orten schon oft war und dann gezielt das fotografiere, dass ich nicht schon 5 mal gemacht habe oder mich mit einem speziellen Thema auseinandersetzen muß. Dann sind das deutlich weniger Bilder, geben aber meine Sichtweise wieder. Da scheitere ich dann nie an der Technik, sondern an meinem Sehen ;-) Das Besinnen auf das Einzigartige, was jeder einzelne sehen kann ist wohl die einzige Berechtigung, selbst zu fotografieren und nchtt die Bilder gleich aus dem Internet runterzuladen. Wurde ja praktisch alles schon fotografiert ... nur noch nicht von jedem ;-)

@DerKnipser: da haben wir uns wohl gefunden ;-)

konzertpix.de 18.12.2012 21:01

Ich kann dazu eigentlich nur wiederholen, was ich an verschiedenen Stellen schon geschrieben hatte. Nach einer sehr langen Durststrecke, auf der ich diesen Sommer / Herbst / Frühwinter kaum aus dem Bett konnte, fiel es mir schwer, Bilder von den wenigen für mich erreichbaren Zielen zustande zu bekommen. Ich hatte eigentlich alles schon fotografiert, nichts war übrig geblieben, so wie ein Feld, das schon längst abgeerntet worden war.

Dachte ich.

Bis ich auf die Idee gekommen bin, die Kamera auf s/w zu stellen und nur mit dem 50er auf Fotopirsch in diesem längst abgeernteten Feld zu gehen - aus reiner Not, denn schwer tragen ging nicht wirklich. Im Grunde hatte ich also nichts an meiner Ausrüstung geändert, sondern nur die Art, mit ihr umzugehen. Das hat mir erstmals nach der langen Auszeit so richtig die Augen geöffnet und die Ergebnisse haben mich derart motiviert, daß ich davon überzeugt bin, daß die Heilung seitdem richtig gut voran schreitet.

Vielleicht ist so etwas in der Art ja ein Ansatz für dich, Gottlieb, um dir auf ganz besondere Weise deine ganz eigene Nische zu suchen und zu finden.

Tikal 18.12.2012 21:09

Aus ähnlichen Gründen wie bei euch ist die Idee so etwas wie Herausforderungen mit fotografischen Aufgaben gekommen. Vielleicht möchte ja jemand mit machen. Denn ich bin mir sicher, jede Einschränkung macht kreativ. Denn dann werkelt der Kopf und versucht eine Lösung zu finden. Auch ich befinde mich derzeit in einer Schaffenskrise.

kiwi05 18.12.2012 21:26

Hoffentlich liegt es nur am dauertrüben Regenwetter, daß hier einige fast in eine Sinnkrise zu stürzen scheinen.
Vielleicht liegt es ja auch, an den vielen Jahren, die man dieses HOBBY schon betreibt, da ist die Zeit der großen (Fort-)Schritte eben vorbei.
Ich bin eher ein Rückkehrer in die Fotografie.
Ich habe fast dreißig Jahre intensiven Ausdauersport hinter mir, ein Zeitvertreib, dessen Ergebnis mit Stoppuhr gnadenlos dokumentiert wird. Unbestechlich!
Durch eine BandscheibenOP im letzten Jahr zur Neuorientierung gezwungen, beschäftige ich mich nun wieder intensiver mit dem Fotografieren.
Entspannt beim Fotografieren selbst, neugierig auf die Ergebnisse am PC.
Sicher auch auf Fortschritt im Ergebnis bedacht, aber ich bin meist zufrieden, wenn MIR das Bild, das Gefühl für die Situation, in der es entstanden ist, gut wiedergibt.
Manchmal teile ich einige Bilder mit den Usern im Forum. Aber ich trete mit niemandem in Wettstreit, dafür ist das Empfinden für Qualität auch viel zu subjektiv. Sowas wie eine Stoppuhr als unbestechlichen Gradmesser für Qualität, würde mir viel am Reiz des Fotografierens wegnehmen ..
Gruß Peter

konzertpix.de 18.12.2012 21:35

Nun, genau das dauertrübe Wetter führte mich wieder zurück zur kreativen Fotografie ;)

padiej 18.12.2012 21:37

Das ist ein sehr guter Ansatz, die Farbe wegzulassen und sich auf die Normalbrennweite zu reduzieren.
Henry Cartier Bresson, für mich einer der Grössten, hat genau so seine Welt dokumentiert.
Oft ist weniger mehr. Sogar Luminanzrauschen ist bei SW kein Problem, sonder gibt dem Bild die optimale Note. Auch der Weißabgleich ist kein Gegener mehr.

der_knipser 18.12.2012 22:18

Einschränkung ist ein gutes Stichwort. Für mich könnte es bedeuten, dass ich mit einer kleineren Speicherkarte (256 MB?) losziehe, und mich dadurch zum bewussteren Sehen motiviere. Mein PC würde nicht mehr überquellen, und mit der Bearbeitung der wohlsortierten natürlichen Auswahl wäre ich nicht ständig überfordert. In voller Auflösung und in jpg Extrafein würde ich mit 16-20 Bildern heimkommen. Wenn die Karte voll ist, und mir DAS Motiv begegnet, muss ich halt ein weniger gutes dafür löschen.
Das wäre mal eine Herausforderung! :D

Ackbar 18.12.2012 22:27

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1396382)
Na ja, da hast ja noch Hoffnung und brauchst eigentlich nur üben ;-)

Mir geht es eher so, dass mir meine Bilder nicht mehr gefallen. Nach jeder Session komme ich heim und denke mir, warum das Ganze. Nach ein oder zwei Tagen schauts dann so aus, dass ich feststelle, handwerklich ganz in Ordnung, werden den anderen super gefallen. Aber wirklich notwendig? Ja, für die Leute, die dabei waren eine nette Dokumentatione.

Ja, den Punkt kenne ich auch zu gut.. Handwerklich alles ok, aber einfach keine Bilder, die mir selbst gefallen. Man muss sie halt machen, weil andere es erwarten.

Dazu kommt noch wenig Zeit um die Bilder, die ich für mich gemacht habe überhaupt zu durchzusehen von bearbeiten gar nicht zu reden.


Es ist halt auch eine hektische Zeit im Moment (ok, die letzten 2-3 Jahre und Ende ist nicht in Sicht^^), aber es fehlt mir meistens an Zeit nur für mich zu fotografieren. Da sind mir dann auch die Bilder gar nicht so wichtig, sondern dann ich beim Aufnehmen Spaß hatte. Dazu gehören aber auch meine schönsten Bilder.

mrrondi 18.12.2012 22:29

Vorschlag für einen Wettbewerb in einem Fotoclub.

Thema : Fotowalk - Stadt XXX
36 Bilder - durchgehende Bildernummerierung - kein Löschen erlaubt - JPEG Format

konzertpix.de 18.12.2012 22:34

Na, seht ihr? Da sind ein paar wirklich interessante Ideen darunter, die einen herausfordern können. Und Herausforderungen wollen gemeistert werden :top:


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