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turboengine 04.03.2022 10:07

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2236156)
Zuständigen in den Ministerien (Habeck agiert ja auf Basis der Infos aus seinem Ministerium) abzusprechen, die Lage besser beurteilen zu können. Da sind mir viele zu schnell dabei und das unterhöhlt unser Vertrauen in die Demokratie mehr, als es gut tut. Es ist doch gerade die Stärke der Demokratie, dass der allergrößte Blödsinn durch den geführten Diskurs verhindert wird, wenn auch nicht jeder.

Das Problem in Deutschland ist, dass in den Ministerien politische Beamte den Verwaltungen vorstehen. Das ist ebenfalls ein Aushöhlung von Demokratie. Nicht willfährige Fachleute werden da mundtot gemacht, gecancelled oder auf Abstellgleis geschoben. Die Politik will nur das hören müssen was sie hören will.

Zitat:

Heute hingegen agieren viele Ministerialbeamte bewusst als politische Beamte, i.S. von politisierten Beamten. Sie sind eher bereit politische Gestaltungsfunktionen wahrzunehmen.[14] Mit Blick auf die Funktion als Transformator als Berater seines Ministers, ist die Politisierung des Politischen Beamten kritisch zu betrachten, er hat so Kugele: „umzusetzen, nicht selbst zu setzen.“
https://www.grin.com/document/110515

Kurt Weinmeister 04.03.2022 10:45

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2236156)
Aber da fehlen mir und vermutlich uns allen hier die Informationen. Deshalb halte ich es für unlauter, den Zuständigen in den Ministerien (Habeck agiert ja auf Basis der Infos aus seinem Ministerium) abzusprechen, die Lage besser beurteilen zu können. Da sind mir viele zu schnell dabei und das unterhöhlt unser Vertrauen in die Demokratie mehr, als es gut tut. Es ist doch gerade die Stärke der Demokratie, dass der allergrößte Blödsinn durch den geführten Diskurs verhindert wird, wenn auch nicht jeder.

Es war nicht meine Absicht, die Kompetenz eines Ministeriums in Frage zu stellen. Aber Dinge ändern sich und was gestern (immer im Kontext einer spezifischen Situation betrachtet) unmöglich erschien, ist bei veränderter Informationslage oder bei einer anderen Bewertung derselben, dann eben doch möglich.

Ja, es wird uns etwas kosten, die Meiler weiter am Laufen zu halten. Aber wenn wir ehrlich sind, ist das gegenüber anderen Szenarien “alternativlos”.
Wenn man sich ansieht, wie die gesicherte und ausreichende Versorgung der Menschen “plötzlich” wieder an erster Stelle - und damit vor dem Klimaschutz - steht, dann muss man, um Beides gleichzeitig zu erreichen - ein Nebeneinander der Energielieferanten zulassen.

jrunge 04.03.2022 11:05

Zitat:

Zitat von Kurt Weinmeister (Beitrag 2236165)
...Ja, es wird uns etwas kosten, die Meiler weiter am Laufen zu halten. Aber wenn wir ehrlich sind, ist das gegenüber anderen Szenarien “alternativlos”.
...

Sehen das die Betreiber der am 31.12.21 stillgelegten KKWe Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen C RWE und PreussenElektra auch so?

Kurt Weinmeister 04.03.2022 11:10

Möglich. Ich bin kein Betreiber. Worauf hin zielt Deine Frage ab?

jrunge 04.03.2022 11:34

Ich hatte die Aussage, dass es uns etwas kosten würde, die Meiler weiter am Laufen zu halten, so verstanden, dass die bereits stillgelegten Meiler wieder in Betrieb gehen sollten.
Oder bezog sich "am Laufen halten" auf die 3 letzten in Betrieb befindlichen Blöcke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2?
Für die bereits stillgelegten Blöcke wären für eine eventuelle Wiederinbetriebnahme ja letztlich die Betreiber zuständig und darauf bezog sich meine ursprüngliche Frage nach deren Standpunkt dazu.

Kurt Weinmeister 04.03.2022 11:42

Zitat:

Zitat von jrunge (Beitrag 2236174)
Oder bezog sich "am Laufen halten" auf die 3 letzten in Betrieb befindlichen Blöcke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2?

Ja, bezog sich darauf.

turboengine 04.03.2022 11:46

Zitat:

Zitat von jrunge (Beitrag 2236168)
Sehen das die Betreiber der am 31.12.21 stillgelegten KKWe Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen C RWE und PreussenElektra auch so?

Die Frage ist eher was die Politik will. Hier ist die Konfliktlinie vom Bundesumweltministerium (die paradoxerweise lieber Kohle verstromen wollen) vorgegeben. Die Beschlusslage kann sind aber schnell ändern.

Wie ich schon oben mehrfach schrieb: Die physikalischen Gesetze scheren sich nicht um Politik. Ich bin gespannt wann auch die zwangsgebührenfinanzierten Medien da die Kurve bekommen.

Zitat:

Und jetzt?
Atomkraft hat in Deutschland keine Zukunft

Angesichts der Produktionsüberschüsse ließen sich schon jetzt mehrere Braunkohlekraftwerke problemlos vom Netz nehmen. Eine Analyse der RWTH Aachen zeigte bereits 2018, dass ein vollständiger Wechsel von Braunkohle möglich sei – bei gleichbleibender Energieproduktion. Dort wurde die Energie dann durch Erdgas bereitgestellt.


Autor: Mathias Tertilt
https://www.quarks.de/technik/energi...n-klimaschutz/

Die permanente Einlullung der Öffentlichkeit durch staatsnahe Medien mit Hilfe von aktivistischen Wissenschaftlern hat auch ihren Preis. Wären wir dem 1:1 gefolgt stünden wir noch viel schlimmer da.

jrunge 04.03.2022 11:47

Zitat:

Zitat von Kurt Weinmeister (Beitrag 2236175)
Ja, bezog sich darauf.

Zitat:

Zitat von Kurt Weinmeister (Beitrag 2236165)
...Ja, es wird uns etwas kosten, die Meiler weiter am Laufen zu halten. Aber wenn wir ehrlich sind, ist das gegenüber anderen Szenarien “alternativlos”.
...

Das sehe ich dann ähnlich.

jrunge 04.03.2022 11:55

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2236176)
...
Wie ich schon oben mehrfach schrieb: Die physikalischen Gesetze scheren sich nicht um Politik. Ich bin gespannt wann auch die zwangsgebührenfinanzierten Medien da die Kurve bekommen.
...

Wenn sich deine mit geballtem Wissen gefüllten Beiträge hier nicht ständig mit solch billiger Polemik mischen würden, ja dann ...
Aber so nicht. :roll:

ha_ru 04.03.2022 11:58

Das Wort "alternativlos" in Verbindung mit unvollständiger Informationslage löst bei mir immer einen Widerspruchsreflex aus.

Dem widerstehe ich jetzt und wünsche euch fröhliches Weiterdiskutieren. Wobei fröhlich ein nicht zur Zeit passendes Adjektiv ist.


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