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SanGerman 12.04.2011 11:21

die Folgekosten für den Atomabfall wird einigen Staaten die voll auf Atomkraft setzen noch teuer zu stehen kommen.

hpike 12.04.2011 11:40

Würde man die Folgekosten mit auf den Strompreis setzen, wäre Atomstrom unbezahlbar.

About Schmidt 12.04.2011 11:44

Warum das nicht die Betreiberfirmen zahlen müssen ist mir sowieso ein Rätsel. Jeder private Betrieb muss für die Entsorgung selbst aufkommen. Wäre es bei den AKW Betreibern genau so, würde wohl niemand ein AKW betreiben. :evil:

Gruß Wolfgang

Tira 12.04.2011 11:52

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 1166922)
Wolken entstehen ja auch aus Meerwasser. Da ja nun das Meerwasser vor Fukushima mit verstrahltem Wasser "vermischt" wird, frage ich mich, ob das Wolkenwasser dann verstrahltes Wasser beinhaltet oder ob die aufsteigenden Wassermoleküle keine Strahlung enthalten?

Im Wasser gelöste radioaktive Stoffe werden mitverdampft und gelangen so auch wieder in die Atmosphäre. Der größere Teil jedoch wird sich im Plankton ansammeln, von dort in die Fische wandern, dort eingelagert und angereichert und kann schließlich so in unsere Nahrungskette gelangen.

Die Belastung der Luft entsteht sicher hauptsächlich durch direkte Freisetzung. Das französische Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire stellt hier eine Modellrechnung der globalen Ausbreitung der radioaktiven Wolke bereit: Klick. Die Partikel haben sich über die gesamte Nordhemisphäre verbreitet - und die Emissionen dauern an.:flop:

hpike 12.04.2011 12:03

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1166968)
Warum das nicht die Betreiberfirmen zahlen müssen ist mir sowieso ein Rätsel. Jeder private Betrieb muss für die Entsorgung selbst aufkommen.

Für sowas gibt es doch genügend negative Beispiele, ich verstehe z.b. bis heute nicht, wieso die Allgemeinheit für die Polizeieinsätze bei Fussballbundesligaspielen zahlen muss. Kohle haben die doch genug, sonst könnten sie nicht solche Gehälter zahlen.

Müssten die Vereine das selber zahlen, gäb es auch diese immensen Gehälter bei den Fussballern nicht, die damit letztlich wir alle bezahlen, ob gewollt oder nicht. Ist zwar ein wenig OT aber irgendwie eben doch nicht.

André 69 12.04.2011 12:04

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1166968)
Warum das nicht die Betreiberfirmen zahlen müssen ist mir sowieso ein Rätsel. Jeder private Betrieb muss für die Entsorgung selbst aufkommen. :evil:

Gruß Wolfgang

Wenn ich jetzt bitterböse wäre würde ich sagen:
Weil keiner will daß das Zeug irgendwo wieder auftaucht, es soll ja auch sowas wie Müllexport geben
... mir fällt da ein ganzer Kontinent ein, wo die Industrie sich einfach bedient, oder etwas hinterlässt was hier keiner will.

Gruß André

About Schmidt 12.04.2011 12:05

Mich wundert, dass hier andere Staaten und Länder nicht mehr intervenieren. Vielleicht tut man das, allerdings nicht öffentlich. Oder man ist sich einfach der Sache bewusst, dass daran sowieso nichts mehr zu ändern ist.

Gruß Wolfgang

Ellersiek 12.04.2011 12:18

Danke für die Antwort.
Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1166973)
Im Wasser gelöste radioaktive Stoffe werden mitverdampft und gelangen so auch wieder in die Atmosphäre...

Möchte nochmal nachfragen:
Die Wassermoleküle bleiben zwar von der Strahlung verschont, aber beim Verdampfen hängen sich die strahlenden Atome an den Wasserdampf mit dran.

Muss ich mir das so vorstellen?

Gruß
Ralf

konzertpix.de 12.04.2011 13:51

Nein, das ist nicht korrekt, genauso wie Tiras Vorstellung - aber das schrieb ich heute vormittag schon.

Wasserdampf ist per Definitionem reines 100%iges Wasser - H2O. Wasserdampf ist per Definitionem gasförmig. Durch Rekondensation von Wasserdampf wird destilliertes Wasser - sehr reines Wasser - hergestellt. Der Dampfdruck von in Wasser gelösten anorganischen Stoffen wie z.B. Cäsiumhalties Zeug ist um Größenordnungen geringer und bleibt beim Verdampfen von Wasser demzufolge als Rückstände übrig (-> Kalkflecken auf Gläser, wenn das Leitungswasser verdunstet ist).

Das, was aus den Wolken kommt bzw. in diesen steckt, wurde dorthin auf anderem Wege getragen als durch natürliches Verdunsten / Verdampfen von Wasser (mit gelösten Salzen). Beispielsweise ist das Zerstieben von Wasser auf Wellenkronen durch einen Sturm der Fall. Allerdings ist dies dann kein Wasserdampf, sondern Wassernebel - winzig kleine Tröpfchen aus flüssigem Wasser.

Das mag ein physikalischer Unterschied sein, für die Verteilung ist das aber ziemlich unerheblich. Spätestens Wolken bestehen aus wieder kondensiertem Wasserdampf und in diesem können sich trockene und durch den Wind hochgewirbelte Substanzen dann auch wieder fangen. Und auf diesem Weg über weite Strecken hinweg transportiert werden.

Ellersiek 12.04.2011 14:15

Danke nochmal euch beiden, jetzt ist es für mich klarer und beunruhigender (wobei ich sowie schon lange bzgl. dieser Energieform beunruhig bin - aber das gehört nicht in diesen Thread).

Gruß
Ralf


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