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turboengine 01.03.2022 21:59

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 2235903)
alles souverän überblickt! :cool:

Ja, danke für die Blumen.

Und weil es so schön passt, hier ein Bild von der höchstgelegenen (2500m) und gleichzeitig längsten (1054m) Staumauer in den Alpen.


Bild in der Galerie

berlac 01.03.2022 22:01

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2235906)
Nur auf den deutschen Strommix oder sein klein Häuschen zu schauen ist nett aber sinnlos.

Ich finde es unglaublich, dass Deine Expertise in Deutschland nicht genutzt wird. Man sollte Habeck unbedingt auf Dich aufmerksam machen. Immerhin könntest Du ihm sagen wie es nicht geht. :D

kk7 01.03.2022 22:02

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2235898)
Das ist selbstverständlich Quatsch. Es kommt darauf an, was wirtschaftlich ausbeutbar ist.

Also ob die Endverbraucher die Kosten noch zahlen können. In der Beschreibung der Tabelle ist noch der angenommene Verbrauch pro Jahr angegeben. Wenn jetzt vermehrt auf KKWs gesetzt wird dürfte es schneller teuer werden als die 166 Jahre. Die Spanne der wirtschaftlichen Förderung ist von 25 Jahre bis 166 Jahre angegeben.

Porty 01.03.2022 22:04

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2235901)
Ich finde es lustig was einige hier schreiben.

Atomenergie: Alles planbar. Alles problemlos. Endlager kein Problem? Wie lange nochmal soll das sicher gelagert werden? Ein GAU? Halb so wild. Das bisschen verstrahlte Gebiet und die paar Toten. Ungeplante Ausfälle undenkbar. Atomstrom natürlich das Schnäppchen schlecht hin.

Regenerative Energien: Unlösbare Probleme. Ganz Deutschland muss mit Solarzellen und Windrädern zugepflastert werden. Alle Vögel werden geschreddert. Speicherung der Energie? Ein Ding der Unmöglichkeit. Die Kosten dafür? Unbezahlbar.

Wenn ich mir den deutschen Strommix so anschaue ist es mir ein Rätsel wie man auf diesen schon recht hohen Anteil an regenerativer Energie kommen konnte. Laut den Berechnungen der Experten hier, müsste eigentlich ja schon halb Deutschland mit Solarzellen und Windrädern bebaut sein.

Das wäre auch ganz einfach, wenn man Strom so ohne weiteres in den nötigen Mengen speichern könnte.........
Aber ansonsten kommt eigentlich immer nur Polemik und keine belastbaren Zahlen als Antwort.
Aber ich lese immer nur Atom ist Böse und unbezahlbar, rechnet man mal den Aufwand für die Erneuerbaren zusammen, wird das einfach komplett ignoriert. Da frag ich mich schon, wer hier mehr die Brille auf hat.

turboengine 01.03.2022 22:09

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2235909)
Immerhin könntest Du ihm sagen wie es nicht geht. :D

Es gab und gibt zahllose Experten die jahrzehntelang auf unwissende und ideologisch verbohrte Politiker eingeredet haben, dass es so nicht geht. Da bin ich nicht der einzige.
Ausserdem vertrete ich auf internationaler Ebene die Schweiz.

turboengine 01.03.2022 22:11

Zitat:

Zitat von kk7 (Beitrag 2235910)
Also ob die Endverbraucher die Kosten noch zahlen können.

Bei Annahme der heutigen Öl- und Gaspreise sähe der Bericht ganz anders aus. Das ist doch albern.

kk7 01.03.2022 22:17

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2235914)
Bei Annahme der heutigen Öl- und Gaspreise sähe der Bericht ganz anders aus.

Ich habe auf die Schnelle nichts aktuelleres gefunden. Deswegen ja auch die Frage nach dem Verbrauch, der ja steigen würde, wenn vermehrt auf Atomkraft gesetzt würde.

steve.hatton 01.03.2022 22:23

Ideologisch verbohrte Politiker vs. verantwortungsvolle Ideologen der Energieproduzenten ?

Kann man so sehen, nachdem man dem Verbraucher - nicht dem Betrieber - den Rückbau und Müll oder zumindesst große Anteile hiervon auf`s Auge gedrückt hat:cool:

Brent Spar wollte man auch einfach versenken..... sind das die verantwortungsvollen Ideologen ?

turboengine 01.03.2022 22:28

Zitat:

Zitat von kk7 (Beitrag 2235915)
Ich habe auf die Schnelle nichts aktuelleres gefunden. Deswegen ja auch die Frage nach dem Verbrauch, der ja steigen würde, wenn vermehrt auf Atomkraft gesetzt würde.

Hast Du den Bericht gelesen - im hinteren Teil? Da steht einiges über das Thema drin.
Es ist dumm eine Jahreszahl zu nennen, da das Ergebnis derartig „elastisch“ von Sensitivitäten abhängt.

Schon durch den Einsatz von Brutreaktoren ist diese Zahl Makulatur, weil dann ein ganz anderer Brennstoff-Kreislauf wirksam wird. Thorium wird auch nicht berücksichtigt.
Und wenn mehr KKWs gebaut werden müssen, dürfte vorher der Preis für andere Primärenergien gestiegen sein. Dann sind auch unergiebige Lagerstätten wirtschaftlich und die Reichweite steigt. Der Mechanismus ist rudimentär in dem verlinkten Bericht erwähnt.

Man müsste nur mal mehr lesen als nur die Zahl, die man als Argument bringen will. Ist schwer - ich weiss.

berlac 01.03.2022 22:29

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2235911)
Das wäre auch ganz einfach, wenn man Strom so ohne weiteres in den nötigen Mengen speichern könnte.........
Aber ansonsten kommt eigentlich immer nur Polemik und keine belastbaren Zahlen als Antwort.
Aber ich lese immer nur Atom ist Böse und unbezahlbar, rechnet man mal den Aufwand für die Erneuerbaren zusammen, wird das einfach komplett ignoriert. Da frag ich mich schon, wer hier mehr die Brille auf hat.

Wie gesagt jeglicher Hinweis, dass hier an verschiedenen Lösungen zum Speichern von Energie gearbeitet wird, wird von Dir doch ignoriert. Nebst einer Rechnung, dass das tolle AKW Grundremmingen das alles alleine kann. :D

Was die Kosten der Stromerzeugung angeht scheinen halt wohl viele falsch zu rechnen, denn die kommen doch tatsächlich zur Erkenntnis das Atomstrom der teuerste Strom ist. Denen musst Du halt Nachhilfe geben. :cool: Aber in der Tat ist die Berechnung schwierig. Bei Atomstrom ist es schwierig das Risiko und die Endlagerung einzupreisen. Bei den Regenerativen ist es schwierig den Speicherbedarf für ein stabiles Netz, das auf einen sehr hohen Anteil regenerativer Energie setzt, einzupreisen.

Wenn Du meine Beiträge hier liest, gehöre ich nicht zu denen die komplett ignorieren, dass erneuerbare Energien, erheblichen Aufwand für ein stabiles Netz bedeuten. Es also natürlich nicht damit getan ist, ein paar Windräder und Photovoltaikanlagen zu bauen. Diesen Eindruck, dass viele das angeblich denken, scheinst ja eher Du und der Kollege aus der Schweiz vermitteln zu wollen. Ich bin auch durchaus nicht der Meinung, dass hier in Deutschland alles Bestens gelaufen ist. Die aktuelle Regierung ist da allerdings etwas zu kurz in der Verantwortung um sie hier schon in der Luft zu zerreißen und Putins Eskapaden machen die Aufgabe nun nicht leichter, ich glaube da sind wir uns wenigstens einig.


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