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steve.hatton 15.12.2016 11:11

@Manfred: Stört Dich der "Zeitversatz" an Deiner A99 oder an der A99II ?

Wenn ich mich an die A55 zurück erinnere, so muss ich schon bei meiner A77II, und diese ist ja nun auch schon "in die Jahre gekommen" (gem. technologischer Zeitrechnung), dass der ursprünglich deutliche Zeitversatz einem mehr als erträglichen Minimum gewichen ist, welches in der realen Anwendung nur noch minimale Auswirkungen haben sollte.

Die Diskussion erinnert mich an die "rauscht wie Hulle"-Diskussionen der vergangenen Jahre.....heute kritisiert man dann "Kriseln" bei ISO 25.000 !?!?!?

guenter_w 15.12.2016 11:18

Zitat:

Zitat von WB-Joe (Beitrag 1876333)
Wo?
Im Studio mit gleichbleibenden Bedingungen und aktuellen Kameras mit aktueller Firmware und gleichem Objektiv.

Ich kann hier der Argumentation von usch und den Messwerten von dxo leichter folgen. Die Messwerte von dxo beziehen ganz einfach die Folie mit ein! Das passiert nicht nur im Studio sondern immer! Oder kannst du die Folie ausschwenken?

Bisschen stichhaltigeres Argumentieren hilft bisweilen...

EDIT: Das qualifiziert die A 99 II absolut nicht ab, zeigt halt, dass die Folie einen Einfluss hat

Windbreaker 15.12.2016 11:21

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 1876339)
Bisschen stichhaltigeres Argumentieren hilft bisweilen...

Vielleicht hat DXO die Folie auch einfach rechnerisch eingefügt und WB-Joe praktische Tests gemacht ?

Mir erscheint die Argumentation von WB-Joe einleuchtender dass Sony inzwischen die Folie softwaretechnisch eliminieren kann. Außerdem sind die aktuellen Folien fast glasklar.

usch 15.12.2016 11:22

Zitat:

Zitat von WB-Joe (Beitrag 1876333)
Im Studio mit gleichbleibenden Bedingungen und aktuellen Kameras mit aktueller Firmware und gleichem Objektiv.

Gut – dann kommt es natürlich auf die Definition von "besser" an, DxO misst ja bekanntlich nur vier verschiedene Sensor-Parameter. Hast du mal ein Beispielbild?

Ecce 15.12.2016 11:31

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 1876334)
Gibt es eigentlich darüber Messungen?
a) Wie lang ist der Zeitversatz zwischen Realität und Anzeige im Sucher?
b) Wie lange ist die Zeit bei einer spiegellosen Kamera vom Auslösen bist zum Start der Belichtung?
c) Wie lang ist die Zeit bei einer DSLR vom Auslösen, Spiegel hochklappen, Start der Belichtung?
Ist die Summe von a) und b) länger oder kürzer als c)?

Gruß
Ralf

Für die Zukunftsaussichten ist dieses Thema nicht mehr relevant.
Denn der EVF wird mit steigender Rechenleistung immer näher an die Realität heranrücken.

Ich kann schon heute keinen Nachteil mehr finden.
Bei ruhigen Bildern spielt der Zeitversatz gar keine Rolle.
Bei bewegten Bildern ist ein zeitlich präzises Treffen sowieso nicht möglich.
Ein leichtes Vorhalten ist in jedem System von Vorteil.

usch 15.12.2016 11:44

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 1876340)
Vielleicht hat DXO die Folie auch einfach rechnerisch eingefügt und WB-Joe praktische Tests gemacht ?

Das wäre Unsinn. DxO vermisst die Sensoren in erster Linie, um daraus die Kameraprofile für ihren Raw-Konverter zu gewinnen, die veröffentlichten Tests sind nur ein Nebenprodukt. Das sollte also schon mit einem Serienmodell unter realen Bedingungen passieren, alles andere wäre ja kontraproduktiv.

Zitat:

Mir erscheint die Argumentation von WB-Joe einleuchtender dass Sony inzwischen die Folie softwaretechnisch eliminieren kann.
Im Gegenteil. Wenn du dir beim oben verlinkten Vergleich die erste Seite "ISO Sensitivity" ansiehst, ist bei gleicher Einstellung die reale Empfindlichkeit bei der A99 II eine runde halbe Stufe geringer als bei der α7R II. Das entspricht ziemlich genau dem Lichtverlust durch den Spiegel. Sony rechnet die Folie jetzt also gerade nicht mehr heraus, anders als bei den ersten SLTs (siehe z.B. A77 vs. NEX-7).

Zitat:

Außerdem sind die aktuellen Folien fast glasklar.
Dann hätte das AF-Modul ja kein Licht mehr.

Schöni 15.12.2016 11:58

Meint ihr, die alte a99 bleibt im Programm als "KB-Einstiegskamera"?

Eine Wechselabsicht hab ich persönlich aktuell nicht, aber vielleicht in 2-3 Jahren.

Torsten

usch 15.12.2016 12:32

Schwierig abzuschätzen. Die Ur-A77 ist anscheinend ausgelistet, aber bei allen anderen Kameras ist das Urmodell auch nach Erscheinen einer IIer-Version noch im Programm geblieben.

Den bewährten 24MP-Sensor verbaut Sony ja außerdem noch in der α7, α7 II, RX1, RX1R und VG900. Von daher sehe ich gute Chancen, daß die alte A99 erhalten bleibt. Aber letztlich ist das auch nur Spekulation, insbesondere bei einem Zeitraum von zwei Jahren.

twolf 16.12.2016 09:58

@Windbreaker Ist Bekant unter den Namen Placebo

Man 16.12.2016 11:06

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 1876334)
Gibt es eigentlich darüber Messungen?...
Gruß
Ralf

Mir ist keine bekannt. In Tests wird meines Wissens "nur" die Zeit für die Scharfstellung veröffentlicht - also ab Druck auf den Auslöser bis zur Aufnahme des Bildes.

Ob es ein Timelag gibt und wie sehr es evtl. störend sein könnte kann man aber leicht mit einer Videokamera testen:
- Kamera einschalten auf Liveview (ist ja bei Sony immer Liveview) und auf "Bühne" ausrichten. Bild auf den Kameramonitor legen, damit dieser mit der Videokamera gefilmt werden kann.
- Mit der Videokamera wird gleichzeitig Monitorbild der Kamera (darauf ist scharf gestellt) und das Geschehen auf der Bühne (vermutlich unscharf, da etwas weiter weg) aufgenommen.
- Auf der Bühne findet eine Bewegung statt, z. B. lässt man ein Pendel laufen oder schenkt den Arm
- In der Videoaufnahme kann man dann sehen, wie weit z. B. die Armhaltung des Originals von der Armhaltung auf dem Monitor der Kamera auseinander liegen.

Ab und zu bin ich bei großen Veranstaltungen meines Arbeitgebers dabei. Da viele aufgrund der räumlichen Gegebenheiten das Podium und die Sprecher nicht sehen können, sind im Raum verteilt Flachbildschirme aufgestellt, auf denen das Videobild wiedergegeben wird.
Die Differenz ist visuell feststellbar (das ist aber nicht ganz einfach, gleichzeitig den vor einem stehenden Bildschirm und das Podium gleichzeitig möglichst scharf zu sehen).
Noch besser kann man den Timelag sehen, wenn bei Veranstaltungen der Redner auf eine Leinwand im Hintergrund projiziert wird, da dann die zu beobachtenden Motive (Original und Reproduktion) relativ nah beieinander sind und damit besser scharf gestellt werden können.

vlG

Manfred


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