turboengine |
27.02.2022 10:41 |
Zitat:
Zitat von guenter_w
(Beitrag 2235559)
Schon mal was von Speicherung und intelligenter Steuerung gehört?
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ja, sicher. Alles winzig kleine Beiträge.
Am grundsätzlichen Problem der Energiewende, dass Wind und Sonne viel zu viel zugetraut wird und daher russisches Gas einen viel zu grossen Anteil an der Primärenergieversorgung übernimmt, ändert das nichts.
Auch in diesem Thread werden gerne Wattebäuschchen gepustet. Holzheizung, Vorlauftemperaturen, Batteriespeicher, E-Autos… Alles lobenswert aber nur der Tropfen auf dem heissen Stein. Es geht hier um die Umstellung einer Industriegesellschaft und nicht um das Wochenendhäuschen.
Das Problem ist aber das Grosse Ganze: Naive Annahmen, unrealistische Ziele und die ideologiegetriebene, nicht technologieneutrale Umsetzung der Energiewende. Nun steht man vor den Scherbenhaufen:
- Die Stromkosten sind bereits die höchsten der Welt und sollen nun mit riesigen jährlichen Budgetmitteln heruntersubventioniert werden. Da die Sonne keine Rechnung schicke, habe ein Land, dessen Energien grün seien, auf den Märkten einen Wettbewerbsvorteil. Pustekuchen. Da der grüne Strom den vorhandenen Kraftwerkspark weiterhin braucht, um Zeiten ohne Wind- und Sonnenstrom zu überbrücken, entstehen teure Doppelstrukturen und steigende Abhängigkeit von Erdgas.
- Eine Vielzahl technischer Auflagen, die zum Energiesparen zwingen, und eine rabiate Beschränkung des Flottenverbrauchs der Autohersteller ruiniert die eigene Industrie.
-Im Effekt hat diese „Energiewende“ auch Putins Krieg mitfinanziert. Es wird noch etwas dauern bis diese Gewissheit bei den Politikern ankommt, da sie sich ihren schönen Glauben nicht nehmen lassen wollen. Aber diese Party ist nun vorbei, viele wissen es nur nicht oder wollen es nicht wahrhaben. Es wird weiter getanzt obwohl die Musik schon längst aus ist.
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