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turboengine 22.02.2022 16:13

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2235219)
Es gibt auch genug Erkenntnisse darüber, dass "Seuchen", wie Corona, mitunter daraus resultieren, dass der Mensch sich zu sehr ausbreitet und damit den Lebensraum der Tiere immer mehr einengt, womit wiederum die Distanz Mensch-Tier abnimmt und Zoonosen häufiger stattfinden werden.

Interessant. Du meinst also schon die Bevölkerung im Mittelalter war zuviel wegen der Pestepedemien? Oder war es da nicht eher anders herum, dass sich die Ratten zu sehr im Lebensraum des Menschen ausgebreitet haben? Gehört der Mensch nicht auch zur Natur? Oder ist die Natur die Erde ohne Mensch?

Sei mir nicht böse, aber mir weht da der Hauch der deutschen Romantik entgegen. Ein Bild von Caspar David Friedrich so an der Grenze zum Kitsch.

Das "Fühlige" bietet in unserer unübersichtlichen Welt der späten Moderne zusammen mit einem selbst geschnürten moralischen Wohlfühlpaket einen emotionalen Anker. Das hat schon Goethe vor der Romantik vorgefühlt:

Ueber allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.
- J.W. Goethe

Leider nützt es nicht zur Problemlösung.

guenter_w 22.02.2022 16:19

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2235211)
und wer soll das alles wann bauen? Schon heute ist es schwer jemanden zu finden der noch in 2022 eine Anlage bauen kann. Viele Bauteile sind kaum lieferbar. Die Stromspeicher rechnen sich zum heutigen Preis absolut nicht.
Ich bin auch nicht sicher ob es sinnvoll ist den Strom kleinräumig dezentral zu speichern und damit wieder jede Menge an Ressourcen zu verbrauchen - Akkus sind nicht gerade umweltfreundlich in Herstellung und Entsorgung, die Geräte sind komplex, gehen mal kaputt und haben begrenzte Lebenszeit.

Immer diese Totschlagargumente mit Kapazitäten und Lieferbarkeiten sowie Kosten. Natürlich ist dezentrale Speicherung sinnvoll, wenn intelligent in das Netz zurückgegeben werden kann! Wieviel Energie geht beim Stromtransport über große Entfernungen verloren? Meine kleine Photovoltaik produziert seit 16 Jahren brutto mehr Strom als ich selbst verbrauche. Derzeit speise ich den ganzen Strom ein und beziehe den Verbrauchsstrom aus dem Netz (liegt an den Rahmenbedingungen bei der Installation). Wenn mein Einspeisevertrag ausläuft, kann ich unter den jetzigen Bedingungen meine Anlage aus wirtschaftlichen Gründen nur noch entsorgen, da sich Einspeisung dann nicht mehr lohnt! Mit einem Speicher würde sich das aber wieder rentieren, weil ich dann mit intelligenter Steuerung, wenn nicht autark, so doch zum großen Teil unabhängig von Stromlieferung sein könnte. Das ist derzeit weder technisch noch wirtschaftlich machbar. Fortschritt in diese Richtung wird von der Energielobby seit Jahren torpediert.

KSO 22.02.2022 17:22

Was meint ihr, die aktuelle globale Lage, könnte der Energiewende wohl ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Die Brückentechnologie Gas könnte schnell ziemlich teuer werden, wenn sie überhaupt noch verfügbar sein wird. Wer weiß, was das alles nach sich ziehen wird.....

ha_ru 22.02.2022 18:26

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2235211)
und wer soll das alles wann bauen?
Ich bin auch nicht sicher ob es sinnvoll ist den Strom kleinräumig dezentral zu speichern und damit wieder jede Menge an Ressourcen zu verbrauchen - Akkus sind nicht gerade umweltfreundlich in Herstellung und Entsorgung, die Geräte sind komplex, gehen mal kaputt und haben begrenzte Lebenszeit.

Mein Schwiegervater hat zum 1.02.2022 eine 9,9kwp PV Anlage mit 10kwh Batteriespeicher (SolarEgde mit LG-Batterie mit 10 Jahre Garantie) installiert und war im Februar nahezu autark (2 Personenhaushalt im EFH), Bestellung war im Novermber 2021. Die Batterie rechnet sich bei den aktuellen Preisen nicht, aber entlastet das Netz und bei aktuellen Strommix die Umwelt, trotz der Herstellung. Durch die kleinräumige Speicherung werden Leitungsverluste vermieden und im ganzen Speicherprozeß geht erstaunlich wenig an Energie verloren.

peter2tria 22.02.2022 18:45

Ganz kann ich es nicht glauben, dass der Batteriespeicher so umweltfreundlich ist.
Ich muss aber zugeben, dass ich mich damit nicht beschäftigt habe.

turboengine 22.02.2022 19:18

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2235232)
war im Februar nahezu autark

Autark auch mit Heizung und Warmwasser?

steve.hatton 22.02.2022 19:47

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2235226)
Interessant. Du meinst also schon die Bevölkerung im Mittelalter war zuviel wegen der Pestepedemien? Oder war es da nicht eher anders herum, dass sich die Ratten zu sehr im Lebensraum des Menschen ausgebreitet haben? Gehört der Mensch nicht auch zur Natur? Oder ist die Natur die Erde ohne Mensch?
.....

Habe ich das geschrieben ?

Seinerzeit war es ehr die mangelnde Hygiene - Rinnstein ? - etc....
Zu meiner Thematik:
https://www.quarks.de/umwelt/tierwel...nsch-springen/

GerdS 22.02.2022 20:36

Zitat:

...Die Stromspeicher rechnen sich zum heutigen Preis absolut nicht.....
Muss sich alles rechnen im Leben?
Wie rechtet sich eure Kamera, oder das Auto, oder der Partner / die Partnerin :crazy: oder oder oder...

Man darf einfach mal was machen, damit z.B. das Stromnetz entlastet wird.
Ich habe mit meiner PV und 11kWh Speicher (installiert im Sept. 2021) schon einige Wochen strommäßige Autarkie erreicht.
Und ganz nebenbei läd sie noch unseren BEV-Kleinwagen mit Sonnenenergie!

Das ist nicht die Lösung, aber ein kleiner Schritt zur Lösung!

Viele Grüße
Gerd

P.S. und sie rechnet sich doch (~10 Jahre):top:
..und die Steuerersparnis etc. kommt auch noch dazu....und der steigende Strompreis....

steve.hatton 22.02.2022 21:06

:top:

steve.hatton 22.02.2022 21:09

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2235168)
Der nächste Bürokratenwahnsinn aus Brüssel:
https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17822922.html
Weltverbesserung durch Bürokratie. Als ob man keine anderen Sorgen hätte.

Was die FAZ verschweigt:

Das von der EU-Kommission geplante Lieferkettengesetz soll einem Entwurf zufolge geschätzt rund 17.000 Unternehmen neue Sorgfaltspflichten auferlegen. Zugleich seien kleine und mittlere Betriebe und damit 99 Prozent aller Unternehmen in der EU nicht betroffen, heißt es in dem Entwurf, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Zuvor hatten die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und andere Medien daraus zitiert.

https://www.tagesspiegel.de/wirtscha.../28093334.html


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