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steve.hatton 30.03.2026 13:15

HI,

was meinst Du genau?

Dat Ei 30.03.2026 13:17

Moin Steve,

den Satz finde ich schwierig, eindeutig zu lesen und zu verstehen:

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2338707)
Er sagt die Autos stehen meist also seine 11kW pro Ladepunkt komplett er Wahnsinn - sie gehen von durchschnittlich 500 Watt pro Auto aus - man hat ja Zeit.


Hier findet man ein paar freie Infos!

oder

hier beim "Merkur".


Dat Ei

steve.hatton 30.03.2026 13:26

Ah, ok, mein Fehler.

Er meint 11kW pro Ladepunkt seien Wahnsinn, da man Zeit habe - mit durchschnittlich 500W pro Stellplatz reiche das.

Möglicherweise ist das Wort durchschnittlich hier der wichtigste Teil, denn mit max 500W und 20kW/100 km Verbrauch eines BEV, kriegt man auch über Nacht nicht unbedingt sehr viel gebacken - wenn ich richtig rechne ca. 25km in 10 Stunden ?

Die durchschnittliche Strecke, die der deutsche Autofahrer täglich zurücklegt sind 35 km.

Hier nochmal ein Link zur SZ, der Über "teilen" generiert wurde - möglicherweise funktioniert der kostenlos:

https://sz.de/li.3343989

steve.hatton 30.03.2026 13:27

Dank Dir, genau den Merkur-Artikel suchte ich eigentlich.

Dat Ei 30.03.2026 13:34

Danke für die Erläuterung. Es ist genau, wie Du sagst. Da muss man schon eine sehr besondere Anwendung seines E-Fahrzeugs haben, damit diese Art der Installation für einen persönlich passt.

Mal anders gerechnet: wer sein E-Fahrzeug mit einem 80 kWh-Akku (eine durchaus übliche Größe in der Mittelklasse) von 10% auf 80% laden möchte, benötigt dafür gute 4 1/2 Tage, die er durchgehend an der Ladesäule hängen muss. Die Interpretation möge einjeder für sich vornehmen.

Die Kostenschätzung halte ich für sehr optimistisch, da dafür sicherlich einige Prämissen bereits erfüllt sein müssen.


Dat Ei

steve.hatton 30.03.2026 15:03

Die 4 1/2 Tage stimmen natürlich rechnerisch, wenn alle anderen Ladepunkte auch über diesen Zeitraum durchgehend besetzt sind und Strom beziehen.

Ist das realistisch ?

In Bezug auf die Kosten kann ich mir nicht vorstellen, dass der gute Mann Märchen erzählt.

embe 30.03.2026 15:25

Danke für den link zum Merkur-Artikel.
Aber hier zeigt sich auch wieder, dass persönliche Erfahrung helfen kann, die Angaben einzuordnen... :D

Ein paar Ungereimtheiten bzw. Annahmen des Artikels, die mir aufgefallen sind:
93 Stellplätze guibt es in der Liegenschaft , aber es werden nur 50 Autos zum Laden berechnet.
D.h. für den Vollausbau der Tiefgarage wären bei der bechriebenen Vorgehensweise eher 70kW nötig als 37,5 kW
Ok, wird ja ne Weile dauern bis alle elektrisch fahren wollen. :D


Es ist von 11kW AC Wallboxen (dreiphasig angeschlossen mit 3x16A - auf entsprechende Kabelquerschnitte und Belastbarkeit ist natürlich zu achten) die Rede - d.h wenn der AC-Wandler im Wagen das hergibt kann der Akku mit maximal 11kW AC geladen werden*.
Das heisst für 70% eines 80kWh Akkus sind das (56kWH mit 11kW) gut 5 Stunden Ladezeit.
Woher kommen die die berühmten 80 % Ladezustand? Die letzten 20% dauern auf die kWh berechnet deutlich länger als die Ladung bis dahin, da die Ladeleistung abnimmt, je voller der Akku ist.
Deshalb macht man unterwegs beim DC-Schnellladen normalerweise bei 80% Schluss, weil man sonst deutlich länger warten muss, als wenn man die 20% einfach beim nächsten Laden wieder bei niedrigem Füllstand in relativ viel kürzerer Zeit reinladen kann.
Wenn das Auto in der Garage ohne Zeitdruck steht, kann man auch auf 100% laden, der Zeitfaktor ist ja in dem Fall nachrangig.

Der 'Trick' den der Herr anwendet ist der, dass in der Realität nie alle Ladepunkte gleichzeitig mit voller Leistung benutzt werden werden. Und das Lastmanagement sorgt dafür dass die Leitungen nicht überlastet werden.
Die 750 W Ladeleistung sind nur dann ein Thema, wenn alle 50 Ladepunkte gleichzeitig in Benutzung sind. Sind nur 25 aktiv hätten alle jeweils 1,5 kW zur Verfügung, laden gle eichzeitig 5 Autos, kriegt jedes 7,5 kW usw..
Trotzdem rein rechnerisch in 24 Stunden 900 kWh (24h x 37,5kW
= 900 kWh)


Ein 80kWh-Akku ist gut, das ist aber auch reichlich. Wie bei den Verbrennern auch, fährt eine Menge Leute mit deutlich kleineren Akkus um 40-50kWh.

Wenn ich am Abend das Auto mit 10% über Nacht am Haushaltsstrom mit 2,5 kW lade habe ich am nächsten Morgen wieder für mehr als 100km Ladung draufgepackt (20-25 kWh), wenn ich es für 24 Stunden dranhängen lasse ist der Akku wieder voll


* hier wird es ein wenig komplizierter, weil manche Wagen (wenn ich das richtig verstanden habe zB die von Stellantis, wie unser Opel) auch auf einem 11kW AC Lader nur mit maximal 3,7 kW laden, weil der Spannungswandler im Auto nur einphasig ausgelegt ist.

Dat Ei 30.03.2026 15:27

Moin Steve,

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2338720)
Die 4 1/2 Tage stimmen natürlich rechnerisch, wenn alle anderen Ladepunkte auch über diesen Zeitraum durchgehend besetzt sind und Strom beziehen.

ich dachte, dass 500 W durchschnittlich reichen?!?

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2338720)
In Bezug auf die Kosten kann ich mir nicht vorstellen, dass der gute Mann Märchen erzählt.

Dieser Kostenschätzung liegen unklare Prämissen zugrunde. Ein paar Beispiele:

- Wie viele Stellplätze sind zu elektrifizieren?
- Ist das Trafohaus ausreichend dimensioniert?
- Ist die Zuleitung zur Tiefgarage ausreichend dimensioniert?
- Gibt es überhaupt einen Betriebsraum und wie ist der dimensioniert?
- ...

Es sind die Randbedingungen, die maßgeblich den Preis beeinflussen.


Dat Ei

Dat Ei 30.03.2026 15:32

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2338721)
Wenn ich am Abend das Auto mit 10% über Nacht am Haushaltsstrom mit 2,5 kW lade habe ich am nächsten Morgen wieder für mehr als 100km Ladung draufgepackt (20-25 kWh), wenn ich es für 24 Stunden dranhängen lasse ist der Akku wieder voll

das glaube ich Dir, dass das bei Deiner konkreten Situation passt. Aber die These war, dass 500 W im Durchschnitt reichen sollen...


Dat Ei

embe 30.03.2026 15:41

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2338720)
...
In Bezug auf die Kosten kann ich mir nicht vorstellen, dass der gute Mann Märchen erzählt.


1000,-€ für Verkabelung und Lastmanagement, plus 1500,-€ für die Wallbox?
Das klingt einigermaßen realistisch.

Aber ist es überhaupt notwendig jedem Stellplatz eine 11kW AC Wallbox hinzuhängen?

Achtung persönliche Meinung!
Mit einer ordentlichen normalen 16A 230 V Schuko-Steckdose (meinetwegen auch in der mechanisch besonders robusten Hochlastvariante für 3,6 kW Dauerbetrieb) an jedem Stellplatz für den einem E-Auto immer beiliegenden Ladeziegel kommt man wohl in 96% der Fahrprofile gut hin. :top:

embe 30.03.2026 15:46

Hast Du den Merkur Artikel gelesen?
Zitat: ... Computergesteuertes Lademanagement -
Es steuert den Strom so, dass der Hausanschluss nicht überlastet und trotzdem jeder Akku satt wird. „750 Watt pro Stellplatz reichen so völlig aus“, nennt er seine Faustregel. Der Stromverbrauch einer Mikrowelle.
Das wären bei 50 Autos 37,5 kW – kaum mehr als das, was bereits die Sicherungskästen großer Einfamilienhäuser ohnehin stemmen können. ...

Das ist der über die Zeit und alle Ladeplätze gemittelte Wert, mit dem der genannte Herr seine Art der Hausverkabelung berechnet.

steve.hatton 30.03.2026 15:53

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338723)
Moin, moin,



das glaube ich Dir, dass das bei Deiner konkreten Situation passt. Aber die These war, dass 500 W im Durchschnitt reichen sollen...


Dat Ei

Ja richtig, in einem Artikel stand 500W in einem anderen 750W - Durchschnitt - dies nur zur Info.

embe 30.03.2026 15:58

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338723)
Moin, moin,
das glaube ich Dir, dass das bei Deiner konkreten Situation passt. Aber die These war, dass 500 W im Durchschnitt reichen sollen...
Dat Ei

Die These, die wer aufgestellt hat?

In dem von Dir verlinkten Artikel ist die Rede davon dass man im Durchschnitt pro Anschluß mit 750 W rechnen kann, und es per Lastmanagement dann praxisgerecht ausreichend dimensioniert ist.

Unsd das ist für den Fall gedacht, dass JEDER Autostellplatz auch zum Laden genutzt wird. Wenn gleichzeitig, dann alle nur mit je 750 W. Wenn nur wenige Autos gleichzeitig laden entsprechend pro Autostellplatz mehr Leistung (aber maximal 11kW AC).

Und ich glaube Dir, dass das in Deiner persönlichen Situation nicht passt.
Oder passen würde, so Du denn elektrisch unterwegs wärst.

Aber es geht. Und das ist der wichtige Aspekt.

steve.hatton 30.03.2026 16:07

Danke.

Dat Ei 30.03.2026 17:13

Moin, moin,

nein, ich habe den Merkur-Artikel noch nicht gelesen. Nicht, weil ich ein Problem mit der CSU-Postille habe, sondern weil ich auf dem Sprung zum Bahnhof war. Nachdem Steves SZ-Artikel hinter der Paywall ist, habe ichnur kurz nach alternativen, frei lesbaren Artikeln gesucht.

Wie Steve bereits zwischenzeitlich eingeworfen, stammen die 500 W aus seinem Artikel. Diese Zahl habe ich aufgegriffen. Damit sinkt natürlich in meinem Beispiel die Ladedauer von gut 4 1/2 Tage auf 3 Tage.

Dass zusätzliche 37,5 kW kein Problem sein sollen, wird sich jeweils am konkreten Beispiel bewahrheiten müssen. In Deutschland sind zum Beispiel 22 kW-Wallboxen genehmigungspflichtig. Und mag eine Zusatzlast von 37,5 kW noch kein Problem sein, so ist sie es vielleicht, wenn die Nachbarhäuser auf die gleiche Idee kommen. Und schon kommen sehr nennenswerte Leistungen zusammen.

Mich wundert nur, oder vielleicht auch nicht, warum es keine Repliken auf meine möglichen Kostentreiber gab oder gibt. Zu konkret?

Von meinen Kollegen, die Stellplätze in Tiefgaragen besitzen, höre ich beständig Klagen, wie schnell da für Sanierungen, Instandhaltungen oder Bauvorhaben ganz andere Summen zusammenkommen.


Dat Ei

embe 30.03.2026 18:27

Man kann alles missverstehen, wenn man es nur will, gell? :D

Ja genau, wenn alle 50 (oder 93) Autos an der genannten Ladeinfrastruktur hängen, kriegt jeder 750 Watt ab.
Und natürlich hat auch jedes Fahrzeug einen 80kWh-Akku, der jedesmal von 10 auf 80% geladen werden muss.
Und erst dann können alle wieder aus der Garage fahren
und kommen alle zum gleichen Zeitpunkt mit 10 % SoC wieder zurück.
... repeat ...

Bei den genannten 50 Stellplätzen sind laut Angabe des Herrn Lenz dort 50.000€ für die Verkabelung und das Lastmanagement anzusetzen, und dann nochmal 75.000€ für die Wallboxen (für die 93 entsprechend 93.000€ Basis und 139.500€ Wallboxen).

Achja, es ist von 11kW die Rede, und die sind nicht genehmigungspflichtig, sondern nur anzeigepflichtig beim Netzbetreiber.

Wer in Zorneding (EBE) ist, kann sich das Ganze anscheinend auch anschauen (steht in der 'freien Info'). :D

Eine WEG ist ja etwas anderes als wenn man ein Reihenhäuschen sein Eigen nennt. :D
D.h. er hat die nötige Mehrheit Eigentumsanteile wohl überzeugen können, die Grundinstallation durchzuführen.
Also für alle 50 (oder sogar 93?) Stellplätze.
Beim durchschnittlichen Bestand an BEV von unter 10 %
(die aktuellsten Zahlen des KBA die gefunden habe sind von Oktober 2024 und da gibt es in Zorneding auf insgesamt 5525 KFz 250 BEV (und 110 PHEV), also sogar damals unter 5% BEV aber das ist ja vielleicht inzwischen höher :D) sind dann wohl maximal 5 (oder 9,3 also 10?) BEV gleichzeitig am Laden ... und das sind dann schonmal mindestens 7,5 kW pro Lader. Und, Gott bewahre, falls nicht jeder jeden Tag den Akku leerfahren sollte und vielleicht nur ein oder zweimal die Woche lädt, dann können die anderen währenddessen tatsächlich mit 11kW laden.

Werden in den nächsten drei Jahren ALLE Stellplätze dort mit Wallboxen versehen werden?
Vermutlich nicht.
Werden dann an allen Stellplätzen gleichzeitig 24/7 Autos laden?
Vermutlich nicht.
Wird das in 10 Jahren noch jemanden kümmern (in Bezug auf die Lademöglichkeit des Großteils der dann in Nutzung befindlichen E-Autos)?
Vermutlich nicht.


Wenn ich eine bestimmte Strecke fahren will und weiss der aktuelle Akku-Ladestand reicht dafür nicht - lade ich halt vorher oder unterwegs nach.
Ganz ernsthaft gefragt: Was ist das Problem?
:D

Achja, die allgemeinen Einwände was alles die Kosten treiben könnte, wenn es Dich wirklich interessiert, kannst Du den Herrn Lenz dort sicher anschreiben.
In der von Dir verlinkten 'Freien Info' steht:
'... Kostenlose Konzepterstellung zur Elektrifizierung von WEG-Tiefgaragen durch ehrenamtlich tätige Fachleute
SPRECHEN SIE UNS AN!
Wir unterstützen Sie gerne mit fundierten Informationen, Firmenkontakten und bei der Angebotsbeurteilung. ...' :top:

Dat Ei 30.03.2026 18:42

Wieso missverstehen? Die Aussage, dass durchschnittlich 500 bzw. 750 W reichen, stammt doch nicht von mir.

Die einzelne 11kW-Wallbox ist nur anzeige-, aber nicht genehmigungspflichtig. Ob das allerdings auch für den hier diskutierten zusätzlichen Abruf von 37,5 kW für die Liegenschaft gilt, sollte man mal vorher mit den Stadtwerken diskutieren, denn bereits eine einzelne 22 kW-Wallbox muss beantragt werden. Nur deshalb habe ich mal das Prozedere für eine 22 kW-Wallbox skizziert. Übrigens dürfen die Stadtwerke solche Anträge auch ablehnen, insbesondere wenn die Infrastruktur nicht für die Mehrlast ausgelegt ist.

WEGs sind gut beraten, sich bereits vor der ersten Wallbox zu überlegen, wie mit den Kosten im Falle der Hochskalieeung umgegangen wird. First come, first serve ist jedenfalls nicht der friedstiftenste Ansatz...


Dat Ei

*thomasD* 30.03.2026 20:25

Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber ich habe verstanden dass die mögliche Gesamtlast von 11kW auf die ladenden bzw. angeschlossenen Wagen verteilt wird. Die paar Watt unter 1 kW sind also nur hypothetisch. Dazu aber zwei Einwände:
- der minimale Ladestrom für E-Autos ist i.d.R. 6A, macht einphasig also etwa 1,4 kW
- das E-Auto verbraucht beim Laden selbst ca. 200 bis 300 Watt. Es mit 500 Watt zu laden ist Quatsch, da sehr ineffizient. Schnelleres Laden ist wegen des Eigenverbrauchs immer effizienter, da es nicht so lange dauert.

Wenn man von mindestens 1,4 kW Ladestrom ausgeht - und das ist schon wenig effizient und macht man eigentlich nur mit PV-Überschuss - dann können maximal 7 Autos gleichzeitig laden.

P.s.: Die 6 A Mindestladestrom sind dem Kommunikationsprotokoll geschuldet da ja i.d.R. das Auto die Ladeleistung steuert. Was passiert wenn die WB gar nicht so viel Ladestrom zur Verfügung stellt weiß ich nicht, aber wahrscheinlich wird das Auto den Ladevrogang abbrechen. Das Thema Effizienz bleibt aber.

embe 30.03.2026 21:00

Oh, stimmt, das kommt aus dem Artikel im Merkur. Sorry!

Die Aussage, dass für die Planung und Dimensionierung pro Ladeplatz eine Leistung von 750 W ausreicht ('... Feldversuche von Autoherstellern und Stromnetzbetreibern haben gezeigt, dass viel geringere Anschlussstärken ausreichen, weil meist nur ein Bruchteil der Autos angesteckt ist. ...' )
ist natürlich ganz leicht mit 'zum Laden stehen dann maximal 750W zur Verfügung' zu verwechseln.
Die Interpretation möge einjeder für sich vornehmen.

Das hatte ich unterschätzt. My bad.



Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338740)
...
Die einzelne 22kW-Wallbox ist nur anzeige-, aber nicht genehmigungspflichtig....

Typo? Ersetze die 22 durch 11?
Und was hast Du genau skizziert? Du hast korrekterweise erwähnt, dass 22kW Wallboxen genehmigungspflichtig sind. Von denen ja aber überhaupt nicht die Rede war....

Die Aktualisierung des WEMoG von 2020 (Anspruch auf Ladeanschluß), der Ausbau der Netze vor Ort und zB auch die Möglichkeit zur Reduzierung von Leistungsentnahme (§14aEnWG) durch den Netzbetreiber sind ja nicht im luftleeren Raum angesiedelt.

Bei einer Anlage mit fast 100 Stellplätzen macht das auch nicht ein Eigentümer selbst, das macht eine Fachfirma. Die werden sich natürlich auch mit dem Netzbetreiber im Vorfeld ins Benehmen setzen.
Die WEG muss beschliessen dass es gemacht werden soll, und dann ein entsprechendes Angebot absegnen.

Und als Eigentümer bohrst Du auch nicht einfach ein Loch durch die Hauswand, das geht nur mit WEG Genehmigung.

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338731)
...
Von meinen Kollegen, die Stellplätze in Tiefgaragen besitzen, höre ich beständig Klagen, wie schnell da für Sanierungen, Instandhaltungen oder Bauvorhaben ganz andere Summen zusammenkommen.
...

Dann auch hier bitte mal konkreter. :D
Welche Summen nennen die Kollegen denn so?
Und wofür? Sanierung der Ladeinfrastruktur in der TG (wow, so frühzeitig eingebaut, dass sie jetzt schon saniert werden muss)? Instandhaltung der Ladeinfrastruktur (s.o.)? Bauvorhaben zum Einbau einer Ladeinfrastruktur wie in dem Beispiel?

embe 30.03.2026 21:14

Zitat:

Zitat von *thomasD* (Beitrag 2338743)
Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber ich habe verstanden dass die mögliche Gesamtlast von 11kW auf die ladenden bzw. angeschlossenen Wagen verteilt wird. Die paar Watt unter 1 kW sind also nur hypothetisch. Dazu aber zwei Einwände:
... Das Thema Effizienz bleibt aber.

Die Gesamtleistung der TG mit 93 Stellplätzen sollte nach den Angaben im Artikel dann bei etwa 70kW liegen. Mit 1,4 kW Ladeleistung könnten gleichzeitig also 47 Autos laden.
Klar, das ist nicht sehr effizient, und wird natürlich schlechter, je mehr E-Autos in der TG stehen und laden (oder besser, je weniger).
Aber auch da könnte ich mir als Eigentümer tatsächlich überlegen, investiere ich noch 1500€ für die Wallbox oder rechne ich das in 15.000 mal 10Cent/kWh Aufpreis fürs DC-Laden beim Einkaufen um, das entspricht beim Verbrauch von 20kWh/100km dann etwa 75.000 km Fahrstrecke (nur zuhause geladen, Fernstrecke noch gar nicht mit dabei...) :)

*thomasD* 30.03.2026 21:17

OK, mit 70 kW Gesamtleistung macht es Sinn.

steve.hatton 30.03.2026 21:34

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338731)
....
Von meinen Kollegen, die Stellplätze in Tiefgaragen besitzen, höre ich beständig Klagen, wie schnell da für Sanierungen, Instandhaltungen oder Bauvorhaben ganz andere Summen zusammenkommen.


Dat Ei

Dann sprechen wir aber über TG-Sanierung, also Betonsanierung & Co und nicht Ladestationen !

TG Sanierung kann richtig tueer werden, vor allem wenn sie etwas älter sind. Eine Anlage bei mir um die Ecke Bj 1991 kostete pro Stellplatz nahezu 18.000 € pro Stellplatz - das ist schon massiv, wurde aber auch top ausgeführt - eine andere in Augsburg von 1999 kostet 6.200 € pro Stellplatz (Kostenvoranschlag lag bei 3.400 €!).

Aber es ist ein anderes Thema.

Dat Ei 31.03.2026 08:09

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2338744)
Typo? Ersetze die 22 durch 11?
Und was hast Du genau skizziert? Du hast korrekterweise erwähnt, dass 22kW Wallboxen genehmigungspflichtig sind. Von denen ja aber überhaupt nicht die Rede war....

ja, ein Typo. Manche Dinge sollte man in einem vollen Nv-Zug doch nicht tun, weil die volle Konzentration nicht da ist. Aber nochmals: in Summe liegt die Anlage deutlich über einer 11kW- und sicherlich auch 22kW-Wallbox, so dass sie m.E. genehmigungspflichtig sein wird.

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2338744)
Die Aktualisierung des WEMoG von 2020 (Anspruch auf Ladeanschluß), der Ausbau der Netze vor Ort und zB auch die Möglichkeit zur Reduzierung von Leistungsentnahme (§14aEnWG) durch den Netzbetreiber sind ja nicht im luftleeren Raum angesiedelt.

Alles lieb und nett, nur der Netzbetreiber muss die Leistung auch ranschaffen können bzw. die WEG bereit sein, die fällige Rechnung des Netzbetreibers zu stemmen.

Zitat:

Zitat von embe (Beitrag 2338744)
Dann auch hier bitte mal konkreter. :D
Welche Summen nennen die Kollegen denn so?
Und wofür? Sanierung der Ladeinfrastruktur in der TG (wow, so frühzeitig eingebaut, dass sie jetzt schon saniert werden muss)? Instandhaltung der Ladeinfrastruktur (s.o.)? Bauvorhaben zum Einbau einer Ladeinfrastruktur wie in dem Beispiel?

Ich habe mein konkretes Beispiel für unser Parkhaus (Baujahr 2002/2003) mit Zahlen im Forum schon mehr als einmal aufgeführt. Das Parkhaus ist eine offene Stahlständerbauweise, hat 134 Stellplätze, keinen Betriebsraum und einen Stromanschluss, der für die elektrischen Tore und die Beleuchtung reicht. Die Stellplätze sind so dimensioniert, dass unser Pkw bereits heute die Länge voll ausreizt. Eine Wallbox an der Rückseite des Stellplatz zu montieren, ist auch eine Herausforderung, da sich dort aufgrund der offenen Ständerbauweise keine Wand, sondern nur ein halbhohes Gitter befindet. An diesem Gitter wird man die Wallbox nicht montieren können, weil der Stellplatz sonst Tiefe verliert oder die Fahrgasse an Breite. Also würde es auf eine Art Ständerkonstruktion hinauslaufen müssen.
In der ~300 m langen Straße gibt es ein weiteres Exemplar dieses Parkhauses. Gut 30 m neben unserem Parkhaus befindet sich wiederum eine Tiefgarage für einen anderen Häuserblock. Nur um mal zu skizzieren, was auf den Netzbetreiber zukommt. Und wir befinden uns hier in einer Gegend mit vorwiegend Einfamilienhäusern und wenigen mehrgeschossigen Mietshäusern.

In Tiefgaragen, insbesondere alten, kommen gerne noch ganz andere Themen auf's Tapet, die gerne heikel werden; Themen wie der drohende Verlust des Bestandschutz, Brandschutz etc. pp. sind unwillkommene Kostentreiber. Da ist es mit ein paar Leitungen auf die Wand tackern oder in der Kabelrinne verlegen, schnell vorbei.

Ich hoffe, dass ich heute mal dazu komme, den Merkur-Artikel zu lesen.


Dat Ei

HoSt 31.03.2026 08:45

Bei der ganzen Diskussion kommt mir immer wieder ein Zitat in den Sinn... mag sich jeder dort einsortieren, wo er möchte ;)

Zitat:

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

Dat Ei 31.03.2026 09:47

Dann bin ich ja gespannt, wann Du Deinen Weg in den ÖPNV findest... Oder hast Du etwa Gründe? ;)


Dat Ei

steve.hatton 31.03.2026 11:07

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338754)
Moin, moin,


....

In Tiefgaragen, insbesondere alten, kommen gerne noch ganz andere Themen auf's Tapet, die gerne heikel werden; Themen wie der drohende Verlust des Bestandschutz, Brandschutz etc. pp. sind unwillkommene Kostentreiber. Da ist es mit ein paar Leitungen auf die Wand tackern oder in der Kabelrinne verlegen, schnell vorbei.

Ich hoffe, dass ich heute mal dazu komme, den Merkur-Artikel zu lesen.


Dat Ei

Da sprichst Du eine wichtige allzu deutsche Problematik an - verändere ich bestimmte Dinge gelten neue Regeln, wie zB der Brandschutz.
Wir hatten das bei der Umnutzung eines Büros in eine Praxis! Hätte die Stadt nicht zugestimmt den Brandschutz nur auf die zu ändernde Etage zu beziehen, hätte es bedeutet, dass der Brandschutz des gesamten Hauses einerseits eine weitere Fluchttreppe (ca. 250.000 €) und zudem massive Maßnahmen innerhalb des Gebäudes erforderlich gemacht hätte sprich unwirtschaftlich!
(Wobei man manchmal schon die Frage stellen dürfen sollte, weshalb ich bei der Umnutzung eines Büros gleich das ganze Haus gemäß der neuesten Bauvorschriften betrahcten muss - Deutschland halt) Dies wäre ein Platz für Bürokratieabbau - nicht drei Formulare abschaffen...

Aber zurück zu den Stellplätzen:

Sicherlich gibt es Anlagen wo man einfach keine verträgliche Lösung hinbekommt, aber Stahlkonstruktionen haben Träger, vertika und horizontal, mit etwas Phantasie läst sich da was machen und der Raum den ein KFZ benötigt ist i.d.R. kein Kubus mit 5,5 x 2,3 x 1,8m sondern vorne ist eine Motorhause über der Platz ist, selbst beim VW-Bus. Aber vielleicht habe ich hier zu viel Fantasie.


In Bezug auf die Versorgungsleistungen denke ich auch, dass mit gutem Willen Luft wäre - möglicherweise sind die "Stadtwerke" hier zu ängstlich, sprich man hat zu viel "Spielraum" eingeplant und will diesen nicht frei geben - andererseits können betriebswirtschaftliche Überlegungen auch eine Rolle spiele - natürlich immer - aber eben auch anbieterseits kann die Möglichkeit zusätzliche Potenziale zu "verkaufen" attraktiv sein....

In einer Wohnanlage in Neusäß mit drei Gebäudeteilen und dtrei Hausansschlüssen sagen die Versorger die Belastung sei schon nahe an der Grenze - ein zusätzlicher Anschluss müsse her und der kostet eben eine hohen 5-stelligen Betrag. Nur Belege für die nahezu vollständige Auslastung brachte niemand. (Ich kann mir nicht vorstellen, dass allzuviele in 180 Wohnungen um 22 Uhr kochen und waschen....)
Was nicht heißt, dass der Stromanschluss seinerzeit bei der Errichtung der Anlage vielleicht schon extrem knapp bemessen wurde und die Stromversorger richtig liegen..

Deshalb ist es auch wieder mal politisch nicht ganz zu Ende gedacht, wenn man nur den Rechtsanspruch für eine Ladestation in einer WEG festschreibt.

Wie seinerzeit als man die Wohnungsnot u.a. damit bekämpfen wollte die Dachgeschosse leichter ausbaubar zu machen - man könne hiermit 1,5 Mio neue Wohnungen schaffen. Auch hier wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht - ist die Wohnung im obersten Geschoss in einer WEG meine - baut niemand das DG aus, wenn ich das nicht will ! Sprich der Gesetzesvorstoß ist nur hilfreich für Mietshäuser die nicht aufgeteilt sind (also nicht im Eigentum mehrerer).Und auch hier würde der aktuelle Brandschutz greifen...nicht der des Herstellungsjahres des Bestandsgebäudes!

HoSt 31.03.2026 11:16

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2338758)
Dann bin ich ja gespannt, wann Du Deinen Weg in den ÖPNV findest... Oder hast Du etwa Gründe? ;)
Dat Ei

Woher hast du eine Info, ob und wie ich den ÖPNV nutze oder nicht? ;)

... aber innerhalb von Idstein werde ich ihn bestimmt dann nutzen, wenn der U-Bahn Takt hier wie in München sein wird. :crazy:

.. aber bis dahin bleibe ich bei Rad und E-Roller oder den Füßen :top:

steve.hatton 31.03.2026 11:20

Ich finde meinen Weg in den ÖPNV wenn dieser endlich kostenlos ist.

Dat Ei 31.03.2026 15:28

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2338764)
Woher hast du eine Info, ob und wie ich den ÖPNV nutze oder nicht? ;)

ich wollte Dir nur einen Weg aufzeigen, wie Du auf den MIV und Dein Auto verzichten kannst. Du bist natürlich auch gerne in den ÖPFv eingeladen.

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2338764)
... aber innerhalb von Idstein werde ich ihn bestimmt dann nutzen, wenn der U-Bahn Takt hier wie in München sein wird. :crazy:

Mal abgesehen davon, dass ich sehr selten die Münchner U-Bahn nutze, sondern hauptsächlich S-Bahn und gelegentlich die Tram. Davon ab dass der Münchner U-Bahn-Takt so rein gar nichts mit Idstein zu tun hat, kannst Du natürlich gerne auf Deine Landesregierung, die den ÖPNV bestellt, zugehen und einen Münchner U-Bahn-Takt für Idstein einfordern. Vielleicht kann er Dich davon überzeugen, dass die Taktung weniger etwas mit Komfort als viel mehr mit Nachfrage und notwendigen Kapazitäten zu tun hat. Aber so umweltbewusst wie Du bist, bringst Du sicherlich auch gerne die Bereitschaft mit, das bisschen Diskomfort und Zeitverlust in Kauf zu nehmen, das Du von anderen gerne einforderst. Oder höre ich da etwa Gründe statt Wege?

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2338764)
.. aber bis dahin bleibe ich bei Rad und E-Roller oder den Füßen :top:

Ein Anfang, aber da geht deutlich mehr...


Dat Ei


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