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perser 23.08.2025 16:00

Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2329767)
Kannte ich beides bisher nicht. Weder die Beginen noch deren "Baulichkeiten". Ich war mal beruflich bedingt (= ohne Fotokrimskrams) in Brügge mit abendlicher Stadtführung, aber von Beginen habe ich da nichts mitbekommen. Ist das weit weg von der Altstadtmitte?

Moin, Egbert, der Beginenhof in Brügge ist ziemlich innerstädtisch. Er liegt direkt am Minnewater, einem künstlichen See, gut 10 Fußminuten südlich vom Grote Markt entfernt.

Solche Beginenhöfe gibt es auch in Gent, Antwerpen, Löwen, Mechelen und anderen Städten in Flandern. Manche sehen noch possierlicher aus, etwa der in Antwerpen, doch sie gehören teils aus irgendwelchen kulturhistorischen Gründen nicht alle zum Weltkulturerbe.

perser 29.09.2025 17:12

Gemischte Kultur- und Naturerbestätte: Felsen von Bandiagara - Land der Dogon (Mali)
 
Die Dogon sind eine etwa 700 000 Menschen zählende westafrikanische Volksgruppe im Osten von Mali, die seit dem 13./14. Jahrhundert in den schützenden Felsgebieten von Bandiagara lebt – vermutlich, um damit seinerzeit der Unterwerfung unter den Islam zu entgehen. Heute sind jedoch viele von ihnen auch Muslime.

Bekannt sind die Dogon sie für ihre reiche Kultur, die geprägt ist von Holzschnitzereien, Maskenkult und und einer animistischen Religion. Sie glauben, dass alles Lebendige eine Seele besitzt. Sie haben ein komplexes Verständnis des Kosmos, das auch astronomische Vorstellungen umfasst. Die traditionellen Lehmdörfer spiegeln in Architektur und Kunst diese animistische Weltsicht wider.



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In die Felswand wurde seit vielen Generationen eine ganze Serie von Friedhöfen eingebettet, die nur mit Leitern erreicht werden können.
Typisch für die rund 250 Dörfer der Dogon sind niedrig gebaute Versammlungsstätten mit einem Reisigdach, die sie Toguna nennen.


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Die Bilder entstanden vor knapp 20 Jahren mit meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera, einer Minolta Dynax 5D. Ich habe sie für diesen Thread zumeist noch etwas aufgepeppt, entrauscht und nachgeschärft.

XG1 29.09.2025 21:18

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2331214)
Sie haben ein komplexes Verständnis des Kosmos, das auch astronomische Vorstellungen umfasst.

Was ist damit gemeint?

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2331214)
Die Bilder entstanden vor knapp 20 Jahren mit meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera, einer Minolta Dynax 5D. Ich habe sie für diesen Thread zumeist noch etwas aufgepeppt, entrauscht und nachgeschärft.

Dafür machen sie einen außerordentlich hochwertigen Eindruck. Das war dann so um 2007?

XG1 29.09.2025 21:47

Vielleicht nicht ganz themenkonform aber immerhin:

Das Wissen um die Lipizzanerzucht wurde 2022 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Der Ursprung dieser Pferde liegt im slowenischen Ort Lipica, wo seit 1580 urkundlich belegt die Lipizzanerzucht betrieben wird. Ich selbst war in großem Zeitabstand mehrmls dort:
1980 aufgenommen mit der Minolta XG1 :cool:

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2025 aufgenommen mit der A99II:

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perser 29.09.2025 22:44

Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2331232)
Was ist damit gemeint?

Sie haben offenbar schon lange eine recht plastische Vorstellung von den Zusammenhängen und Widersprüchen zwischen Raum und Zeit sowie zwischen Materie und Energie - bis hinauf zu Sonne, Mond und Sternen...

Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2331232)
Dafür machen sie einen außerordentlich hochwertigen Eindruck. Das war dann so um 2007?

Ja, für eine 6-MP-Kamera war sie wirklich gut. Ich hab sie jahrelang ausgiebig benutzt. Doch im Vergleich zu dem, was heutige Sony-Sensoren schaffen, war es schon noch eine andere Liga. Ich habe einige der Bilder halt mal etwas durch Topaz gezogen... ;)

perser 29.09.2025 22:51

Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2331234)
Vielleicht nicht ganz themenkonform aber immerhin:

Das Wissen um die Lipizzanerzucht wurde 2022 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Der Ursprung dieser Pferde liegt im slowenischen Ort Lipica, wo seit 1580 urkundlich belegt die Lipizzanerzucht betrieben wird. Ich selbst war in großem Zeitabstand mehrmals dort:


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Ich denke, Egbert, das ist sehr wohl themenkonform. Immaterielles Weltkulturerbe ist auch Weltkulturerbe. Ich finde es richtig klasse, dass es diese Kategorie überhaupt gibt.

Ich war auch schon in Lipica, habe eine Reihe schöne Bilder von dort - auch wenn einige davon nicht eben so ganz jugendfrei sind... ;)

Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2331234)
1980 aufgenommen mit der Minolta XG1 :cool:

Und ja, nun ist mir natürlich endgültig klar, woher Dein Nickname rührt... :D

XG1 02.10.2025 11:20

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2331238)
Ich war auch schon in Lipica, habe eine Reihe schöne Bilder von dort - auch wenn einige davon nicht eben so ganz jugendfrei sind... ;)

Dann los. Ergänzungen, Ergänzungen... ! :crazy:

jqsch 02.10.2025 16:08

Es freut mich, dass es weitergeht Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich ein neues Welterbe einstellen und eure neuen Bilder ausführlich kommentieren.

VG

perser 04.10.2025 13:35

Immaterielles Weltkulturerbe: Tradition der Lipizzaner-Zucht (Slowenien)
 
Zitat:

Zitat von XG1 (Beitrag 2331364)
Dann los. Ergänzungen, Ergänzungen... ! :crazy:

Gern! Und wie Egbert (@XG1) schon schreibt, stehen die rassig weißen Lipizzaner aus dem slowenischen Lipica seit drei Jahren auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Der Name wird laut Wikipedia seit 1786 verwendet, vorher nannte man diese Rasse Karster – nach der karstigen Landschaft, in der sie aufwachsen.

Gut neun von zehn Lipizzanern sind Schimmel. Sie haben als Fohlen eine dunkle Farbe und „erblassen“ dann mit sechs bis zehn Jahren. Als Rasse charakterisiert man ihren Typ als athletisch - nämlich elegant, mittelgroß und kompakt, bei zugleich leicht federndem Gang. Das Stockmaß beträgt 155 bis 165 cm.


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Lipizzaner können 40 Jahre alt werden. Ihre Zucht basiert auf zunächst drei spanischen Hengsten, die 1580 ins damalige Österreich eingeführt wurden. Einige Hengste wurden später legendär, etwa Toscanello, Neapolitano, Gazlan, Siglavy oder Tadmor.

Wie jener Hengst heißt, den ich hier im Mai 2007 fotografiert habe, weiß ich nicht. Aber offenbar verstand er seinen Job…


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XG1 08.10.2025 17:02

Es sind eben diese geringen Stockmaße gepaart mit dem muskulösen Körper, die die Schulen über der Erde überhaupt erst möglich machen, andererseits aber dafür sorgen, dass die Lippizaner im olympischen Dressursport nie ganz vorne landen (können).

1982 (Siglavy Monteaura ;)):
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Ich selbst habe nie besseres Pferdematerial geritten als das, was in Lipica verfügbar war / ist.
Das Problem mit dem hohen Alter einzelner Hengste ist, dass die in ihren wilden Jahren sehr sehr dominanten Hengste zum Schluss ihr Gnadenrot alleine genießen müssen (dafür gibt es in Lipica nach wie vor Extrakoppeln), da es sonst zu - nicht altersgemäßen - Kämpfen mit schweren Verletzungen käme.


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