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Habe gestern einen Fotografen in Tarnhose + Shirt getroffen, der auf einen Eisi wartete, 5-7 m vor den Aussichtsast der Vögel :shock: Kam zwar in den 15min, bevor wir zusammen weiter gingen keiner, aber er hat mir Bilder gezeigt. Der geringe Abstand hat mich schon beeindruckt. Gruss Klaus |
Hier wie avisiert noch weitere Bilder vom Waldrapp. Die Brutkolonie in Burghausen ist inzwischen eine normale „wilde“ Kolonie. Es gibt keine Volieren und keine Zufütterung mehr wie in den ersten Jahren, als das Wiederansiedlungsprojekt der im 17. Jh. In Mitteleuropa überjagten (= ausgerotteten) Vögel begann. Als der Österreicher Johannes Fritz und sein österreichisch-deutsch-italienisches „Waldrappteam“ 2004 das Gemeinschaftsprojekt starteten, handelte es sich durchweg um Tiere aus Zoos oder Handaufzuchten.
Sogar das einst den Vögeln in den Genen angelegte Zugverhalten im Herbst musste ihnen erst wieder antrainiert werden – etwa mit Leichtflugzeugen, die die Waldrappe bei ihren Flügen über die Alpen in die italienischen Winterquartiere quasi anleiteten.
Im April 2019 kehrten 16 adulte Vögel aus der Toskana zurück, um in Burghausen zu brüten. Seither verdoppelte sich ihre Zahl, denn 16 Jungvögel wurden in den letzten Monaten geboren und aufgezogen. Die Jungrappe sind zwar flügge und entwöhnt, aber wie bei allen Vögeln betteln sie noch eine ganze Weile ihre Eltern um Futter an, statt selbst auf Jagd zu gehen.
Erst als der Jungspund merkte, dass das nichts mehr bringt, startete er zur selbständigen Futtersuche. Das passierte so schnell, dass ich gar nicht darauf gefasst war und eine zu niedrige Verschlusszeit eingestellt hatte.
Die Kolonie nutzt an der Burghausener Burgmauer hölzerne Konstruktionen, die vom Waldrappteam gezimmert worden waren. Sie dienen den Vögeln ebenso als Nisthilfe wie Wagenräder o.ä. für Weißstörche auf Türmern oder Häuserdächern. → Bild in der Galerie Inzwischen sei angedacht, erzählte mir eine Mitarbeiterin des Teams, an den Felsen über der Salzach auf österreichischer Seite steinerne Nistkonstruktionen zu schaffen. Denn inzwischen sei die Population, die jährlich aus Italien zurückkehrt, so groß, dass sie sich wohl teilen würde.
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https://w.grube.de/jagd/jagdbekleidu...SABEgIO8fD_BwE Den Gesichtsschutz kann man bei Bedarf entfernen (Reißverschluss) |
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Hans-Werner, vielen Dank übrigens auch für Deine Insidertipps zur Bekleidung! Habe mir gleich den Link kopiert. Die neugierigen Touristen stelle ich mir dabei kaum weniger lästig vor wie die Mücken... |
Moojen Moojen
Diesen Mückenanzug habe ich auch. Er ist im Sommer ein muss fürs Wohlbefinden. Außerdem sieht man das Gesicht nicht so. |
Danke für die detailliert beschriebene und bebilderte Wallrapp-Story. Ein Vogel, der für unsere Breiten mindestens so ulkig ist, wie sein Name.
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Ich dachte mir, daß der Begriff "Wingert" nicht allgemein bekannt ist :lol:
Breite Schotterwege o.Ä. ? Nein, ganz normale, unbefestigte oder teilasphaltierte Feldwege. |
Der Waldrapp taucht in vielen Ortsnamen auf. Rapperswil in der Schweiz, Bad Rappenau im Schwarzwald und und und. Außerdem in vielen alten Wappen von Rittern und Schlößern. Der Vogel nutzte früher vor allem Burgen zum nisten und war dort wohl so häufig, wie heute einige Rabenvögel. Viele Ritter nutzen das mit als Namensgeber und Wappenvogel vor allem im Süddeutschen Raum und der Schweiz. Euch fallen bestimmt noch Orte oder Namen ein, die den Vogel irgendwie vereinnahmt haben.
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Was man hier im Forum so alles lernt, danke Guido:top:
In den Naturfotothreads meist Interessantes. In den Technikthreads, häufig Interessantes und so manches zum Kopfschütteln. Und dann lernt man noch so einiges über User..... |
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