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Hallo Dani!
Es ist zuerst wichtig, dass Du ein Gefühl für Bilder und Situationen bekommst. Wild herumknipsen können alle. Es sollte auch keine herablassende Antwort sein, sondern ein Tip aus Erfahrung. Jedes "kleine" und scharfe Bild ist besser, als jedes unscharfe mit xx Megapixeln! Mit Kunstlicht benutze ich immer einen Weisabgleich einer hellen Fläche, denn wer hat schon eine Graukarte immer dabei. Manche Lilatöne sind wirklich schwer zu definieren. Besonders an Blumen bemerkt man das beim automatischen Abgleich. Und RAW sollte man als Anfänger nur nehmen, wenn es wirklich wichtig ist, oder man besondere Bearbeitungen vor hat. Schöne Grüße, Eckhard Zitat:
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Zitat:
Woher soll man denn beim Auslösen schon wissen für was man das Bild später mal gebrauchen kann. Und selbst wenn man am Anfang noch nicht so recht mit RAW-Entwicklung umgehen kann, ein paar Jahre später ist man unter umständen froh ein "digitales Negativ" zu haben. Ich mache grundsätzlich, ohne Ausnahme (c)RAW + JPEG. JPEG für die schnelle Vorschau und zum aussortieren. Bilder die ich veröffentliche, ausschließlich aus dem RAW. Gruß Roland |
@ Dani25: zu den Unterschieden bei den Kameras
Ich schrieb es schon irgendwo zu Anfang des Threads: es gibt keine einheitliche Darstellung von Farbe, Kontrast und Helligkeit zwischen den verschiedenen Kameras. Das klappt schon innerhalb eines Herstellers nicht. Vergleich Deine Nikon D80 mit der Nikon D90. Du wirst Bauklötze staunen. Die D90 neigt zur leichten Überbelichtung - hat dpreview im Test festgestellt und ist auch sehr gut zu sehen. Mein Kumpel hat eine D90, und seine Bilder sind im Vergleich zu meinen, mit einer Alpha 200 aufgenommen, deutlich heller.
Auch soll das Bild der Alpha 700 einen Tick kühler und heller sein, als das der Alpha 200 oder 300. Es gibt einfach keine einheitliche Darstellung. Und da Du mir nicht glauben wirst - zu recht, denn ich würde mir auch nicht glauben - schau Dir einfach diesen Vergleichstest auf dpreview zu Alpha 700 an (im Vergleich zu Canon EOS 40D, Nikon D300 und Olympus E-3): http://www.dpreview.com/reviews/SonyDSLRA700/page22.asp |
Es gibt sehr wohl einheitliche Darstellungen, nämlich die von weiß. Wenn man keine rosarote Brille auf der Nase hat, kann man jedes Bild so einstellen, das "weiß" auf dem Monitor auch als weiß erscheint. Wenn die Aufnahme frei von Mischlicht ist, sind dann auch alle Farbtöne richtig wiedergegeben. Probleme treten erst dann auf, wenn man ein anderes Ausgabemedium verwenden will.
Hier setzt dann das Farbmanagement ein, um auf einem anderen Ausgabemedium (Monitor, Ausdruck usw.) wieder die gleichen Farben vorzufingen. Kamera, kalibrierter Monitor und Drucker müssen im gleichen Farbraum arbeiten und diesen auch darstellen können. Dabei ist es fast unerheblich, ob man sRGB oder Adobe RGB benutzt, es muss nur ein durchgängiger Workflow stattfinden. Häufig scheitert dies schon an der Darstellungsfähigkeit des Monitors, da dieser meist nur sRGB wiedergeben kann und Darstellungen des AdobeRGB einfach falschfarbig sind. In diesen Fällen bleibt man tunlichst im sRGB Farbraum. Die Farbintensivität lässt sich unabhängig von der Farbtemperatur je nach persönlichem Empfingen und Geschmack variieren. Wenn man also nicht sicherstellen kann, dass das Farbmanagement in Adobe RGB in allen Belangen zu 100 % durchgängig eingehalten werden kann, sollte man auf jeden Fall sRGB verwenden. Dann bleibt rot eher rot und gold eher gold, bzw. sie sind über den manuellen Weißabgleich besser zu korrigieren. |
Mit Workflow meinst du, dass alle Programme und Anzeigeinstrumente durchgehend für AdobeRGB geeignet und kalibriert sein müssen, damit das Ergebnis der Realität entspricht?
Das mit dem Weissabgleich habe ich beim Ausprobieren auch herausgefunden. Bei Kunstlicht hat die Kamera so ihre Mühe, auch wenn ich die weisse Wand von Auge ziemlich als Weiss empfinde. Eine Graukarte möchte ich mir eh noch zulegen, wie endlich ein gutes Reinigungsset. Gut, das mit dem SET ist hier OT. Ein weisses Blatt Papier soll für den Weissabgleich zur Not helfen, habe ich im Buch von Frank Späth gelesen. Beim Ausprobieren hat das geholfen. Was ist besser? Graukarte oder weisses Papier? Mit Weiss meine ich Schneeweiss. Keines mit Gelbstich. |
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Zur "Not" nimmt man besser ein "Tempo"-Taschentuch, das enthält nämlich keine Aufheller und ist somit deutlich neutraler. Einfach das Papiertaschentuch vor das Objektiv spannen und einen Weißabgleich machen. |
Weißes Papier ist besser als nichts, vor allem wenn man jpg fotografiert. Der Abgleich liegt zumindest in der Nähe der Wahrheit. Eine neutrale Graukarte ist für gleichmäßige und richtige Ergebnisse natürlich vorzuziehen.
Der Umgang mit der Graukarte ist aber nicht immer so einfach. Oft genug gibt es gleichzeitige Lichtquellen mit ganz unterschiedlichen Farben. Der Weißabgleich sollte also nach Möglichkeit nahe am Hauptmotiv und mit dem gleichen Lichteinfall gemacht werden. |
Vielen dank alberich. Das mit dem Papier steht glaube ich auch im Buch so. Aber wenn ein Tashentuch noch geeigneter ist, mache ich das so. Zudem ist das auch einfacher.
Warum der Auto-Weissableich der Sony nicht so gut wie der der Nikon ist, verstehe ich nicht. Die Nikon D80 ja eine Consumerkamera und die Sony A700 eine Semiprofessionelle. Beim Kauf hatte ich die A350 und die A700 im Vergleich und mich für die A700 entschieden, weil sie besser in der Hand liegt und für später mehr Möglichkeiten bietet. Naja, ich bin froh, dass hier eine Menge fundierte Ratschläge kommen. Weiter so :top:. Ich möchte mich nicht in einem zweiten Forum anmelden und mein neues Wissen zusammensuchen müssen. |
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Wissen muss man sich erwerben durch tun. |
Zitat:
Wenn die Graukarte wirklich Vorteile hat, so wäre das eine gute Anlage. Die Preise varieren aber ziemlich. Im letzten Magazin von Naturfoto war in der Beilage ein Prospektchen eines Anbieters mit einer um die EUR 12.- Hier: http://www.toppreise.ch/index.php?se...arte&offset=50 sind die Preise aber wieder ganz anders. Auf was muss ich da beim Kauf achten? |
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