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-   -   Monatsthema Juli 2020 - "Raumtiefe A" (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=195694)

uomo 07.07.2020 21:17

dann nerve ich mal mit meinem Bild in 2facher Hinsicht zu diesem Thema. Darstellung ist zunächst verzerrt, erst auf Klick in der Galerie folgt die gewünschte Anzeige.
https://www.sonyuserforum.de/galerie...mage_id=339312

Reisefoto 07.07.2020 23:09

Zitat:

Zitat von CB450 (Beitrag 2147548)
Vielen Dank Nele für deine detaillierten und interessanten Einblicke in die Möglichkeiten der Bildgestaltung. Lass dich nicht verunsichern, du hast nichts falsch gemacht.

+1

Reisefoto 07.07.2020 23:27

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2147403)
Bin fast schon ein wenig neidisch, dass Du das Bild nicht im "Wildwechsel Europa" eingestellt hast... ;) Aber vielleicht gibt es ja noch mehr aus dieser Island-Serie...?;)

Dafür gibt es aus Island viel Material. An diesem Bild kam ich beim ersten Sichten und Ausmüllen zufällig vorbei und mit file dazu das Monatsthema ein. Aus Island werde ich geondert oder auch im Wildwechsel (Danke für den Hinweis darauf!) bestimmt noch einige Bilder zeigen. Schon diese Dreiergang hat noch so maches angestellt.

Nun wieder ein Beitrag zum Monatsthema, diesmal aus Tasmanien:


Bild in der Galerie

Hans1611 08.07.2020 00:42

Jetzt zeige ich mal in Bezug auf das Monatsthema ein "spannendes" Bild; spannend deshalb, weil es vordergründig so gar nicht themenkonform zu sein scheint.

Ich will versuchen, meine Intention und meine Gedanken hierzu zu erläutern:

Den allermeisten Bildern, die wir fotografieren, liegt in natura ein dreidimensionales reales Bild zu Grunde.

Da das Medium der Fotografie nur in der Lage ist, zwei Dimensionen zu zeigen, sollte durch "Tricks" versucht werden, die fehlende Dimension dem Betrachter vorzugaukeln. Welche Methoden hier zum Zuge kommen können, wurde bereits hinreichend beschrieben. Es gibt deren zahlreiche.

Danas Prioritäten haben wir kennen gelernt, Andere haben abweichende - und auch richtige - Vorstellungen davon, wie Raumtiefe dargestellt werden kann.

Mit meinem jetzigen Bild durchbreche ich einfach mal die landläufige Vorstellung; das Bild ist nämlich eindeutig auf den ersten Blick nur zweidimensional. Aber ich denke weiter, ich sehe nämlich durch und in der weißen Fläche eine große Leere, die sich dem Betrachter eröffnet und den Blick sowie die Gedanken in all das lenkt, was er gerade denken mag. Der Raum ist offen für alles, was man in ihn hinein tun möchte. Er ist so tief, wie man will, dass er tief ist und er ist so eng, wie man will, dass er eng ist.

Bildtitel: Offener, weißer Raum mit Blume und Gräsern


Bild in der Galerie

Vera aus K. 08.07.2020 01:25

Eigentlich wollte ich heute Abend einfach nur ein Foto zu diesem sehr interessanten Thema beitragen, aber nun hat sich da eine etwas kontroverse Diskussion ergeben, die auch mir ein Stück weit die Unbefangenheit nimmt.

Das Thema ist anspruchsvoll und fußt auf einem kunsttheoretischen Hintergrund, was ich persönlich sehr reizvoll finde! :top: Für mich als Laie waren daher sowohl die Links von Dana, als auch die Hinweise von Nele auf die Aspekte, die den Eindruck von Raumtiefe mindern, erhellend und wertvoll! :top: (Den Hinweis auf die gezeigten Bilder hätte es aber m.E. an dieser Stelle nicht gebraucht.) Hier und da finde ich es durchaus sehr spannend, sich mit solchen theoretischen Fragestellungen zu befassen!

Zitat:

Zitat von nickname (Beitrag 2147534)
Es sind bereits eine ganze Reihe wunderbarer, passender Bilder eingestellt worden. :top:
Allerdings auch einige, bei denen Raumtiefe vorhanden ist, deren Wirkung aber durch weitere Bildelemente gemindert wird. (...)
Wenn man das eigene Bild nicht nur auf Kriterien untersucht, die Räumlichkeit vermitteln, sondern auch auf die Aspekte, die die Sicht minden, oder sogar blockieren, dann hat man einen guten Filter.


Auf diesen Filter bzw. die Schere im Kopf würde ich allerdings gerne verzichten und möchte hingegen (auch mich) gerne ermuntern, Bilder auch dann zu zeigen, wenn man sich nicht so ganz sicher ist, inwieweit man „getroffen“ hat - oder auch dann, wenn man das Gefühl hat, dies vielleicht (noch) gar nicht beurteilen zu können.

Es wäre schade, wenn sich unsere Sicht auf die Bilder auf „passt“ oder „passt nicht“, oder auf die Frage, ob das eigene Bild den Anforderungen entspricht, reduzieren würde. Genügt mein Bild? … ist nicht die Frage! Denn wir können uns ganz gewiss darauf verlassen, dass Dana weiterhin gewohnt souverän, wertschätzend und positiv alle zur Diskussion gestellten Bilder besprechen und aus ihrer Fachlichkeit natürlich auch auf den Aspekt Raumtiefe und „A“ abklopfen wird. :top:

Wir alle lernen durch die Beschäftigung mit Bildern, aber wichtig finde ich vor allem, dass wir es hier nicht als Wettbewerb empfinden, bei dem der ein oder andere die Zielllinie mutmaßlich leider nicht erreicht, sondern dass die Freude an der Fotografie und am Austausch im Vordergrund stehen. Es ist unser Hobby! Das sollte schlicht Spaß machen! :)

Für mich wäre es im Sinne des Monatsthemas, dass sich alle beteiligen, die auf dieses Thema Lust haben. Ich find’s sehr cool und deshalb hier mein Beitrag:



Bild in der Galerie


Das Bild zeigt eine Halle im Flughafen von Palma de Mallorca. Mir hat die Kombination aus gestaffelten Lampen, Säulen und Deckenpaneelen gefallen. Die abknickenden Deckenpaneele und die resultierende Diagonale im rechten Bildteil unterstützen m.E. die Wirkung der Raumtiefe. Ich bin aber gespannt, wie ihr diesen Bruch der Symmetrie bewertet.

„A“? :zuck: Hmmm … Eine s-w-Bearbeitung ist für mich außergewöhnlich. :cool: ;) Hier diente sie der Reduzierung und damit der Fokussierung auf die Formen und Fluchten.

Tobbser 08.07.2020 03:07

Knick in der Landschaft
 
Hoi Dana,

wieder ein wunderbar moderiertes Monatsthema und sobald du es erstellt hast, ist mir diese Bild eingefallen. Natürlich kann man dieses optische Phänomen nur von einem bestimmten Punkt aus beobachten, nämlich 10m hinter einem bestimmten Baum ;) Da oben gibt es einfach viel zu sehen!


Bild in der Galerie

Die Bedingungen waren nicht optimal, so dass ich ordentlich an den Reglern drehne musste, aber es wird nicht der letzte Versuch und Besuch werden!

Robert Auer 08.07.2020 08:07

@Vera aus K.: Danke für die vermittelnden Worte. Ich konnte es leider nicht so gut ausdrücken, finde mich aber damit sehr gut verstanden und fühle mich nun auch nicht mehr so schlecht!

ingoKober 08.07.2020 08:23

Hm...das alles hilft beim losziehen mit der Kamera glaube ich schon, erleichtert die Auswahl aus Konserven aber nicht wirklich.

Wie auch immer.....ich habe trotzdem noch ein paar alte Bilder, die für mich hier reinpassen.


Dahoam...


Bild in der Galerie



Weit weg von dahoam hats große Bäume...


Bild in der Galerie


In Afrika sind die Straßen oft die kürzest mögliche Verbindung zweier Orte...auch, wenn die weit auseinanderliegen


Bild in der Galerie


Nach hinten wird das Eis immer jünger....


Bild in der Galerie


Viele Grüße

Ingo

fritzenm 08.07.2020 09:23

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2146555)

...Die Schaffung von körperhaft-plastischer und räumlicher Illusion beim Betrachten von Bildern war das Ziel vieler Künstler in den verschiedenen Kunstepochen. Sie beruht auf den realen Raumerfahrungen des Betrachters. Um den Eindruck von Dreidimensionalität auf der zweidimensionalen Fläche zu erreichen, nutzt man unterschiedliche bildnerische Mittel.

Beispiele für solche Kriterien
(da hab ich bei Nele nachgefragt, um es genau zu beschreiben):
  • Plastizität (Licht und Schatten)
  • Überdeckung/Überschneidung von Motiven
  • Staffelung (zB in Landschaftsaufnahmen)
  • Höhenunterschiede
  • Größenunterschiede

Aber auch Linien, die ins Bild führen und es so wirken lassen, als könne man darin "nach hinten ins Bild" spazieren. Meist eine Verbindung mit Staffelung, Höhenunterschieden und Größenunterschieden...

Hallo zusammen,

ohne Zugriff auf meine Archive im Moment und quarantänebedingt nix Neues derzeit, verfolge ich mit Interesse und Spannung den Verlauf des MT.

Und bewusst zitiere ich aus dem Eröffnungs-Post, denn ich stehe so ein bisschen unter dem Eindruck, dass der Aspekt "Linienführung" zu sehr im Fokus steht bei der Bewertung der Räumlichkeit.

Ohne Frage helfen Linien und deren Verlauf den Eindruck der Räumlichkeit in der 2-D-Projektion des Fotos zu vermitteln. Andererseits, die ebenfalls erwähnte "Plastizität" wird für meine Begriffe durch die Lichtführung, bzw. Licht-Schatten-Verläufe erreicht, ohne dass notwendigerweise "Linien" den Blick führen.

Die Kontroversen sollten also kaum erstaunen. Letztlich sind MTs so ausgelegt, dass Beiträge vom Themenersteller (oder besser: Themenerstellenden? :D) besprochen werden - und dem kann man zustimmen, oder nicht, man kann drüber nachdenken, oder nicht.

Nur mal so als Anstoss: Auch ein Foto einer Backsteinwand, planparallel von vorne fotografiert, kann eine tolle Plastizität und (Mikro-) Räumlichkeit aufweisen, wenn sie entsprechend beleuchtet ist. Ob dies jedoch als "MT verfehlt", oder "Passt" besprochen wird, ist hochgradig subjektiv.

Meine Meinung.

Hans1611 08.07.2020 09:43

Zitat:

Zitat von fritzenm (Beitrag 2147638)
...Meine Meinung.

Deinen Ausführungen kann ich mich voll und ganz anschließen.

Ich finde das Monatsthema auch deswegen sehr interessant, weil es kontroverse Diskussionen nach sich zieht und man erkennt, dass es "das" Bild nicht gibt und nicht geben kann.

Für die Hinweise und die Darlegung eigener Gedanken, auch und insbesondere die von Nele, die sich mit den wissenschaftlich begründeten Erkenntnissen des Themas befasst, bin ich sehr dankbar. Zeigen sie mir doch die ganze Breite dessen, was möglich ist und wie Bildgestaltung auf den Betrachter wirkt bzw. wirken kann. Ob ich das jetzt jetzt im einzelnen nachvollziehe oder akzeptiere, ist eine andere Sache. Ich habe mich jedenfalls nicht unangemessen belehrt gefühlt.

Und ich versuche auch nicht, jetzt nur solche Bilder hier zu zeigen, die den Kriterien von Dana als Besprecherin gefallen, nur um eventuell ein positives Feedback zu erhalten.


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