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turboengine 01.11.2023 10:06

Zitat:

Zitat von saiza (Beitrag 2288844)
Ich bin auch gegen Smartmeter an den Heizkörpern

Ich auch - die Smartmeter messen und Veröffentlichen nämlich den momentanen Stromverbrauch und hängen im Sicherungskasten an der Wand. An einer Heizung habe ich die noch nie gesehen.

frame 03.11.2023 15:04

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2289524)
Die inländische Gasförderung muss intensiviert werden

schön dabei ist ja auch dass die Niederlande das riesige Gasfeld in Groningen schliesst auf das die Deutschen gesetzt hatten. So dass nun noch mehr Gas mit weit klimaschädlicheren Methoden beschafft werden muss.

Weil die Anwohner Angst vor Erdbeben haben. Man stelle sich das vor - die Welt verglüht in der Klimakatastrophe und ein paar Paranoiker denken an Erdbeben. Können die nicht einen für das Team nehmen?

atlinblau 03.11.2023 17:01

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2289525)
Ich auch - die Smartmeter messen und Veröffentlichen nämlich den momentanen Stromverbrauch

nicht nur... klick!

"Smart Metering (auch: smartmetering) stammt aus dem Englischen und steht für intelligentes Zählen. Während sich der Begriff überwiegend auf den Stromsektor bezieht, gibt es intelligente Zähler auch für Wärme, Wasser und Gas..."

turboengine 15.11.2023 15:17

BVG hat einen Riegel vorgeschoben...
 
https://www.spiegel.de/politik/deuts...c-65fdaa054315

Zitat:

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat geurteilt, dass der Bund zur Bekämpfung der Coronakrise gedachte Gelder nicht für den Klimaschutz nutzen darf.
...wobei der Bau von 50 Gaskraftwerken mit mittels eines Klima- und Transformationsfonds (KTF) seltsamer Klimaschutz ist.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dow...cationFile&v=4

Der Bau von Gaskraftwerken mittels des KTF wird unter 3. im obigen Papier schön versteckt und geframed.

Zitat:

Für den weiteren Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und der Dekarbonisierung der Industrie in Deutschland stehen dem BMWK in 2023 insgesamt rund 3,5 Mrd. € und bis 2026 i. H. v. 19,9 Mrd. € zur Verfügung. Ein Programm zur Umrüstung von Kohlekraftwerken zu wasserstofffähigen Gaskraftwerken wird in 2023 neu aufgesetzt.
Von der genannten Planung ist mal wieder weit und breit nichts zu sehen. Das Handelsblatt titelt heute:

Zitat:

Energiewende: Robert Habecks Kraftwerks-Dilemma

Bis 2030 sollen Dutzende neuer Gaskraftwerke als Back-up für die Erneuerbaren in Betrieb gegangen sein. Doch Bundeswirtschaftsminister Habeck schafft es nicht, den passenden Rahmen dafür zu setzen.
Insofern ist es gut, dass das BVG der weiteren Verplemperung von Volksvermögen erstmal einen Riegel vorgeschoben hat. Nun muss man ehrlichere Finanzierungsquellen für die dümmste energiepolitik der Welt finden, die Teil des regulären Haushalts sind und andere wünschenswerte Projekte kannibalisieren.

Gepard 17.11.2023 21:11

Es gibt schon einige Kraftwerke die auf Gasturbienen für Erdgas und Wasserstoff umgerüstet sind. Z.B. hier in Uentrop sind 3 alte Kraftwerksblöcke umgerüstet worden und ein 4. soll noch neu gebaut werden.
Nur wann Wasserstoff dafür verfügbar ist weiß keiner.
Jetzt wird überall über Fernwärme nachgedacht. Die Leute wissen gar nicht was das bedeutet. Verwandte von mir waren in Bochum vor vielen Jahren Zwangsangeschlossen.
Es war sehr teuer.:flop:
Es müßen dafür natürlich auch alle Straßen ordentlich aufgebudelt werden. Viel Vergnügen damit.

steffenl 18.11.2023 10:17

https://www.wiwo.de/technologie/fors...t-newtab-de-de

Porty 18.11.2023 10:52

"Klingt gewaltig. Doch der Branchenverband Solarpower Europe erwartet einen weltweiten Zubau von Solaranlagen von 341 bis 402 Gigawatt – allein in diesem Jahr. Ende des Jahrzehnts soll der jährliche Zubau schon bei 1000 Gigawatt pro Jahr liegen. In einem Jahr also fast drei Mal so viel, wie laut OECD in den nächsten 27 Jahren an Minimeilern aufgebaut werden könnte."

Ja,natürlich, alles klar....
1000 Gigawatt pro Jahr wären jedes Jahr 3000 km² zugebaute Fläche und Strom kann man in Tüten füllen.
Das sagt alles über die Kompetenz des Schreibenden.

steve.hatton 18.11.2023 11:16

Flächen sind vorhanden:

https://www.wiwo.de/technologie/umwe.../29087076.html

Mit Beschluss des Atonausstiegs hätte man parallel eine Pflicht für PV auf Gewerbeneubauten einführen können, nein müssen.

JoeJung 18.11.2023 11:44

Das Problem ist, dass dir die ganzen Photovoltaikanlagen an einem trüben Wintertag oder in der Nacht überhaupt nichts nutzen. Der weitere Ausbau der Photovoltaikanlagen führt nur dazu, dass zu der Zeit, wo ohnehin genug Strom da ist, noch mehr Strom da ist. Und es zeichnet sich derzeit nicht ab, dass entsprechende Mengen für eine spätere Verwendung gespeichert werden können.

Wichtig ist auch, dass eine gewisse Grundversorgung da ist - wenn keine Sonne scheint und wenn kein Wind weht. Dann muss man wieder auf die bewährten Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zurückgreifen oder den Strom importieren, den die anderen aber auch nicht herzaubern können, sondern auch großteils mit Kohle, Öl, Gas und Atomkraft erzeugen.

twolf 18.11.2023 12:00

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Das Problem ist, dass dir die ganzen Photovoltaikanlagen an einem trüben Wintertag oder in der Nacht überhaupt nichts nutzen. Der weitere Ausbau der Photovoltaikanlagen führt nur dazu, dass zu der Zeit, wo ohnehin genug Strom da ist, noch mehr Strom da ist. Und es zeichnet sich derzeit nicht ab, dass entsprechende Mengen für eine spätere Verwendung gespeichert werden können.

Wichtig ist auch, dass eine gewisse Grundversorgung da ist - wenn keine Sonne scheint und wenn kein Wind weht. Dann muss man wieder auf die bewährten Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zurückgreifen oder den Strom importieren, den die anderen aber auch nicht herzaubern können, sondern auch großteils mit Kohle, Öl, Gas und Atomkraft erzeugen.

Nach 433 Seiten kommt jetzt wieder einer um die Ecke, und erzählt Sachen die schon 1000 mal widerlegt wurden.

Wir brauchen überschüssigen Strom um daraus dann Wasserstoff und ihre Delevate zu Erzeugen, genau für die so schöne " schwachsinnige Dunkelflaute " die es nicht gibt Europaweit.

Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.

Muss ich jetzt im Winter verhungern! Da kann man keine Lebensmittel erzeugen.
Genauso Schwachsinn!

atlinblau 18.11.2023 12:17

@JoeJung...Danke für ihr Mantra

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Das Problem ist, dass dir die ganzen Photovoltaikanlagen an einem trüben Wintertag oder in der Nacht überhaupt nichts nutzen.

Mit der Nacht haben sie recht - mit dem trüben Wintertag nicht

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Der weitere Ausbau der Photovoltaikanlagen führt nur dazu, dass zu der Zeit, wo ohnehin genug Strom da ist, noch mehr Strom da ist.

Nach diesem Prinzip arbeitet die Landwirtschaft seit Jahrtausenden


Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Und es zeichnet sich derzeit nicht ab, dass entsprechende Mengen für eine spätere Verwendung gespeichert werden können.

Was in DE nicht "kohlendioxidfrei" produziert und gespeichert werden kann, kann wie Öl. Kohle und Gas importiert werden


Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Wichtig ist auch, dass eine gewisse Grundversorgung da ist - wenn keine Sonne scheint und wenn kein Wind weht.

Die Zeit der fossilen Grundlasttechnik ist vorbei...

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Dann muss man wieder auf die bewährten Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zurückgreifen

Sie haben es nicht verstanden - das BVerfG sagt Finger weg von Kohle, Öl und Gas

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
oder den Strom importieren, den die anderen aber auch nicht herzaubern können, sondern auch großteils mit Kohle, Öl, Gas und Atomkraft erzeugen.

Die Vorgaben für Europa: >>>klick!

"Mit dem EU-Klimagesetz hat die EU ihr Langfristziel für 2050 angehoben. Anstatt einer Minderung von 80 % - 95 % strebt sie nun netto-Null Treibhausgas-Emissionen („Klimaneutralität“) sowie anschließend negative Emissionen ab 2050 an. Emissionssenken können dabei Emissionsquellen ausgleichen. Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, hat die EU ihr Zwischenziel für das Jahr 2030 von 40 % auf 55 % Emissionsminderung gegenüber 1990 angepasst. Ein Prozess zur Festlegung eines 2040-Ziels wurde auf den Weg gebracht..."

GerdS 18.11.2023 12:31

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
....
Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.
..

Was hast Du denn da verbaut, meine 21kW Peak machen Nachts genau nichts, verdammt!
Nicht mal die 100W, damit der eine (kleine) Wechselrichter eingeschaltet bleibt.
Da kommt der Strom dann aus der Batterie, die aber diese Woche bei sehr trüben und regnerischem Wetter auch nicht gereicht hat.
Bin aber überzeugt, da ich einen Öko-Stromtariv habe, dass die irgendwo den Wind eingeschaltet haben.

Da habe ich wir wohl irgendeinen Mist andrehen lassen:crazy:!
Bitte helfe mir, ich kauf sofort Deine geniale Lösung.

Viele Grüße
Gerd


...oder beleuchtest Du Nachts deine Solarpanels:crazy:

Porty 18.11.2023 13:01

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.


Breaking News!
Gesetz von der Erhaltung der Energie widerlegt!
Endlich Perpetuum Mobile erfunden!

kiwi05 18.11.2023 13:10

Für irgendetwas muss die nächtliche Lichtverschmutzung doch gut sein.:mrgreen:

Wenn ich mit dem Camper nahe eine Laterne nächtige(n muss), kann ich am Solar Computer auch Ertrag in kaum nutzbarer Größenordnung ablesen.

turboengine 18.11.2023 16:09

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
genau für die so schöne " schwachsinnige Dunkelflaute " die es nicht gibt Europaweit.

Was willst Du dann machen? Z.B. nach Spanien fliegen?

Denn der Strom kommt wegen fehlender Kapazitäten zwischen Spanien und Frankreich nicht hierher. Da musst dann schon Du selbst hinfahren.

Gepard 18.11.2023 17:37

Das nennt man Stromtourismus. ;)

frame 18.11.2023 17:49

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
genau für die so schöne " schwachsinnige Dunkelflaute " die es nicht gibt Europaweit.

Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.

Du meinst wenn in einem Land im Winter ein paar Stunden die Sonne scheint liefert das genug um ALLE Länder zu versorgen (falls es die Leitungen gäbe dafür natürlich)?

Deine Solaranlage liefert Strom in der Nacht? Super, meine liefert noch nichtmal welchen bei starker Bewölkung wie in den letzten Tagen oft.

Ich hoffe dein Physiklehrer liest das alles nicht, der wird sich die Kugel geben.

karwendelyeti 18.11.2023 18:34

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291019)
Braking News!
Gesetz von der Erhaltung der Energie widerlegt!
Endlich Perpetuum Mobile erfunden!

:lol::lol::lol::top:

Kurt Weinmeister 18.11.2023 19:33

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.

Unter der Laterne gebaut?

EdT: Kiwi-Peter war mit seinem Camper schneller …

JoeJung 18.11.2023 21:40

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
Komisch meine Solaranlage produziert sogar nachts noch Strom, auch wenn nicht viel.

Sorry, aber du kannst nicht erwarten, dass irgendjemand diese lächerliche Aussage ernst nimmt.
Ich habe selbst eine Anlage und vielleicht werden in einer hellen Vollmondnacht 1 oder 2 Watt erzeugt, aber was soll das bringen.

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291012)
Mit der Nacht haben sie recht - mit dem trüben Wintertag nicht

An einem wirklich trüben Wintertag produziert meine Anlage vielleicht mit 3 bis 5 Prozent ihrer Gesamtkapazität - vielleicht sind es auch ein paar Prozent mehr. Aber es reicht nicht annähernd aus, um den Strombedarf zu decken.

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291012)
Nach diesem Prinzip arbeitet die Landwirtschaft seit Jahrtausenden

Der Vergleich hinkt aber gewaltig, Lebensmittel kann man wesentlich besser konservieren als überflüssigen Strom.

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291012)
Was in DE nicht "kohlendioxidfrei" produziert und gespeichert werden kann, kann wie Öl. Kohle und Gas importiert werden

Stimmt, und wie wird dieser Strom erzeugt? Wenn CO2-frei, dann mittels Atomkraft. Aber die ist ja auch in Deutschland tabu (im Österreich übrigens auch) ...

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291012)
Die Zeit der fossilen Grundlasttechnik ist vorbei...

Und wie soll der Strom für die Grundlast dann erzeugt werden?
Vor allem im Hinblick darauf, dass in nächster Zeit Verbrenner-Autos durch Elektroautos ersetzt und die meisten Heizungen auf stromhungrige Wärmepumpen umgestellt werden sollen?

chri$ti@n 20.11.2023 11:16

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
Nach 433 Seiten kommt jetzt wieder einer um die Ecke, und erzählt Sachen die schon 1000 mal widerlegt wurden.

Was genau wurde denn widerlegt?
Vielleicht liegt der fehlende Konsens ja einfach daran, dass die eine Seite mit der aktuellen Realität argumentiert und die andere Seite mit einer zweifelsohne technisch möglichen, aber aus vielerlei Gründen ungewissen Zukunft?

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2291009)
Wir brauchen überschüssigen Strom um daraus dann Wasserstoff und ihre Delevate zu Erzeugen ....

Hier ist es der Wasserstoff, über dessen Zukunft so trefflich gestritten werden kann. Fakt ist aber, dass die grüne Wasserstoff-Produktion aus überschüssigem Strom aktuell quasi noch unbedeutender ist als eine eventuelle Produktion von nächtlichem PV-Strom ;)

Und die Mühlen der Veränderung im stromproduzierenden Bereich mahlen langsam. Die Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerks z.B. dauert gut und gerne 5 Jahre aufwärts, die Planungs- und Genehmigungsverfahren völlig unberücksichtigt (und das sind in der Regel wohl weit mehr als vorhin genannte 5 Jahre).



Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291007)
Das Problem ist, dass dir die ganzen Photovoltaikanlagen an einem trüben Wintertag oder in der Nacht überhaupt nichts nutzen.

Laut meiner Recherche hat man im PV-schwächsten Monat (üblicherweise Dezember oder Jänner) ungefähr ein Siebtel bis ein Achtel des Ertrags des stärksten Monats (üblicherweise Mai, Juni oder Juli) -
eine mögliche Quelle dafür

Dem steht ein Gesamtbedarf gegenüber, der eben im Dezember/Jänner höher ist als in allen anderen Monaten. Mit der Forcierung der Wärmepumpen wird sich dieses Verhältnis sogar noch verschärfen. Daraus leitet sich doch für jeden sichtbar ab, dass PV-Anlagen wirklich ein Jahreszeiten-"Problem" haben, auch wenn die Formulierung "... nichts nutzen" nur die Verteidiger auf den Plan ruft ;)

Der saisonalen Speicherung käme also vor allem für PV enorme Bedeutung zu. Dass in diese Richtung geforscht, investiert, geplant werden muss, steht für mich außer Zweifel. Aber wer glaubt denn wirklich, dass wir - sagen wir mal im Jahr 2030 - wesentliche Lösungen zur saisonalen Speicherung parat haben? Nicht am vielfach subventionierten Prototypenprüfstand, sondern in der realen Welt unter realen ökonomischen (und bitte auch ökologischen) Bedingungen? Ich glaube daran nicht!

Die Steigerungen der installierten PV-Anlagen sind aber nicht nur gehypte Gegenwart, sondern auch bereits gelebte Vergangenheit => wesentliche technologische "Partner" entwickeln sich leider nicht Hand-in-Hand :(

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291012)
Die Zeit der fossilen Grundlasttechnik ist vorbei...

Wenn die Betonung auf "fossilen" liegt und man diese Aussage großzügig als Zukunftsmusik auslegt, könnte hier vermutlich ebenfalls Konsens herbeigeführt werden ("ist vorbei" müsste man aber - der deutschen Sprache mächtig - als Gegenwart interpretieren)

Die Gegenwart muss man ja im Vergleich zur unmittelbaren Vergangenheit sehen - und die sieht leider so aus: Obwohl z.B. der Gesamtstrombedarf aus dem öffentlichen Netz in D im Vergleich zwischen 2018 und 2022 um fast 60 TWh gesunken ist, ist die Erzeugung aus fossilen Energieträgern (Kohle, Erdgas) nur um weniger als 30 TWh gesunken (Quelle).

Auch wenn es wünschenswert wäre, aber die Zeit der fossilen Energieträger scheint leider noch nicht vorbei zu sein :(

atlinblau 20.11.2023 14:27

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291068)
...
Und wie soll der Strom für die Grundlast dann erzeugt werden?
Vor allem im Hinblick darauf, dass in nächster Zeit Verbrenner-Autos durch Elektroautos ersetzt und die meisten Heizungen auf stromhungrige Wärmepumpen umgestellt werden sollen?

Im Jahr 1978 begann jeder zweite Junge der Klasse seine Lehre im zukünftig neuen Kraftwerk Jänschwalde. Einige "Grundlast-Ingenieure" wohnen hier im Dorf. Noch 2002 organisierten sie eine BI gegen die Erneuerbaren (Windpark), denn "die ERneuerbaren gefährden unsere Arbeitsplätze". Heute sind ihre Dächer voll mit PV-Anlagen. Sie gehen jetzt in Rente und haben sich damit abgefunden, dass der Tagebau Jänschwalde zum Jahressende ausgekohlt und dass es keine neuen Tagebaue geben wird. Das Kraftwerk wird 2028 schließen.

Wir haben ja auch keine Dampfloks mehr auf den Schienen.
Ich selbst habe 1978 übrigens bei der Bahn angefangen, in einem neuen Werk für die Instandsetzung von Diesellokomotiven. Die Dampfzeiten waren vorbei - Heizer wurden nicht mehr benötigt, die Transportleistung war trotzdem gewährleistet. Nächstes Jahr wird in Cottbus das größte DB-Werk für den ICE eröffnet.

Von daher ist ihre Frage falsch gestellt.
Die Bereitstellung von Elektroenergie ist nicht an einen Kohlekessel gebunden. Die LEAG zumindest will im Energiesektor weiterhin präsent sein.

"Die LEAG plant bis 2030 mit einem Investitionsaufwand von insgesamt 10 Mrd. Euro den Aufbau von bis zu 7.000 MW (7 GW) erneuerbarer Stromerzeugungsleistung. Bis 2040 will Ostdeutschlands größter Stromerzeuger die regenerative Leistung weiter aufbauen, im Verbund mit großtechnischen Speicherlösungen, Wasserstoff-Elektrolyse und wasserstofffähigen Kraftwerken soll eine Leistung von 14.000 MW (14 GW) verfügbar sein. Die PV- und Windenergie-Anlagen sollen zu einem großen Teil auf ehemaligen Tagebauflächen in der rekultivierten Bergbaufolgelandschaft entstehen."

>>>klick!

ha_ru 20.11.2023 16:33

Oft ist mir da zu viel "Ungenauigkeit" in den Diskussionbeiträgen.

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291068)
Der Vergleich hinkt aber gewaltig, Lebensmittel kann man wesentlich besser konservieren als überflüssigen Strom.

Gerade im Winter weht irgenwo in Deuschland fast immer Wind und der Strommarkt ist europäisch. Eine sogenannte Dunkelflaute von 2 Wochen tritt in Deutschland statitisch alle 2 Jahre mal auf und wird haben aktuell und geplant genug Kraftwerke das zu überbrücken. D.h. wenn wir über Speicherung reden, dann über Speicher für 3-4 Wochen eines Teils der Tagesbedarfs irgendwann mal in der Zukunft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelflaute


Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291068)
Stimmt, und wie wird dieser Strom erzeugt? Wenn CO2-frei, dann mittels Atomkraft. Aber die ist ja auch in Deutschland tabu (im Österreich übrigens auch) ...

Leider ist auch Atomstrom noch Co2 frei, wenn man Neue bauen muss sowieso nicht. Und Atomstrom ist teuer. Click
Frankreich subventioniert seinen Atomstrom mit jährlich rund 15-20 Mrd. Euro.

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 2291068)
Und wie soll der Strom für die Grundlast dann erzeugt werden?
Vor allem im Hinblick darauf, dass in nächster Zeit Verbrenner-Autos durch Elektroautos ersetzt und die meisten Heizungen auf stromhungrige Wärmepumpen umgestellt werden sollen?

Bei dem aktuell geplanten Ziel von 500.000 Wärmepumpe pro Jahr nimmt der Strombedarf pro Jahr um 0,5% zu, bei den E-Autos sind es nochmal rund 1% pro Jahr Zuwachs fürs Laden.

Gewerbe und Industrie verbraucht über 70% unseres Stroms in Deutschland und das vorwiegend tagsüber während im Winter die Haushalte vor allem nachts Strom brauchen. Wenn in Industrie und Gewerbe was eingespart wird, und das wird es bei den Preisen ganz sicher, dann kann der Anstieg woanders ausgeglichen werden. Und man sieht man wo unser Problem liegt, bei der Stromversorgung der zwei Bereiche und nicht bei dem zusätzlichen Strombedarf von Wärmepumpen und E-Autos.

Ich komme von einem Verbrauch von rund 3.500 kwh im Jahr im Einfamilienhaus Baujahr 1989 von vor 4 Jahren mit Ölheizung und ohne PV und bin aktuell mit Wärmepumope, PV und Batteriespeicher bei rund 2.200kwh Einkauf im Jahr und 4.500kwh Einspeisung, also speise 2.300 kwh mehr ein als ich beziehe.

Alle in meinem Umfeld haben mit der Wärmepumpe eine PV installiert oder hatten schon eine. Wer sich ein E-Auto angeschafft hat sowieso und einmal am Wochenende voll geladen reicht das oft fürs Pendeln unter der Woche. Daher wird er Anstieg des Strombedarfs gar nicht so stark ausfallen.

Also ganz enspannt bleiben.

peter2tria 20.11.2023 16:46

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291181)
...

Ich komme von einem Verbrauch von rund 3.500 kwh im Jahr im Einfamilienhaus Baujahr 1989 von vor 4 Jahren mit Ölheizung und ohne PV und bin aktuell mit Wärmepumope, PV und Batteriespeicher bei rund 2.200kwh Einkauf im Jahr und 4.500kwh Einspeisung, also speise 2.300 kwh mehr ein als ich beziehe.

....

Und genau hier liegt die Ungenauigkeit:
Woher kommen die 2.300kWh und wann werden diese bezogen.

Sicherlich nicht im überwiegenden Teil von anderen PV Anlagen. Vielleicht von Wind, aber wahrscheinlich von 'konventionellen' Kraftwerken !?

Es geht doch um das Dilemma, dass wenn die Sonne scheint haben wir doch kein Problem sondern, wenn diese eben nicht scheint. Ein massiver Ausbau von PV ist nicht die Lösung.
Wind wäre da sicherlich besser, aber im Süden weht der nunmal leider nicht so wie im Norden. Das wird aber alles nicht mit Regenertiven abdecken können, wenn man mal überschlägt, welchen Energiebedarf wir in Deutschland haben.
Mit KKW würde es vielleicht reichen. So werden wir weiter fossile importieren und verbrennen - das hilft nur dem Klima nicht :crazy:

ha_ru 20.11.2023 18:28

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2291187)
Und genau hier liegt die Ungenauigkeit:
Woher kommen die 2.300kWh und wann werden diese bezogen.

Sicherlich nicht im überwiegenden Teil von anderen PV Anlagen. Vielleicht von Wind, aber wahrscheinlich von 'konventionellen' Kraftwerken !?

Es geht doch um das Dilemma, dass wenn die Sonne scheint haben wir doch kein Problem sondern, wenn diese eben nicht scheint. Ein massiver Ausbau von PV ist nicht die Lösung.
Wind wäre da sicherlich besser, aber im Süden weht der nunmal leider nicht so wie im Norden. Das wird aber alles nicht mit Regenertiven abdecken können, wenn man mal überschlägt, welchen Energiebedarf wir in Deutschland haben.
Mit KKW würde es vielleicht reichen. So werden wir weiter fossile importieren und verbrennen - das hilft nur dem Klima nicht :crazy:

Hallo,

Wann ich mein 2.200 kwh beziehe?
In den Monaten November bis Februar und das zukünftig fast ausschließlich nachts. Ich wechsele jetzt zu Tibber und wenn meine PV nichts liefert kauf ich nachts Strom zu niedrigem Preis um die Batterie zu laden und erzeuge so keine Spitze im Bedarf

Woher kommen diese?
Aus dem europäischen Strommix, kann man jeden Tag nachsehen und nachts ist in der Regel der Anteil der neuerbaren höher als am Tag

Das größte Problem derzeit sind die fehlenden Trassen und da die bayrische Politik ihren großen Anteil dran. Und damit auch daran, dass der Strom teurer ist als er sein müsste, den Windstrom ist einer der günstigsten. Leider ist Kohlestrom auch günstig und auch deshalb produzieren wir so viel Co2 aus Kohleverstromung. Atomstrom aus Frankreich wäre z.b. meistens teuer (über die Schwächen des Merit order Systems was Preisbildung angeht wurde ja schon auführlich diskutiert).

Wir haben auch nicht das Problem, dass uns Strom fehlt wenn die Sonne nicht scheint, wir haben "nur" die unschöne Begleiterscheing dass dann unser Co2 Ausstoß hochgeht.

Würde es mit KKW reichen bzw. würden dei daran was ändern?
Mit den 3 zuletzt abgeschalteten nicht, haben gerade mal nich 3-4% Anteil gehabt , hätten aufwändig saniert werden müssen, auch nicht Co2 frei und am Ende sehr teuer.

Denk über das hier nach und dann verstehst Du hoffentlich, was ich mit "Ungenauigkeiten" meine.

Viele Argumente die auf den ersten Blick einleuchtend scheinen halten einer einer Prüfung nicht stand bzw. werden in ihre Bedeutung überhöht dargstellt.

Porty 20.11.2023 18:28

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291181)
Oft ist mir da zu viel "Ungenauigkeit" in den Diskussionbeiträgen.

Gerade im Winter weht irgenwo in Deuschland fast immer Wind und der Strommarkt ist europäisch. Eine sogenannte Dunkelflaute von 2 Wochen tritt in Deutschland statitisch alle 2 Jahre mal auf und wird haben aktuell und geplant genug Kraftwerke das zu überbrücken. D.h. wenn wir über Speicherung reden, dann über Speicher für 3-4 Wochen eines Teils der Tagesbedarfs irgendwann mal in der Zukunft.

Statistisch alle 2 Jahre?

→ Bild in der Galerie
Werte von letzter Woche für Deutschland, willkürlich herausgegriffen
Die vorhandenen Speicherkapazitäten an PSW sind die kleinen graublauen Höcker, mit denen man die Abend- Kochspitze abfängt. Wir sind noch Jahrzehte davon entfernt, auch nur die Energie für einen Tag zu speichern. Und ja, man kann mit Wasserstoff konventionelle Kraftwerke betreiben, aber mit einem Wirkungsgrad der irgendwo zwischen 20 und 30% liegt. Dazu braucht man aber riesige Elektrolyseanlagen und noch größere Untertagespeicher. Und zur Erinnerung, die volumetrische Energiedichte (relevant für Speicherung und Transport) beträgt nur ein Drittel der Energiedichte von Erdgas. Das heißt, man kann die vorhandenen Rohrleitungen und Speicher für Erdgas nutzen, aber man braucht mal locker das Dreifache.....
Wer es nicht glaubt, Hier kann man die Daten abrufen: https://www.smard.de/home/marktdaten?marketDataAttributes=%7B"resolution":"q uarterhour","from":1700086604794,"to":170034580479 3,"moduleIds":%5B1004066,1001226,1001225,1004067,1 004068,1001228,1001224,1001223,1004069,1004071,100 4070,1001227%5D,"selectedCategory":null,"activeCha rt":true,"style":"color","categoriesModuleOrder":% 7B%7D,"region":"DE"%7D

steve.hatton 20.11.2023 18:38

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2291187)
Und genau hier liegt die Ungenauigkeit:
Woher kommen die 2.300kWh und wann werden diese bezogen.

Sicherlich nicht im überwiegenden Teil von anderen PV Anlagen. Vielleicht von Wind, aber wahrscheinlich von 'konventionellen' Kraftwerken !?

Es geht doch um das Dilemma, dass wenn die Sonne scheint haben wir doch kein Problem sondern, wenn diese eben nicht scheint. Ein massiver Ausbau von PV ist nicht die Lösung.
Wind wäre da sicherlich besser, aber im Süden weht der nunmal leider nicht so wie im Norden. Das wird aber alles nicht mit Regenertiven abdecken können, wenn man mal überschlägt, welchen Energiebedarf wir in Deutschland haben.
Mit KKW würde es vielleicht reichen. So werden wir weiter fossile importieren und verbrennen - das hilft nur dem Klima nicht :crazy:

Ein massiver Ausbau von PV ist Teil der Lösung.

Porty 20.11.2023 18:41

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2291213)
Ein massiver Ausbau von PV ist Teil der Lösung.

Die Frage, um die sich alles dreht, ist die Energiespeicherung. Und die ist leider etwas schwieriger, wie ein paar PV- Module aufzustellen.

steve.hatton 20.11.2023 19:02

JA richtig, aber die Ersparnis wenn nur 50% der Dächer in D für PV genutzt würden wäre doch enorm.

Es geht nicht nur um die Erzeugung des Stroms bei Nacht, sondern auch tagsüber wird viel verbraucht und davon könnte ein Großteil von der Sonne kommen.

Wir schon öfter geschrieben. Schwarz-Weiss-Diskussionen bringen niemanden weiter, denn es sind alle Energieerzeugungsformen immer nur Teil einer gesamten Lösung.
Und auch die Frage der Energiespeicherung ist nur Teil des Problems.

Sehr selten wird die Energienutzung angesprochen: Wann wird für was wieviel Energie genutzt. Gut abends kochen funktioniert aktuell nicht mit dem Strom der PV den die Mittagssonne lieferte.
Aber Waschmaschine, Spülmaschine, all das kann auch mittags laufen, oder eben dann wenn Strom überproportional zur Verfügung steht, bevor man diesen "den Franzosen schenkt".
Das sind alles "kleine Stromverbraucher" im Vergleich zur Industrie aber wenn in jedem der über ca. 40 Mio Haushalte, davon ca. 16 Mio Einfamilienhäuser ein Großteil des Strombedarf selbst erzeugt würde....

ha_ru 20.11.2023 19:02

Auch ein Beispiel für Ungenauigkeiten. Solche treten immer auf, solange Begrifflichkeiten nicht gemeinsam definiert sind und jeder Begriffe nach seiner Interessenslage belegt.

Zum Begriff Dunkelflaute:

"Laut dem Deutschen Wetterdienst zeigt eine Analyse von Wetterdaten, dass es in Deutschland im Zeitraum von 1995 bis 2015 im Schnitt zweimal im Jahr Situationen gab, in denen großräumige Flauten und sonnenarme Zeiten über 48 Stunden gemeinsam auftraten. Bei einer Betrachtung auf europäischer Ebene reduziert sich die Auftretenshäufigkeit auf 0,2 Situationen pro Jahr. Der Deutsche Wetterdienst berücksichtigt dabei Zeiträume, in denen die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne weniger als zehn Prozent der Nennleistung erreicht.[7][8]"

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelflaute

Es wird von denen, die in die Energiewende kein Zutrauen habe, immer mit denselben Argumenten behauptet, dass diese gar nicht gelingen kann. Und wenn man eines widerlegt, kommen sie mit dem nächsten.

Das Gelingen der Energiewende ist an viele Vorrausetzungen geknüpft wie Ausbau der Stromtrassen, der erneuerbaren Quellen, Gasreserverkraftwerke usw. Da wird nach ganz oft nachgebessert und nachjustiert werden müssen, aber ich habe keine ernsthafte Studie genannte bekommen, die belegt dass da Luftschlösser gebaut werden.

Unsere Stromversorgung gilt nach wie vor als eine der sichersten in Europa.

"Wie die vier Übertragungsnetzbetreiber im Auftrag des BMWK in einer Sonderanalyse „Stresstest“ vorausgesagt hatten, kam es im Winter 2022/23 zu keinen längeren und krisenhaften Stromausfällen in Deutschland. Dieses Szenario galt als sehr unwahrscheinlich, kann aber generell nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Konkret zeigte der Stresstest, dass in bestimmten Regionen in Europa in einigen Szenarien die Nachfrage ohne zusätzliche Maßnahmen nicht vollständig gedeckt werden kann. Im sehr kritischen Szenario und dem Extremszenario treten solche Situationen für sehr kurze Zeiträume, das heißt wenige Stunden im Jahr, auch in Deutschland auf."
Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-...ackout-2129818

turboengine 20.11.2023 23:47

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291216)
Es wird von denen, die in die Energiewende kein Zutrauen habe, immer mit denselben Argumenten behauptet, dass diese gar nicht gelingen kann. Und wenn man eines widerlegt, kommen sie mit dem nächsten.

Es kommen aber nun eben in immer kürzeren Abständen Hiobsbotschaften für die Dümmste Energiepolitik der Welt.
  • Siemens Energy braucht 7 Milliarden Stütze
  • Der Klima Fonds ist Verfassungswidrig - 60 Milliarden Schulden dürfen nicht gemacht werden
  • Der Wirtschaftsstabilisationsfonds und damit die Schuldenaufnahme für Preisrabatte ist dann wohl auch Verfassungswidrig- der Haushalt 2023 damit wohl auch.

Mir ist ein Rätsel wie man mit Schulden Subventionen finanzieren kann. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Man versteckt so auf Pump die gescheiterte Energiepolitik.

In Berlin hat man wohl die Tragweite des Ganzen noch nicht so recht verstanden. Sonst wäre da jetzt Panik. 100 Milliarden oder mehr kann man nicht einfach so verplempern sondern müsste sie aus den Steuereinnahmen decken.

Der Kaiser ist nackt...

Zitat:

Vor vielen Jahren lebte ein Kaiser, der so ungeheuer viel auf neue Kleider hielt, daß er all sein Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. Er kümmerte sich nicht um seine Soldaten, kümmerte sich nicht um das Theater und liebte es nicht, spazieren zu fahren, außer um seine neuen Kleider zu zeigen.

[..]

In der großen Stadt, in welcher er wohnte, ging es sehr munter zu; an jedem Tage kamen viele Fremde da an. Eines Tages kamen auch zwei Betrüger; sie gaben sich für Weber aus und sagten, daß sie das schönste Zeug, das man sich denken könne, zu weben verständen. Die Farben und das Muster wären nicht allein ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von dem Zeuge genäht würden, besäßen die wunderbare Eigenschaft, daß sie für jeden Menschen unsichtbar wären, der nicht für sein Amt tauge oder der unverzeihlich dumm sei.
"Das wären ja prächtige Kleider!" dachte der Kaiser; "wenn ich die anhätte, könnte ich ja dahinter kommen, welche Männer in meinem Reiche zu dem Amte, das sie haben, nicht taugen; ich könnte die Klugen von den Dummen unterscheiden! Ja, das Zeug muß sogleich für mich gewebt werden!" Und er gab den beiden Betrügern viel Handgeld, damit sie ihre Arbeit beginnen möchten.

[...]

Nun verlangten die Betrüger mehr Geld, mehr Seide und mehr Gold, das sie zum Weben brauchen wollten, Sie steckten Alles in ihre eigenen Taschen, auf den Webstuhl kam kein Faden, aber sie fuhren fort, wie bisher, an dem leeren Webstuhle zu arbeiten.
Der Kaiser sandte bald wieder einen andern ehrlichen Staatsmann hin, um zu sehen, wie es mit dem Weben stände und ob das Zeug bald fertig sei; es ging ihm gerade, wie dem Ersten; er sah und sah, weil aber außer dem leeren Webstuhle nichts da war, so konnte er nichts sehen.
"Ist das nicht ein hübsches Stück Zeug?" fragten die beiden Betrüger und zeigten und erklärten das prächtige Muster, welches gar nicht da war.
"Dumm bin ich nicht!" dachte der Mann; "es ist also mein gutes Amt, zu dem ich nicht tauge? Das wäre komisch genug, aber das muß man sich nicht merken lassen!" und so lobte er das Zeug, welches er nicht sah, und versicherte ihnen seine Freude über die schönen Farben und das herrliche Muster. "Ja es ist ganz allerliebst!" sagte er zum Kaiser.
Alle Menschen in der Stadt sprachen von dem prächtigen Zeuge.
https://maerchen.com/andersen/des-ka...ue-kleider.php

Die Parallelen sind unverkennbar - bis hin zur Unterfinanzierung des Militärs.

frame 21.11.2023 09:47

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291216)
Der Deutsche Wetterdienst berücksichtigt dabei Zeiträume, in denen die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne weniger als zehn Prozent der Nennleistung erreicht.[7][8]"

10% der Nennleistung ist ja nett, aber was soll uns das sagen?
Es kommt doch irgendwie darauf an wieviel der BENÖTIGTEN Leistung produziert wird.

Wenn das 10% der Nennleistung wäre würde es bedeuten dass wir 10x soviel Nennleistung installieren müssen wie wir rechnerisch benötigen.

Also vielleicht kannst du nochmal erklären was uns diese Zahl konkret sagt?

ha_ru 21.11.2023 09:49

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2291228)
Es kommen aber nun eben in immer kürzeren Abständen Hiobsbotschaften für die Dümmste Energiepolitik der Welt.
  • Siemens Energy braucht 7 Milliarden Stütze
  • Der Klima Fonds ist Verfassungswidrig - 60 Milliarden Schulden dürfen nicht gemacht werden
  • Der Wirtschaftsstabilisationsfonds und damit die Schuldenaufnahme für Preisrabatte ist dann wohl auch Verfassungswidrig- der Haushalt 2023 damit wohl auch.

Mir ist ein Rätsel wie man mit Schulden Subventionen finanzieren kann. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Man versteckt so auf Pump die gescheiterte Energiepolitik.

Die dümmste Energiepolitik der Welt ist deine Wertung.

Da kann ich soweit mitgehen zu sagen. dass die Enegiepolitik der letzen 20 Jahre nicht die allerschlauste war, weil man sich zu sehr z.B. auf Gas aus Russland gesetzt hat und nach Fukushima in Panik den AKW Austieg vorgezogen hat, was viel Geld gekostet hat. Ob jetzt nicht Frankreichs Energiepolitik mit den vielen AKWs die alt und sehr teuer in er Instandhaltung sind (jährlich 17 Mrd Euro Verlust = staatliche Subvention), im Somer wegen Kühlwassermangel heruntergefahren werden müssen, die Energieversorgungssicherheit schlechter als bei uns schlauer ist?

Siemens Enegry braucht nicht 7 Mrd Stütze, wegen der Energiepolitik, sondern weil sie in dem Bereich ihre steigenden Kosten als Folge von Corna und Ukrainekrieg und unfairem Wettbewerb nicht weitergeben können. Das ist Whatabaoitism von Dir.

Der Klimafonds ist verfassungswidrig und das war für mich als jemand der sehr viel mit Juristen zu tun hat und deren Denkweise daher etwas kennt und ghesetzustexte für deren Anwendung auslegen muss absehbar. Hat aber mir de r Energiepolitik nur insofern zu tun, als man so teuiel davon fianzeiern wollte. Ob die Energeipolitkl jetzet gut oder schlecht ist, hat hängt nicht von deren Finazierung ab.

Für den nächsten Punkt gilt daselbe.

Die Schuldenbremse in der Auslegung des jetzigen Urteils bedeutet, dass wir keine langfristigen Projekt sinnvoll über längere Zeiträume finanzieren können. So können wir anschubhiflen wie dei Förerporgemme für neur ethcnologien immer nur für das näcshte Jahr verankern, darauf kann keine Industrie ihrr Produktion hin errichten. So war sie nicht gedacht und wird daher seit langem auch in den Bundesländern durch Sonderfonds aufgeweicht (auch von den CDU geführten) , was manchmal sinnvoll und notwendig ist. So gut wie alle Ökonomen sagen daher, dass die Schuldenbremse reformiert werden muss.

Weiter nutzt die Schudlenbremse wenig, wenn andere europäscihe Ländern nichts vergleichsbares haben und damit eien Wettberwebsverzerrung in der EU eintritt.

Somit sind wir wieder an dem Punkt festzustellen, dass das Thema zu komplex für Forumsdikussionen sind. Ich werde mich daher an der Stelle wieder verabschieden.

atlinblau 21.11.2023 09:59

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291214)
Die Frage, um die sich alles dreht, ist die Energiespeicherung. Und die ist leider etwas schwieriger, wie ein paar PV- Module aufzustellen.

Wir brauchen erst einmal die zu speichernde Energie...
Noch bevor es 2012 um Speicherung ging, wurde der jährliche Ausbau der PV von 8 GW auf 2 GW binnen 2 Jahren runter gefahren. >>> klick! Bei Windanlagen begann die Begrenzung des Zubaus schon 2002.>>>klack!

Das Wirtschaftsministerium sah den EE-Sektor als Gefahr, denn wenn Sonne scheint und Wind weht sind die gerade neu gebauten Grundlastkraftwerke (Schwarze Pumpe, Boxberg, Neurath Blöcke F/G, Hamburg Moorburg...) nicht rentabel zu betreiben.

"Der Chef des Energieversorgers RWE, Jürgen Großmann, hat seinem Unmut über den Photovoltaikausbau Luft gemacht. Bei einer Tagung der Energiewirtschaft in Berlin bezeichnete er die Förderung von Solarenergie in Deutschland als so sinnvoll „wie Ananas züchten in Alaska"...Großmann stößt damit ins selbe Horn wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler >>>klick!
(Den Hinweis auf die maximal 4% erspare ich mir)

frame 21.11.2023 10:19

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291250)
Ob jetzt nicht Frankreichs Energiepolitik mit den vielen AKWs die alt und sehr teuer in er Instandhaltung sind (jährlich 17 Mrd Euro Verlust = staatliche Subvention), im Somer wegen Kühlwassermangel heruntergefahren werden müssen, die Energieversorgungssicherheit schlechter als bei uns schlauer ist?

Richtig, die Franzosen geben viel Geld aus, WIR geben viel Geld aus. Allerdings ist der Co2-Ausstoss der französischen Energieversorgung um Grössenordnungen niedriger als unserer. Da könnte man fragen wer erfolgreicher ist mit dem ausgegebenen Geld.
Im Sommer haben WIR mehr als genug Energie, da fehlen die Trassen. Ob da ein paar AKW gedrosselt werden spielt effektiv keine Rolle - im Gegenteil, natürlich ist es sinnvoll diese zu drosseln und den Solarstrom zu nutzen.

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291250)
Die Schuldenbremse in der Auslegung des jetzigen Urteils bedeutet, dass wir keine langfristigen Projekt sinnvoll über längere Zeiträume finanzieren können.

Weiter nutzt die Schudlenbremse wenig, wenn andere europäscihe Ländern nichts vergleichsbares haben und damit eien Wettberwebsverzerrung in der EU eintritt.

du meinst wie können keine langfristigen Projekte AUF VERSTECKTEN SCHULDEN finanzieren. Das ist richtig. Wir können aber eine gut laufende Wirtschaft haben, die ermöglicht es uns Schulden im Rahmen der Schuldenbremse aufzunehmen.

Dass die CDU in 16 Jahren Regierung viele Jahre mit Rekordsteuereinnahmen hatte und dieses Geld verbrannt hat statt es in Infrastruktur, Bildung, effiziente Verwaltung etc. zu investieren oder wenigsten weniger Schulden aufzunehmen ist natürlich ein Punkt.

Wobei die Dummheit der Finanzpolitik da nicht endet. Ein "normaler" Bürger wurde zu Zeiten von Negativzinsen die Kredite die er aufnimmt möglichst langfristig machen um falls die Zinsen steigen die niedrigen Zinsen möglichst lange zu behalten.

Griechenland z.B. hat das auch so gemacht.

Deutschland aber unter Finanzminister Scholz und wohl auch Lindner haben ganz viel kurzlaufende Anleihen im Bereich von 1-2 Jahren emittiert die mittlerweile schon wieder ausgelaufen sind und zu deutlich höheren Zinsen refinanziert werden müssen. Deshalb ist die Zinslast des Bundes bereits von 5 Milliarden auf 40 Milliarden gestiegen und wird natürlich weiter steigen. In der heutigen Zeit bedeuten mehr Schulden halt auch mehr Zinsen und diese nehmen den Folgegenerationen die finanzielle Luft.

turboengine 21.11.2023 11:06

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291250)
Die dümmste Energiepolitik der Welt ist deine Wertung.

Nein, ich zitiere da das Wallstreet-Journal vonm 29. Januar 2019.

Zitat:

World’s Dumbest Energy Policy
After giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal.

Dumb environmental policies are routine across Europe—see Emmanuel Macron’s riot-inducing fuel tax in France—but even by that standard Germany’s new plan to abandon coal is notable. Having wasted uncountable billions of euros on renewables and inflicted some of Europe’s highest energy prices on German households and businesses, now Berlin is promising to kill the one reliable power source Germany has left.
https://www.wsj.com/articles/worlds-...cy-11548807424

Heute könnte man sagen: Dumm und dümmer.

turboengine 21.11.2023 11:30

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2291250)
Siemens Enegry braucht nicht 7 Mrd Stütze, wegen der Energiepolitik, sondern weil sie in dem Bereich ihre steigenden Kosten als Folge von Corna und Ukrainekrieg und unfairem Wettbewerb nicht weitergeben können. Das ist Whatabaoitism von Dir.

Die Kosten fleigen um die Ohren, weil sie auf das eigene Mantra hereingefallen sind, dass Erneuerbare immer billiger werden. Auch in diesem Thread wurde das gebetsmühlenartig verbreitet. Nun haben sie die Kosten überholt und sie haben erhebliche Qualitätsprobleme vorallem bei Offshore-Turbinen.

Erwischt hat es sie vorwiegend wegen der Inflation und die steigenden Zinsen, die durch die Energieknappheit und verfehlte Geldpolitik angeheizt wurde. Hätte Siemens Energy ein breiter diversifiziertes Portfolio in der Energietechnik stünden sie deutlich besser da. Die Energiepolitik seit Trittin hat dazu das ihrige geleistet und die Industrie zu ruinieren.

Porty 21.11.2023 12:05

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2291251)
Wir brauchen erst einmal die zu speichernde Energie...
Noch bevor es 2012 um Speicherung ging, wurde der jährliche Ausbau der PV von 8 GW auf 2 GW binnen 2 Jahren runter gefahren. >>> klick! Bei Windanlagen begann die Begrenzung des Zubaus schon 2002.>>>klack!

Was wir brauchen, ist erst mal eine Technologie, die überhaupt in der Lage ist, die erforderlichen riesigen Energiemengen zu speichern. Keine Spielzeugtechnik mit ein paar MW, die wenn überhaupt skalierbar, dann nur mit absurden Aufwand (Wasserstoff) Und schon gar keine E- Fuels, die den Wirkungsgrad eine schlechten Dampflok mit praktisch nicht realsierbaren Aufwand zur Abtrennung des CO2 aus der Luft verbindet.
Was wird gemacht? Unlängst wurde mit viel Tam- Tam getestet, ob die alten Gasleitungen aus der DDR in der Lage Sind, Wasserstoff zu transportieren. Hätte man sich sparen können, die Gasleitungen waren für Stadtgas gebaut, was bekanntermaßen zu rund 40% aus Wasserstoff besteht. Die richtigen Herausforderungen geht aber keiner mit der nötigen Energie an, Genug im Sommer stillstehende Windräder gibt es schon jetzt.

turboengine 21.11.2023 12:28

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291268)
Was wir brauchen, ist erst mal eine Technologie, die überhaupt in der Lage ist, die erforderlichen riesigen Energiemengen zu speichern. Keine Spielzeugtechnik mit ein paar MW, die wenn überhaupt skalierbar, dann nur mit absurden Aufwand (Wasserstoff) Und schon gar keine E- Fuels, die den Wirkungsgrad eine schlechten Dampflok mit praktisch nicht realsierbaren Aufwand zur Abtrennung des CO2 aus der Luft verbindet.

Naja, die Hochschulen kommen immer wieder mit eigentlich alten, aber neu aufgewärmten Ideen und Machbarkeitsstudien um die Ecke. Ich bin in Kontakt mit diversen Hochschulen diesbezüglich. Ein typisches Beispiel ist der Methanolzyklus mit Speicherung in Salzkavernen. Das ist der neueste "Heisse Scheiss" der herumgereicht wird.

Hier ein Paper der TU Berlin:
https://www.cell.com/joule/fulltext/...showall%3Dtrue

oder auf YouTube
https://www.youtube.com/watch?v=d_4wnum32AY

Da das PIK mit dabei ist ist wiedermal höchste Vorsicht geboten - Politikalarm in der Wissenschaft. Ich bin gebeten worden, hier das Haar in der Suppe zu finden. Sollte mir nicht schwerfallen. Das habe ich mir schon mal in den 90ern angeschaut. Damals war das Transportproblem und der tatsächliche Wirkungsgrad des Allam - Kreisprozesses incl. CO2 Recycling der Show-Stopper.

atlinblau 21.11.2023 13:10

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291268)
Was wir brauchen, ist erst mal eine Technologie, die überhaupt in der Lage ist, die erforderlichen riesigen Energiemengen zu speichern.

Noch einmal - wir benötigen zunächst nennenswerte EE-Überschüsse. Bisher wird rechnerisch die nicht abregelbare Grundlast gespeichert.
Hinsichtlich der erforderlichen Speicherung größerer Mengen kann man - muss man nicht skeptisch sein >>>>klick!

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291268)
Und schon gar keine E- Fuels, die den Wirkungsgrad eine schlechten Dampflok mit praktisch nicht realsierbaren Aufwand zur Abtrennung des CO2 aus der Luft verbindet.

Der Wirkungsgrad der Photosynthese ist auch einstellig, verbraucht aber keine Rohstoffe und erzeugt kein Kohlendioxid.

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2291268)
Die richtigen Herausforderungen geht aber keiner mit der nötigen Energie an, Genug im Sommer stillstehende Windräder gibt es schon jetzt.

Die still stehenden Windräder haben zwei Ursachen - schlechte Netzanbindung und fossiler Strom im Netz. Die Windräder stehen, aber die Kühltürme dampfen...


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