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twolf 04.06.2023 13:25

Zitat:

Zitat von saiza (Beitrag 2277197)
Ich denke, die wenigsten Häuser sind luftdicht, es gibt bei nicht total gedämmten Häusern und Fenstern doch immer einen Luftaustauch. Die trockene Raumluft ist im Winter ja bei herkömmlichen Heizungen auch ein Problem.

Schon mal die Luftfeuchte gemessen, meist liegt das Problen an der Luftumwälzung Geschwindigkeit. Kleine Heizkörper mit hoher Themperatur.

Denn eigentlich ist das Problem zu hohe Luftfeuchtigkeit, allein durch die Einbringung der Bewohner schon.

saiza 04.06.2023 22:54

Merkwürdig, ist das Thema „trockene Luft“ im Winter hier nicht bekannt ?
Selbst bei google stehen unzählige Abhilfevorschläge.

steve.hatton 04.06.2023 23:23

Früher hatte man Luftbefeuchter an der Heizung...das haben offenbar viele schon vergessen ?

webwolfs 05.06.2023 19:15

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2277448)
Früher hatte man Luftbefeuchter an der Heizung...das haben offenbar viele schon vergessen ?

Nö, war aber mehr Deko als nützlich.

steve.hatton 06.06.2023 13:25

Deko oder häßlich, das mag jeder selbst beurteilen - bei mir sind einige "natürliche" Befeuchter im Einsatz, wie auch ein kleiner "Zimmerbrunnen" im Büro - mit extrem trockener Luft habe ich nicht zu kämpfen, obwohl die Feuchte immer noch nicht die idealen Werte für Parkettböden erreicht.....

turboengine 12.06.2023 19:30

Berlin geht das Wasser aus…
 
…und der Schuldige ist auch schon wieder schnell gefunden.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...d-590b159984ca

Der Klimawandel und das dadurch notwendige Ende der Braunkohleförderung in der Lausitz. Gut die Hälfte des Wassers, das der Fluss gegenwärtig bei Cottbus führt, stammt aus abgepumptem Grundwasser.

Zitat:

Eine Option wäre laut UBA notfalls, das Grundwasser vorerst weiter aus den Tagebauen abzupumpen und gereinigt in die Spree zu leiten
…
Das Umweltnetzwerk Grüne Liga forderte, die Pflichten des Tagebaubetreibers LEAG nicht auszublenden. »Das Unternehmen muss einen verursachergerechten Anteil der Kosten tragen, sonst droht ein neues Milliardengeschenk des Staates an die fossilen Konzerne«, sagt René Schuster, Braunkohle-Experte des Verbandes, laut dpa.
Es wird immer irrer - ein auf den natürlichen Stand zurückfallender Wasserpegel ist nun auch böse. Vielleicht sollte man sich darauf besinnen in Berlin und Umgebung mit Wassersparen anzufangen. Die Beschränkung des Bevölkerungswachstums wäre ein Anfang, denn Tesla will ja auch immer mehr Wasser.

steffenl 13.06.2023 00:02

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278107)
Beschränkung des Bevölkerungswachstums wäre ein Anfang

meinst Du den Zuzug in die Gegend (schneller Weg) oder eher Eugenik (langer Weg) oder soll eine Süd-Fluchtroute, z.B. in die Schweiz eröffnet werden (schöner Weg)?
Alternativ wären da noch teurere Wohnungen (Machiavelli-Weg), Kondome (inkl. Anwendungsanleitung) subventionieren (Böser Weg weil Subventionen), die Pille für alle (auch böse, s.o.) oder den ÖV lahmlegen (generischer Weg), obwohl, lieber nicht, spontane Massenkopulationen auf den Straßen könnten die Folge sein, hmm oder bis zum Winter warten und die Heizungen abschalten (Darvins Weg).

Oder ein anderer Gedanke?

steffenl 13.06.2023 00:09

ach ja und das mit dem knappen Wasser ist (leider) auch in Deutschland nicht neu. Die heißen Sommer bedeuten für immer mehr Gemeinden Trinkwasserknappheit https://www.tagesschau.de/wirtschaft...hland-101.html

turboengine 13.06.2023 01:10

Zitat:

Zitat von steffenl (Beitrag 2278127)
Oder ein anderer Gedanke?

Wie sich Berlin entwickeln soll ist hier ja schön beschrieben:
https://www.stadtentwicklung.berlin....urzfassung.pdf

Aber Wasserpumpen wird wohl nötig werden…

turboengine 13.06.2023 08:19

Zitat:

Zitat von steffenl (Beitrag 2278128)
ach ja und das mit dem knappen Wasser ist (leider) auch in Deutschland nicht neu.

In Berlin muss man sich daher langfristig entscheiden: Duschen oder Tesla. Und Raumplanung mit Bevölkerungsobergrenzen.

Zitat:

Besonders betroffen ist die Region im Südosten Berlins - hier ist der Wasserverband Strausberg-Erkner zuständig. In seinem Verbandsgebiet liegt auch die sogenannte Giga-Factory des Elektroauto-Herstellers Tesla. Konzernchef Elon Musk behauptete in einem Interview mit dem rbb, hier gebe hier überall Wasser - es regne so viel. Aber tatsächlich hat der Wasserverband Strausberg-Erkner, der für die Region zuständig ist, den Wasserverbrauch für Neukunden gedrosselt. Sie dürfen nur noch 105 Liter Wasser pro Person und Tag verbrauchen. Nach aktuellen Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft wären demnach schon zwei Toilettenbesuche, fünf Minuten Duschen und eine Maschine Wäsche zu viel - der Wasserverbrauch würde das Budget übersteigen. Solche Einschränkungen seien "ein einmaliger Vorgang in Deutschland", kritisiert Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide.

steffenl 16.06.2023 21:36

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278137)
In Berlin muss man sich daher langfristig entscheiden: Duschen oder Tesla. Und Raumplanung mit Bevölkerungsobergrenzen.

Nun, mit Ansage eben. Klar, wirtschaftliche Entwicklung sichert den Wohlstand, wenn der Umweltschutz aber derart hinten angestellt wird, geht's eben auch mal an die Lebensexistenz und das Tesla-Werk ist dann schneller wieder dicht, als aufgebaut. Enen Schaden haben die dann vermutlich auch nicht wegen Abschreibungsmöglichkeiten etc.

Bevölkerungsobergrenzen klingen im ersten Gedanken sinnvoll. Ohne Marktverzerrungen lässt sich sowas aber nicht umsetzen und spätestens dann treten die ersten auf den Plan und rufen irgendwas von Planwirtschaft und Kommunismus und rotgrünlinksversifft.

P.S. in Berlin müsste "man" sich entscheiden, das wird aber nicht geschehen. Das würde ja bedeuten, dass agiert und nicht nur reagiert werden müsste. Sience fiction.

steve.hatton 17.06.2023 18:26

Ich finde es schon interessaant, dass Aussagen von Bürgerinitiativen immer dann herangezogen werden wenn sie argumentativ ins Bild passen - ansonsten sind das zu Wirtschaftsblockierer....siehe Aussagen zu verhinderten Windrädern und Stromtrassen.

Und es gibt Neuigkeiten zum Wasser:
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/...h-9763646.html

Porty 17.06.2023 18:39

Tesla in Berlin ist wie Stuttgart 21 Von Seiten der Gegner ist kein Argument zu haarsträubend, als dass es breit ausgewalzt wird.
Wo zum Teufel wird bei der Autoproduktion viel Wasser gebraucht? Ok , in der Lackiererei werden die Rohkarossen mit Wasser gereinigt, aber da sind eh Kreislaufprozesse Pflicht.

Vermutlich sind die Sanitärräume der Beschäftigten der größte Wasserverbraucher....

Ich bin mir sicher, würde dort VW, Daimler oder gar Porsche fette SUV bauen, würde es keine Probleme geben....


Übrigens haben die führenden Umweltorganisationen festgestellt, dass Heizen mit Holz doch keine so gute Idee ist.
https://home.1und1.de/magazine/ratge...-holz-38304024
Wer hätte es gedacht.....

Gepard 17.06.2023 20:00

Das Heizen mit Holz wird den Grünen noch mächtig auf die Füße fallen.
Aber die EU hat das Verbrennen von Holz als nachhaltig eingestuft, sofern es aus nachhaltigem Anbau ist.
Wo sollen den diese ganzen Holzabfälle herkommen? Das ist doch schon jetzt ein großer Ettiketenschwindel. Es gibt Wärmekraftwerke die mit Pellets arbeiten und in Polen hat man alte Kohlekraftwerke auf Holz umgestellt. Die CO2 Mengen zählen nicht mit.
Holz kommt sogar aus den USA dafür. Natürlich mit Zertifikat, ist klar.
Auch in Deutschland stehen schon Investoren bereit, die alte Kohlekraftwerke umrüsten wollen.

turboengine 17.06.2023 21:13

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2278471)
Aussagen von Bürgerinitiativen

Zitat:

Gegen solche Projekte hat der WSE, der für die Versorgung eines Gebietes um Erkner, Strausberg und 14 weitere Gemeinden mit 170.000 Einwohnern zuständig ist, seit Monaten regelmäßig sein Veto eingelegt – und dies mit der nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Wasser begründet.
Seit wann ist ein Wasserverband eine Bürgerinitiative? :shock:

Tesla und noch weitere Baugebiete ging nicht.

steve.hatton 18.06.2023 13:17

Ebenfalls in der von Dir zitierten Aussage über geplante Rationierungen:

"Solche Einschränkungen seien "ein einmaliger Vorgang in Deutschland", kritisiert Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide. "

turboengine 19.06.2023 14:32

https://www.nzz.ch/wirtschaft/evonik...cht-ld.1743080

Aus einem Interview mit Christian Kullmann, Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik in der NZZ von heute:

Zitat:

Evonik-Chef warnt vor Wirtschaftskollaps: «Die Deutschen müssen schmerzhafte Einschnitte hinnehmen»

(NZZ) Für die chemische Verbindung Isophoron, die ebenfalls für Windkraftanlagen benötigt wird, plant Evonik den Bau einer neuen Anlage. Zieht es Sie damit auch ins Ausland?

Eine Entscheidung über den Standort werden wir erst zum Jahresende treffen. Aber klar ist: Die Chemie-Industrie hat es schwer, in Deutschland wettbewerbsfähig zu produzieren. Schuld daran trägt vor allem die Energiepolitik der vergangenen Jahre, die sich gegen die Interessen der deutschen Volkswirtschaft gerichtet hat. Wir brauchen also ein neues Wirtschaftsverständnis, das sich leidenschaftlich für dynamisches Wachstum einsetzt. Da sind Habeck und die Bundesregierung jetzt in der Pflicht.
Das ist genau das, was ich hier seit Jahren schreibe: Die extreme Verengung der Energiewende hat heftige negative Nebenwirkungen auf die Wirtschaft ohne global irgendetwas zu verbessern. Wir vernichten hier hoch effiziente Prozesse um sie anderswo mit mehr CO2-Emission wieder aufzubauen. Die Deindustrialisierung ist in vollem Gang.

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium sollte endlich aufhören sich zu einem Anti-Wirtschaftsministerium zu entwickeln.

twolf 19.06.2023 15:02

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278614)
https://www.nzz.ch/wirtschaft/evonik...cht-ld.1743080

Aus einem Interview mit Christian Kullmann, Vorstandschef des Chemiekonzerns Evonik in der NZZ von heute:



Das ist genau das, was ich hier seit Jahren schreibe: Die extreme Verengung der Energiewende hat heftige negative Nebenwirkungen auf die Wirtschaft ohne global irgendetwas zu verbessern. Wir vernichten hier hoch effiziente Prozesse um sie anderswo mit mehr CO2-Emission wieder aufzubauen. Die Deindustrialisierung ist in vollem Gang.

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium sollte endlich aufhören sich zu einem Anti-Wirtschaftsministerium zu entwickeln.

Hier auch das etwas ausführlich
https://www.deutschlandfunk.de/evoni...aster-100.html

Aber auch nicht Neu, es wird Intressenpolitk gemacht , Nicht mehr und weniger.
Alles ist schlecht für die Chemische Industrie,.. Bla bla bla, zuviel Steuern, zuviel Auflagen, zuviel Bürokraten usw

Seit Jahren, immer wieder das selbe.

db2gu 19.06.2023 16:18

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2278618)
Hier auch das etwas ausführlich
https://www.deutschlandfunk.de/evoni...aster-100.html

Aber auch nicht Neu, es wird Intressenpolitk gemacht , Nicht mehr und weniger.
Alles ist schlecht für die Chemische Industrie,.. Bla bla bla, zuviel Steuern, zuviel Auflagen, zuviel Bürokraten usw

Seit Jahren, immer wieder das selbe.

Kann ich nur Zustimmen,

unter den hohen Energiekosten im Jahr 2022 haben alle zu leiden trotzdem ein Zitat aus einem Artikel des CHEManager:

" ... So konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie trotz sinkender Absatzmengen ihren Umsatz im Jahr 2022 um 16,6  % auf 265 Mrd. EUR steigern ..."

ja ja, genug ist nicht genug !!!

Porty 19.06.2023 16:48

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2278624)
" ... So konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie trotz sinkender Absatzmengen ihren Umsatz im Jahr 2022 um 16,6  % auf 265 Mrd. EUR steigern ..."

Nun, was heißt das?
Die Einkaufspreise und die Verkaufspreise sind gestiegen, man hat mehr Geld bewegt, aber hat man auch mehr verdient? Selbst wenn, wer hat es bezahlt? Ein Blick auf die Preise im Supermarkt bietet die Antwort............

Übrigens, soeben kam in den Nachrichten, das Deutschland den Gewinn von Intel um 10 Milliarden Euro steigert. Intel ist ja so arm (Gewinn 2021 über 50 Mrd $)

turboengine 19.06.2023 17:11

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2278618)
Seit Jahren, immer wieder das selbe.

Schlaf´doch einfach weiter!
Aber dann auch bitte nicht wundern.

db2gu 19.06.2023 17:29

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2278627)
Nun, was heißt das?
Die Einkaufspreise und die Verkaufspreise sind gestiegen, man hat mehr Geld bewegt, aber hat man auch mehr verdient? Selbst wenn, wer hat es bezahlt? Ein Blick auf die Preise im Supermarkt bietet die Antwort............

Übrigens, soeben kam in den Nachrichten, das Deutschland den Gewinn von Intel um 10 Milliarden Euro steigert. Intel ist ja so arm (Gewinn 2021 über 50 Mrd $)

Ja natürlich sind die Gewinne auch gestiegen.

Wollte aber doch nur die Chemieindustrie bemitleidet weil sie es trotzdem so schwer haben.
Subventionierte 6C pro kWh sind denen ja noch viel zu hoch...

twolf 20.06.2023 08:30

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278628)
Schlaf´doch einfach weiter!
Aber dann auch bitte nicht wundern.

Bei solchen Meldungen ist es auch besser einfach weiter zu Schlafen, Ja Wenn die Intressen Verbände mal wieder das ewig Gleiche Klagelied Anstimmen.

Aber das du da Hellwach wirst, wundert mich nicht. Passt ja in deine Populistische Diskussionskultur.
https://www.deutschlandfunkkultur.de...rs-so-100.html

turboengine 20.06.2023 08:47

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2278627)
Deutschland den Gewinn von Intel um 10 Milliarden Euro steigert. Intel ist ja so arm (Gewinn 2021 über 50 Mrd $)

Es geht hier wieder mal um “Leuchtturmprojekte” die von Steuerzahler gepampert werden und in ein paar Jahren wieder dichtmachen. Kennen wir von der Solarbranche. Bei der Windbranche läuft die Abwanderung ebenfalls.

Zitat:

Mehr Windkraft ohne Nordex?

Paul Lehmann, Juniorprofessor an der Uni Leipzig, spricht von einer "tragischen Entscheidung für die Menschen vor Ort" und für "ein strukturschwaches Land wie Mecklenburg-Vorpommern". Auch industriepolitisch sei der Weggang eines Windkraftanlagen-Herstellers aus Deutschland tragisch, so Lehmann, da die "Erneuerbaren-Branche" in den kommenden Jahren "natürlich eine der großen Wachstumsbranche sein wird." Die Beurteilung in Bezug auf die Energiewende sei schwieriger, so Lehmann. Der Markt für Windräder sei ein globaler Markt mit einem dynamischen Preisdruck, dass Energieunternehmen ihre Standortentscheidungen überdenken und optimieren, sei erwartbar. Durch Abwanderung der Produktion könnten Windräder am Ende günstiger werden, wovon die Energiebranche durchaus profitieren könnte.
https://www.ndr.de/nachrichten/meckl...nordex212.html

Das ist das Problem mit der “Nationalökologie”. Die Firmen siedeln sich dort an, wo sie die besten Standortfaktoren haben. Auch der letzte Solarhersteller ist auf dem Sprung.

Zitat:

Europas einziger Hersteller von Solarzellen mit Werk in Sachsen-Anhalt droht mit Verlagerung in die USA. Grund: massive US-Subventionen. Das bringt Kritik an der Bundesregierung.
https://www.zdf.de/nachrichten/wirts...erung-100.html

Anstatt die Standortfaktoren immer weiter zu verschlechtern wie es das Wirtschaftsministerium macht und Subventionen zu verteilen, sollte man massiv die Steuern senken und zwei Drittel der dann überflüssigen Beamten in Berlin und anderswo sinnvolle Tätigkeiten geben. Z.B. beim Genehmigen von Infrastrukturprojekten.

Wer komplett durch den Rost fällt, ist der Mittelstand. Dessen Wettbewerbsfähigkeit leidet immer mehr. Und bei den Arbeitnehmern kommt auch immer weniger Wohlstand an, weil durch Greenflation viel Geld abgeschöpft wird.

Es ist für alle sichtbar wie der Karren in den Dreck gefahren wird - mich wundert dass es noch nicht noch mehr Proteste gibt. In Frankreich wäre schon der Teufel los.

atlinblau 20.06.2023 10:29

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278672)
... Die Firmen siedeln sich dort an, wo sie die besten Standortfaktoren haben. Auch der letzte Solarhersteller ist auf dem Sprung.

Die Standortfaktoren der Solarindustrie in China sind nicht marktgerecht, sondern staatsfinanziert.

"China hat über 50 Milliarden US-Dollar in neue Photovoltaik-Lieferkapazitäten investiert – zehnmal mehr als Europa – und seit 2011 mehr als 300 000 Arbeitsplätze in der gesamten Wertschöpfungskette der Fotovoltaik geschaffen“..."

klick!

Die "Standortfaktoren" der regionalen Braunkohleindustrie:
- keine Feldesabgabe
- keine Förderabgabe
- keine in Rechnung- Stellung des Wasserverbrauchs
- minimale in Rechnung-Stellung der ökologischen Nebenkosten

Spätestens seit 02/2022 hat man sich vom Preis als alleinige Entscheidungsgrundlage verabschiedet. Es gibt da noch weitere Kriterien...

twolf 20.06.2023 10:57

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278672)
Es geht hier wieder mal um “Leuchtturmprojekte” die von Steuerzahler gepampert werden und in ein paar Jahren wieder dichtmachen. Kennen wir von der Solarbranche. Bei der Windbranche läuft die Abwanderung ebenfalls.



https://www.ndr.de/nachrichten/meckl...nordex212.html

Das ist das Problem mit der “Nationalökologie”. Die Firmen siedeln sich dort an, wo sie die besten Standortfaktoren haben. Auch der letzte Solarhersteller ist auf dem Sprung.



https://www.zdf.de/nachrichten/wirts...erung-100.html

Anstatt die Standortfaktoren immer weiter zu verschlechtern wie es das Wirtschaftsministerium macht und Subventionen zu verteilen, sollte man massiv die Steuern senken und zwei Drittel der dann überflüssigen Beamten in Berlin und anderswo sinnvolle Tätigkeiten geben. Z.B. beim Genehmigen von Infrastrukturprojekten.

Wer komplett durch den Rost fällt, ist der Mittelstand. Dessen Wettbewerbsfähigkeit leidet immer mehr. Und bei den Arbeitnehmern kommt auch immer weniger Wohlstand an, weil durch Greenflation viel Geld abgeschöpft wird.

Es ist für alle sichtbar wie der Karren in den Dreck gefahren wird - mich wundert dass es noch nicht noch mehr Proteste gibt. In Frankreich wäre schon der Teufel los.

Das hatten wir doch schon, nennt sich Bankenkriese, Da war auch viel zu viel Reguliert, ja ja.

Steuern senken? Ach zahlen die denn Steuern? Und ich dachte die CDU/CSU hatten die Unternehmens Steuern Massiv gesenkt, was schon wieder zu hoch....

Keine Sau klein genug, das du nicht immer wieder durchs Dorf treibst...

frame 20.06.2023 12:23

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278672)
Es geht hier wieder mal um “Leuchtturmprojekte” die von Steuerzahler gepampert werden und in ein paar Jahren wieder dichtmachen. Kennen wir von der Solarbranche. Bei der Windbranche läuft die Abwanderung ebenfalls.

Bei Intel geht es ja hauptsächlich darum das Problem des Chipmangels der letzten Jahre nicht zu wiederholen und man glaubt das mit Fertigung in Europa zu erreichen.

Natürlich ist Chipherstellung in Deutschland mit Energiekosten, Arbeitskosten und Umweltauflagen sehr viel teurer als in Südostasien und man muss was zuschiessen - wie es ja auch die Amerikaner derzeit sehr clever tun.

Chips werden aber nicht wirklich an einem Ort "produziert", das ist ein hochkomplexer Prozess an dem zig Firmen beteiligt sind und so ein Chip reist ca. 2.5mal um die Welt bis er fertig ist, ganz zu schwiegen von den vielen verschiedenen Materialien.

Ob es am Ende funktioniert, d.h. ob europäische Werke die Chips herstellen die gerade gebraucht werden und man verhindern kann dass die im erneuten Mangelfall einfach exportiert werden an die die am meisten zahlen dafür wird man sehen.

Die reinen Arbeitsplätze die da entstehen werden natürlich die Subventionen niemals rechtfertigen, mit den alten Zahlen waren das ja 2 Mio pro Arbeitsplatz, keine Ahnung was sie nun versprochen haben für die erhöhten Zahlen.

Spannend wird das wenn analoges mit der Pharmaindustrie passieren soll, der Medikamentenmangel ist ja vergleichbar dramatisch wie der Chipmangel auch wenn die Alarmrufe der Kinderärzte dass sie die Versorgung der Kinder akut gefährdet sehen im Rahmen der Heizungsdebatte untergeht.

turboengine 20.06.2023 19:07

Wir haben hier verdammt noch mal niemanden, der weiss, wie so eine Wärmepumpe…
 
…funktioniert.

Das teilte die Chefredaktorin Marion Horn laut «SZ» der Bild-Belegschaft in einer Konferenz am Montagmittag mit.

https://www.sueddeutsche.de/medien/b...9?reduced=true

Die Bildzeitung entlässt demnach 200 Mitarbeiter und ersetzt sie mit KI. Blattmacher, Bilderredaktoren, Regionalbüros.

Zitat:

«Wir müssen uns von Kollegen trennen, die Aufgaben haben, die in der digitalen Welt durch künstliche Intelligenz ersetzt werden.»
Mit «Wirtschaft und Finanzen» sowie «Wissenschaft und Forschung» entstehen bei «Bild» zwei neue Ressorts.

Interessant. Die größte deutsche Tageszeitung investiert in Richtung „harter Themen“. Und begründet das mit der Unwissenheit der vorhandenen Journalisten bei Technik und Wirtschaft. Weiter oben habe ich das schon einige Male angesprochen. Dass ausgerechnet das „Revolverblatt“ sich in diese Richtung bewegt ist bemerkenswert. Aber vielleicht löst es ja auch anderswo einen Ruck aus sich von dem allgegenwärtigen Ökokitsch zu befreien.

Die Aufklärung neu entdecken… :top:

steve.hatton 22.06.2023 00:07

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2278672)
....
Wer komplett durch den Rost fällt, ist der Mittelstand. ...
.

Ja, absolut richtig und zwar nicht erst seit dem 8. Dezember 2021 !

turboengine 22.06.2023 15:48

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2278839)
Ja, absolut richtig und zwar nicht erst seit dem 8. Dezember 2021 !

https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-18982630.html

Zitat:

Europarechtlich würde der Industriestrompreis demnach als „besonderer Ausgleichsmechanismus“ definiert. Einen solchen habe die EU bereits einmal akzeptiert, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). „Wir werden den Bäcker und Metzger nicht in diese Liste hineinbringen, weil die EU sonst sagt, ich akzeptiere überhaupt nichts.“ Für kleine Betriebe wollen die Minister nach Aiwangers Worten andere Hilfsmöglichkeiten finden.
Mal abgesehen dass dies ein eigentümliche Auslegung von Europarecht ist werden hier schon wieder Schweine mit Brot gefüttert. Auf der einen Seite wird der Strom mit Erfolg so teuer wie möglich gemacht und dann wieder künstlich verbilligt.

Das Problem ist die zu geringe Erzeugung:
https://www.smard.de/home/downloadce...ad-marktdaten/

Und Windkraft ist nicht die Lösung - die besten Standorte sind besetzt und in Süddeutschland lassen sich nur Subventionsleichen hinstellen.

https://www.nzz.ch/visuals/windkraft...ege-ld.1710681

Tja - Energiewende a la Merkel. Ein Trauerspiel in vielen Akten.

turboengine 24.06.2023 09:26

Gegen die französischen Kernkraftwerke wurde wegen der Spannungsrisse in den Primärkühl-Leitungen polemisiert. Nun haben wir Serienfehler bei den Windturbinen von Siemens-Gamesa.

Zitat:

Neue Qualitätsprobleme sorgen für hohe Mehrkosten beim Windturbinen-Hersteller Siemens Energy. Der Aktienkurs bricht drastisch ein. Nun könnten die Schwierigkeiten sogar die Energiewende ausbremsen – die Branche sieht sich plötzlich an das einstige Debakel der Solar-Industrie erinnert.
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...rgiewende.html

Da helfen auch keine „Windgipfel“ im Habeck-Ministerium mit veganen Schnittchen und Bionade weiter. Insbesondere die windarmen Standorte in Süddeutschland rechnen sich so überhaupt nicht mehr wenn man die technischen Risiken berücksichtigt.

Die Chinesen stehen in den Startlöchern und werden wohl den Markt aufrollen wenn der Preis ähnlich wie bei Solarzellen der bestimmende Faktor ist.

Zitat:

Chinesische Turbinenbauer wie Mingyang bereits auf den Markt und setzen hiesige Hersteller unter Druck. In der deutschen Windkraft-Szene werden bereits Szenarien diskutiert, wonach die Branche wie einst die Solarindustrie unter dem Druck chinesischer Billiganbieter kollabieren könnte.
Eine Volkswirtschaft mit Ideologie derartig fehlzusteuern wie es in Deutschland seit über 20 Jahren betrieben wird rächt sich eben.

atlinblau 24.06.2023 10:49

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2279029)
Gegen die französischen Kernkraftwerke wurde wegen der Spannungsrisse in den Primärkühl-Leitungen polemisiert. Nun haben wir Serienfehler bei den Windturbinen von Siemens-Gamesa.

Ich habe lieber ein defektes Windrad nebenan, als ein KKW mit Materialproblemen

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2279029)

Die Chinesen stehen in den Startlöchern und werden wohl den Markt aufrollen wenn der Preis ähnlich wie bei Solarzellen der bestimmende Faktor ist.

Ich hatte es schon einmal verlinkt - China hat die Solarindustrie staatlich gefördert und damit den Preis gedrückt, weil sie die Technologieführerschaft wollten. Die Einführung von Zöllen zur Sicherung der eigenen Solarwirtschaft ist nicht erfolgt. Bei Wind lag es ebenfalls an Entscheidungen der Bundesregierung...
"In Deutschland ist zwischen 2017 und 2019 der Umsatz der Windenergiebranche um 75 Prozent eingebrochen. Um 75 Prozent! Damals hat die große Koalition die Ökostromförderung von festen Vergütungssätzen auf ein Ausschreibungsmodell umgestellt. " ...so Jürgen Zeschky (Geschäftsführer Enercon)( zeit.de)

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2279029)
Eine Volkswirtschaft mit Ideologie derartig fehlzusteuern wie es in Deutschland seit über 20 Jahren betrieben wird rächt sich eben.

Richtig, denn
... "Man darf eine für Deutschland so wichtige Industrie wie die Erneuerbaren nicht so stark einbrechen lassen. Das kann nicht richtig sein..." (gleiche Quelle)

Es ist die Frage, welche Perspektiven hat Europa gegen hoch subventionierte Anlagen aus Ost (China) und West (Amerika)

"Zeschky: Es ist doch klar: Wenn wir in einem Markt sind, wo es nur um den niedrigsten Preis geht, dann haben wir hier in Europa keine Chance mehr. Dafür sind die Lohnkosten zu hoch. Deswegen muss made in Europa einen Bonus im Ausschreibungsverfahren bekommen – genau, wie die USA es auch machen. Es geht uns darum, dass die Politik ein einheitliches Wettbewerbsumfeld für die europäischen Hersteller schafft. Unsere Wettbewerbsnachteile durch hochsubventionierte Turbinen aus Ost und West würden ausgeglichen. Und damit wird honoriert, dass unabhängige Energieproduktion in Europa auch einen Wert hat"

Porty 24.06.2023 15:16

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2279032)
Ich habe lieber ein defektes Windrad nebenan, als ein KKW mit Materialproblemen

Wenn dir ein Brocken aus einen kollabierenden Flügel an den Kopf fliegt, ist das mindestens genau so fatal (für dich)

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2279032)
Ich hatte es schon einmal verlinkt - China hat die Solarindustrie staatlich gefördert und damit den Preis gedrückt, weil sie die Technologieführerschaft wollten. Die Einführung von Zöllen zur Sicherung der eigenen Solarwirtschaft ist nicht erfolgt. Bei Wind lag es ebenfalls an Entscheidungen der Bundesregierung...
"In Deutschland ist zwischen 2017 und 2019 der Umsatz der Windenergiebranche um 75 Prozent eingebrochen. Um 75 Prozent! Damals hat die große Koalition die Ökostromförderung von festen Vergütungssätzen auf ein Ausschreibungsmodell umgestellt. " ...so Jürgen Zeschky (Geschäftsführer Enercon)( zeit.de)



Richtig, denn
... "Man darf eine für Deutschland so wichtige Industrie wie die Erneuerbaren nicht so stark einbrechen lassen. Das kann nicht richtig sein..." (gleiche Quelle)

Natürlich jammert der Geschäftsführer auf hohen Niveau und will Subventionen haben. Blöd nur, dass Enercon schon alle arbeitsaufwändigen Produktionsschritte ins Ausland verlagert hat, z.b. die Rotorblattfertigung nach Portugal und die Generatorfertigung nach Polen. Kann man hier nachhören: http://omegataupodcast.net/379-bau-v...dkraftanlagen/

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2279032)
Es ist die Frage, welche Perspektiven hat Europa gegen hoch subventionierte Anlagen aus Ost (China) und West (Amerika)

"Zeschky: Es ist doch klar: Wenn wir in einem Markt sind, wo es nur um den niedrigsten Preis geht, dann haben wir hier in Europa keine Chance mehr. Dafür sind die Lohnkosten zu hoch. Deswegen muss made in Europa einen Bonus im Ausschreibungsverfahren bekommen – genau, wie die USA es auch machen. Es geht uns darum, dass die Politik ein einheitliches Wettbewerbsumfeld für die europäischen Hersteller schafft. Unsere Wettbewerbsnachteile durch hochsubventionierte Turbinen aus Ost und West würden ausgeglichen. Und damit wird honoriert, dass unabhängige Energieproduktion in Europa auch einen Wert hat"

Das eindreschen der Spitzenmanager auf die Lohnkosten erfolgt doch mittlerweile auch reflexartig.
Die reinen Lohnkosten in der Industrieproduktion sind nirgends das Problem, da diese Kosten durch eine hohe Automatisierung abgefangen werden. Was der Wirtschaft zu schaffen macht, ist ein gerade in Großkonzernen aufgeblasener Wasserkopf mit zahllosen Zwischenebenen , wo keiner was entscheiden darf (und wenn er darf nicht will, denn man könnte ja einen Fehler machen) aber dafür unverhältnismäßig viel Geld einsackt. Wer einmal ein Projekt mit einer deutschen Autofirma durchgezogen hat, wird wissen, was ich meine.
Zum Anderen sind es die in Deutschland viel zu hohen Energiekosten, die jede sinnvolle Produktion von Energieaufwendig herzustellenden Produkten, wie gerade Solarzellen hier unlukrativ machen.
Wenn dann noch die Schlafmützigkeit deutscher Spitzenmanager, wie die der deutschen Autoindustrie dazu kommt wird dann um so Lauter nach Subventionen geschrienen. Schließlich ist man Schlüsselindustrie und will gerettet werden (und natürlich seine Boni trotzdem bekommen)
Aber das Problem fängt ja schon bei der Ausbildung an. Während es vorn und hinten an fähigen Wissenschaftlern und Technikern (Oder auch Ärzten) mangelt, bilden wir nach wie vor jede Menge an BWLern oder auch Rechtsanwälten aus, die dann irgendwelche Bullshit- Jobs machen müssen.
Aber wie antwortete ein von mit betreuter Praktikant auf die Frage, warum er BWL studieren möchte: Als BWLer kann ich hinterher Manager werden, die können eine Menge falsch machen, ohne dass ihnen was passiert. Als Ingenieur muss das funktionieren, was ich baue.
Er hat BWL studiert und macht heute einen öden Sachbearbeiterjob......

db2gu 24.06.2023 17:09

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2279051)
Wenn dir ein Brocken aus einen kollabierenden Flügel an den Kopf fliegt, ist das mindestens genau so fatal (für dich)


Natürlich jammert der Geschäftsführer auf hohen Niveau und will Subventionen haben. Blöd nur, dass Enercon schon alle arbeitsaufwändigen Produktionsschritte ins Ausland verlagert hat, z.b. die Rotorblattfertigung nach Portugal und die Generatorfertigung nach Polen. Kann man hier nachhören: http://omegataupodcast.net/379-bau-v...dkraftanlagen/


Das eindreschen der Spitzenmanager auf die Lohnkosten erfolgt doch mittlerweile auch reflexartig.
Die reinen Lohnkosten in der Industrieproduktion sind nirgends das Problem, da diese Kosten durch eine hohe Automatisierung abgefangen werden. Was der Wirtschaft zu schaffen macht, ist ein gerade in Großkonzernen aufgeblasener Wasserkopf mit zahllosen Zwischenebenen , wo keiner was entscheiden darf (und wenn er darf nicht will, denn man könnte ja einen Fehler machen) aber dafür unverhältnismäßig viel Geld einsackt. Wer einmal ein Projekt mit einer deutschen Autofirma durchgezogen hat, wird wissen, was ich meine.
Zum Anderen sind es die in Deutschland viel zu hohen Energiekosten, die jede sinnvolle Produktion von Energieaufwendig herzustellenden Produkten, wie gerade Solarzellen hier unlukrativ machen.
Wenn dann noch die Schlafmützigkeit deutscher Spitzenmanager, wie die der deutschen Autoindustrie dazu kommt wird dann um so Lauter nach Subventionen geschrienen. Schließlich ist man Schlüsselindustrie und will gerettet werden (und natürlich seine Boni trotzdem bekommen)
Aber das Problem fängt ja schon bei der Ausbildung an. Während es vorn und hinten an fähigen Wissenschaftlern und Technikern (Oder auch Ärzten) mangelt, bilden wir nach wie vor jede Menge an BWLern oder auch Rechtsanwälten aus, die dann irgendwelche Bullshit- Jobs machen müssen.
Aber wie antwortete ein von mit betreuter Praktikant auf die Frage, warum er BWL studieren möchte: Als BWLer kann ich hinterher Manager werden, die können eine Menge falsch machen, ohne dass ihnen was passiert. Als Ingenieur muss das funktionieren, was ich baue.
Er hat BWL studiert und macht heute einen öden Sachbearbeiterjob......

:top:
Wohl war !

turboengine 27.06.2023 08:16

Zitat:

Die Bundesbank hat erhebliche Verluste aus den angekauften Anleihen zu verkraften. Die Zentralbank und die Bundesregierung sehen darin kein Problem. Aber der Rechnungshof.
…
Die Rechnungsprüfer bezweifeln, dass die Bundesbank die Verluste in jedem Fall eigenständig tragen könnte. „Denn nicht nur der Extremfall des Austritts eines großen Mitgliedsstaats aus der Währungsunion könnte bei der Bundesbank zu negativem Eigenkapital führen. Sondern auch die laufenden geldpolitischen Aktivitäten bergen angesichts ihrer Größenordnung das Risiko negativen Eigenkapitals bei der Bundesbank.”
https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-18990668.html

Die “laufenden geldpolitischen Aktivitäten” umfassen nicht nur die Staatsfinanzierung von Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich (“Club Med”), oder die irrsinnigen Covid19-Hilfen sondern auch der durch Anleiheprogramme und Schulden finanzierte “Green Deal” von Frau von der Leyen. Der Umbau der Europäischen Wirtschaft nach Deutscher Methode wird den deutschen Steuerzahler in den nächsten Jahren direkt belasten. Das kommt noch auf die allgegenwärtige Teuerung durch “Greenflation” hinzu.
Man darf also nicht nur auf den Gas- und Strompreis schauen. Die dumme Energiepolitik schenkt auch verdeckt durch höhere Steuern ein.

frame 27.06.2023 09:25

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2279237)
"Die Bundesbank hat erhebliche Verluste aus den angekauften Anleihen zu verkraften. "

Die “laufenden geldpolitischen Aktivitäten” umfassen nicht nur die Staatsfinanzierung von Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich (“Club Med”), oder die irrsinnigen Covid19-Hilfen sondern auch der durch Anleiheprogramme und Schulden finanzierte “Green Deal” von Frau von der Leyen.

Ich wusste dass die EZB über 90% der Anleihen der Euroländer kauft, ich wusste nicht dass die Bundesbank auch noch welche kauft. Hat irgendjemand europäische Staatsanleihen ausser EZB, Länderbanken, Grossbanken und Versicherungen?

Bei den Covid-Bonds ist das nette dass es de facto Eurobonds sind obwohl Frau Merkel gesagt hat es würde keine Eurobonds geben solange sie lebe.

ha_ru 27.06.2023 09:33

Hallo,

leider ist die Welt etwas komplizierter und Lohnkosten + direkte Lohnnebenkosten (Sozialversicherungsbeiträge...) + indirekte Lohnnebenkosten (z.B. sind die verkorste elektronische Arbeitsunfahigkeitsbescheinigung, die Regleung zru Staffelung des Zuschlags in der Pflegeversicherung und das Hinweisgeberschutzgesetz da die neuesten Kostentreiber) sind durchaus ein Problem in Deutschland, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

Dazu kommen aber genügend andere Probleme, z.b. bis zu 4 Jahre Genehmigungsdauer bis eine Produktionshalle gebaut werden dürfte. Bis dahin wurde aber das was dort geplant war woanders gebaut und die Halle wird so wie sie genehmigt wurde nicht mehr gebraucht, Plan ändern heißt zurück auf Start. oder wer für die energetische Sanierung eine Förderung beantragt muss vorher wissen, ob in dem Altgebäude Wohnungen, eine gewerbliche oder andere Nutzung erfolgt. Ändert sich das im Laufe der Planung z.B. aufgrund städebaulicher Rahmenbedingungen oder muss die der Sanierung etwas anders ausgeführt werden muss man die Förderung neu beantragen und ein neues, kostenintensives Gutachten vom Energieberater machen lassen.

Letzlich leben Unternehmensberatungen davon Unternehmen aufzuzeigen, wo in der globalen Welt für sie am meisten Rendite zu generieren ist und wenn wir in D alles so kompliziert machen wandert mehr ab als zu.

Wir müssen daher in allen Bereichen mehr darauf achten die Dinge einfacher zu machen als noch komplizierter und nur vermeintlich gerechter. Das gilt fürs Steuer- und Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Baurecht ... und weil es so viele Bereiche sind ist es kompliziert und mühsam.

Zum Thema Energiewende wird abgewürgt:
Wer sich z.B. die Beiträge von Andreas Schmitz zu Anmeldung von PV-Anlagen mkit und ohne Einspeisung, Balkonsolaranlagen oder den Förderanträgen zu Wärmepumpen bekommt einen Eindruck, wie wir uns da selbst ausbremsen. Was mir da fehlt ist eine Regelung, dass eine Balkon-PV-Anlage mehr als 600/800W einspeisen darf, wenn sie an einem eigenen Stromkreis ohne Verbraucher angeschlossen wird, Dann wären nämlich 3.600W nach den technischen Normen als gefahrlos machbar anerkannt.

Von den in 2021 und 2022 installierten PV-Anlagen die bei uns im Büro zur Erstellung der Steuerklärung schon dazu über die Tische lief fällt mir kein Fall ein, bei dem alles richtig und in angemessener Zeit ablief. Zwischen Anmeldung der Anlage und den ersten Einspeisevergütungen lagen oft viele Monate, weil angeblich irgendeine Unterlage, Anmeldung, Erklärung fehlte, die Steuernummer für die Umsatzsteuer nicht zugeteilt wurde... Auch steuerlich machen uns die Anlagen aufgrund der Gesetzesänderungen viel Arbeit, die in keinem Verhältnis zu den Steuerbeträgen steht, um die es da geht. Was richtig ist hat neulich eine Referent der Oberfinanzdirektion Kalrsruhe mit dem Satz kommentiert: Wie das auszulegen ist werden wir in 3-4 Jahren von den Gerichten gesagt bekommen.

turboengine 27.06.2023 09:55

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2279243)
Bei den Covid-Bonds ist das nette dass es de facto Eurobonds sind obwohl Frau Merkel gesagt hat es würde keine Eurobonds geben solange sie lebe.


Schau mal was die “Europäische Investitionsbank” so treibt. Das ist ein Schattenhaushalt der unter Umgehung der Lissabonner Verträge geschaffen wurden.

Zitat:

Wie schon bei dem erstmals im Jahr 2015 aufgelegten Juncker-Fonds besteht der Trick auch dieses Mal darin, dass der Löwenanteil der genannten Summe über einen Schattenhaushalt aufgebracht wird, den die Europäische Investitionsbank verwalten soll. Die EU-Kommission selbst darf zwar keine Schulden aufnehmen, doch die intergouvernementalen Rettungs- und Investitionsfonds der EU dürfen es. Ähnlich wie die großen Banken die Regulierung vor der Finanzkrise umgangen hatten, indem sie einen Teil ihres Geschäft in in außerbilanzielle Conduits und Zweckgesellschaften verlagerten, verhält sich auch die EU. Die Garantien der EU-Kommission und der Einzelstaaten verschaffen diesen Fonds hinreichend viel Bonität, um sich auf dem Markt mit Anleihen im eigenen Namen die nötigen Mittel zu besorgen, die dann für öffentliche und private Zwecke, bisweilen auch in Form öffentlich-privater Partnerschaften, verausgabt werden. Werden die Garantien eines Tages gezogen, werden die Steuerzahler der Eurozone die Zeche zahlen müssen.
https://www.project-syndicate.org/co...r=accesspaylog

Da sich die Zinsanstiege negativ auf die Kurse der Bonds auswirken bricht dieses Kartenhaus irgendwann zusammen. Also: entweder frisst die Inflation das Vermögen auf weil die EZB die Zinsen nicht genug erhöht oder diese Schatten Haushalte müssen per Steuergeld saniert werden.

Die Merkel´sche Hütchenspieler-Methode Risiken in die Zukunft zu verschieben fällt uns nun auf die Füße.

frame 27.06.2023 10:58

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2279251)
Schau mal was die “Europäische Investitionsbank” so treibt. Das ist ein Schattenhaushalt der unter Umgehung der Lissabonner Verträge geschaffen wurden.

Ja, die EIB ist so ein lustiges Konstrukt das Kapital aufnimmt im Namen aller EU-Länder und verteilt "um die Ziele der Union" zu fördern. Eigentlich ja schon alt (1958), mal gegründet auf Wunsch der Franzosen die auch immer gern fremdes Geld ausgeben.

Natürlich gibt es noch den ESM der grosse Schulden macht im Namen der Euroländer, wo den Statuten nach jedes Land nur für einen maximalen Betrag bürgen muss ausser natürlich es geht eines komplett pleite, dann ist alles anders. Aber das wird als "unwahrscheinlich" angesehen und ist deshalb nicht schlimm.

Und dann natürlich noch die genialen "Sondervermögen", darauf ist noch nichtmal Merkel gekommen Sonderschulden zu machen und sie Vermögen zu nennen.

Wenn die Bildung in unserem Land besser wäre würden womöglich Teile der jungen Generation verstehen dass auch das Dinge sind die ihre Zukunft gefährden. Jetzt wo es wieder Zinsen kostet Geld zu leihen und diese auch nicht so schnell wieder gehen werden. Aber stattdessen wollen sie lieber noch viel mehr Geld leihen um was auch immer zu finanzieren, ist ja nicht nur die Energiepolitik auf dem Wunschzettel.

turboengine 27.06.2023 16:03

Brüssel lehnt neue Gaskraftwerke ab.
 
Die EU-Kommission lehnt Deutschlands Pläne für den Bau neuer
Kraftwerke ab. Damit gerät der schnelle Kohleausstieg in Gefahr.

Es war halt eine dumme Idee für grüne Folklore die Kernkraftwerke abzuschalten.
Jetzt fehlen sie.

Die neuen Anlagen müssen in Betrieb gegangen sein, wenn das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gegangen ist. Sie sind in Zukunft die Absicherung für die Phasen, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Wir reden hier über bis zu 50(!) neue Kraftwerke. Ohne die Beihilfeenscheidung auf Brüssel gibt es keine Subventionen für neue Gaskraftwerke und ohne Subventionen lassen sie sich nicht kostendeckend betreiben.

Dumm gelaufen. Was nun Herr Habeck?

https://www.handelsblatt.com/politik.../29222362.html


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