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KSO 22.05.2023 09:26

Auch wieder so ne tolle Nachricht. Auf der einen Seite "geilo, ihr könnt bis zu 600€ im Jahr sparen", auf der anderen Seite "Macht das bloss nicht, alles Nepper, Schlepper, Bauernfänger". ;)

P.S. Aber ja, gut dass es sich die Preise, in diese Richtung entwickeln.

turboengine 22.05.2023 15:45

Zitat:

Überlastet der Ökoboom die Stromnetze?

Die Deutschen wollen Millionen Wärmepumpen und Elektroautos kaufen – doch die Netze sind teils überlastet. Manche sorgen sich, dass der Staat ihnen bald vorschreibt, wie viel Strom sie verbrauchen dürfen. Der SPIEGEL-Report.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/wa...0-146d24f6e7ba

Wieder mal so ein Artikel mit Fragezeichen im Titel…

Die Antwort ist nein. Es sind nicht die Netze sondern es ist die Produktion die nicht zum Verbrauch passen will. Erst hat man die Produktion der Kraftwerke durch Technologieverbote aus dem Gleichgewicht gebracht, nun passiert dasselbe Spiel mit dem Verbrauch. Da kann das Netz nichts dafür.

Das Netz kann nichts speichern und vor allem nicht Wunsch und Wirklichkeit zusammenbringen. Wenn ich Wärmepumpenstrom brauche nützen mir Solarzellen nichts. Überraschung….

steffenl 22.05.2023 20:04

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276338)
Wenn ich Wärmepumpenstrom brauche nützen mir Solarzellen nichts. Überraschung….

zum Kühlen schon, zum Heizen ist das tagesabhängig.

turboengine 22.05.2023 21:43

Zitat:

Zitat von steffenl (Beitrag 2276366)
zum Kühlen schon, zum Heizen ist das tagesabhängig.

Das ist ein sehr optimistisches Statement, wenn nicht eher Wunschdenken.

Du brauchst Heizstrom vor allem dann wenn die Sonne nicht scheint oder niedrig steht. Und das ist jahreszeitabhängig. Das stimmt wohl zu 95%, oder?

steve.hatton 22.05.2023 22:12

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276338)
...

Wieder mal so ein Artikel mit Fragezeichen im Titel…
….

JA, leider haben Journalisten oder Schreiberlinge die sich als solche bezeichnen nur noch Klicks im Kopf und meist püasst nicht mal mehr die Überschrift zum Artikel.

Die vierte Gewalt ist zu einem Stammtisch nach dem 12. Bier verkommen - jeder lallt ....

MajorTom123 26.05.2023 13:11

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276380)
Das ist ein sehr optimistisches Statement, wenn nicht eher Wunschdenken.

Du brauchst Heizstrom vor allem dann wenn die Sonne nicht scheint oder niedrig steht. Und das ist jahreszeitabhängig. Das stimmt wohl zu 95%, oder?

Wir haben mit unserer PV in den letzten beiden Tagen mehr Strom erzeugt als im gesamten Dezember. Über die dunklen Monate reichte es nicht einmal, um unseren Haushaltsbedarf zu decken; an Heizen ist da nicht zu denken. Bestenfalls in kalten Frühjahrsnächten (April, Eisheilige, ...) würde die PV helfen; dann aber nur mit großem Hausspeicher.

turboengine 26.05.2023 14:09

Zitat:

Zitat von MajorTom123 (Beitrag 2276625)
Wir haben mit unserer PV in den letzten beiden Tagen mehr Strom erzeugt als im gesamten Dezember.

Tja - Physik.

Gedankenexperiment:
Ich brauche für den Winter Wärmepumpenstrom - für ein recht grosses Haus mit einer 180m-Doppel-Erdsonde. PV wäre bei diesen Anwendungsfall nicht rentabel. Ich könnte aber ein Elektroauto jeweils täglich beim Arbeitgeber oder bei IKEA auf deren Kosten laden und nachts damit die Wärmepumpe betreiben :D.

https://efahrer.chip.de/e-wissen/e-a...l-preise_10372

Wenn man die E-Schnorrer-Methode konsequent anwendet ist man auch autark :D

HoSt 26.05.2023 14:43

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276626)
Tja - Physik.

Gedankenexperiment:
Ich brauche für den Winter Wärmepumpenstrom - für ein recht grosses Haus mit einer 180m-Doppel-Erdsonde. PV wäre bei diesen Anwendungsfall nicht rentabel. Ich könnte aber ein Elektroauto jeweils täglich beim Arbeitgeber oder bei IKEA auf deren Kosten laden und nachts damit die Wärmepumpe betreiben :D.

https://efahrer.chip.de/e-wissen/e-a...l-preise_10372

Wenn man die E-Schnorrer-Methode konsequent anwendet ist man auch autark :D

Schönes Gedankenexperiment... aber
1. ist der Strom bei allen außer IKEA schon lange nicht mehr kostenlos und
2. wo in D darf man bidirektional laden? und
3. Das Laden beim Arbeitgeber und Einspeisen ins häusliche Netz wird sich mit Sicherheit - wenn denn dann irgendwann 2. möglich sein sollte - dein Finanzamt oder das deines AG melden :D:D

Gepard 26.05.2023 19:18

Das Bidirektional hängt vom Fahrzeug ab. Einige können das. Damit kann man auch einem anderen E-Auto Stromhilfe leisten, damit es zur nächsten Ladesäule kommt.

HoSt 26.05.2023 20:04

Zitat:

Zitat von Gepard (Beitrag 2276659)
Das Bidirektional hängt vom Fahrzeug ab. Einige können das. Damit kann man auch einem anderen E-Auto Stromhilfe leisten, damit es zur nächsten Ladesäule kommt.

Ja, mein IONIQ5 kann das sogar. Das nennt man Vehicle to Load (V2L) oder Vehicle to Device (V2D). Das was Klaus meint ist V2H (Vehicle to Home) oder Vehicle to Grid (V2G) - und meines Wissens nach sind die beiden letzten Varianten also ins Haus oder ins Netz in D nicht erlaubt und außerdem erfordern sie Wallboxen, die das unterstützen und die derzeit kaum zu bekommen und/oder sauteuer sind.

turboengine 27.05.2023 11:31

Zitat:

Zitat von HoSt (Beitrag 2276627)
Schönes Gedankenexperiment... aber
1. ist der Strom bei allen außer IKEA schon lange nicht mehr kostenlos und
2. wo in D darf man bidirektional laden?

1.Der von mir verlinkte Artikel sagt genau das - Ikea lässt das (noch) zu.
2. In der Schweiz kann man V2H für das Haus benutzen - wenn der Versorger/Elektroinspektorat die Installation freigegeben hat.

Ich bin ständig am recherchieren was eine sinnvolle Notstromversorgung / Reserveheizung für mein Haus ist. Derzeit wäre es ein Dieselgenerator mit 300l Tank - nicht schön. Problem eines E-Autopuffers: Die E-Autos werden wohl mit Fahrverboten versehen wenn eine Strommangellage herrscht. Dann sind z.B. 80kWh nicht viel. Das ist die Energie in eines 25l Kanisters Diesel nach Verstromung.

steffenl 27.05.2023 15:57

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276380)
Das ist ein sehr optimistisches Statement, wenn nicht eher Wunschdenken.

Du brauchst Heizstrom vor allem dann wenn die Sonne nicht scheint oder niedrig steht. Und das ist jahreszeitabhängig. Das stimmt wohl zu 95%, oder?

das war ja kein Widerspruch, eher eine Ergänzung, mit Betonung auf Kühlen. (Anteilig) heizen dann nur nach Bedeckungsgrad des Himmels.

turboengine 31.05.2023 02:44

Zitat:

Zitat von steffenl (Beitrag 2276701)
heizen dann nur nach Bedeckungsgrad des Himmels.

Nein. Tageslänge und Sonnenstand sind wichtiger. Steht die Sonne niedrig, wird auch nicht viel eingespeist, egal wie schön die Sonne scheint.

Die Solarträumer wie Franz Alt vergessen das gerne. Aber wir leben nicht am Äquator.
Als Gas- und Ölersatz für Heizungen taugt Solar nicht.

Hochalpine Anlagen können den Sonnenstand in engen Grenzen kompensieren, wenn man bifaziale Anlagen baut, die auch reflektiertes Licht von z.B. Schneeflächen nutzen. Die wurden von Ökoromantikern in der Schweiz auch als Allheilmittel hochgejazzt - die Realität sieht aber wie so oft anders aus.

Zitat:

Renato Jordan ist Anfang 70, die langen grauen Haare hat er zum Pferdeschwanz zusammengebunden. Er ist Künstler, stammt selbst aus Gondo und hat Großes vor mit dem kleinen Ort: Hoch über dem Dorf will er "Gondosolar" errichten, das erste große Solarkraftwerk in den Schweizer Bergen.
https://www.br.de/nachrichten/deutsc...bergen,Ta0IOdU

Die Initiatoren solcher Anlagen sind keine Fachleute sondern „Künstler“ mit viel Fantasie, was dann die Medien mit ebensoviel fanatischere Fantasie und Ökoromantik dankbar aufnimmt.

Zitat:

SP-Doyen Peter Bodenmann (71) träumte davon, in Grengiols VS eine Fläche von fünf Quadratkilometern mit Solaranlagen zuzupflastern
https://www.blick.ch/politik/aus-meg...d18578306.html

Auch hier: Die Anlage wird nur ein Sechstel so gross wie vorher vollmundig angekündigt wurde. Aber Kernkraftwerke kann man auf die Hoffnung hin ja schon mal abschalten… Die Lügerei wird zusehends offensichtlich.

Zitat:

Wie am Wochenende bekannt wurde, ist ein Referendum gegen das sogenannte Walliser Solardekret zustande gekommen. Dieses regelt die kantonale Umsetzung der Solaroffensive. Sagt die Stimmbevölkerung Nein, dauert das Bewilligungsverfahren von Gross-Solaranlagen wie jene in Grengiols oder Gondo viel länger.
Dummerweise wendet sich das nun gegen die Solarenergie - das ist auch dumm. Denn man braucht beides.

atlinblau 31.05.2023 08:23

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2276932)

Die Initiatoren solcher Anlagen sind keine Fachleute... .

Der Fachmann:

"„Photovoltaik in Deutschland macht ökonomisch so viel Sinn wie Ananas züchten in Alaska“ - der Satz stammt vom scheidenden RWE-Chef Jürgen Großmann. Dass der hartnäckige Atomlobbyist so denkt, verwundert nicht. Aber im Grunde teilen die meisten Manager der großen Energiekonzerne Großmanns Aversion gegen die deutsche Solarförderung - auch wenn sie es nicht so deutlich aussprechen."

Gibt sehr viele Beispiele, wo Neues nicht von etablierten Fachleuten erfunden bzw. umgesetzt wurde.

Porty 31.05.2023 10:59

Zitat:

Zitat von atlinblau (Beitrag 2276933)

Gibt sehr viele Beispiele, wo Neues nicht von etablierten Fachleuten erfunden bzw. umgesetzt wurde.

Hast du Beispiele?
Mir fällt spontan nur der Stirlingmotor ein. der 1816 vom schottischen Pfarrer Robert Stirling entwickelt wurde. Allerdings hatte Robert Stirling neben Theologie auch Mathematik studiert und sein Bruder war Maschinenbauer.
Dass sich der Stirlingmotor trotz einiger Vorteile nicht durchsetzen konnte, hat knallharte technische Gründe. Vor allem Werkstoffprobleme und ein damit einher gehender mäßiger Wirkungsgrad, komplexer mechanischer Aufbau, hohes Gewicht und miserable Regelbarkeit.

peter2tria 31.05.2023 11:13

Ich würde mal sagen:
Nur weil es Neu ist, muss es nicht gut oder besser sein.
Es muss sich schon durchsetzen bzw. kritischen Fragen stellen. Manches braucht auch Schützenhilfe, aber das darf man auch nicht übertreiben, sonst landet man in der Garage.

Ich denke jetzt mal an meinen Nachbar. Der übernimmt das Haus von den Eltern. Die Heizung ist alt und muss wohl bald getauscht werden. Reihenmittelhaus :shock:, da darf er die Ausseneinheit einer Wärmepumpe nur irgendwo im Garten aufstellen, wegen der Abstandsregeln. Und nun ??? Ach bestimmt ein Einzelfall und er ist per Definition wahrscheinlich sowieso eine Made, denn er erbte das Haus :roll:

Aber Hauptsache mal Verbote rausblasen.

amateur 31.05.2023 11:20

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2275315)
Die Lohn- und Preisstruktur in Südkorea ist ziemlich vergleichbar mit der in Deutschland.

Außer, dass dort 20% mehr gearbeitet wird. Man diskutierte kürzlich die Einführung der 69h Woche. Das ist dann nach Protesten gescheitert. Es bleibt bei der 52h Woche.

Stephan

frame 31.05.2023 11:46

Ein sehr interessanter Artikel aus der FAZ, leider hinter der Paywall:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-ma...-18929439.html

Milieuschutzsatzungen. Die Mieten sollen niedrig gehalten werden.
Frankfurt verbietet Dämmen und energetische Modernisierung weil damit POTENTIELL die Mieten steigen könnten. Selbst für Besitzer die explizit investieren und die Miete NICHT erhöhen wollen. Für Gebäude mit schimmligen Wohnungen. Ich fasse es nicht.

Da ist der Titel dieses Threads mal wieder wirklich passend.

db2gu 31.05.2023 11:52

Also bei aller Liebe, ich versteh nicht dass man pauschal gegen PV-Anlagen wettert.

Gerade im Privatsektor funktionieren die doch prächtig, ein jeder welcher ein Eigenheim besitzt und eine sinnvolle Dachausrichtung hat macht PV und oder Solarthermie absolut Sinn. Jedes KW das so erzeugt wird ist wertvoll und mindert CO2

Witzigerweise durch die Klimaänderung braucht man in unseren südlichen Landesteilen im Sommer langsam deutlich mehr Energie für Klimaanlagen als im Winter zum heizen!

In Großanlagen an Autobahnen und industriellen Bagger Seen passt das doch auch.

Was tagsüber über ist, einfach speichern die Technologie ist fertig entwickelt muss nur mal umgesetzt werden, dann ist das Thema Volatilität für etliche Tage wenige Wochen gegessen.

Es wird hier immer nur vom Strom diskutiert, das ist doch Banane!
Wir haben einen primär Energieverbrauch da ist Storm, wenn auch mit wachsendem Anteil, nur ein Teil.

Den Großteil der notwendigen primär Energie haben wir in der Vergangenheit immer als fossile Energieformen importiert, auch in den Hochzeiten der AKW's in Deutschland!
Die erneuerbaren Energien, haben den maximal Output pro Jahr welche die AKW's in ihren Hochzeiten hatten, längst überholt.

Und Energie importieren werden wir in Zukunft weiterhin müssen, nur welche Art der Energieform dass dann in Zukunft sein wird definiert ob es einer Energiewende wird oder nicht!

Vielleicht schaffen wir es in Zukunft mal 1/3 der benötigten Primärenergie aus Erneuerbaren selbst zu erzeugen aber mehr wird schwierig.

Das mit AKW's zu stemmen, was nun mal demokratisch, beendet wurde seh ich rein technisch auch nicht.

Das wären ja minimum ein 3-stellig Anzahl AKW's, wo sollten die denn hingebaut werden? Da gibt's dann im Sommer wohl reichlich Fischsuppe....

Dann welcher Typ denn?
Der EPR in Frankreich wohl nicht, der ist kaum begonnen schon veraltet, nach kaum 20 Jahren Bauzeit kommt er vielleicht mal in Gang.
3,3 Milliarden Euro und Fertigstellung 2012 waren geplant.
2018 waren es schon knapp 11 Milliarden Euro und wenn er denn mal hoffentlich die nächsten Jahre ans Netz geht wird man schauen ob's 20 Millarden wurden oder nicht.

Das mal zeitlich und kostenmäßig Minimum zwei 10-er Potenzen hochskalieren.

Übrigens in China war der Typ (2 wurden dort gebaut, wurden beide stillgelegt) ein Rohrkrepierer!!!

Porty 31.05.2023 12:04

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276953)
In Großanlagen an Autobahnen und industriellen Backer Seen passt das doch auch.


Wie stellst du dir Großanlagen an Autobahnen vor? Diese überdachen? Hier sehen solche Anlagen so aus: Mann nehme bestes Ackerland uns stelle sie mit PV- Modulen voll .....
Übrigens sind renaturierte Baggerseen in aller Regel wertvolle Biotope und Rückzugsgebiete der geschundenen Natur.

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276953)
Was tagsüber über ist, einfach speichern die Technologie ist fertig entwickelt muss nur mal umgesetzt werden, dann ist das Thema Volatilität für etliche Tage wenige Wochen gegessen.

Beispiele? Aber bitte mit Zahlen!
Ich kenne keine.

Dat Ei 31.05.2023 12:27

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2276946)
Ich würde mal sagen:
Nur weil es Neu ist, muss es nicht gut oder besser sein.

allerdings! Einen Beleg dafür habe ich heute Morgen an einer Münchner S-Bahnstation gefunden:





Jetzt werden die Teile nicht nur auf dem Bahnsteig (Privatgelände der DB), sondern auch schon hinter dem Sicherheitsstreifen abgestellt. Die E-Roller werden immer mehr zum Ärgernis in den Städten. Für die Verkehrswende tragen sie nichts bei, erhöhen nur die Unfallgefahren und schaden der Umwelt, wenn sie im Seen und Flüssen landen.


Dat Ei

db2gu 31.05.2023 12:59

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2276954)
Wie stellst du dir Großanlagen an Autobahnen vor? Diese überdachen? Hier sehen solche Anlagen so aus: Mann nehme bestes Ackerland uns stelle sie mit PV- Modulen voll .....
Übrigens sind renaturierte Baggerseen in aller Regel wertvolle Biotope und Rückzugsgebiete der geschundenen Natur.

Wieso immer so einseitig!!!

Ich hab von industriellen Bagger Seen geschrieben nicht von renaturiert !
Und die gibt es bei uns etliche...
Und auch nicht vom besten Ackerland, das sind eher heute bei uns zum Teil jetzt Baggerseen...

Auch jeder Parkplatz könnte überdacht werden...

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2276954)
Beispiele? Aber bitte mit Zahlen!
Ich kenne keine.

Hatte ich längst schon beschrieben, thermische Salzspeicher an Wärmekraftwerken oder fertig entwickeltes vielfach prämiertes und in der Praxis mehrjährig erprobtes ETES System von Siemens Gamesa.. zur Eliminierung der Volatilität ...

https://www.siemensgamesa.com/en-int...duction-3d.pdf

https://www.siemensgamesa.com/-/medi...rochure-en.pdf

Dat Ei 31.05.2023 13:25

Moin, moin,

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276957)
Hatte ich längst schon beschrieben, thermische Salzspeicher an Wärmekraftwerken oder fertig entwickeltes vielfach prämiertes und in der Praxis mehrjährig erprobtes ETES System von Sysmensgamesa.. zur Eliminierung der Volatilität ...

mit Sysmensgamesa meintest Du sicherlich Siemens Gamesa - nur der Form halber. Wie viele ETES-Anlagen sind schon in Betrieb? Den Siemens Gamesa Veröffentlichungen nach hat in 2022 gerade mal die kommerzielle Pilotphase begonnen. Ich kann aber auch gerne mal meinen Nachbarn nach Zahlen fragen - er ist CFO bei Siemens Gamesa.


Dat Ei

amateur 31.05.2023 13:29

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2276956)
Für die Verkehrswende tragen sie nichts bei,

Das kann man so absolut nicht stehen lassen. Und der Rest ist sinnvolle Regulation. Andere Städte in Europa kriegen das hin, indem sie einfach viele Abstellfächen ausweisen. Überall sonst dürfen die Dinger nicht abgestellt werden. Dazu reicht ein gemalter Kasten an den erlaubten Stellen. Keine Ahnung, warum Städte in Deutschland das nicht hinbekommen.

Stephan

db2gu 31.05.2023 13:39

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2276958)
Moin, moin,



mit Sysmensgamesa meintest Du sicherlich Siemens Gamesa - nur der Form halber. Wie viele ETES-Anlagen sind schon in Betrieb? Den Siemens Gamesa Veröffentlichungen nach hat in 2022 gerade mal die kommerzielle Pilotphase begonnen. Ich kann aber auch gerne mal meinen Nachbarn nach Zahlen fragen - er ist CFO bei Siemens Gamesa.


Dat Ei

Richtig Siemens Gamesa, dicke Finger :crazy:

Ich hab da selbst mal nachgefragt, kommerziell in Deutschland aktuell keines, da war der Fokus der Energiekonzerne vor dem Ukrainekrieg auf das billige in Europa als "nachhaltig" titulierte russisches Gas ( Nord Stream 2 war fertig)!

Das hat sich jetzt ja gewendet!

Auch die gesetzliche Grundlage was EEG -Umlage angeht hat sich ja geändert, den bis einschließlich 2022 war ein thermischer Speicher bzgl. EEG quasi ein Wärmekraftwerk.

Dat Ei 31.05.2023 14:10

Moin Stephan,

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2276959)
Das kann man so absolut nicht stehen lassen.

dann scheinen Dir andere Zahlen als uns vorzuliegen. E-Scooter induzieren Mehrverkehr (direkt und indirekt über die Fahrzeuge, die die E-Scooter einsammeln und verteilen). In den letzten Monaten stehen eher die negativen Folgewirkungen im Fokus: Behinderung von Fußgängern und Radfahrern, hohe Unfallzahlen, in Gewässern versenkte E-Scooter etc. pp. In Frankreich verbieten die ersten Städte die E-Scooter.


Dat Ei

amateur 31.05.2023 15:31

Hallo Frank,

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2276962)
dann scheinen Dir andere Zahlen als uns vorzuliegen.

https://difu.de/presse/pressemitteil...mgehen-koennen

E-Scooter werden eben schon als Vorlauf für ÖV Fahrten genutzt und können sicherlich in ÖV-unterversorgten Gebieten den Zugang erleichtern. Es gibt auch bei gut ausgebautem ÖV immer wieder Relationen, die nicht sinnvoll zu fahren sind. Das inzwischen bei Kunden und Externen beliebteste Hotel in Hannover liegt ca. 2 km von unserem Standort entfernt. Mit ÖV muss man leider erst zum HBF und dann wieder zurück fahren. Mit dem Scooter fährt man quer durch die Wohngebiete. Die Leute würden sich sonst ein Taxi rufen.

Nur rumliegen dürfen die Dinger halt nicht überall. Daher besseres Management der Kommunen.

Stephan

Dat Ei 31.05.2023 16:03

Moin Stephan,

schaut man sich Studien des Umwelt Bundesamtes oder Umfrageergebnisse von Forsa an, dann kommen die zu recht ähnlichen Ergebnissen wie die Umfrageergebnisse ins Paris: nur ein kleiner Prozentsatz von ein- bis klein zweistellig Prozente ersetze eine Auto- oder Taxifahrt durch eine Fahrt mit dem E-Scooter. Der größte Teil der E-Scooternutzer ersetzt Fußwege oder ÖPNV-Fahrten durch E-Scooter.

Über die Begleiterscheinungen (Fahrten auf Fußwegen, gegen die Fahrtrichtung, zu zweit, unter Alkoholeinfluss oder Unfallstatistiken oder falsches Parken oder Vandalismus zu Lasten der Umwelt) kann man dann noch gerne on top diskutieren.


Dat Ei

Porty 31.05.2023 16:11

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276957)
Hatte ich längst schon beschrieben, thermische Salzspeicher an Wärmekraftwerken oder fertig entwickeltes vielfach prämiertes und in der Praxis mehrjährig erprobtes ETES System von Siemens Gamesa.. zur Eliminierung der Volatilität ...

Mal abgesehen davon, dass die beiden Schriften allenfalls zur Gewinnung von Investoren dienen sollen (Die dürfen dann allerdings nicht allzu viel technischen Hintergrund haben) findet man darin kaum belastbare Zahlen.
Aber zum Prinzip: Diese ETES- Anlagen sind eine Neuauflage der bereits gescheiterten Desertec- Technologie, nur dass man die Solare Wärmeerzeugung durch eine schnöde Elektroheizung ersetzt. Oder böse ausgedrückt: Diese Anlagen sind ein elektrisch beheiztes Wärmekraftwerk mit zwischengeschalteten Wärmespeicher und vereinen die Nachteile von Desertec und Dampfkraftwerk. Von Desertec erbt man die die Korrosionsprobleme des Umgangs mit flüssigen Salzen, vom Wärmekraftwerk den überschaubaren Wirkungsgrad von optimistisch 40%.
Bezeichnend ist, das man in den Schriften die Wirkungsgradproblematik geflissentlich verschweigt......
Was auch nicht drin steht: Die für die kommerzielle Anlage angegebene Speichermenge von (>)10 000 t reicht bei (>) 100 MW gerade mal für rund 4 Stunden oder anders ausgedrückt braucht es für die Leistung eines Blockes des abgeschalteten AKW Grundremmingen (1,34 GW) und 18 Stunden Winternacht rund 600 000 t Speichermedium (in der Regel Nitratschmelzen)
Will man damit saisonale Energiespeicherung betreiben, wachsen die Speichermengen ins Absurde.
Die Probleme der Abführung der unvermeidlich anfallenden Abwärme von 60% teilen diese Anlagen mit jeden anderen Wärmekraftwerk, egal ob mit Kohle , Gas, Öl oder als AKW betrieben.
Also genau dass, was man gern den AKW anlastet, wie Erwärmung der Flüsse oder riesige Kühltürme. Über solche Kleinigkeiten, wie Kosten für den Wärmeträger (rund eine halbe Milliarde € für die oben angegebenen 600 000 t), der Verfügbarkeit (man bräuchte dafür 10% der Jahresproduktion Deutschlands an Ammoniak) der Materialermüdung der Speicherbehälter (täglicher Temperaturwechsel von 350 °C auf 700°C und zurück) den den Gefahren im Havariefall (Nitratschmelzen reagieren mit allen brennbaren Stoffen explosionsartig) reden wir besser gar nicht erst.

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276957)
Wieso immer so einseitig!!!
Ich hab von industriellen Bagger Seen geschrieben nicht von renaturiert !
Und die gibt es bei uns etliche...
Und auch nicht vom besten Ackerland, das sind eher heute bei uns zum Teil jetzt Baggerseen...

Keine Ahnung, wo du lebst, hier in Bayern müssen bergbaulich genutzte Flächen wieder renaturiert werden und da gehört immer auch eine Ausgleichsfläche dazu. Selbst wenn der Baggersee hinterher zum Badeweiher wird, müssen auch Flachwasser und/ oder Feuchtbiotope angelegt werden. Bei länger nicht mehr genutzten Seen sorgt die Natur auch gern mal selbst dafür. Solche wertvollen Flächen wegen ein paar kWh zu zerstören? Was für ein Schwachsinn.....

db2gu 31.05.2023 17:00

@Porty

Also nochmal für Dich !

Wieso Investoren ?

Hier geht's um ein System welches Siemens Gamesa entwickelt hat und bauen kann. Wie andere Arten von Großkraftwerke auch.

Ich hab nirgends geschrieben für Saisonalen Ausgleich, sonder für Volatilität über Tage wenige Wochen. Dafür ist das System hervorragend geeignet, auch wenn es Dir nicht gefällt. Technologisch ist das nichts anderes als ein überdimensionaler Nachtspeicher Ofen. Also nichts besonderes und wurde ja schon über ein paar Jahre mit einer kleinen 1xx MWh Speicher erfolgreich getestet.

Salz ist beim ETES doch überhaupt nicht im Spiel und die Wärme sollte sinnvollere Weise aus zeitlicher Überproduktion der Erneuerbaren kommen und das ist im Gegensatz zu Deinen immer ausufernden Angaben realisierbar.


Es hat Synergien da es vorhandene Infrastrukturen verwenden kann. Es kann zur Stromerzeugung zur Fernwärme zur Prozesswärme dienen. Es ist skalierbar an jedem Kohle Gaskraftwerk zusätzlich einsetzbar und das Totschlagargument der Volatilität der Erneuerbaren ist damit passe....


Das ist einer der Ansätze und Lösungen welche Dich unbemerkt rechts überholt haben!

turboengine 31.05.2023 17:45

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2276946)
Reihenmittelhaus :shock:, da darf er die Ausseneinheit einer Wärmepumpe nur irgendwo im Garten aufstellen, wegen der Abstandsregeln. Und nun ???

Erdsonde? Grundwasser?

ha_ru 31.05.2023 18:18

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2276946)
Ich denke jetzt mal an meinen Nachbar. Der übernimmt das Haus von den Eltern. Die Heizung ist alt und muss wohl bald getauscht werden. Reihenmittelhaus :shock:, da darf er die Ausseneinheit einer Wärmepumpe nur irgendwo im Garten aufstellen, wegen der Abstandsregeln.
Aber Hauptsache mal Verbote rausblasen.

1. Es gibt sehr leise Wärmepumpen (Lambda, Hoval, Ovum...), da gehen je nach Bundesland auch geringe Abstände
2. Kann man eine Wp auch im Garten aufstellen
3. Gibt es auch die Möglichkeit PVT-Kollektoren aufs Dach als Ausseneinheit zu machen (Nibe und Bosch bieten meines Wissen so was an, Consolar neue PVT-Kollektoren für Sole-WP)

Mein Rat an den Nachbarn wäre:
- Vorlauftemperaturen messen
- Heizkörperleistung per Rechner raumbezogen aufnehmen
- Wärmebedarf Haus messen / errechnen

-> auf der Grundlage sauber Planen, damit man nicht anfangen muss, wenn die Heizung kaputt geht sondern nur alles aus der Schublade holen muss und in Ruhe warten. Gibt genügend Tutorials im Netz dazu.

Die Technik wird jedes Jahr besser und laut Prognose billiger. Im eigenen Haus geht in fast allen Fällen eine WP und wird auf lange Sicht die günstigste Art zu heizen sein. Man muss eben die Anfangsinvestition stemmen.

Porty 31.05.2023 18:34

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Wieso Investoren ?

Weil das Geld schließlich irgend wo herkommen muss.

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Hier geht's um ein System welches Siemens Gamesa entwickelt hat und bauen kann. Wie andere Arten von Großkraftwerke auch.

Zitat aus dem Prospekt: "We are currently working with world-class partners on various projects around the world"

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Ich hab nirgends geschrieben für Saisonalen Ausgleich, sonder für Volatilität über Tage wenige Wochen. Dafür ist das System hervorragend geeignet, auch wenn es Dir nicht gefällt. Technologisch ist das nichts anderes als ein überdimensionaler Nachtspeicher Ofen. Also nichts besonderes und würde ja schon über ein paar Jahre mit einer kleinen 1xx MWh Speicher erfolgreich getestet.

Ich beurteile eine Technik nicht danach ob sie schön ist, sondern danach, ob sie sie versprochenen Eigenschaften liefern kann. Was mich an dieser Technik stört, ist halt der mäßige Wirkungsgrad und die überschaubare Energiedichte.

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Salz ist beim ETES doch überhaupt nicht im Spiel und die Wärme sollte sinnvollere Weise aus zeitlicher Überproduktion der Erneuerbaren kommen und das ist im Gegensatz zu Deinen immer ausufernden Angaben realisierbar.

Stimmt hab ich leider übersehen. Man will "volcanic Rock", also Steine verwenden. Die sind sicherlich günstiger, aber es ist immer noch ein ordentlicher Haufen Steine, für 3 Wochen und 1 GW Netto schlappe 13 Mio t oder 5 mio m³ (also ein Haufen von 100 m Breite, 100 m Höhe und 500 m Länge.
Wie man die Aufheizen und wieder die Wärme entnehmen will? Keine Ahnung, steht nichts drin.
Ein paar Heizstäbe reinstecken wird nicht funktionieren, Steine sind schlechte Wärmeleiter.
Werden vermutlich Gase sein (steht nur was von Umgebungsdruck drin), Dann ist allerdings der Wärmeübergang zwischen Heizern, Steinen und Dampfkessel ziemlich mies, was zusätzlich auf den Wirkungsgrad drückt und die Wärmetauscherflächen explodieren lässt.

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Es hat Synergien da es vorhandene Infrastrukturen verwenden kann. Es kann zur Stromerzeugung zur Fernwärme zur Prozesswärme dienen. Es ist skalierbar an jedem Kohle Gaskraftwerk zusätzlich einsetzbar und das Totschlagargument der Volatilität der Erneuerbaren ist damit passe....

Dieses Konstrukt hat exakt die gleichen Synergien wie jedes andere Wärmekraftwerk

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Das ist einer der Ansätze und Lösungen welche Dich unbemerkt rechts überholt haben!

Die Physik lässt sich nicht links überholen :)
Diese Technik ist geeignet Lastspitzen über den Tag auszugleichen, das große Problem der der PV, im Winter viel zu wenig zu liefern, kann man damit nicht lösen. Die einseitige Fixierung der Politik auf die Wärmepumpe wird das Problem der Energieversorgung im Winter nicht kleiner machen.

HoSt 31.05.2023 19:33

Ich freue mich im "Kleinen" über meine eigene Energiewende.

Seit Februar - rechnet man die E-Autos aus der Gleichung erst mal raus - haben wir netto keinen Strom mehr für den Haushalt aus dem Netz bezogen - brutto gibt es natürlich immer mal Momente wo PV + Speicher mal nicht ganz langen und Strom bezogen werden muss.

Und das trotz einer nicht optimalen PV-Anlage - verteilt auf zwei Dachseiten mit NO und SW Ausrichtung - gesamt 8,8kWp.

Und jetzt im Mai sieht die Bilanz richtig gut aus.

1168kWh Erzeugung - davon 355kWh ins Netz eingespeist, nur 84kWh aus dem Netz gezogen (da musste 2xmal unplanmäßig schnell ein Auto ohne PV Überschuss geladen werden. 554kWh gingen per PV Überschuss in die Autos und der Eigenverbrauch lag bei 333kWh.

db2gu 31.05.2023 19:48

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2276995)

...Diese Technik ist geeignet Lastspitzen über den Tag auszugleichen...

Danke!!!
Genau um das ging es mir und nicht wirklich mehr!


Nur erweitert auch um Überproduktion von Windenergie den der weht auch Nachts und im Winter!

Porty 31.05.2023 20:17

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2277011)
Danke!!!
Genau um das ging es mir und nicht wirklich mehr!


Nur erweitert auch um Überproduktion von Windenergie den der weht auch Nachts und im Winter!


Was denn nun? Schon vergessen?

Zitat:

Zitat von db2gu (Beitrag 2276985)
Ich hab nirgends geschrieben für Saisonalen Ausgleich, sonder für Volatilität über Tage wenige Wochen. Dafür ist das System hervorragend geeignet, auch wenn es Dir nicht gefällt.


db2gu 31.05.2023 21:04

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2277026)
Was denn nun? Schon vergessen?

Ja genau das hab ich ja mit erweitert um Überproduktion auch durch Windenergie gemeint.

Tage bis wenige Wochen sind da absolut realisierbar.
Es wird Überproduktion gepuffert welche sukzessive wieder dem Verbrauch zugesteuert wird.

Schau nur mal nach wieviel wir überhaupt zeitlich Überproduktion z.B. an einem Tag maximal haben. Das war für mich aktuell erstaunlich wenig. Da braucht es nur wenige 1GWh Speicher verteilt auf verschiedene Standorte mit Wärmekraftwerken. Davon haben wir aber mehrere Hunderte. Also locker skalierbar!

Gelle :D

steve.hatton 01.06.2023 00:29

Zitat:

Zitat von peter2tria (Beitrag 2276946)
...

Ich denke jetzt mal an meinen Nachbar. Der übernimmt das Haus von den Eltern. Die Heizung ist alt und muss wohl bald getauscht werden. Reihenmittelhaus :shock:, da darf er die Ausseneinheit einer Wärmepumpe nur irgendwo im Garten aufstellen, wegen der Abstandsregeln. Und nun ??? Ach bestimmt ein Einzelfall und er ist per Definition wahrscheinlich sowieso eine Made, denn er erbte das Haus :roll:

Aber Hauptsache mal Verbote rausblasen.

Welches Verbot ist denn "rausgeblasen"?

Noch ist nicht mal der Entwurf im Bundestag - also gemach.....


Ein Reihenmittelhaus ist immer ein Einzelfall....rechts und links davon sein Reihenendhäuser :-)

Jetzt ernsthaft:

Das Problem ist bekannt, aber das Nürnberger Urteil in Bezug auf den Mindestabstand einer WP wird möglicherweise auch nicht lange Bestand haben ....
Wenn er Fossil für zukunftsicher hält, kann er ja schnell eine neue Heizung einbauen - noch geht`s.
Möglicherweise sogar bis Ende 2024....
Zudem gibt`s Hybrid-Lösungen also Fossil plus Solar, die sehr gut funktionieren.

Rudolfo 01.06.2023 10:11

Ich hätte da mal eine Frage an die Experten:

Die ganze Energiewendediskusion dreht sich, glaubt man den Medien, nur um den Einsatz von neuen Techniken zur Wärmegewinnung und um die Wärmedämmung von Häusern. Wenn ich die vielen kranken und/oder alten Menschen in meinem Umfeld sehe, fehlt mir die Diskussion, wie diese Menschen die immer heißeren Sommer überleben sollen. In diesem Jahr hatten wir bereits Rekordtemperaturen in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Italien.

Wie sieht es den mit technischen Lösungen für das Kühlen von Wohnungen in den Hitzemonaten Juni bis September aus? Kann man das auch mit ein und derselben Wärmepumpe erledigen?

atlinblau 01.06.2023 10:23

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2276944)
Hast du Beispiele?

Mehr oder weniger doch alle "Grundlastpropheten"

Ich hatte mal einige Vorlesungen in "Technik-Philosophie", unter anderem ging es um "Paradigmenwechsel" in der Wissenschaft nach Thomas S. Kuhn.

"Denn es sei vom jeweiligen Paradigma abhängig, welche theoretischen Begriffe den empirischen Befund überhaupt erfassen, welche methodischen Voraussetzungen und welche Dispositionen dafür gelten, was als relevante Daten mittels welcher Arten von Beobachtungen überhaupt in den Blick kommt..."


>>>klick!

Meine Erkenntnisse daraus:

1. Wirklich Neues kommt selten aus etablierten (wissenschaftlichen) Strukturen (Kopernikus..."Seine Foschungsergebnisse machte er nur einigen wenigen Vertrauten zugänglich, um sich nicht dem Spott der Fachwelt auszusetzen..."


2. Es ist wenigen "Alten" gegeben, das "Neue" zu verstehen - sie sterben aus.

Hier mal sechs Punkte zum Paradigmenwechsel der Energiewende. Die sind zwar aus 2013 aber immer noch gültig... >>>klack!!!

(Ähnlichkeiten mit Meinungen und Personen hier im Forum sind durchaus beabsichtigt... :D:D:D)


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