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Dat Ei 06.04.2022 18:23

In Polen mag der Krankenstand normal sein, in Deutschland ist er es nicht.


Dat Ei

KSO 06.04.2022 18:38

Danke.
Bei uns werden Maßnahmen leider nach Datum ergriffen oder halt außer Kraft gesetzt und nicht nach aktueller Lage.
Bei der Inzidenz trage ich auch keine Maske mehr. so ein Fan bin ich dann nicht davon. ;)
Wäre schön, wenn sich bei uns die japanische Höflichkeit durchsetzen würde, wer erkältet ist zieht eine Maske auf, um andere zu schützen.
Aber das wird hier sicherlich nichts, da müsste man ja seine wertvolle individuelle Freiheit, die wir uns über Jahrzehnte so hart erkämpft haben, ein Stück weit einschränken. DAS geht nun wirklich zu weit!

Alison 07.04.2022 08:05

Bei Erkältung oder wenn man selbst gefährdet ist, finde ich das Tragen einer Maske auch logisch (sofern man nicht mit der Erkältung eh besser zu Hause bleiben kann).

Als gesunder Mensch empfinde ich das Tragen einer Maske im Moment kontraproduktiv, denn jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das Imunsystem wieder mal zu tranieren: Die warme Jahreszeit kommt, in der man Erkältungskrankheiten leichter auskurieren kann, die Last in den Krankenhäusern ist stabil und die Impfungen sind noch realtiv frisch.

Dat Ei 07.04.2022 08:20

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 2238866)
Die warme Jahreszeit kommt, in der man Erkältungskrankheiten leichter auskurieren kann, die Last in den Krankenhäusern ist stabil und die Impfungen sind noch realtiv frisch.

Die Last ist nach wie vor zu hoch, so dass man anderweitige Behandlungen verschieben muss. Und auch heute meldet das RKI über 200.000 Corona-Fälle und 328 Tote durch Corona. Wir sind dank unserer Impfbereitschaft, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung noch nicht da, wo andere Nachbarländer sind, deren Rechte und Freiheiten hier eingefordert werden.

Dat Ei

frame 07.04.2022 09:27

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 2238664)
O.k. und was ist dann deine Empfehlung? Den "Entscheidungstragenden"* blind vertrauen? Ich würde es lieber mit meinem Arzt zusammen entscheiden, in den habe ich mehr Vertrauen als in unsere Regierung.


* das ist eine Forderung aus dem unsäglichen "Aachener Apell" bei uns

Die Entscheidungsträger entscheiden nach der grossen Zahl und nach politischen Beweggründen. Es gibt also sicher Gründe seine individuelle Situation anders zu bewerten. Wenn man in der Vergangenheit schon die Erfahrung gemacht hat auf Impfungen stark zu reagieren UND die Chance hat sich individuell zu schützen, kritische Situationen zu meiden, dann kann es eine Alternative sein das zu tun. Einer meiner Kollegen der das so machen wollte ist allerdings heute auf dem Weg ins Spital.

Ich habe auch kein Patentrezept. Du kannst deinem Arzt vertrauen, vielleicht fragst du ihn vorher mal was IgG, IgM und IgA Antikörper, T- und B-Zellen sind. Was sie bewirken, welche bei einer Impfung und welche bei einer Infektion gebildet werden, wie lange sie aktiv sind. Und das ist nur ein winziger Teil dessen was das Immunsystem ausmacht. Ein Allgemeinarzt hat da nicht viel mehr Ahnung als ein gut belesener Laie. MEIN Hausarzt z.B. ist absoluter Impffan. Und Ausbildungsarzt der Uniklinik Frankfurt.

Zur Entscheidung - da ich selbst nicht in der Lage bin die Komplexität zu verstehen gehe ich nun auch den Weg mir Personen zu suchen deren Aussagen ich vertraue. Allerdings achte ich sehr darauf dies NICHT so auszuwählen was ich mir gerne wünschen würde sondern auch Aussagen die NICHT in mein Weltbild passen zu erfassen und zu analysieren. Und dann schaue ich immer wieder zurück ob das was diese Personen gesagt haben im Nachhinein wirklich korrekt war und wenn nicht, ob sie den Fehler erkannt und erkärt haben.

Zum Beispiel haben am Anfang der Pandemie praktisch ALLE Virologen gesagt Mutationen werden kein grosses Problem sein, Coronaviren mutieren 10mal langsamer als z.B. Grippeviren, da sein nicht viel zu erwarten. Das ist nun offensichtlich völlig falsch gewesen. Wer von den Personen in der Öffentlichkeit steht dazu das falsch eingeschätzt zu haben?
Ebenso wurde am Anfang gesagt wer einmal eine Infektion durchgemacht hat wird für mindestens ein Jahr, wahrscheinlich viele Jahre immun sein.

ha_ru 07.04.2022 11:58

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2238871)
Zum Beispiel haben am Anfang der Pandemie praktisch ALLE Virologen gesagt Mutationen werden kein grosses Problem sein, Coronaviren mutieren 10mal langsamer als z.B. Grippeviren, da sein nicht viel zu erwarten. Das ist nun offensichtlich völlig falsch gewesen. ...
Ebenso wurde am Anfang gesagt wer einmal eine Infektion durchgemacht hat wird für mindestens ein Jahr, wahrscheinlich viele Jahre immun sein.

Beide Fehleinschätzungen hängen ja offensichtlich kausal zusammen.

Ich bin ganz deiner Meinung. Ich kenne in meinem gesamten Bekanntenkreis genau eine Person, die nach der Impfung höchstwahrscheinlich als Folge der Impfung eine negative Auswirkung in Form einer ausgebrochene Autoimmunerkrankung hat, begünstigt durch eine genetische Disposition. Und zwei Ungeimpfte mit verminderter Lungenfunktion noch Monate danach, die sich nur sehr langsam bessert. Weiter viele Geimpfte und geboosterte, die aktuell eine Infektion überstanden haben und bisher kein Spätfolgen aufzeigen. Alle hoffen, dass es so bleibt.

Das sind jetzt alles Einzelbeobachtungen, die statistisch betrachtet aufgrund er Ministichprobe (vielleicht 50+/- x Personen, nicht einzuschätzen weil man zwar viele kennt, aber nicht von allen alles erfährt...) keine Aussagekraft haben. Trotzdem macht es mit einem etwas, in meinem Fall: Impfen ist super.

Wer negative Einzelfälle in seinem Umfeld erlebt hat, mit dem macht das genau das Gegenteil, da kann man noch so die Statistik bemühen, die klar für das Impfen spricht.

Daher muss jeder sein individuelles Risiko bewerten. Ob der Hausarzt da in jedem Fall der richtige ist hängt sehr von seiner Vorbildung ab und der Kenntnis des Patienten ab. Meiner wusste von mir nur, dass ich Rückenprobleme habe, ich war nur deswegen und zu Vorsorgeuntersuchungen je bei ihm gewesen. Die besten Erklärungen habe ich von der Kinderärztin meiner mittlerweile erwachsenen Söhne erhalten, die hat aber auch eine ungewöhnlich breite berufliche Biografie (Kliniken in Ost und West, fachmedizinische Lektorin und später in eigener Praxis) und erstaunt mich immer wieder, wie umfassend ihr medizinisches Wissen ist. Glücklich, wer so jemand kennt.

Alison 07.04.2022 12:08

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2238867)
.. Wir sind dank unserer Impfbereitschaft, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung noch nicht da, wo andere Nachbarländer sind, deren Rechte und Freiheiten hier eingefordert werden.
Dat Ei

Das stimmt nicht, denn es gibt genug Länder mit ähnlicher Impfquote ohne Maßnahmen (England), aber ich habe keine Lust die Zahlen schon wieder herauszusuchen, denn es ist auch egal, ich glaube nicht mehr, das irgendeine Quote unser Regierung hoch genug wäre. Wir haben über 90% bei den über 60 jährigen, wie hoch soll die denn noch werden? Zudem es immer noch große Unklarheiten gibt wie gut die Zahlen sind.

Dat Ei 07.04.2022 12:24

In England war mittlerweile jeder 3. Infiziert. Ende Februar waren sie bereits unter 20 Tsd Fälle im 7-Tagesmittel. Aktuell liegen sie bei ~47 Tsd. In Summe sind 147 Tsd. Todesfälle in England zu beklagen.

Unsere Zahlen sehen anders aus. Bei uns ist bis dato nur gut jeder 4. infizert gewesen. Aktuell haben wir immer noch 200 Tsd. Fälle im 7-Tagesmittel. Und trotz 48% größerer Bevölkerung haben wir "nur" 131 Tsd. Todesfälle.


Dat Ei

Ernst-Dieter aus Apelern 07.04.2022 12:57

Impfpflicht ab 60 im Bundestag durchgefallen!

Crimson 07.04.2022 14:52

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2238883)
...Aktuell haben wir immer noch 200 Tsd. Fälle im 7-Tagesmittel...

Stand gestern knapp 166 Tsd., Tendenz sehr stark fallend.


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