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Crimson 01.02.2022 22:55

der erste Ausstieg war ja durch a priori Unfähige ;)

turboengine 01.02.2022 23:25

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2232593)

Ja, da haben sie ihren Auftrag sehr gut erfüllt, incl. Habeck-Portrait.
Auf das ZDF ist in der Beziehung Verlass.

Blackouts sind noch teurer. Und angesichts der heutigen Strompreise ist Hinkley Point usw. ein Schnäppchen.

berlac 02.02.2022 08:56

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232605)
Ja, da haben sie ihren Auftrag sehr gut erfüllt, incl. Habeck-Portrait.
Auf das ZDF ist in der Beziehung Verlass.

Blackouts sind noch teurer. Und angesichts der heutigen Strompreise ist Hinkley Point usw. ein Schnäppchen.

Ist ja auch gerade in Mode den ÖR zu kritisieren.

Mir ging es aber darum aufzuzeigen, dass es nicht nur beim Bau von Stromtrassen hapert, sondern das dies auch ganz massiv bei Atomkraftwerken vorkommt. Diese Fakten kannst Du auch unabhängig vom ZDF finden, wenn Dir der Sender nicht genehm ist.

Auch bedeutet Atomkraft nicht zwangsläufig die absolute Sicherheit vor Blackouts. Es gibt von diversen Quellen auch Berichte, dass das Atomvorzeigeland Frankreich, da auch so seine "Probleme" hat. Ein Link z.B. hier.

Und ich schreibe es gerne nochmals: Du hältst scheinbar alle anderen für so dumm und unterstellst diesen, dass sie nicht wissen, dass es für die Netzstabilität mehr braucht als nur ein paar Windräder.

turboengine 02.02.2022 10:13

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2232616)
Und ich schreibe es gerne nochmals: Du hältst scheinbar alle anderen für so dumm und unterstellst diesen, dass sie nicht wissen, dass es für die Netzstabilität mehr braucht als nur ein paar Windräder.

Nein, das tue ich nicht. Ich stelle aber fest, dass die derzeit in D/A/CH Verantwortlichen Politiker immer noch nach Prinzip Hoffnung agieren.
Man ist sich einig, was man nicht will und handelt entsprechend. Abschalten von Kraftwerken ist wohlfeil und geht schnell. Gleichzeitig stellt sich heraus dass der Ersatz aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert.
Das ist insgesamt keine gute Entwicklung. Wir sehen, dass die Energiepreise in Europa nun weltweit die höchsten sind.
Man reagiert darauf in D heute mit Heizkostenzuschüssen um Gelbwesten-Unruhen vorzubeugen.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/se...f-c192c2bf9ce3

Das wird aber nichtständig möglich sein, wenn man ständig an der Steuer- und Abgabenschraube dreht. Das Debakel bei der KfW-Förderung kommt dazu.

Und bei der CO2-Emission tut sich dabei so gut wie nichts.

Das kann man jeden Tag hier sehen:
https://app.electricitymap.org/zone/DE

Ich bin gespannt wie lange das noch gut geht. Teuer und ineffizient. Das ist das Fazit der planwirtschaftlichen „Energiewende“.

Aber wie heisst es so schön?
Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird?
Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.

steve.hatton 02.02.2022 13:04

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232626)
.... Das Debakel bei der KfW-Förderung kommt dazu.

...

Es war eigentlich zu erwarten, dass vor dem Auslaufen einer Föderung (Beschluss der Vorgängerregierung) eine Antragsflut stattfindet.
Das sind handwerkliche Fehler - aber es wird ja zurück gerudert und nun alles was bis 25.1.(?) beantragt ist ausgeführt; eigentlich sollte das bis 31.1. gelten, denn das war das ursprüngliche Datum des ablaufs der Förderung, afaik.
(Das Zurückrudern musste wohl zwischen Lindner und Habeck ausdiskutiert werden...)
Da KfW 55 inzwischen allerdings mehr oder weniger Standard im ist, war eine Förderung schon ein wenig fragwürdig, sodass eine Anpassung der Förderrichtlinien notwendig ist.

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2232626)
...
Das kann man jeden Tag hier sehen:
https://app.electricitymap.org/zone/DE
....


Die Angaben irritieren mich ein wenig, wieso nutzt man die Leistung der AKWs zu 108%(?), aber Wasserkraft nur zu 21 % ?

Stellt sich noch die grundsätzliche Frage, ob der ursprüngliche (und später widerrufene) Atomausstieg ordentlich gerechnet war ....sprich ob die Alternativen in der Zeit bis zum Ende (2038?) realisierbar gewesen wären.

Letztendlich aber trotzdem irrelevant, denn die Lage ist wie sie ist, nur dass Autobahnen relativ "zügig" genehmigt werden können und Stromtrassen nicht, lässt mich schlussfolgern, dass Mobilität (mein heilig`s Blechle) halt wichtiger ist als eine sichere Stromversorgung, oder liege ich da falsch?

amateur 02.02.2022 14:20

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2232648)
Die Angaben irritieren mich ein wenig, wieso nutzt man die Leistung der AKWs zu 108%(?), aber Wasserkraft nur zu 21 % ?

Wenn Du 100% der installierten Leistung der Wasserkraft nutzen würdest, wären wahrscheinlich nächste Woche alle Talsperren leer.

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2232648)
Stellt sich noch die grundsätzliche Frage, ob der ursprüngliche (und später widerrufene) Atomausstieg ordentlich gerechnet war ....sprich ob die Alternativen in der Zeit bis zum Ende (2038?) realisierbar gewesen wären.

Du glaubst doch nicht, dass da irgendwer etwas genau berechnet hat? Oder das da in der Zwischenzeit jemand einen Plan hätte?

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2232648)
Letztendlich aber trotzdem irrelevant, denn die Lage ist wie sie ist, nur dass Autobahnen relativ "zügig" genehmigt werden können und Stromtrassen nicht, lässt mich schlussfolgern, dass Mobilität (mein heilig`s Blechle) halt wichtiger ist als eine sichere Stromversorgung, oder liege ich da falsch?

Die Autobahnen, die heute genehmigt werden haben in der Regel Planungen, die 30-60 Jahre zurückliegen.

Stephan

ha_ru 02.02.2022 16:25

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2232593)
Damit es nicht ganz so einseitig wird, beim Bau von Atomkraftwerken verschätzt man sich bei den Kosten und der Bauzeit auch gerne mal ganz massiv. Und das sogar außerhalb Deutschlands. Ist hier beim ZDF ganz gut zusammengefasst.

Ich habe neulich ein Interview mir einem Fondsmanager gehört. Der hat ausgeführt dass für die von Ihnen gemanagten Fonds neue Atomkraftwerke zu finanzieren ausscheidet, da der damit produzierte Strom bei den derzeitigen Auflagen der EU mit 20Cent/kwh einfach viel zu teuer sei. Zduem würden neu geplante AKWs sowieso frühestens in 20 Jahren ans Netz gehen und als Brückentechnolgie damit auscheiden. und sind wegne des aufwändigen baus, Rückbaus und der Gewinnung des Brennstoffs mit nicht Co2-Neutral, liegen in ihrer Co2-Bilanz weit über Windkraft und Solarenergie.

Zum Auslaufen der KFW55 Förderung:
Es gab mal in der FAZ einen Artikel mit dem Thema: "Alles unter einem Effizienhaus 70 ist unwirstchaftlich." , keider hinter Bezahlsperre. Alternativ hier ein freier Artikel dazu. Wie immer kommt es auf den Einzelfall an, aber die bisherige Förderung war nicht zielführend, diente in überwiegendem Teil dazu aufwenige Technik verlaufen zu können. Dem Bauherren bleib am Ende wirtschaftlich kein Vorteil.

Bei mir selbst und in meinem Bekanntenkreis bei drei Objekten durchexerziert. KFW70 Standard war das Kostenoptimum. Dass ausgerechnet die zwei Altbauten (Baujahr 1953 und Baujahr 1989) am Ende zu Plusenenegiehäusern wurden (also Häuser die im Jahresverlauf mehr Energie produzieren als konsumieren) und der KFW55 Neubau das nicht schaffte, liegt an der Ausstattung und Verhältnis von nutzbaren Dachflächen zu Kubikmetern umbauten Raumes. Da sind 4 PV-Module auf dem Dach besser investiertes Geld mit weniger Ressourcenverbrauch als der Mehraufwand von KFW70 Standard zu KFW 55 Standard. Mein Vorteil war, das ich ohne es zu Wissen schon 1989 Haus gebaut hatte, das vom tatsächlichen Energiebedarf in etwa einem KFW70 Haus entspricht, obwohl es gemäß Normberechnung viel schlechter ist. Liegt vor allem daran, dass ich unbeheizte Pufferflächen im Norden und Osten habe. Wird in der Norm gar nicht berücksichtigt.

Ich habe daher auf die ganze KFW-Förderung bei der energetischen Sanierung verzichtet, da ich wegen der Anforderungen nach Abzug der Förderung eine höhere Investition und eine Amortisationsdauer von mehr als 40 Jahren gehabt hätte.

Wenn ich die aktuellen Beiträge höre, dass wegen der wegfallenden Förderung sich Bauvorhaben nicht mehr realisieren lassen denke ich daher immer:
1. Da muss in der Planung was schiefgelaufen sein.
2. Wenn es dazu führt dass weniger gebaut wird, gehen die Baupreise vielleicht wieder auf Normalniveau runter.
3. Es wid eben alles nicht so heiß gegessen wie gekocht.

frame 02.02.2022 17:30

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2232668)
Ich habe neulich ein Interview mir einem Fondsmanager gehört. Der hat ausgeführt dass für die von Ihnen gemanagten Fonds neue Atomkraftwerke zu finanzieren ausscheidet, da der damit produzierte Strom bei den derzeitigen Auflagen der EU mit 20Cent/kwh einfach viel zu teuer sei. Zduem würden neu geplante AKWs sowieso frühestens in 20 Jahren ans Netz gehen und als Brückentechnolgie damit auscheiden. und sind wegne des aufwändigen baus, Rückbaus und der Gewinnung des Brennstoffs mit nicht Co2-Neutral, liegen in ihrer Co2-Bilanz weit über Windkraft und Solarenergie.

Ich stimme dir zu dass es in Westeuropa sehr unsinnvoll wäre neue "Standard"-AKW zu bauen. Deshalb denken Frankreich und England ja auch an Mini-AKW, man forscht an Thorium-Reaktoren, was auch immer. Einfach technologieoffen statt verbohrt "Atom muss gefährlich sein".
Manche AKW-Gegner sind ja auch noch gegen Fusionsreaktoren.

Aber warum man fertige, funktionierende, im Vergleich sehr sichere AKW abschaltet und stattdessen Strom aus Kohle erzeugt, während um uns herum ältere Reaktoren weiterlaufen und neue gebaut werden, das ist mir völlig rätselhaft.

ha_ru 02.02.2022 20:34

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2232673)
Aber warum man fertige, funktionierende, im Vergleich sehr sichere AKW abschaltet und stattdessen Strom aus Kohle erzeugt, während um uns herum ältere Reaktoren weiterlaufen und neue gebaut werden, das ist mir völlig rätselhaft.

Nicht nur Dir.

Das war eine Überreaktion der vorherigen Koalition auf Fukushima, die uns Stromkunden und Steuerzahler viel Geld kostete. Die Stromkonzene habe sich das hHin- und her immer bezahlen lassen und fahren jetzt die Kohlekraftwerke per Laststeuerung so im Verschleiß, dass sie bei Abschaltung zum Termin weitgehend verschlissen sind.

twolf 02.02.2022 21:34

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2232692)
Nicht nur Dir.

Das war eine Überreaktion der vorherigen Koalition auf Fukushima, die uns Stromkunden und Steuerzahler viel Geld kostete. Die Stromkonzene habe sich das hHin- und her immer bezahlen lassen und fahren jetzt die Kohlekraftwerke per Laststeuerung so im Verschleiß, dass sie bei Abschaltung zum Termin weitgehend verschlissen sind.

Laststeuerung geht immer über die Turbinenreglung.
Die Dampferzeugung ist ganz scchlecht Regelbar bei Kohlekraftwerke.

Kohle und Atomkraftwerke können nicht schnell Zur Anpassung des Strombedarfs Runter oder Raufgefahren werden.
Und sind damit immer Grundlast Stromerzeuger!

Auserdem ist das ganz Normal, Die Politik gibt Rahmenbediegungen vor.
Und seit wann Planen den Regierungen die Technische Umsetzumng?
Das Regelt der Markt! Wir sind doch keine Plamwirtschaft?


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