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-   -   Ein Hobbyist verabschiedet sich von der DSLR Fotografie (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=96571)

baerlichkeit 12.11.2010 18:38

Zitat:

Zitat von Stoney (Beitrag 1102127)
Jo, aber sag ihnen im Urlaub mal, dass man am nächsten Morgen um 6 Uhr noch mal an die gerade besuchte Stelle muss, weil nur dann das Licht gut genug ist für ein Foto. ;)

Dann sagt meine Liebste: 'Viel Spaß, bring Brötchen mit!'

:mrgreen:

Dicker Daumen 12.11.2010 19:24

Aus Platz- u. Fairnessgründen gekürzt:
Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1102110)
Was ich lese, sehe und Höre ist, ...
Gruß Wolfgang

Herzlichen Dank, Wolfgang für dieses Statement!
Das unterschreibe ich Wort für Wort!
Gerne benutze ich in o.g. Frustsituationen die Worte: "Das Problem liegt genau zwischen meinen eigenen Ohren."

Crimson 12.11.2010 19:47

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1102110)
Es wird still um den User, der nun seit Monaten um Anerkennung kämpft.

ein oft zu beobachtendes Phänomen bzw. Problem, das (wenn der Fotografiefrust nicht ein Symptom ganz anderer Probleme ist) ganz einfach durch Umsetzung folgender wunderbarer Sätze gelöst werden kann:
Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1102110)
Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass das Wichtigste eine innere Ruhe, ein kreatives Auge und nicht der Zwang ist, ständig alles ablichten oder zeigen zu müssen. ...

Denn was als Bild nachher heraus kommt, bestimme immer noch ich und nur die Kamera ermöglicht es mir diese Situation festzuhalten.

Der Aufmerksamkeit Anderer wird diesbezüglich viel zu viel Bedeutung beigemessen und das ist es auch meist, was ein Hobbyfotografen frustriert zurücklässt. Nachlassendes Interesse an Ihm, an seiner Person, an seinen Bildern. Und ob ich mich an dem Wettrüsten beteilige oder nicht, liegt doch in meiner Hand. ;)

:top::top::top:
genau so sehe ich (sehen wir) das auch. Ich fotografiere für mich (bzw. wir für uns).

BadMan 12.11.2010 19:57

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1102110)
Wenn der Hobbyfotograf mit dem hervorragenden Equipment, dass er sich zugelegt hat, nicht die gewünschten oder erhofften Bilder erhält, woran liegt es denn? Mit Sicherheit an den unzureichenden Fähigkeiten des Fotografen und gewiss nicht an der Ausrüstung. Gesucht wird dann aber im Internet oder in Foren nach Randunschärfen, CA´s, Dezentrierung, Front oder Backfokus.
Nur bei sich selbst, sucht man den Fehler nicht.

Oder aber man erkennt, dass der Fehler bei einem selber liegt, sieht aber auch, da die Ansprüche an die eigenen Fotos inzwischen gestiegen sind, dass es viel Engagement, Üben und Lernen benötigt, um sich um das gewünschte Maß zu verbessern.
Man ist auf der anderen Seite aber nicht bereit, für sein (vielleicht nicht einziges) Hobby soviel Zeit und Mühe zu investieren, sondern will einfach nur mit Spaß fotografieren.
Die Bilder werden also nicht besser und man ist weiterhin unzufrieden und verliert vielleicht auch deswegen die Lust an seinem Hobby.

Zumindest könnte ich mir so ein Szenario vorstellen.

Und ab und zu, denke ich, kommen solche Gedanken bei mir auch mal hoch. Dann wird einfach eine Auszeit genommen, und danach geht es mit dem gleichen Spaß wieder weiter.

About Schmidt 12.11.2010 20:58

Zitat:

Zitat von baerlichkeit (Beitrag 1102129)
Dann sagt meine Liebste: 'Viel Spaß, bring Brötchen mit!'

:mrgreen:

So ist es,
warum im Urlaub nicht auch einmal allein losziehen? In 14 Tagen Mallorca muss man sich doch nicht ständig auf der Pelle sitzen?

Morgens mit dem Mietwagen für 2-3 Stunden ab in die Landschaft und zum Frühstück mit frischen Brötchen und frisch aufgebrühtem Kaffee zurück. Ich denke das hält die beste Familie aus.

binbald 12.11.2010 21:21

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 1102198)
Morgens mit dem Mietwagen für 2-3 Stunden ab in die Landschaft und zum Frühstück mit frischen Brötchen und frisch aufgebrühtem Kaffee zurück. Ich denke das hält die beste Familie aus.

Wenn das nicht eine Motivation ist, den Ehegatten zur Fotografiererei zu bringen!!

Elric 13.11.2010 17:34

Ich fotografiere ja auch gerne. Ich muss aber nicht um jeden Preis fotografieren. D.h. so gerne ich meine Kamera auch dabei habe, so gut kann ich sie aber auch mal zu Hause lassen.
Oder ich habe sie beispielsweise nur mit einem Objektiv dabei und gut ist. Letztes Jahr im Urlaub wollte ich die Kamera sogar komplett zu Hause lassen. Den Aufschrei meiner Frau müsste man heute noch hören:lol::lol:: Wir fahren doch nicht nach Kreta und Du lässt die Kamera hier in Deutschland:!:.

kvbler 13.11.2010 18:00

Zitat:

Zitat von Elric (Beitrag 1102546)
Ich fotografiere ja auch gerne. Ich muss aber nicht um jeden Preis fotografieren. D.h. so gerne ich meine Kamera auch dabei habe, so gut kann ich sie aber auch mal zu Hause lassen.
Oder ich habe sie beispielsweise nur mit einem Objektiv dabei und gut ist. Letztes Jahr im Urlaub wollte ich die Kamera sogar komplett zu Hause lassen. Den Aufschrei meiner Frau müsste man heute noch hören:lol::lol:: Wir fahren doch nicht nach Kreta und Du lässt die Kamera hier in Deutschland:!:.


Schließe mich den an.
Auch wenn ich zu oft den Rucksack dabei hab:oops:
Endstadium momentan erreicht, was den Body betrifft.
Doch lese und schreibe ich hier gerne(zuviel?)

NitroTrinker 14.11.2010 01:57

Zitat von About Schmidt Beitrag
Zitat:

Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass das Wichtigste eine innere Ruhe, ein kreatives Auge und nicht der Zwang ist, ständig alles ablichten oder zeigen zu müssen. ...

Denn was als Bild nachher heraus kommt, bestimme immer noch ich und nur die Kamera ermöglicht es mir diese Situation festzuhalten.

Der Aufmerksamkeit Anderer wird diesbezüglich viel zu viel Bedeutung beigemessen und das ist es auch meist, was ein Hobbyfotografen frustriert zurücklässt. Nachlassendes Interesse an Ihm, an seiner Person, an seinen Bildern. Und ob ich mich an dem Wettrüsten beteilige oder nicht, liegt doch in meiner Hand.
Genau so ist es und ich kenne es nur all zu gut. Ein groß Teil meiner Fotos entsteht aus Langeweile, klingt komisch ist aber so. Wenn ich mit Freunden weg bin genieße ich doch lieber den Abend anstelle Fotos zu machen. Wenn ich auf einer Veranstaltung bin schaue ich lieber den Künstlern zu anstelle sie durch das Guckloch meiner Kamera zu sehen.

Das ist ein Punkt den ich sehr oft sehe, vor allem auf Abschlussbällen, bei Festivals oder anderen Veranstaltungen.
Wissen die Leute überhaupt noch was genau geschehen ist oder haben sie nur Fotos gemacht?

lichtermehr 14.11.2010 10:37

Hallo. Ich kenne Dich weder persönlich noch durch Diskussionen hier.
Aber etwas fällt mir spontan ein zu dem von Dir geschriebenem: Wenn Du weiter Fotografieren willst, aber mit einfachem Equipment, sollte eine kleine Kamera Dir technisch die gleichen Möglichkeiten bieten, in Vergleich zu dem , was Du bisher gemacht hast, aber eben sehr eingeschränkt.
Die Frage, die sich mir stellt ist, ob Du nicht einfach mal Deinen Anspruch, Deine Erwartung, deine Herangehensweise überdenken kannst?!

Du hast ein Equipment, damit läßt sicher viel machen. Warum soll man es ausbauen, wenn man damit Fotografieren kann? Wenn Du aber abrüstest, werden die Möglichkeiten geringer, und Du machst (vermutlich, falls nicht günstig gebraucht gekauft) Verlust. Wenn Du einige Zeit wartest mit dem endgültigen Ende, werden dir vielliecht die Möglichkeiten, die Du innerhalb DEINES PERSÖNLICHEN Rahmen hast, klarer. Vielleicht einfach mit eine zeitlang Festbrennweite "back to roots"gehst und die Einfachheit zelebrierst und dich durch die Festbrennweitenbeschränkung mehr auf das Motiv konzentrierst als auf die Ausrüstung, möglicherweise siehst dann DEINEN Weg als HANDWERKER, vielleicht ja auch als KREATIVER HANDWERKER, wenn schon nicht als KUNST-HANDWERKER?
Für mich war Handwerk schon immer etwas sehr kreatives. Und für mich verschwimmt bei einem leidenschaftlichen Handwerker oft die Grenze zur Kunst.
Und letzlich ist Kunst immer mit dem KÖNNEN des jeweiligen Handwerks verknüpft, die Beherrschung von Technik ermöglicht die Umsetzung kreaativer Ideen, Eingebungen.

Wo man Fotografie einordnet und sich selber sieht, ist sicher eine Frage des Standpunktes. Und diese -Deine Überlegung kenne ich auch.
Aber der Sinn einer jeden Tätigkeit (Im Idelafall auch der beruflichen) sollte in erster Linie sein, Freude zu bringen. Und an eigenen, unrelistischen Vorstellungen und Erwartungshaltungen bin ich auch schon gescheitert, aber das muß ja nicht so bleiben. Ich als Mensch kann meine Sicht Ändern, neues Sehen auf die Dinge lernen.

Wie oben schon mal erwähnt, vorschnelles Verkaufen kann teuer werden. Gute Objekitve haben gebraucht ja einen gernigen Wertverlust, vieleicht wirklich einige Zeit warten, wie sich Deine Sicht entwickelt? Auf der anderen Seite wird vermutlich nächstes Jahr die neue 5d M3 kommen, das wird für die 5D wohl einen Preisverfall bedeuten. Jetzt gibt es noch ca. 800-900 Euro. Das am Rande.

Das viel mir spontan ein, alles gute mit Deiner Entscheidung, wie auch immer die im Detail aussehen wird.

Die Idee zu malen gefällt mir SEHR gut.


PS

Habe jetzt erst die Beiträge auf der zweiten Seite entdeckt. Ein schöner Thread, macht mich nachdenklich:-)


PPS

Ok, sind ja mehr als 2 Seiten. Sehr, sehr interessant.
In mir tat sich auch oft die Frage nach dem Zwang auf, warum unbedingt jetzt Fotos machen zu müssen, warum müssen die unglaublich gut werden...
Liegt es am Equipentment, dass sie nicht so sind, wie ich gerne hätte.... Bei einigen Bildern ist es so, hätte definitv besssere Linsen und eine aktuellere Kamera gebraucht, für das was ich machen wollte.
Aber oft hat mir die Ruhe gefehlt, mich mit der jeweiligen Situation auseinanderzusetzen. Da war es dann ich, der Mann hinter der Kamera.

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 1102161)
ein oft zu beobachtendes Phänomen bzw. Problem, das (wenn der Fotografiefrust nicht ein Symptom ganz anderer Probleme ist) ganz einfach durch Umsetzung folgender wunderbarer Sätze gelöst werden kann:
:top::top::top:
genau so sehe ich (sehen wir) das auch. Ich fotografiere für mich (bzw. wir für uns).

Eben genau das. Ich mache das hier für mich, nicht für Anerkennung in Foren oder sonst etwas. Zuspruch ist sicher wichtig, aber eben nicht alles.

Ich möchte weiter Fotografieren, bin allerdings gerade auch dabei auszuloten, in wie weit mir eine bessere Ausrüstung hilft, meine Projekte umzusetzen.

Manchmal hilft viel auch wirklich viel.
Und manchmal ist weniger einfach mehr.
Punkt.
.

---------- Post added 14.11.2010 at 11:07 ----------

Zitat:

Zitat von malo (Beitrag 1100790)
über solche Dinge nachzudenken finde ich sehr löblich :top::top::top:

Ich bin sicher, viele hier kennen die beschriebenen Situationen. Toll, dass du darüber sprichst.

Für mich persönlich habe ich folgenden Weg gefunden:
- die Kamera ist nicht immer dabei
- ich unterscheide zw. Familienausflug und Foto-Tour
- beim Familienausflug mache ich nur "Schnappschüsse" ohne Objektivwechsel und Stativ, z.B. im Urlaub, wandern usw. "nur" Body1 mit Tamron1750 & Body2 mit 70300G im Slingshot bzw. Sniper
- wenn ich mal Lust auf Fotos bei Sportveranstaltungen, Konzert o.ä. habe mache ich das ab und zu gezielt und ohne Familie
- im Zoo, Tierpark oder auf Städtetour kann man sich mal eine Stunde trennen und ich gehe dem Hobby nach..
- usw.

Gruß, Lothar

Nur keinen Zwang daraus machen, ist meine Devise. Aber auf der anderen Seite möchte ich "Schußbereit" sein, wenn es darauf ankommt.

Dafür hat der liebe Gott dem Menschen die Eingebung geschenkt, Zoomobjektive zu entwickeln:-) Und es gibt sogar TELEKONVERTER... Für Minimalequipment


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