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HaPeKa 15.07.2023 16:29

Zitat:

Zitat von kiwi05 (Beitrag 2280849)
Wenn man sich mit einem Schachbrettfalter auf einer Blüte beschäftigt und dann gesellt sich ein Zweiter dazu......dann ist es fein, wenn der AF-C den Fokuspunkt fix umstellt. :D

Sehr schön, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und alles richtig macht :top:

joker13 15.07.2023 16:31

Zitat:

Zitat von bruno5 (Beitrag 2280876)
Ich möchte heute ein dokumentarisches Bild von einem großen Nachtfalter zeigen, den ich kürzlich am Gardasee am Nachmittag kurz gesehen habe. Wenn ich mich nicht irre, müsste es sich um eine Palmenmotte (Paysandisia archon) handeln. Die Art stammt eigentlich aus Südamerika und wurde laut Wikipedia am Ende des 20. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt. :shock: Die Raupen des Schmetterlings befallen Palmen.


Bild in der Galerie

In Südeuropa inzwischen ein gefüchteter Palmenkiller!
Die werden dehalb dort massiv mit Chemikalien bekämpft.
Dass die jetzt schon am Gardasee sind wundert mich allerdings, dort gibt's ja nicht soo viele Palmen.

bruno5 15.07.2023 17:01

Zitat:

Zitat von joker13 (Beitrag 2280878)
In Südeuropa inzwischen ein gefüchteter Palmenkiller!
Die werden dehalb dort massiv mit Chemikalien bekämpft.
Dass die jetzt schon am Gardasee sind wundert mich allerdings, dort gibt's ja nicht soo viele Palmen.

Es gibt am Gardasee zwar keine Palmen-Plantagen, aber so selten sind diese Bäume am Lago nun auch wieder nicht. ;) Ich habe auf die Schnelle im Netz eine Sichtung der Palmenmotte am Gardasee aus dem Jahr 2019 gefunden. Ist also schon länger vor Ort.

https://www.actias.de/forum/thread/6...see-bestimmen/

Die Palmenmotte wurde aber auch schon in Karlsruhe z.B. im Jahr 2017 gesichtet, d.h. der Sprung über die Alpen ist auch schon vollzogen worden.

https://www.schmetterling-raupe.de/art/archon.htm

joker13 15.07.2023 17:41

Zitat:

Zitat von bruno5 (Beitrag 2280881)
Es gibt am Gardasee zwar keine Palmen-Plantagen, aber so selten sind diese Bäume am Lago nun auch wieder nicht. ;) Ich habe auf die Schnelle im Netz eine Sichtung der Palmenmotte am Gardasee aus dem Jahr 2019 gefunden. Ist also schon länger vor Ort.

https://www.actias.de/forum/thread/6...see-bestimmen/

Die Palmenmotte wurde aber auch schon in Karlsruhe z.B. im Jahr 2017 gesichtet, d.h. der Sprung über die Alpen ist auch schon vollzogen worden.

https://www.schmetterling-raupe.de/art/archon.htm

Das erinnert mich als vor einigen Jahren die ersten Holzbienen hier aufgetaucht sind. Ich glaube, die waren sogar meldepflichtig! Die sind in USA ein großer Schädling für vielen die Wohnhäuser aus Holz. Inzwischen sieht man die in den Sommermonaten sehr häufig an Blüten etc. Schäden sind wohl kaum zu befürchten.
Man darf gespannt sein, was noch alles zu und kommt :D

HABU 17.07.2023 21:01

Endlich war ich auch wieder öfter einmal auf Schmetterlings Tour.
Dabei gab es auch eher seltene Funde wie den

Quendel oder Thymian Ameisenbläuling (Phengaris arion)


Bild in der Galerie

Oder den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) die Gebirgsversion


Bild in der Galerie

Den Eis Mohrenfalter (Erebia pluto) habe ich auf 2500m Seehöhe gefunden.


Bild in der Galerie

Viele Mohrenfalter waren zu sehen, vorwiegend Weißbindige


Bild in der Galerie

und diese Stelle war wohl sehr Mineralsalzreich.


Bild in der Galerie

vom großen Perlmuttfalter, über Scheckenfalter, Weißbindige Mohrenfalter war einiges vertreten, fehlten nur die Bläulinge, die sonst an solchen Stellen massenhaft versammelt sind. Aber die machen sich derzeit rar, war wohl das Frühjahr zu kalt.
Ansonsten sind noch aufällig viele Schwalbenschwänze zu sehen, auch auf 2500 m nicht selten.
Und als Nachschlag noch einen kleinen Permuttfalter


Bild in der Galerie

LG
Bruno

Ernst-Dieter aus Apelern 17.07.2023 22:34

Zum letzten Bild. Das Seitenlicht auf den rechten Flügel ist phantastisch und wertet das Motiv auf!:top:
Habu, mache doch bitte noch eine Ausschnittverdrößerung, das Motiv verlangt förmlich danach und würde noch deutlich besser wirken. Besonders rechts ist zuviel toter Raum.

weris 17.07.2023 22:36

Sehr schöne Bilder. Mir scheint, dass die Artenvielfalt in den höheren Lagen fast größer ist als bei uns im (Donau)Tal. Und die Bestimmung, besonders bei den diversen Bläulingen, Scheckenfaltern, Perlmuttfaltern etc. entsprechend schwierig. Schön, dass man hier immer wieder etwas lernen kann!

Itscha 18.07.2023 08:45

Zitat:

Zitat von kiwi05 (Beitrag 2280787)
Das Schachbrettchen ist für mich der Sommerfalter.
Lokal sind sie sehr häufig, woanders rar.

Ja, tatsächlich. Ich hatte schon länger bei uns keinen mehr gesehen, und letztens in der Eifel hunderte auf einer Wiese. tolles Schauspiel.

HABU 18.07.2023 09:12

Ernst Dieter, das ist schon ein starker Crop, aber ich hab es trotzdem noch vergrößert, ist jetzt aber schon über der 100 Prozent Ansicht. Da sieht man aber, was mit den 100-400 möglich ist. Das mit dem Licht hat aber etwas und genau darum habe ich es auch ausgewählt, hätte auch welche wo ich näher dran war, aber ohne das gute Licht.


Bild in der Galerie

Ja Weris, die Bestimmung ist oft ein Problem, aber wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann kann da oft die Bestimmungshilfe im Lepiform weiterhelfen. Da gibt es viele Fototafeln und man kann auch Bilder einstellen und bestimmen lassen.
Gerade bei den Scheckenfaltern, Perlmuttfaltern und Bläulingen ist das oft schwierig, aber die ich jetzt gezeigt habe, sind eindeutig selber zu bestimmen. Nur den Eis Mohrenfalter habe ich bestimmen lassen, der ist mit den 2 Augen eine Unterart.

Ansonsten ist auch bei uns auf 1300*m im Tal die Vielfalt nicht so groß wie auf den Bergen. Aber das sind auch die letzten Rückzugsgebiete und viele Wiesen, die ich aus meiner Kindheit kannte, sind inzwischen Wald und am meisten Schmetterlinge findet man auf den Böschungen der Forstwege und teils auch auf gut gepflegten Schipisten. Und genau da wettert der Umweltschutz dagegen, aber sonst würde alles einfach dem Wald überlassen und für Insekten und Schmetterlinge bleibt dann wenig übrig.
Wie das dann die EU mit der Renaturierung meint, bin ich noch gespannt. Die Natur renaturiert schon von selber, aber bei uns Richtung alles Wald. Wir haben da sicher seit den 60er Jahren schon mehr als 20% Kulturfläche verloren. Eigentlich brauchen wir für die Vielfalt gerade die Kulturflächen, die aber mühsam und kleinflächig bewirtschaftet werden sollten.

Ernst-Dieter aus Apelern 18.07.2023 09:29

Es ist ein Superbild, ein Eyecatcher!:top:


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