SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Sony A-Mount Kameras (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=24)
-   -   Gibt es eigentlich Wechsler von RAW nach JPG? (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=119861)

Itscha 03.07.2012 08:20

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 1336338)
Ein Glaubenskrieg ist es nur für diejenigen, die den Nutzen vom SLT nicht kennen.

Die Dunkelkammer wurde hier angesprochen. Genau so verschwindet das RAW. Schlechte Nachrichten für RAW Junkies.

Ich bin weit davon entfernt, ein RAW-"Junkie" zu sein, dennoch habe ich schon lange kein JPEG ooc mehr verwendet.
Es kann unmöglich dein Ernst sein, dass JPEG mehr Möglichkeiten bietet, als ein RAW. Und das hat doch auch nix mit Glaubenskrieg zu tun.
Es ist durchaus nachvollziehbar, wenn einige Leute mit der A77 wieder häufiger oder sogar standardmäßig JPEG nutzen, weil die Qualität der JPEG aus der Kamera sehr gut ist. Das werde ich wahrscheinlich auch machen. Aber dass das RAW mehr Möglichkeiten bietet, kann man doch nicht ernsthaft bestreiten?
Deine Aussagen wie "Das RAW hat keinen Nutzen mehr" sind entweder völlig unreflektiert oder sollen unnötig provozieren. Beides ist nicht hilfreich.

03.07.2012 08:32

Gesagt habe ich: JPG + A77 bieten mehr Möglichkeiten als RAW und Klappspiegel!

mrieglhofer 03.07.2012 08:37

Jetzt ist der Thread wohl am Ende angekommen.

Erinnert mich an: "morgen ist Weinachten" "ist mir egal, da gehe ich eh nicht hin"
Völliger Mangel an Grundverständnis, gepaart mit missionarischem Eifer. Da bleibt nur Staunen.

Itscha 03.07.2012 08:40

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 1336343)
Gesagt habe ich: JPG + A77 bieten mehr Möglichkeiten als RAW und Klappspiegel!

Das hast Du vielleicht gedacht. Gesagt hast Du was anderes.
Und JPEG und A77 zusammen bieten nur deshalb mehr Möglichkeiten, weil die Bilder mit "Sonderfunktionen" wie (ohne jetzt genau recherchiert zun haben) Multiframe-Rauschunterdrückung, Panorama, HDR, smart-Konverter usw. nur in JPEG ausgegegben werden können. Und das hat doch nicht wirklich was damit zu tun, ob man RAW oder JPEG nutzt.

Alison 03.07.2012 09:12

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1336347)
Jetzt ist der Thread wohl am Ende angekommen.
.

Das sehe ich auch so.

TONI_B 03.07.2012 09:13

Was hat das SLT-Prinzip mit RAW vs. JPG zu tun? :roll:

Ich kann dem TO auch überhaupt nicht folgen!

Trotzdem wären Bildbeispiele, wo man deutlich den Vorteil von RAW sieht, eine Hilfe für Leute, die beginnen sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

André 69 03.07.2012 09:16

Guten Morgen,

... was ich nicht verstehe ist, warum manche versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten?
Müssen Wahlergebnisse geschafft werden wie früher hier* von 99,8% :mrgreen:

Und um noch etwas zum RAW vs. JPEG zu sagen, ich nehme beides, an der A700 noch sinnvoll.

Löwe 03.07.2012 09:20

Ich versuche das mal aus der Sicht eines jahrzehntelangen Dia-produzierers auseinander zu dröseln, ohne den Puristen oder Fachleuten zu nahe zu treten.
Jpeg ist für mich das Foto, ( nehmen wir mal an, einen See in der Abendsonne,) soweit es die technischen Möglichkeiten, mein Können, meine Faulheit, mein Unvermögen RAW in Perfektion zu bearbeiten usw.genauso abzulichten wie ich in in dem Moment sehe.
In 98% der Fälle, gelingt das auch, zumindest wenn ich meine Fotos betrachte.
Die Möglichkeiten etwas zu verändern sind hier sicherlich begrenzt.Aber das will ich auch garnicht.
Mit RAW habe ich die Möglichkeit, dieses Foto in größerem Maße zu bearbeiten, die Wolken noch etwas dunkler zu machen usw.usw. Vielleicht auch etwas mehr herauszuholen. Nur weiß ich nach drei Wochen Urlaub noch wie die Wolken an dem See waren, wie grün das Gras? Das ist etwas womit ich mich schwertue. Das heißt, ich biege mir dann ein Foto aus der Erinnerung zurecht, überspitzt ausgedrückt. Oder ich produziere ein Foto, das zwar supertoll ist, aber mit dem was ich gesehen habe, nichts zu tun hat.
Für jemand, der seine Bilder verkaufen muss, kein Thema.
Ich denke, jeder muss für sich entscheiden, was will ich, was ist mein Ansatz.
Das ist auch eine Entwicklung jedes einzelnen in welche Richtung er geht, wie in vielen anderen Dingen auch, da gibt es sicherlich kein ganz richtig oder falsch.
Ich bin im Moment auch beim experientieren ob RAW oder JPG oder beides. :roll:
Aber egal wie ich fotografiere RAW - JPG, entscheident ist doch, ich möchte mich über meine Fotos freuen und Spass an meinem Hobby haben.
Ich bin dann mal weg :lol:

Alison 03.07.2012 09:53

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1336360)
... Trotzdem wären Bildbeispiele, wo man deutlich den Vorteil von RAW sieht, eine Hilfe für Leute, die beginnen sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Na gut, du hast mich überredet. Ich habe zwar wenig Lust mich mit den TO weiter auseinander zu setzten aber es gibt in diesem Thread viele andere gute Kommentare, deshalb schreib ich nochmal was. Ich würde nie versuchen jemandem von seinem jpg Workflow abzubringen. Wozu auch, schließlich gibt es so viele verschiedene Einsatzgebiete und Vorlieben. Genau deshalb haben unsere Kameras ja all die Knöpfe und Funktionen damit jeder sie so benutzen kann, wie es ihm oder ihr am besten passt.

Was mich stört, ist die Intoleranz anderen zuzugestehen, dass sie für sich einen anderen Weg gefunden habe, und das der genauso gut wie der eigene sein kann .

Aber zu den Beispielen:

http://www.reitstall-helg.de/impress...enen-tuer-2012

Nein, das ist nicht hohe Fotokunst, nicht für irgendeinen Wettbewerb geeignet. Es ist lokale Reportage-Fotografie, hauptsächlich als Erinnerung für die Leute, die da waren. Trotzdem habe ich für mich den Anspruch das so gut wie möglich zu machen, ich denke die Situation ist ähnlich wie bei einer Hochzeit (die ich mir nicht zutrauen würde). Jedes dieser Bilder hätte man auch als jpg hinbekommen, aber ich habe hier in Raw fotografiert weil:
• ich die schwierigen Kontraste in der Halle und außerhalb angleichen konnte, so dass die Bilder homogen wirken
• ich keine Zeit hatte für jedes Bild die optimale Belichtungkorrektur oder DRO Einstellung zu ermitteln
• ich sowieso LR brauche für die Pflege der Metadaten, das Wasserzeichen und die Ausgabe im richtigen Farbraum und mit der richtigen Ausgabeschärfung
• ich so meine Kameraprofil einbinden konnte (Xrite Passport)

Gruß,
Alison

mrieglhofer 03.07.2012 10:12

Zitat:

Jpeg ist für mich das Foto, ( nehmen wir mal an, einen See in der Abendsonne,) soweit es die technischen Möglichkeiten, mein Können, meine Faulheit, mein Unvermögen RAW in Perfektion zu bearbeiten usw.genauso abzulichten wie ich in in dem Moment sehe.
In 98% der Fälle, gelingt das auch, zumindest wenn ich meine Fotos betrachte.
Das ist nachvollziehbar, allerdings ist es so wie es die Kamera sieht. Du selbst siehst ja leider die Sachen ganz anders (Kontrastverhalten, Farbanpassung,...). Jetzt versucht zwar der Hersteller die Kurven und Farben usw. zu biegen, damit es dem Geschmack seiner Tester entspricht, aber mit der Wirklichkeit deiner Sicht hat das Bild natürlich nichts zu tun.
Abler das können die Kameras gut und immer besser. Das besteht in der Tat wenig Grund, sich die Nachbearbeitung anzutun.

Zitat:

Nur weiß ich nach drei Wochen Urlaub noch wie die Wolken an dem See waren, wie grün das Gras? Das ist etwas womit ich mich schwertue. Das heißt, ich biege mir dann ein Foto aus der Erinnerung zurecht, überspitzt ausgedrückt. Oder ich produziere ein Foto, das zwar supertoll ist, aber mit dem was ich gesehen habe, nichts zu tun hat.
Für jemand, der seine Bilder verkaufen muss, kein Thema.
Du sprichst mir aus der Seele. Was ist die Erinnerung? Blöderweise muß ich zugestehen, dass das an was ich mich noch Jahrzehnte nach den Reisen erinnere, die Bilder des Diavortrages sind. Daher ist meine These, dass sich die Erinnerung an die Bilder anpasst und die Realität verdrängt. Damit ist es logisch, dass du die Bilder so bearbeitest, wie du meinst, dass du sie in Erinnerung behalten willst. Wenn eine Abendstimmung durch die WB zu neutral ist, dann kannst du durchaus Wärme dazugeben und in 10 Jahren erinnerst du die dich an die tolle (vielleicht gar nicht so dagewesene) Stimmung ;-)

Gleiches gilt in hohem Ausmaß mittlerweile bei rituellen Feiern und Events. Wenn ich bei einer Erstkommunion die Stimmung in der Kirche aufnehme, ist das zwar toll im Schaukasten der Kirche, interessiert aber die Eltern nur mässig. Die wollen ihr Kind im weißen (nicht gelb, nicht grau) perfekt ausgeleuchteten Kleid mit dem Pfarrer, der optimal ausgeleuchteten Kirche im Hintergrund und vielleicht noch die farbige Scheiben im Gegenlicht, durch die Kirche beleuchtet wird. Und das alles möglichst ohne Blitz bei High Iso im Mischlicht. Das ist weder die Realität noch geht das so. Das kann man tlw. mit DRO machen, ist aber bei Events nicht ausreichend sicher. Damit muß man halt dann die farbigen Scheiben lokal dunkler kriegen, den Pfarrer heller und weniger Gelb (stand ja unter dem Scheinwerfer;-), das Kleid weiß und das Gesicht klar und leuchtend. Das geht mit RAW und partieller Bearbeitung im LR mittlerweile ganz gut. Dabei muß ich durchaus die hellen Stellen mit Wiederherstellung mehr als 1 Blende runterbekommen, dafür die dunklen Stellen mit Aufhellung um 1 Blende oder mehr rauf und die dazwischen liegenden Töne noch kontrastverstärken, damit sie knackig und schön werden. Mit Blitz geht es besser, aber manchmal darf man nicht und dann ist die Belichtung des Blitzes zumindest bei der A850 unter diesen Bedingungen alles andere als konstant.

Nur zur Illustration. Fenster an allen Ecken und Fensterfront hinter dem Tabernakel und Türen an den Seiten sowie Tungsten Scheinwerfer für den Altar. Heißt, praktisch bei jedem Foto wechselndes Gegenlicht. Daher ist das auch alle manuell gemacht.
http://www.pfarrepiusx.info/pages/pf...tkommunion.php


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:17 Uhr.