Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : merkwürdiges Belichtungsproblem
Hallo,
ich wollte die Schärfe meines neuen Sigma 18-125 testen und habe dafür eine Reihe von Bildern mit verschiedenen Brennweiten und jeweils mit offener und geschlossener Blende gemacht.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen: alle Bilder mit geschlossener Blende sind deutlich heller belichtet als die Bilder mit offener Blende. Ich habe die Bilder im Modus A der Kamera gemacht und je nach Licht sollte eigentlich die Verschlusszeit von der Kamera automatisch gewählt werden.
Erwartet hätte ich, das die Bilder gleich belichtet sind.
Hier (http://www.peter-cohrs.de/stativ) findet Ihr die Bilder in voller Größe.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
Peter
mit f5.6
6/DSC00436-1.JPG
-> Bild in der Galerie (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126083)
mit f32
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/DSC00437-1.JPG (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126086)
Hilfe, mein Monitor ist geplatzt!!! :shock:
Stell doch mal die Bilder in kleinerer Größe hier in die Galerie, dann sieht man sie auch mal im Ganzen.
hab die Bilder im Ursprungspost eingefügt.
Peter
Giovanni
15.05.2011, 18:24
Dabei ist mir folgendes aufgefallen: alle Bilder mit geschlossener Blende sind deutlich heller belichtet als die Bilder mit offener Blende.
Die Belichtungsmessung aller DSLRs und SLTs erfolgt bei offener Blende.
Das Belichtungsergebnis bei vollständig offener Blende ist das, was die Kamera "vorgesehen" hat. Wenn man einen anderen Blendenwert als maximale Öffnung wählt, schließt die Kamera die Blende erst während der Belichtung auf den gewünschten Wert, was bei den Alpha-Kameras durch einen Federmechanismus im Objektiv, begrenzt durch einen angetriebenen Blendenmitnehmer vom Kameragehäuse aus erfolgt.
Leider können mechanische Ungenauigkeiten der Blendenübertragungsmechanik im Objektiv dazu führen, dass abgeblendete Bilder entweder dunkler oder heller werden, als sie gemäß Belichtungsmessung sein sollten. Anders ausgedrückt: Die tatsächliche Blende während der Belichtung kann durch diese Ungenauigkeiten vom vorgewählten Blendenwert abweichen. Neben den meist nicht sehr gravierenden mechanischen Abweichungen, die in der Justierung bzw. Toleranzen der Blendenübertragung im Objektiv begründet liegen, gibt es auch die "hängende Blende", wobei die Blende gar nicht oder zu langsam geschlossen wird. Dies kann z.B. durch verölte Blendenlamellen auftreten. In diesem Fall sind abgeblendete Aufnahmen immer heller als erwartet, jedoch in manchmal temperatur- und belichtungszeitabhängigem Ausmaß.
Ich hoffe, dir hiermit geholfen zu haben.
Wenn es ein neues bzw. vom Händler gekauftes Sigma ist, würde ich es reklamieren bzw. umtauschen.
Viele Grüße
Johannes
Von BL 5,6 zu BL 32 sind exakt 5 Blendenstufen. Deine Zeiten sind von 1/25 bis 1/0,76 sec. was auch ziemlich exakt 5 Blendenstufen entspricht. Die Kamera hat also erstmal alles soweit richtig gemacht.
Bleibt eigentlich nur noch die Blende im Objektiv übrig. Teste mal ob diese exakt und schnell komplett schliesst, oder ob sie evtl. irgendwo hängt, was das zu viel an Licht erklären würde.
viele Grüße
aidualk
edit: oh jeh, hab ich lange gebraucht das auszurechnen. Johannes war viel schneller ;)
MichaelN
15.05.2011, 18:33
Bei Objektiven mit starker Randabschattung bei Offenblende ist mir der Effekt schon mal aufgefallen.
@aidualk: die Blende scheint exakt und schnell zu schliessen. Ein Hängen konnte ich nicht feststellen.
@Michael: ist das also "normal"? Oder würdest Du das Objektiv auch zurückgeben?
Gibt es einen Zusammenhang mit der Belichtungsmessung (ich hatte mittenbetont eingestellt)
Vielleicht hätte ich doch das SAL16-105 kaufen sollen :?
Peter
MichaelN
16.05.2011, 17:38
Wenn das Objektiv bei Offenblende eine starke Vignettierung hat, dann würde ich sagen, ist die Belichtungsabweichung normal. Ob es aber normal ist, das bei der Optik eine so starke Vignetierung auftritt, kann ich Dir nicht sagen.
Bei Siechma-Objektiven gibt es andauernd Probleme mit der Belichtung und das liegt wieder mal an falsch programmierten ROMs.
Die Blende ist ja nicht immer der ganz genau der eingestellte Wert, sondern in diesem Fall hat das Objektiv angeblich eine Blende von 32. In Wirklichkeit hat das Objektiv aber eine Blende von bsw. 31 und schon stimmt die Belichtung nicht mehr.
Minolta sieht für sowas Korrekturen in den ROMs der Objektive vor, aber Sigma trägt da mal wieder nichts oder falsche Werte ein.
Gruß
Michi
Yezariael
16.05.2011, 18:37
Bei Siechma-Objektiven gibt es andauernd Probleme mit der Belichtung und das liegt wieder mal an falsch programmierten ROMs.
Sigma-Bashing scheint hier beliebt zu sein... Ich besitze einiges länger Sigma-Objektive als ich hier mitlese... Ist doch einfach Blödsinn zu behaupten das sei ein Sigma-Problem! :flop:
Sigma-Bashing scheint hier beliebt zu sein... Ich besitze einiges länger Sigma-Objektive als ich hier mitlese... Ist doch einfach Blödsinn zu behaupten das sei ein Sigma-Problem! :flop:
es ist ein Sigma Problem mit den ROM's sonst würden die Objektive aus Anno Schnee noch heute an einer A-55 funktionieren:roll:
Das Feststellen tatsächlicher Probleme von und mit Sigma-Objektiven hat nichts mit Bashing zu tun. Das mir kein Sigma-Produkt mehr in's Haus kommt ist auch nur freie Meinungsäußerung.
Grüße,
Jörg
Sigma-Bashing scheint hier beliebt zu sein... Ich besitze einiges länger Sigma-Objektive als ich hier mitlese... Ist doch einfach Blödsinn zu behaupten das sei ein Sigma-Problem! :flop:
Mit Sigma-Bashing hat das nichts zu tun. Das ist die Realität!
Und glaub mir, ich hatte schon einige Sigmas. Ich kann Dir da einiges erzählen, bsw. vom Sigma 70-300 DL. Von diesem Typ kaufte ich letztes innerhalb 2 Wochen 2 Stück günstig und bei beiden stimmte die Unendlichkeitseinstellung nicht und darum knallte jedes Mal die Frontlinse beim fokussieren auf Unendlich im Innern auf einen Metallring. Die Frontlinse hatte bei beiden einen kreisförmigen Kratzer.
Bei original Objektiven kommt sowas so gut wie gar nicht vor und wenn dann sind das Einzelfälle.
Gruß
Michi
Bei Siechma-Objektiven gibt es andauernd Probleme mit der Belichtung und das liegt wieder mal an falsch programmierten ROMs.
Die Blende ist ja nicht immer der ganz genau der eingestellte Wert, sondern in diesem Fall hat das Objektiv angeblich eine Blende von 32. In Wirklichkeit hat das Objektiv aber eine Blende von bsw. 31 und schon stimmt die Belichtung nicht mehr.
Minolta sieht für sowas Korrekturen in den ROMs der Objektive vor, aber Sigma trägt da mal wieder nichts oder falsche Werte ein.
Gruß
Michi
Nicht das ich jetzt der übermäßige Sigma Fan bin, aber gibt es für solche Behauptungen einigermassen zuverlässige, nachvollziehbare Quellen?
Gruß
Thomas
Nicht das ich jetzt der übermäßige Sigma Fan bin, aber gibt es für solche Behauptungen einigermassen zuverlässige, nachvollziehbare Quellen?
Gruß
Thomas
Schau mal hier und im Minolta-Forum nach den Beiträgen des Users "DDD", der hat die ROM-Inhalte von einigen Objektiven analysiert. Siechma-Objektive fallen da vor allem durch fehlerhafte Einträge auf.
Gruß
Michi
Danke, werd ich mir angucken :top:
Gruß
Thomas
na ja, jedenfalls habe ich erst einmal eine Ersatzlieferung angefordert. Mal sehen, ob es da besser ist. Wenn ja, spricht es jedenfalls gegen einen ROM-Fehler ... :D
Giovanni
16.05.2011, 19:52
Die Blende ist ja nicht immer der ganz genau der eingestellte Wert, sondern in diesem Fall hat das Objektiv angeblich eine Blende von 32. In Wirklichkeit hat das Objektiv aber eine Blende von bsw. 31 und schon stimmt die Belichtung nicht mehr.
Minolta sieht für sowas Korrekturen in den ROMs der Objektive vor, aber Sigma trägt da mal wieder nichts oder falsche Werte ein.
Ob es einen blendenabhängigen Korrekturfaktor im Objektiv-ROM gibt, der sich auf die Blendenansteuerung auswirkt, weiß ich nicht. Ich vermute eher nein. Aber unabhängig davon gibt's mechanische Toleranzen und zumindest bei einigen Objektiven auch eine mechanische Justiermöglichkeit.
Dass Sigma nicht gerade für konsistent justierte oder auch nur zu Ende entwickelte Objektive bekannt ist, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden.
Solche Probleme gibt's aber auch bei anderen A-Bajonett-Objektiven, auch solchen, die "Sony" heißen.
Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen, der das gleiche Objektiv im Einsatz hat.
Der Test ist einfach: Kamera aufs Stativ, Steadyshot aus, Selbstauslöser auf 2 Sek., lange Brennweite einstellen, Motiv wählen, 2 Aufnahmen machen: rine mit kleinster und eine mit größter Blende ...
Peter
EarMaster
18.05.2011, 15:17
Jetzt mal ne ganz andere Sache: Ich finde, dass das Bild bei f5.6 falsch belichtet ist, nicht das bei f32. Müssten wir das Problem dann nicht auch bei Offenblende suchen (was ja gegen die Theorie der langsamen Blende spricht)?
ich finde nicht, das die Bilder mit 4 falsch belichtet sind. Bei der Aufnahme mit 26mm ist das sehr deutlich zu sehen. Die Oberflächenstruktur der Vase ist bei Blende 4 (linkes Bild) gut belichtet, bei der rechten Aufnahme (Blende 25) eindeutig überbelichtet und ohne Zeichnung ... (hier (http://www.peter-cohrs.de/stativ) unterhalb der Mitte).
Peter
EarMaster
19.05.2011, 17:52
Ich hab mir nur die Bilder der Uhr angesehen, die hier in der Galerie abgelegt sind. Das Histogramm zeigt da eindeutig, dass das Bild mit f32 sehr ausgewogen belichtet ist und mein Auge sieht das ähnlich.
habe soeben die Ersatzlieferung bekommen und ähnliche Fotos aufgenommen. Es ist immer noch ein Unterschied zwischen kleinester und größter Blende erkennbar - aber er scheint mir geringer zu sein.
Ich stelle die Bilder nach dem Essen mal rein ...
---------- Post added 19.05.2011 at 18:54 ----------
so hier die Bilder mit verschiedenen Blenden ist tatsächlich ein Unterschied in der Belichtung ! Jetzt frage ich mich, ob ich das Objektiv behalten soll, oder ob es zurückgeht und ich eventuell auf ein 16-105 von Sony spare. Fragt sich nur ob das dann besser ist ...
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/uhr_f5-6.JPG (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126330)
f5.6
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/uhr_f22-.JPG (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126332)
f22
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/uhr_f25-.JPG (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126333)
f25
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/uhr_f29-.JPG (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=126334)
f29
Giovanni
19.05.2011, 20:17
[/COLOR]so hier die Bilder mit verschiedenen Blenden ist tatsächlich ein Unterschied in der Belichtung ! Jetzt frage ich mich, ob ich das Objektiv behalten soll, oder ob es zurückgeht und ich eventuell auf ein 16-105 von Sony spare. Fragt sich nur ob das dann besser ist ...
Das ist im Toleranzbereich für die Blendenansteuerung des Alpha Systems.
Es lohnt sich aber, mal nicht nur f5,6 und (fast) ganz geschlossene Blenden zu probieren, sondern auch f8 und f11. Diese mechanischen Abweichungen sind meist zwischen 1 Stufe abgeblendet und zumindest bis 1 Stufe vor max. geschlossener Blende ziemlich gleichmäßig, so dass man sich einigermaßen darauf einstellen (und ggf. mit der Belichtungskorrektur gegensteuern) kann.
Mein Eindruck ist auch, dass es bei diesem Exemplar besser zu sein scheint. Wie gesagt tritt das auch bei Objektiven von Sony auf. Je nach Objektiv mehr oder weniger, aber ich habe schon schlimmere Unterschiede gesehen als bei deinem 2. Sigma 18-125. Andererseits kenne ich das 16-105 nicht aus eigener Erfahrung, vielleicht ist das im Durchschnitt tatsächlich noch besser. Warum gehst nicht einfach in ein Fotogeschäft deines Vertrauens und probierst es aus?
Übrigens finde ich es interessant, dass das mal jemand zur Sprache bringt. Ich hatte es vor ein paar Jahren mal mit meinen damaligen A-Bajonett-Objektiven ausprobiert. Die Toleranzen dieser Ring-und-Hebel-Mechaniken sind schon recht groß. Systeme mit Elektroblende und entsprechender Elektronik im Objektiv verhalten sich in dieser Hinsicht m.E. exakter.