Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A900 und "Olympia-Sonnar" 2.8/180mm für Street Photography
stevemark
14.05.2011, 00:14
Am letzten Wochenende konnte ich mein "neustes" Objektiv für die A900 in Pisa und Florenz so richtig ausprobieren - das "Olympia-Sonnar" 2.8/180mm, eine Konstruktion von 1936.
Die Praxistauglcihkeit der Kombination aus A900, Vertical Grip und eben dem 180mm-Sonnar hat mich überrascht - durch den überaus grossen Durchmesser des Fokussierringes und die präzis gefrästen Schneckengänge geht die manuelle Fokussierung deutlich leichter als bei Minolta-MF-Objektiven - und deutlcih präziser als bei Minolta-/Sony-AF-Objektiven.
Einige Bilder finden sich hier (http://artaphot.ch/gallery?func=viewcategory&catid=12); meine Erfahrungen zusammengefasst habe ich hier im Minolta-Forum (http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=29538). Vielleicht gibt es ja noch andere hier, die mit diesen Linsen fotografieren. Interssieren würden mich v. a. auch Leute, die das Biotar 1.5/75mm aus eigener Erfahrung kennen oder es sogar an der A900 nutzen ;)
Gr Steve
Karsten in Altona
14.05.2011, 01:11
Also in der Streetszene sind 180mm eher verpoent...
Reisefoto
14.05.2011, 04:12
Also in der Streetszene sind 180mm eher verpoent...
Spielt das eine Rolle? Entscheidend ist doch das Ergebnis.
Auch wenn die Konstruktion von 1936 ist, nehme ich an, dass es wesentlich später gebaut wurde und auch dementsprechend vergütet ist, oder?
Die blauen Halos kenne ich von Astroaufnahmen rund um helle Sterne. Auch wenn das Wort "Filter" hier oft als Reizwort gesehen wird: versuch mal ein gutes UV/Skylightfilter hinten im Strahlengang zu verwenden! Wenn du eines findest, dass wirklich bei 400nm "zumacht", ergibt sich vielleicht ein leichter Gelbstich, der aber leicht korrigierbar ist - im Gegensatz zu den Halos.
Blitz Blank
14.05.2011, 14:04
Vielleicht gibt es ja noch andere hier, die mit diesen Linsen fotografieren.
Ich nutze gelegentlich die letzte gebaute Variante des Sonnar 180/2.8 mit besserer MC-Vergütung und Pentacon Six Anschluß an der a850.
Die Schärfe kann offen mit einem Tamron 70-200/2.8 an dessen oberen Ende locker mithalten und ist mindestes im Nahbereich sogar besser.
Mein früheres Tokina 80-200/2.8 läßt es offen klar hinter sich, da das Tokina schon leicht abgeblendet deutlich gewinnt (bzw. offen eben schwächelt).
Das Bokeh finde ich bereits offen einfach nur schön, es ist ungemein weich und harmonisch, (Spitz-)Lichtquellen sind allerdings schwächer.
Der Fokusring mit seiner ausgesprochen weichen und gleichmäßigen Dämpfung über den gesamten langen Verstellweg ist wirklich ein Traum und schon mit der normalen Mattscheibe - eine andere besitze ich nicht - an der a850 gut verwendbar, jedenfalls bei ausreichend Licht.
Neben dem Alter und der damit verbundenen Gefahr verölter Blenden und Fungus hat es einen Haken: 1,4 kg
Andererseits sind 2.8er Tele-Zooms nicht leichter. Da ich kein 200/2.8G besitze könnte ich mir das Gewicht immerhin schönrechnen...
Egeo nehme ich es nur sehr gezielt mit und es muß seinen Platz gegenüber dem Jupiter 37A (135/3.5) erstreiten, das ebenfalls ein sehr schönes Bokeh produziert, sichtbar detailreicher abbildet (bei vergleichbarem Kontrast) und dabei gerade mal ein Viertel des 180/2.8 wiegt.
Meine Schärfebeurteilung beruht jeweils auf dem für mich wichtigen Innenbereich, zu den Randbereichen kann ich wenig sagen.
Frank
Photon42
14.05.2011, 15:19
Danke für die interessante Zusammenfassung. Anpassungen anderer Objektive finde ich nicht uninteressant. Das Sonnar ist nicht vergütet, nehme ich an. Hoffentlich konntest Du den Pilz wirklich perfekt entfernen.
Seit Winter verwende ich ein Leitax-adaptiertes Makro-Planar 100, ebenfalls ohne Springblende (was manchmal etwas stört) und ohne AF (was fast nie stört).
Grüsse
Ivo
CH|ZH
turboengine
14.05.2011, 15:45
Zusammen mit der NEX gibt das Olympia-Sonnar ein nettes Bild ab:
1433/Weisser_Obektivdeckel.jpg
-> Bild in der Galerie (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=116921)
Henry hatte das Teil mal beim Schweizer Stammtisch mit dabei und es wurde mit grossem Interesse beäugt und ausprobiert. Die Bilder mit dem Sonnar haben einen deutlich reduzierten Kontrast gegenüber den modernen Optiken. Das kann ein reizvoller Effekt sein, man bekommt dies aber auch mit Bildverarbeitung hin. Der Spass, mit dem alten Klunker zu fotografieren ist natürlich etwas anderes...
Einige Bilder finden sich hier (http://artaphot.ch/gallery?func=viewcategory&catid=12);
Ähm ... 1200px Hochformat und dann noch nicht mal Scrollbalken auf der Seite ist allerdings ein wenig unpraktisch. :roll:
stevemark
16.05.2011, 01:27
Also in der Streetszene sind 180mm eher verpoent...
Bei mir überhaupt nicht ;) - ich verwende das MinAF 2.8/200mm seit meinem 18. Lebensjahr, und es gehört mit 20mm und 100mm zu meinen Lieblingsbrennweiten ...
Auch wenn die Konstruktion von 1936 ist, nehme ich an, dass es wesentlich später gebaut wurde und auch dementsprechend vergütet ist, oder?
Die blauen Halos kenne ich von Astroaufnahmen rund um helle Sterne. Auch wenn das Wort "Filter" hier oft als Reizwort gesehen wird: versuch mal ein gutes UV/Skylightfilter hinten im Strahlengang zu verwenden! Wenn du eines findest, dass wirklich bei 400nm "zumacht", ergibt sich vielleicht ein leichter Gelbstich, der aber leicht korrigierbar ist - im Gegensatz zu den Halos.
Ja, es ist einfach vergütet und dürfte zwischen 1950-1955 gebaut worden sein (bitte korrigiert mich, wenn's nicht stimmt - ich bin nicht der Zeiss-Spezialist ...). Die Halos stören mich vorderhand nicht; sie bringen den schön sanften "Glow"-Touch in die Bilder hinein ...
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Die Schärfe kann offen mit einem Tamron 70-200/2.8 an dessen oberen Ende locker mithalten und ist mindestes im Nahbereich sogar besser.
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Das Bokeh finde ich bereits offen einfach nur schön, es ist ungemein weich und harmonisch, (Spitz-)Lichtquellen sind allerdings schwächer.
Ja, mein Olympia-Sonnar ist auch deutlich detailreicher als mein MinAF 2.8/80-200 APO, hat aber bei f2.8 etwas weniger Kontrast. Ab f4 ist dann auch der Kontrast vergleichbar. Die exzellente Detailauflösung bei gleichzeitig "weicher" Wiedergabe gewinnt noch deutlich, wenn man die A900-Schärfung auf +2 oder gar +3 stellt. Die Bilder sind dann nich überschärft, haben aber deutlich mehr Details als bei den genannten Zooms. Zudem bleiben die charakteristischen "gehauchten" Überstrahlungen bestehen, die in der Regel sehr harmonisch wirken.
Egeo nehme ich es nur sehr gezielt mit und es muß seinen Platz gegenüber dem Jupiter 37A (135/3.5) erstreiten, das ebenfalls ein sehr schönes Bokeh produziert, sichtbar detailreicher abbildet (bei vergleichbarem Kontrast) und dabei gerade mal ein Viertel des 180/2.8 wiegt.
Interessant. Mein CZJ Sonnar 3.5/135mm (neuere EE-Variante) hat bei Offenblende einen deutlich besseren Kontrast als das CZJ 2.8/135mm; die Auflösung ist vergleichbar.
Meine Schärfebeurteilung beruht jeweils auf dem für mich wichtigen Innenbereich, zu den Randbereichen kann ich wenig sagen.
Frank
Die Randbereiche des "Olympia-Sonnars" kommen @ f2.8 ähnlich wie die des MinAF 2.8/80-200mm APO und deutlich schwächer wie die des MinAF 2.8/200mm. Abgeblendet auf f5.6 sind die Randbereiche des Sonnars wiederum besser als die des SAL 2.8/80-200G und fast so gut wie das MinAF 2.8/200mm APO.
Gr Steve
Blitz Blank
22.06.2011, 22:33
Angeregt durch diesen Thread bin ich einen Tag später mit dem Sonnar (und dem 14er Samyang) losgezogen, um ->Architektur (http://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?p=1190223#post1190223) zu machen aber ein Mal "Street" war auch dabei.
Das Bild heißt "zu kurz"... Fokus, letzter Wurf, Shirt.
Architektur liegt mir besser. Reduzierte Bewegungsunschärfe, wer weiß 8-)
http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/_DSC0131.jpg (http://www.sonyuserforum.de/galerie/details.php?image_id=128226)
Frank