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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » DSGVO ab Mai - Fotographieren schlimmer als in Nordkorea ?
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Alt Gestern, 10:54   #541
meshua
 
 
Registriert seit: 08.08.2005
Ort: Ocean Ave, San Francisco, CA 94112
Beiträge: 5.281
Zitat:
Zitat von Dat Ei Beitrag anzeigen
(...)
Das Recht auf informelle Selbstbestimmung ist einem damit ja nicht genommen. Wer keinen oder einen anderen Namen am Klingelbrett stehen haben möchte, kann das ja durchaus ändern oder ändern lassen.
Du beschreibst einen OPT-OUT - richtig wäre hingegen ein OPT-IN: Dritte müssen fragen, ob sie meine persönlichen Daten verarbeiten können - nicht andersherum. Denn dies würde das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ganz einfach untergraben. Ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail...

Mag die aktuelle Aktion der Vermieter auch hysterisch erscheinen, es zeigt, daß man es mit Datenschutz doch nicht so ernst nimmt und keine Überlegungen vorher anstellt...

Davon abgesehen, daß die Adresssammler aus abfotografierten "Briefkastenbatterien" relativ schnell eine Datenbank mit verkaufbaren persönlichen Informationen erstellen können - die technischen Möglichkeiten gibt es - und diese sind keinesfalls schwer zugänglich! Es hat schon einen guten Grund, warum andere Länder keine solchen öffentlichen "Namensverzeichnisse" haben...oft habe ich als Begründung von jenen Personen gehört: "Aus Sicherheitsgründen!"

Grüße, meshua
__________________
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Alt Gestern, 11:19   #542
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 17.841
Moin, moin,

Zitat:
Zitat von meshua Beitrag anzeigen
Davon abgesehen, daß die Adresssammler aus abfotografierten "Briefkastenbatterien" relativ schnell eine Datenbank mit verkaufbaren persönlichen Informationen erstellen können - die technischen Möglichkeiten gibt es - und diese sind keinesfalls schwer zugänglich!
mal abgesehen davon, dass diese Form der Erfassung und elektronischen Verarbeitung von Adressdaten wiederum der DSGVO unterliegt, ist diese Idee m.E. ziemlich absurd. Mit deutlich weniger Aufwand kannst Du die Adressdaten bei der Kommune oder den üblichen Adresshändler kaufen. Die Qualität der Daten, die Du dem Klingelschild entnehmen kannst, ist doch ärmlich. Da springt max. ein Vor- und ein Nachname raus, den Du noch um die Adresse anreichern musst. Keine Infos, wie viele Menschen im Haushalt leben, welcher Alters- oder Einkommensklasse sie angehören etc. pp.

Wir hatten hier mal einen User an Board, der den Adresshandel gewerblich betrieben hat. Er würde bei der Idee, Klingelbretter zur Datenerhebung zu photographieren, wahrscheinlich nur müde lächeln.


Dat Ei
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"Wennde met dr Hääd löufs, häsde immer e Aaschloch vürm Jeseech." (Zitat Gerd Köster)
"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
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Alt Gestern, 11:26   #543
dey
 
 
Registriert seit: 03.09.2009
Ort: Ilvese boi Mannem
Beiträge: 13.336
Danke für eure differenten Einschätzungen. Beschreibt das Problem ja recht deutlich: jeder tickt ein bisschen anders und die DSGVO läßt zu viel Spoelraum für persönliche Interpretation.
__________________

Oo....
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Alt Gestern, 22:11   #544
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 07.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 9.652
Das einzige was das abphotographieren von Klingelschildern bringt ist eine grobe Darstellung der ethnischen Zusammensetzung der Hausgemeinschaft und damit für pot. Kaufinteressenten möglicherweise relevant.

Alles andere ist m.E. komplett übertrieben.

Aber gut, nachdem die Bundesregierung in Bezug auf die DSGVO gar nichts unternommen hat diese auf Deutschland anzupassen oder mit dementsprechenden Verordnungen zu ergänzen (z.B. in gewissen Bereichen abzuschwächen).

Ich halte es schon für extrem fragwürdig, dass ich zB bei einem Interessenten der bei mir auf eine Insertion hin nach Unterlagen frägt und Informationen zu einem Artikel/Objekt/Produkt erwünscht um Zustimmung bitten muss seine Daten aufnehmen und speichern zu dürfen. Da es nun mal so ist darf jeder Interessent zuerst mal Widerufserklärung bestätigen, vorzeitigen Beginn der Tätigkeit mit Einschränkung des Widerrufsrechts bestätigen, Datenschutzerklärung bestätigen und erst dann bekommt er Informationen - nun denn das ist die Zukunft die wir offenbar so wünschen.
Zudem darf ich seine Daten teils aufgrund des Geldwäschegesetzes und der Vorgaben des Finanzamtes gar nicht löschen - zumindest erst nach einigen Jahren, da ich "nachweispflichtig" bin, ob der Kunde eventuell mit illegal erworbenen Mitteln etwas kaufen will....

So viel zum täglichen Irrsinn.
__________________
Gruß aus Bayern

Steve
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Alt Heute, 05:14   #545
About Schmidt
 
 
Registriert seit: 13.10.2007
Beiträge: 21.729
Ach Steve,

die Regierenden sind zur Zeit so sehr mit sich selbst beschäftigt, da ist keine Zeit mehr, sich mit der DSGVO zu beschäftigen. Wo denkst du denn hin, ein Tag hat nun mal nur 24 Stunden.

Gruß Wolfgang
__________________
Zwischen Wahnsinn und Verstand, ist oft nur ne dünne Wand Daniel Düsentrieb
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