Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 14.01.2024, 21:57   #20
Dana

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 33.938
Das Forum flutscht wie nie!

Also mache ich doch schnell noch einen Teil hier rein. =)

1.1. "Wir sind doch nicht aus Zucker!!" - Naja, fast doch.

„Heute ist der beste Tag!!“

Ich hüpfte aus dem Bett. Die Wetter-Apps zeigten schon seit einigen Tagen, dass heute die Sonne mal den Krieg gewinnen würde, so hatten wir uns vorgenommen, früh zu frühstücken und dann loszufahren, um „ans Ende der Welt“ zu kommen. 2016, als meine Freundin Jessy und ich im National-Park Wandern waren, sind Tom und Stefan zu einem Aussichtspunkt gefahren, den Tom megaschön fand. Da ich megaschöne Aussichtspunkte mag, hatte ich mir die Koordinaten geben lassen und den Namen. „Cuan na Haisléime“…wilder Name. Tina wollte das googeln:
„Äh…ich finde da nur was in Japan…“
Egal, ich hatte ja die Koordinaten, das würde schon klappen.

Zuerst fotografierte ich ums Haus ein wenig…besseres Wetter MUSS dokumentiert werden.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Dann war Tina abreisebereit und los ging’s.

Das Wetter war wirklich schön und so kamen wir nur ein paar Meter weit, weil ich am Strand drei Leute ausgemacht hatte, die so illuster da rumliefen, dass ich einfach knipsen MUSSTE.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Dann bekam ich allerdings eine hochgezogene Augenbraue:
„Ich wäre ja sehr dankbar, wenn wir EINMAL wenigstens ein STÜCK Strecke am STÜCK schaffen könnten…“
Oupsi…also brav Hände ans Lenkrad und los!

Allerdings hielten wir kurze Zeit später wieder an – diesmal aber auf beider Wunsch hin. Wir kamen nämlich an einer kleinen Kapelle vorbei…was war besser, als am 1.1. dort hinein zu gehen und einen Moment innezuhalten?

Sehr, sehr dunkel war es innen drin, daher sind die Bilder sehr schecht, ich denke aber, erkennen kann man ein wenig.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Wir verharrten eine Weile andächtig, jede in ihren Gedanken, dann sprach ich noch ein Gebet für uns, unsere Familien, unsere Freunde und auch für die Welt… Vielmehr als beten, dass der Wahnsinn in manchen Gebieten aufhöre, kann man als kleiner Mensch ja nicht.

Am Ausgang lag ein Gästebuch, in das man sich eintragen konnte, daneben, wir trauten unseren Augen nicht, eine offene Schachtel mit Selbstgebackenem!


Bild in der Galerie

Tina schaute argwöhnisch:
„Hm…das ist ja OFFEN…wer weiß, seit wann!“
Ich schnupperte und schnappte mir eins der Gepäckstückchen.
„Egal, riecht super und manchmal muss man einfach was riskieren!“
So klaubte sie sich auch eines heraus, wir schmissen eine Münze in den Spendeneinwurf, rannten anschließend durch den einsetzenden Regen (WAS??? Es hieß SONNE HEUTE!!!) und schlüpften ins Auto. Dort „stießen wir an“ (wir haben die Angewohnheit, alles mögliche Kleine, Süße oder Salzige, das wir essen, zuerst zu „prosten“, also sanft aneinander zu stoßen, bevor wir es in den Mund stopfen) und stellten fest, WIE lecker dieses Gebäck schmeckte!! Klasse!

Gut gelaunt ging es weiter, das Wetter hatte sich durch meinen kleinen Ausbruch in Klammern etwas einschüchtern lassen und stelle das Getröpfel ein. Ich hätte in die Wut-Tirade auch noch LICHT mit einbauen sollen.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

„Hm…meiner Meinung nach müssten hier in der Nähe die Aasleigh-Falls sein…“
Ich zog die Stirn in Falten, da ich das Gebiet wiedererkannte. Und als dann die Pubs kamen, in denen ich damals so lecker gegessen hatte (SOWAS vergesse ich nie!), fragte ich vorsichtig, ob denn ein Stopp bei den Falls ok sei. Es war ok, so bog ich beim Schild dann ab.

Im Sommer sind das süße kleine Falls, im Winter, so auch 2016, sind es reißende Massen. So schnell, dass auch kleine Langzeitbelichtungen schon fast Quecksilber aus dem Wasser machen.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Wir wanderten ein wenig an den Wasserfällen herum, stellten aber fest, dass der Boden SO matschig war, dass wir um unsere Schuhe fürchteten, die bis zu den Knöcheln gingen. Somit setzten wir unsere Fahrt fort, während das Wetter immer und immer schlechter wurde. Scheinbar dachte es, wenn es sehr langsam immer schlechter wurde, würde ich es nicht mitbekommen. HAHA. Òó

Wir fuhren und fuhren…das Wetter wurde immer schlechter, man sah immer weniger, die Hügel verschwanden im Nebel und Dunst…und der Regen verstärkte sich zunehmend. Ich fluchte herum, war stocksauer auf das blöde Wetter – wir waren extra zu einem AUSSICHTSPUNKT unterwegs!! Man sah aber kaum mehr was weiter als ein paar Meter!

Plötzlich tauchte rechts an der Bundesstraße ein rotes, großes Pub auf. Hä…das kannte ich! Da standen zwei Palmen, an die ich mich erinnerte und ich hatte plötzlich Vera im Kopf, die dort stand... Sehr verwirrt fuhr ich weiter. Komisch…sonst kam mir alles unbekannt vor.

Als wir die letzten Meter fuhren, auf die Klippen zu, von denen man dann runtergucken konnte, guckte ich groß:
„Äh…ich KENNE das!“
„WAS???“
Tina guckte mich entgeistert an:
„Wir sind doch extra hierher gefahren, weil du das NICHT kennst!“
Ich konnte mir das erst auch nicht erklären. Vor allem nicht, dass ich vorher nicht das kleinste Fitzelchen erkannt hatte, außer diesem Pub an der Straße. Wir fuhren die Serpentine hoch und ich musste schallend lachen.
Ja, ich kannte das. Es mochte ja sein, dass Tom mit Stefan da 2016 hingefahren war, aber ich war dort ebenfalls schon mal gewesen. Wann? Keine Ahnung, ich bin mir nicht sicher, allerdings war damals da schöneres Wetter, meine ich. Und wir quälten uns extra den langen Weg hierher. Und dann noch bei DEM Wetter!!


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Es war wirklich GRAUenvoll. Dazu regnerisch, sehr kalt und extrem windig, so schlüpfte ich wieder in den Wagen und fuhr uns direkt zurück zu dem Pub.
Als wir es betraten, kam ein freundlicher Kellner auf uns zu (meiner Meinung nach einer der „oberen“, wenn nicht gar der Besitzer): „Your booking?“
Ääääääääääääääähm…oh Gott. Neujahr…das Ding war riesig, aber brechend voll.
Wir schüttelten traurig die Köpfe. No…no booking…
Dackelblick: Vielleicht war ja doch noch ein kleiiiines Plätzchen für uns…also…vielleicht?
Es wirkte.
„Ok….come with me, you have to sit at the bar!“
Na, mal sehen, ich saß ungern am Tresen auf diesen hohen Stühlen…aber was für eine Überraschung, als wir in einen total süßen Barraum geführt wurden, mit flackerndem Kamin und ganz normalen Stühlen (auch wenn es einen Tresen mit Barhockern gab) und etwas niedrigeren Tischen! Überall stand: „At the bar: only drink!“, aber wir bekamen die Karte gereicht und suchten uns schöne Sachen aus, die auch wirklich unglaublich lecker schmeckten! Danach wussten wir, warum es hier so voll war.

Vielleicht aber auch, weil da ein Servier-ROBOTER rumfuhr! Ich habe leider kein Bild gemacht und ärgere mich darüber, aber das Ding war SO creepy! Es hatte einen Kopf und im Bauch viele "Regale" für Tabletts oder Teller...und so fuhr das Ding durch die Gegend, brachte Essen zu den Tischen und schmutziges Geschirr in die Küche zurück.
Als eine Bedienung uns unsere Getränke brachte, sagte ich völlig baff:
"You have a ROBOT!"
Sie: "Äh...yyyyess......"
Ich: "....WHY???"
...Sie konnte darauf keine Antwort geben, sie zuckte nur hilflos mit den Schultern...und ganz ehrlich: es sollte auch Jobs geben, die einfach in MENSCHENhand bleiben!

Da, wo wir saßen, war es aber urgemütlich und der Roboter ließ uns auch in Ruhe.


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Während wir auf das Essen warteten und während wir aßen, lief die Darts-WM auf den großen Fernsehern im Raum. Alle, die sich dort einfanden, schauten die WM. Ich hatte noch nie geschaut und fand das merkwürdig, was sollte denn daran so spannend sein, auf so eine kleine Scheibe zu schmeißen? BOAH! Was muss ich revidieren! Es stand bereits 4:0 für den einen Typen, jetzt würde sich alles entscheiden! Der andere hieß „Cross“ – und er gewann mein Herz! Das ist immer mit den Verlierern und ich feuerte ihn an: Come on, Cross! Now it’s your time!!“ und die Männer um mich herum grinsten. Der WITZ: es WAR dann seine Zeit! Er holte auf….4:1….4:2….4:3….4:4….er gewann und gewann. Der andere wurde immer miesgelaunter und machte immer mehr Flüchtigkeitsfehler…und BÄMM…gewann Cross tatsächlich das Match! Boah, war ich stolz auf den.


Bild in der Galerie

Nachdem „wir“ das Spiel gewonnen hatten und unsere Bäuche voll waren, traten wir den Rückweg nach Hause an. Der Weg führte uns durch Westport, einer etwas größeren Stadt in der Nähe unseres Daheims, dort wollten wir nochmals Pause machen und eine Teatime abhalten.

Westport war noch SO schön geschmückt! Ganz stimmungsvoll nahm es uns in Empfang. Und das OHNE Regen!


Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Bild in der Galerie

Damals hatte ich dort einen alten VW-Bus fotografiert, der natürlich diesmal nicht für mich posierte, das war aber egal. In dem Caféhaus, das wir besuchten, wählte sich Tina einen Kaffee, sie war etwas arg matschig und ich bestellte eine Schokolade.
„With cream and marshmallows?“, die Bedienung schaute mich an.
„Ooooooooooooooooooooooooohyeeeeeeeeeeeeeeeeeeee eeees…“, das Kinderherz in mir hatte schneller gebrüllt als mein Erwachsenenhirn regulieren konnte. Und dann brüllte es noch „SCONES!!!“, denn die Augen hatten dieses leckere Gebäck entdeckt. Dazu Cream und Erdbeermarmelade…OH GOTT, so lecker. Tina aß somit ihren ersten Scone und fand ihn ok. Meine Begeisterung für das Gebäck teilte sie nicht ganz, aber der Kaffee war wohl lecker.

„Aber heute Abend gibt es Salat!“
Ich nickte…mehr konnten wir unserem Organismus wirklich nicht mehr zumuten und ich musste auch ne Weile warten, bis der Zuckerschock sich gelegt hatte.
__________________
Liebe Grüße!
Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.

Geändert von Dana (14.01.2024 um 22:39 Uhr)
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsored Links