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aidualk 01.06.2018 05:44

Monatsthema Juni 2018: Langzeitbelichtung im Vergleich und/oder mit making of
 
Mit meinem Monatsthema möchte ich den einen oder anderen vielleicht dazu animieren, sich auch mal mit Langzeitbelichtungen zu befassen.
Ich bekomme ja seit Jahren immer wieder die Kritik, meine Zeiten sind zu lang, mein Wasser zu weich, es sieht unnatürlich aus u.s.w., aber in vielen Fällen gefällt mir das und unterstreicht die Bildaussage, oder ändert sie auch komplett. Natürlich passt es nicht zu allen Motiven und nicht immer ist es von Vorteil für das Motiv oder das fertige Bild. Das kann man hier in diesem Monatsthema vielleicht auch heraus arbeiten.

Um das etwas übersichtlich und anschaulich zu gestalten, bitte immer mindestens 2 Aufnahmen im Vergleich zu zeigen. Einmal das Endergebnis, die Langzeitbelichtung und dann eine normale Belichtung. Als Krönung wäre dann vielleicht sogar ein 'making of' dazu, das etwas mehr die Umgebung in normaler Ansicht zeigt. Ein 'making of' geht freilich nur, wenn man mit mehreren Kameras unterwegs ist bzw. einen fotografierenden Partner dabei hat.

Das kann der Klassiker sein wie fliessendes Wasser, Wolkenzug, oder auch Reduzierung von Personen. Vielleicht aber auch Sternenhimmel oder auch etwas ganz anderes.

Ich möchte die Langzeitbelichtung jetzt nicht an einer bestimmten Zeit fest machen die sie mindestens haben sollte, aber es sollte im Bild schon der Unterschied bzw. der Zweck der längeren Verschlusszeit im Vergleich zur normalen Belichtung erkennbar sein.
Ich weiß, das ist kein triviales Monatsthema, aber ich hatte ja angekündigt, es wird nicht ganz einfach. ;) Dennoch hoffe ich auf eine rege Teilnahme.

Ein paar Beispiele:

Der Klassiker:


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Und ein making of dazu von meiner Frau:


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Bei dem Vergleich sieht man in der normalen Belichtung den Regen.
In der Langzeitblichtung ist der Regen in eine Spiegelung übergegangen.


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3 Aufnahmen im Vergleich: Bei der kurzen Belichtung geht das gefrorene Wasser im Bild eher unter. Je länger die Belichtung wird, umso deutlicher wird es betont.


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Die Langzeitbelichtung bringt Ordnung in das Chaos, man kann teilweise sogar hindurch schauen.


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Mir ist klar, dass es sich nicht immer und passend die Gelegenheit ergibt, sich an Langzeitbelichtungen zu versuchen. Deshalb würde ich das Thema auch über den eigentlichen Monat hinaus gerne weiter betreuen und am Leben halten. Das als Anregung, sich in einem anstehenden Urlaub vielleicht mal damit zu befassen. :top:

Windbreaker 01.06.2018 08:26

Wirklich zufällig hab ich von diesem Standort auch ein "normales" Foto gemacht.
Es ist das einzige ohne längere Belichtungszeit. Degegen eine Belichtung mit 8 Sekunden.



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aidualk 01.06.2018 15:03

Dein Beispiel zeigt, dass das ruhigere Wasser weniger den Blick auf sich zieht und damit mehr die Skyline, das Hauptmotiv, in den Fokus rückt. :top:
Ich persönlich hätte vielleicht beide Bilder leicht als Pano beschnitten, unten etwas weniger.

Tafelspitz 01.06.2018 16:24

Nachdem ich beim letzten Monatsthema geschwänzt habe (sorry Suze), kann ich hier wieder etwas beitragen. Das mit den Graufiltern probiere ich immer gerne mal wieder aus, nicht immer mit erfolgreichen Ergebnissen, wie man in einem späteren Beitrag noch sehen wird :cool:

Neulich in Sardinien hatte ich aber sowohl Stativ als auch Graufilter dabei und tatsächlich auch mal beides gleichzeitig an demselben Ort :mrgreen:. Es war ein diesiger Tag an der Küste im SW Sardiniens. Ich wollte versuchen, trotz des fehlenden Lichts durch Beruhigung des Wassers die schöne Färbung desselben etwas hervorzuheben.
20s finde ich bereits etwas zu lang, aber das Bild mit 8s ist aus meiner Sicht brauchbar.

0.5s

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6s

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8s

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20s

Bild in der Galerie

Zaar 01.06.2018 20:44

Narf ...

Gelöscht, weil Thema verfehlt. Wer lesen kann ist klar im Vorteil :oops:

Ohne den Grau-Filter habe ich den Turm nur in einer ganz anderen Perspektive, was dann wohl weder ein Vergleich noch ein Making Of ist.

Stechus Kaktus 01.06.2018 21:04

Edit: Muss mich leider Zaar anschließen :(

willibald79 01.06.2018 21:57

Interessantes Thema! Es animiert mich, als bisher passiven "Mitleser", auch mal was hier einzustellen. Folgende Bilder sind im Frühjahr auf Mallorca entstanden, zuerst mit normaler Belichtungszeit und dann mit 10 Sekunden.


Bild in der Galerie


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Reisefoto 02.06.2018 01:04

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1998689)
Dein Beispiel zeigt, dass das ruhigere Wasser weniger den Blick auf sich zieht und damit mehr die Skyline, das Hauptmotiv, in den Fokus rückt. :top:
Ich persönlich hätte vielleicht beide Bilder leicht als Pano beschnitten, unten etwas weniger.

Mir gefällt die Variante mit dem unberuhigten Wasser auch sehr gut und gerade diese drängt aus meiner Sicht nicht so dazu, den Vordergrund zu beschneiden, weil da im Wasser was los ist. In der beruhigen Version würde ich etliches vom Vordergrund wegschneiden, weil es dort außer strukturlosem Wasser nicht viel zu sehen gibt.

Zitat:

Zitat von willibald79 (Beitrag 1998735)
Folgende Bilder sind im Frühjahr auf Mallorca entstanden, zuerst mit normaler Belichtungszeit und dann mit 10 Sekunden.

Beide haben ihren Charme und eine eigene Stimmung!

Ich beginne mit Bildern von den Lofoten. An diese Stelle sind wir in den beiden letzten Wintern extra gefahren, um den Graufilter zu beschäftigen. Nebenbei sind auch ein paar Bilder ohne Filter entstanden. Was man auch sieht: Das richtige Licht ist wie immer das Salz in der Suppe.

1/80s

Bild in der Galerie

10s

Bild in der Galerie

30s

Bild in der Galerie

30s gleiches Bild, andere Tonwertkurve

Bild in der Galerie

aidualk 02.06.2018 10:34

Zitat:

Zitat von Tafelspitz (Beitrag 1998702)
Neulich in Sardinien hatte ich aber sowohl Stativ als auch Graufilter dabei und tatsächlich auch mal beides gleichzeitig an demselben Ort :mrgreen:. Es war ein diesiger Tag an der Küste im SW Sardiniens. Ich wollte versuchen, trotz des fehlenden Lichts durch Beruhigung des Wassers die schöne Färbung desselben etwas hervorzuheben.
20s finde ich bereits etwas zu lang, aber das Bild mit 8s ist aus meiner Sicht brauchbar.

0.5s

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6s

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8s

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20s

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Echt schöne Serie! :top: Und tolles Beispiel, dass man dann im Nachhinein in Ruhe die Auswahl für das beste Bild hat. ;)

Hat sich beim letzten Bild das Licht verändert oder hattest du einen Polfilter bei den anderen drauf (weil auch der Meeresboden heller wird)?


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Zitat:

Zitat von willibald79 (Beitrag 1998735)
Interessantes Thema! Es animiert mich, als bisher passiven "Mitleser", auch mal was hier einzustellen. Folgende Bilder sind im Frühjahr auf Mallorca entstanden, zuerst mit normaler Belichtungszeit und dann mit 10 Sekunden.


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Das freut mich wirklich. :top:

Dein Beispiel zeigt sehr schön die Unterschiede, auch wie die Langzeitbelichtung das Licht etwas weicher gestaltet :top:
Ich würde vielleicht bei beiden Bildern versuchen, den Himmel in der Helligkeit etwas zu reduzieren. Er strahlt ein wenig stark.

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Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 1998746)
Mir gefällt die Variante mit dem unberuhigten Wasser auch sehr gut und gerade diese drängt aus meiner Sicht nicht so dazu, den Vordergrund zu beschneiden, weil da im Wasser was los ist. In der beruhigen Version würde ich etliches vom Vordergrund wegschneiden, weil es dort außer strukturlosem Wasser nicht viel zu sehen gibt.

Genau das meinte ich ja. Das Hauptmotiv ist die Skyline. Das unruhige Wasser zieht aber den Blick auf sich, obwohl es dort eigentlich nichts wirklich zu sehen gibt. Das beruhigte Wasser lenkt dagegen nicht ab.
Natürlich sind beide Varianten interessant und sehenswert, besonders im Vergleich. ;)



Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 1998746)
Ich beginne mit Bildern von den Lofoten. An diese Stelle sind wir in den beiden letzten Wintern extra gefahren, um den Graufilter zu beschäftigen. Nebenbei sind auch ein paar Bilder ohne Filter entstanden. Was man auch sieht: Das richtige Licht ist wie immer das Salz in der Suppe.

1/80s

Bild in der Galerie

10s

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30s

Bild in der Galerie

Genau so habe ich mir das vorgestellt. :top:
Das richtige Licht zum richtigen Zeitpunkt und der Filtereinsatz ist meisterhaft umgesetzt. :top:


Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 1998746)
30s gleiches Bild, andere Tonwertkurve

Bild in der Galerie

Ich denke aber, das Bild gehört eher dann zum Monatsthema 'abstrakte Kunst'? ;)


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Zitat:

Zitat von Zaar (Beitrag 1998725)
Narf ...

Gelöscht, weil Thema verfehlt. Wer lesen kann ist klar im Vorteil :oops:

Zitat:

Zitat von Stechus Kaktus (Beitrag 1998730)
Edit: Muss mich leider Zaar anschließen :(

Nicht aufgeben ;) - noch mal versuchen. :top:

aidualk 02.06.2018 10:38

Gestern, beim Aufzug eines Unwetters, habe ich auch noch mal 2 Aufnahmen zum Vergleich gemacht.
In diesem Fall finde ich beide Varianten interessant, unterschiedlich halt ohne sagen zu können, welche mir nun besser gefällt.


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